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Eigenmarkenpolitik als Instrument des Retail Branding

Dargestellt am deutschen Lebensmitteleinzelhandel

Eigenmarkenpolitik als Instrument des Retail Branding
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Karsten Kremer
  • Abgabedatum: August 2004
  • Umfang: 132 Seiten
  • Dateigröße: 1,4 MB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg, Standort Rheinbach Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-4062-6
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-4062-6 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-4062-6 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Kremer, Karsten August 2004: Eigenmarkenpolitik als Instrument des Retail Branding, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Handelsmarke, Händlermarke, Discounter, Profilierung, Marketing-Mix

Diplomarbeit von Karsten Kremer

Einleitung:

Neben der Kommunikationspolitik wird insbesondere der Eigenmarkenpolitik eine Händlermarken bildende Wirkung zugeschrieben.

Im Rahmen dieser Arbeit wird die Eigenmarkenpolitik bei fünf der erfolgreichsten deutschen Lebensmitteleinzelhändler untersucht. Ziel der Untersuchung ist es, herauszufinden, inwieweit die Eigenmarkenkonzepte von Aldi, Lidl, Kaufland, Edeka und Rewe geeignet sind, das Retail Branding, d.h. eine Profilierung gegenüber dem Kunden, zu unterstützen.

Auf das Konzept der Eigenmarkenpolitik sowie die Voraussetzungen für ein erfolgreiches Retail Branding wird ausführlich und aktuell eingegangen. Kernstück dieser Arbeit ist die detaillierte Auswertung und Interpretation einer umfassenden Kundenbefragung zur Wahrnehmung der absatzpolitischen Umsetzung der Eigenmarkenpolitik. Diese wird jeweils mit der zuvor am POS beobachteten Soll-Positionierung verglichen. Durch diese Vorgehensweise werden die Stärken und Schwächen der einzelnen LEH´ler sichtbar.

Die Studie beinhaltet ebenso detaillierte Angaben zu Preis-, Sortiments- und Kommunikationspolitik der untersuchten Händler. So werden u.a. die Sortimentsschwerpunkte der einzelnen Eigenmarkenranges analysiert und die Frage der Preisführerschaft anhand von Warenkorbvergleichen beleuchtet.

Auf Basis der aktuellen wissenschaftlichen Handelsliteratur sowie der Ergebnisse des umfassenden empirischen Teils der Arbeit werden letztendlich praktisch verwertbare Erkenntnisse zur Profilierung mittels der Eigenmarken verständlich hergeleitet.

Diese Diplomarbeit ist aufgrund ihres sehr aktuellen Themas somit von Nutzen für eine Reihe von Interessengruppen. Für die untersuchten Unternehmen beinhaltet sie viele wichtige Informationen über die Wahrnehmung ihrer Eigenmarkenpolitik auf der Kundenseite. Selbstständigen Händlern kann sie als Entscheidungshilfe für die Aufnahme von Eigenmarken zum Zwecke der Profilierung dienen. Herstellern und Lieferanten kann sie zusätzliche Ansatzpunkte bezüglich der Entwicklung des Eigenmarkengeschäftes geben. Interessierten Verbrauchern gibt sie Aufschluss über Hintergründe, mögliche zukünftige Trends sowie Vor- und Nachteile der zunehmenden Ausweitung der Eigenmarken. Studenten, die an eine Karriere im Handel denken, versorgt diese Arbeit mit wertvollen Hintergrundinformationen über die Positionierung und die Vorgehensweise potentieller Arbeitgeber.

Inhaltsverzeichnis:

ABBILDUNGSVERZEICHNIS 4
TABELLENVERZEICHNIS 6
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS 7
1. Einleitung 8
1.1 Problemstellung 8
1.2 Zielsetzung und Vorgehensweise 11
1.3 Begriffliche Grundlagen 12
1.3.1 Handelsmarketing 12
1.3.2 Markenpolitik 13
1.3.3 Marke und Markierung 14
1.3.4 Herstellermarke und Handelsmarke 15
2. Das Konzept des Retail Branding 16
2.1 Entwicklung und Bedeutung des Retail Branding 16
2.2 Voraussetzungen des Retail Branding 18
2.2.1 Marktsegmentierung 18
2.2.2 Positionierung 21
2.2.3 Profilierung 24
3. Das Konzept der Eigenmarkenpolitik 27
3.1 Entwicklung und Bedeutung der Eigenmarken 28
3.2 Typisierung der Eigenmarken 31
3.2.1 Typisierung der Eigenmarken auf Basis der Breite des Markendachs 31
3.2.2 Typisierung der Eigenmarken anhand ihrer strategischen Positionierung 34
3.3 Ziele der Eigenmarkenpolitik 37
3.4 Hintergrund wachsender Bedeutung der Eigenmarkenpolitik 38
4. Eigenmarkenpolitik als Instrument des Retail Branding 41
4.1 Marketing Mix und Positionierung 41
4.2 Marketing Mix und Eigenmarkenpolitik im Rahmen des Retail Branding 42
4.2.1 Standortpolitik / Ladengestaltung / Warenpräsentation 42
4.2.2 Sortimentspolitik 46
4.2.3 Preispolitik 49
4.2.4 Distributionspolitik 52
4.2.5 Kommunikationspolitik 53
4.2.5.1 Werbung 54
4.2.5.2 Verkaufsförderung 56
5. Eigenmarkenpolitik als Komponente des Retail Branding beiUnternehmen des LEH 57
5.1 Methodische Grundlagen 57
5.1.1 Filialanalyse 57
5.1.2 Kundenbefragung 57
5.2 Aufbau der Studie 58
5.3 Eigenmarkenpolitik ausgewählter Händler 60
5.3.1 Aldi Süd 60
5.3.1.1 Filialanalyse 60
5.3.1.2 Kundenbefragung 65
5.3.2 Lidl 68
5.3.2.1 Filialanalyse 68
5.3.2.2 Kundenbefragung 72
5.3.3 Edeka 77
5.3.3.1 Filialanalyse 77
5.3.3.2 Kundenbefragung 82
5.3.4 Rewe 87
5.3.4.1 Filialanalyse 87
5.3.4.2 Kundenbefragung 92
5.3.5 Kaufland 97
5.3.5.1 Filialanalyse 97
5.3.5.2 Kundenbefragung 102
6. Fazit 107
ANHANG 111
LITERATURVERZEICHNIS 125

Automatisiert erstellter Textauszug:

5.1.1 Filialanalyse Bei der Filialanalyse wurden im Juni 2004 die o.g. Lebensmitteleinzelhändler besucht und im Rahmen einer Konkurrenzbeobachtung relevante Daten zur Eigenmarkenpolitik erhoben. Auf Basis der Erkenntnisse der Beiträge verschiedener Marketing – Mix – Instrumente wurde zuvor eine Checkliste entworfen (siehe Anhang). Um die Informationen zur Sortiments- und Preispolitik quantifizierbar zu machen und eine anschließende Konkurrenzanalyse zu ermöglichen, wurden zunächst die Artikel des Eigenmarkensortiments aufgenommen und anhand der Warengruppe, Artikelbezeichnung, Verpackungsgröße, -art und Preis klassifiziert234. Anschließend wurde das Sortiment nach Schwerpunkten, Überschneidungen mit dem Sortiment von Aldi, Verpackungsgrößen – Trends und nach Merkmalen der Produktverpackung hin untersucht. Ebenso wurde die Preispolitik der einzelnen Händler bezüglich des Preisniveaus und Trends bei der Preisstellung untersucht. Darüber hinaus wurde anhand der Schnittmenge der jeweiligen Sortimente ein Preisvergleich der Händler mit Aldi durchgeführt. Die Beobachtungen zum Einsatz der unterschiedlichen Marketing – Mix – Instrumente werden zudem teilweise durch Aufnahmen am Point – of – Sale unterstützend illustriert. 5.1.2 Kundenbefragung Bei der vorliegenden Untersuchung wurde eine Teilerhebung ohne Zufallsprinzip mittels eines standardisierten Fragebogens durchgeführt (siehe Anhang). Insgesamt wurden im Juni 2004 700 Kunden am POS der jeweiligen Händler mündlich befragt235. Hierzu wurden sie nach dem Verlassen des Geschäftes vom Interviewer angesprochen und um eine Stellungnahme gebeten. Ein Interview dauerte ca. 6 Minuten. [...]

4.2.5.2 Verkaufsförderung Im Rahmen der Machtverschiebung zwischen Industrie und Handel und im Zuge der Positionierung des eigenen Unternehmens als Retail Brand werden auch die klassischen industriegetriebenen Verkaufsförderaktionen in Zukunft an Bedeutung verlieren. Dies geschieht zugunsten von eigenen, systematischen und professionellen handelsinternen Verkaufsförderprogrammen, die das Ziel verfolgen, das eigene Unternehmen, dessen Preiswürdigkeit und dessen Profilierung zu verstärken229. Unter Verkaufsförderung werden alle Maßnahmen des Unternehmens verstanden, die den Absatz bestimmter Produkte kurzfristig und gezielt fördern und den Kunden darüber hinaus über aktuelle Marktentwicklungen im Sinne des Unternehmens informieren230. Dazu gehören Displays, Preisplakate, Regalstopper, und Lautsprecherwerbung am Point – of – Sale (POS). Sämtliche dieser Mittel werden vom Handel bereits seit einiger Zeit eingesetzt, um den Absatz der Eigenmarken zu fördern. Die zuvor erwähnte EHI – Studie bestätigt dies231. Andere warenbezogene Aktionen, wie etwa die Zweitplatzierung, Probenverteilung, Verkostungen oder Demonstrationen werden vom Handel bislang eher vernachlässigt232. Das liegt an den häufig fehlenden Managementressourcen und entsprechenden Budgets, um diese Art der Verkaufsförderaktionen für Handelsmarken realisieren zu können. Auch der Aufwand pro Verbraucherkontakt ist vergleichsweise hoch – aber dennoch vertretbar. So können Kunden in der Einkaufssituation angesprochen und damit Fehlstreuungen in den Kontaktreichweiten reduziert werden. Der Vorteil, den Industriemarken durch die Massenmedienwerbung haben, kann so zum Teil kompensiert und der Bekanntheitsgrad der Eigenmarken gesteigert werden233. Somit leisten die Elemente der Kommunikationspolitik einen wichtigen Beitrag zum Retail Branding der Unternehmen über deren Eigenmarkensortimente. [...]

Neben der hier ersichtlichen generellen Anhebung der Werbeausgaben für Eigenmarken, stellt eine andere Studie aus dem gleichen Jahr einen anderen Aspekt in den Vordergrund, nämlich den Wandel bei der Auswahl der Werbemittel. Demnach gaben 50% der befragten Entscheider an, in Zukunft mehr Geld für Fernsehwerbung auszugeben, je rund 30% kündigten eine starke Erhöhung des Budgets für Kino- und Radiowerbung an226. Bei den betreffenden Unternehmen könnte somit im Gegenzug die Printwerbung entsprechend reduziert oder zumindest nicht weiter ausgebaut werden. Insofern ist davon auszugehen, dass in Zukunft auch für Eigenmarken verstärkt Werbung in Massenmedien betrieben wird, sofern bei diesen die Voraussetzung einer breiten, nationalen Distribution vorliegt. Edeka schaltete 1999 erstmals Fernsehwerbung für die Eigenmarke „Mibell“ (Molkerei – Produkte), worauf der Umsatz dieser Warengruppe je nach Region zwischen 5% und 12% stieg227. Eine kommunikationspolitische Maßnahme des Lebensmitteleinzelhändlers Spar zeigt einen anderen Weg, wie eine Profilierung durch Eigenmarken unterstützt werden kann. Dazu wurde in Prospekten und Anzeigen in Tageszeitungen Angebote von Handelsmarken dargestellt, bei denen jeweils das bekannte Markenartikelunternehmen genannt wurde, das die Handelsmarke produzierte228. [...]

Arbeit zitieren:
Kremer, Karsten August 2004: Eigenmarkenpolitik als Instrument des Retail Branding, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Handelsmarke, Händlermarke, Discounter, Profilierung, Marketing-Mix

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