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Eigenkapitalrestrukturierung mit Tracking Stocks

Eine finanzierungstheoretische Analyse

Eigenkapitalrestrukturierung mit Tracking Stocks
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Daniel Becker
  • Abgabedatum: Dezember 2000
  • Umfang: 192 Seiten
  • Dateigröße: 810,5 KB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Universität zu Köln Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-4668-0
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-4668-0 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-4668-0 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Becker, Daniel Dezember 2000: Eigenkapitalrestrukturierung mit Tracking Stocks, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Eigenkapitalrestrukturierung, IPO-Form, Tracking Stocks, Abspaltung von Geschäftseinheiten, Corporate Finance

Diplomarbeit von Daniel Becker

Einleitung:

Tracking Stocks stellen ein innovatives Restrukturierungsinstrument im Eigenkapitalbereich dar, das die separate Abbildung von Vermögensrechten bestimmter Geschäftsbereiche eines Unternehmens am Kapitalmarkt ermöglicht. Dabei wird für jede Geschäftseinheit, deren wirtschaftliche Entwicklung am Kapitalmarkt abgebildet werden soll, eine separate Aktiengattung (Tracking Stock-Gattung) an der Börse eingeführt und gehandelt. Als Tracking Stocks werden demnach die Aktien auf eine Geschäftseinheit („tracked unit“) eines Unternehmens bezeichnet. Im Gegensatz zu den „herkömmlichen“ Restrukturierungsinstrumenten wie z.B. Equity Carve-Out oder Spin-Off bilden die einzelnen Tracking Stock-Gattungen mit den jeweils repräsentierten Geschäftseinheiten jedoch weiterhin eine rechtliche Einheit.

In den letzten fünf Jahren ist die Anzahl der realisierten und angekündigten Tracking Stock-Transaktionen sprunghaft angestiegen. Während bis 1992 jeweils höchstens 2 Tracking Stock-Emissionen pro Jahr durchgeführt wurden, sind alleine im Jahr 1999 ganze 20 Emissionen durchgeführt oder angekündigt worden. Dies belegt eindrucksvoll das gegenwärtige und zukünftige Anwendungspotential von Tracking Stocks. Zu der wachsenden Bedeutung von Tracking Stocks hat insbesondere eine allgemeine Entwicklung der Organisationsstrategie von zahlreichen Konzernunternehmungen beigetragen, die nach dem Ausbleiben der erhofften Vorteile großer diversifizierter Konglomerate seit Mitte der achtziger Jahre ihren Grad der Diversifikation verringern, um Investoren unter anderem die Möglichkeit zu geben, in einzelne Geschäftsbereiche investieren zu können. Nicht nur operative Potentiale sondern auch Potentiale durch organisatorische Restrukturierung sollten ausgeschöpft werden. Während in der Vergangenheit hauptsächlich die herkömmlichen Restrukturierungsinstrumente Equity Carve-Out und Spin-Off eingesetzt wurden, wird seit neuestem vermehrt auch die Finanzinnovation Tracking Stocks in Erwägung gezogen. Nach der erfolgreichen Einführung von Tracking Stocks in den USA versuchen jetzt US-amerikanische Investmentbanken, das Tracking Stock-Konzept auch in Deutschland zu vermarkten.

Vor dem Hintergrund der steigenden Bedeutung von Tracking Stocks ist es erstaunlich, dass es „in der Literatur noch keine umfassende Darstellung und Analyse zum Phänomen ‚Tracking Stock’“ gibt. In der deutschsprachigen Literatur hat die Auseinandersetzung mit Tracking Stocks sogar erst 1995 mit NATUSCH begonnen und hat danach in der Unternehmenspraxis und im wissenschaftlichen Schrifttum erst wenig Beachtung gefunden.

Grundsätzlich stellt sich die Frage nach der möglichen ökonomischen Substanz der Finanzierungsform „Tracking Stock“. Denn geht man von einem vollkommenen Kapitalmarkt im Sinne der lange vorherrschenden neoklassischen Finanzierungstheorie aus, dann ist theoretisch zunächst nicht zu erklären, warum von einer Aufteilung des Eigenkapitals auf die einzelnen Geschäftsbereiche ceteris paribus ein realer und substantieller Wertschöpfungsbeitrag ausgehen sollte. Sofern Tracking Stocks also ein positiver Effekt auf den Aktienkurs zugeschrieben wird, muss dieser aus der Ausnutzung möglicher Unvollkommenheiten des Kapitalmarkts resultieren. Aus theoretischer Sicht steht eine typologische Einordnung der in der Praxis beobachteten Tracking Stock-Transaktionen sowie die Entwicklung eines hierfür geeigneten systematischen Analyserahmens noch aus. In bisherigen Analysen wurden teilweise nur die Motive von Tracking Stocks genannt, ohne sie in einen finanzierungstheoretischen Gesamtzusammenhang zu bringen.

Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, diese Lücke zu schließen. Im Rahmen dieser Arbeit sollen daher anhand verschiedener finanzierungstheoretischer Modelle sowohl die Vorteile als auch die Nachteile von Tracking Stocks herausgearbeitet und somit Erklärungsansätze für dieses Eigenkapitalrestrukturierungsinstrument gefunden werden. Nach einer Analyse aus Sicht der neoklassischen Theorie bietet sich vor allem die Neue Institutionenökonomik – insbesondere die Prinzipal-Agenten-Theorie und der Transaktionskostenansatz – als adäquater theoretischer Ansatz zur Erklärung von Tracking Stocks an, um die angesprochenen Marktunvollkommenheiten zu berücksichtigen. Durch diese Methodik soll ein systematischer Analyserahmen zu einer umfassenden Beurteilung der Vor- und Nachteile von Tracking Stocks entwickelt werden, um auch Entscheidungshilfen in der Praxis zu geben, ob eine Tracking Stock-Struktur für eine Unternehmung vorteilhaft ist oder nicht.

Gang der Untersuchung:

Die Fragestellung legt folgenden Gang der Untersuchung nahe: Nach diesem einleitenden ersten Kapitel wird im zweiten Kapitel das Eigenkapitalrestrukturierungsinstrument Tracking Stock charakterisiert. Nach einer Begriffsdefinition und der Darstellung des Wesens und der Emissionsmethoden von Tracking Stocks werden die verwandten Eigenkapitalrestrukturierungsinstrumente „Equity Carve-Out“ und „Spin-Off“ erläutert. Danach wird die Entwicklung hin zur Dekonglomeratisierung der 90er Jahre und die Bedeutung von Tracking Stocks dargelegt.

Um eine noch präzisere Vorstellung des Tracking Stock-Konzepts zu bekommen, erfolgt im dritten Kapitel eine detaillierte Darstellung der Rechtsstellung der Tracking Stock-Aktionäre. Außerdem wird die Übertragbarkeit des Tracking Stock-Konzepts auf deutsches Recht mit Hilfe von rechtswissenschaftlichen Stellungnahmen erörtert.

Das vierte Kapitel stellt den Hauptteil der Arbeit dar und beinhaltet die finanzierungstheoretische Analyse von Tracking Stocks. Nach den Überlegungen aus Sicht der neoklassischen Theorie wird der Schwerpunkt dieses Kapitels auf der Erweiterung der finanzierungstheoretischen Analyse durch die Neue Institutionenökonomik liegen, um auch Marktunvollkommenheiten in die Analyse mit einzubeziehen. Im Rahmen dieses Abschnitts werden detailliert die Vor- und Nachteile einer Tracking Stock-Struktur aus Sicht der Prinzipal-Agenten-Theorie und des Transaktionskostenansatzes erörtert.

Im fünften und letzten Kapitel werden die Ergebnisse kurz zusammengefasst und das zukünftige Anwendungspotential von Tracking Stocks aufgezeigt.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis I
Abbildungsverzeichnis IV
Tabellenverzeichnis V
Abkürzungsverzeichnis VI
Symbolverzeichnis VIII
1. Einleitung 1
1.1 Problemstellung 1
1.2 Gang der Untersuchung 3
2. Charakterisierung des Eigenkapitalrestrukturierungsinstruments Tracking Stock 4
2.1 Begriffsdefinition und Wesen von Tracking Stocks 4
2.2 Emissionsmethoden für Tracking Stocks 9
2.3 Darstellung der „herkömmlichen“ Eigenkapitalrestrukturierungsinstrumente und die Abgrenzung zu Tracking Stocks 10
2.3.1 Darstellung des Equity Carve-Outs 10
2.3.2 Darstellung des Spin-Offs 12
2.3.3 Abgrenzung zu Tracking Stocks 13
2.4 Entwicklung hin zur Dekonglomeratisierung 14
2.5 Bedeutung von Tracking Stocks 18
3. Rechtsstellung der Tracking Stock-Aktionäre und Übertragbarkeit des Tracking Stock-Konzepts auf deutsche Aktiengesellschaften 19
3.1 Anspruch der Tracking Stock-Aktionäre auf einen Anteil an der Gewinnausschüttung 20
3.2 Anspruch der Tracking Stock-Aktionäre auf einen Anteil am Liquidationserlös 21
3.3 Anspruch der Tracking Stock-Aktionäre auf ein Stimmrecht 23
3.4 Vorbehaltsrecht der Gesellschaft auf Umtausch einer Tracking Stock-Gattung in eine andere Gattung 25
3.5 Informationsrechte der Tracking Stock-Aktionäre und Rechnungslegungsvorschriften für die emittierende Gesellschaft 26
3.6 Übertragbarkeit des Tracking Stock-Konzepts auf deutsche Aktiengesellschaften 29
4. Finanzierungstheoretische Analyse von Tracking Stocks 32
4.1 Überlegungen aus Sicht der neoklassischen Theorie 32
4.1.1 Grundlagen der neoklassischen Theorie 32
4.1.2 Neoklassische Aussagen zu Tracking Stocks 34
4.2 Erweiterung der Analyse durch die Neue Institutionenökonomik 38
4.2.1 Grundlagen der Neuen Institutionenökonomik 38
4.2.2 Überlegungen aus Sicht der Prinzipal-Agenten-Theorie 41
4.2.2.1 Grundlagen der Prinzipal-Agenten-Theorie 41
4.2.2.1.1 Die Beziehung zwischen Prinzipal und Agent 41
4.2.2.1.2 Asymmetrische Informationsverteilung 44
4.2.2.1.3 Agency-Kosten 46
4.2.2.2 Bekannte Agency-Probleme bei der Finanzierung von Unternehmen 47
4.2.2.2.1 Agency-Probleme bei der Finanzierung durch Fremdkapital 48
4.2.2.2.2 Agency-Probleme bei der Finanzierung durch Eigenkapital 50
4.2.2.3 Potentielle Reduzierung von Agency-Problemen durch Tracking Stocks 53
4.2.2.3.1 Informationsmechanismen 54
4.2.2.3.1.1 Theoretische Ansätze zur Überwindung von Informationsasymmetrien 54
4.2.2.3.1.2 Verbesserte Informationseffizienz durch Tracking Stocks 55
4.2.2.3.1.3 Verbesserte Bewertungseffizienz durch Tracking Stocks 56
4.2.2.3.1.4 Verringerung des Holdingabschlags und Steigerung des „Shareholder Value“ durch Tracking Stocks 58
4.2.2.3.1.5 Erhöhte Analystenabdeckung durch Tracking Stocks 59
4.2.2.3.2 Kontrollmechanismen 61
4.2.2.3.2.1 Kontrolle durch den Kapitalmarkt 62
4.2.2.3.2.2 Kontrolle durch den Arbeitsmarkt für Manager 66
4.2.2.3.2.3 Kontrolle durch den Markt für Unternehmenskontrolle 67
4.2.2.3.3 Anreizmechanismen und die Einführung geschäftseinheitenbezogener Managementanreizsysteme 69
4.2.2.4 Potentielle Verschärfung von Agency-Problemen durch Tracking Stocks 78
4.2.2.4.1 Neue Informations- und Kontrollprobleme aufgrund von Interessenskonflikten zwischen Aktionären unterschiedlicher Tracking Stock-Gattungen 78
4.2.2.4.2 Neue Anreizprobleme aufgrund gesamtschuldnerischer Haftung 81
4.2.2.4.2.1 Methoden der Verteilung des allgemeinen Fremdkapitals 81
4.2.2.4.2.2 Darstellung der Theorie des optimalen Verschuldungsgrades 82
4.2.2.4.2.3 Auswirkungen einer Tracking Stock-Struktur auf den optimalen Verschuldungsgrad 85
4.2.2.5 Zusammenfassung 88
4.2.3 Überlegungen aus Sicht der Transaktionskostenökonomik 91
4.2.3.1 Grundlagen der Transaktionskostenökonomik 91
4.2.3.1.1 Das Markt-Hierarchie-Paradigma 92
4.2.3.1.2 Einfluss der Eigenschaften von Transaktionen auf die Koordinationsform 95
4.2.3.2 Einordnung der Tracking Stock-Struktur als Hybridform zwischen Markt und Hierarchie 99
4.2.3.3 Bestimmung eines optimalen Bereichs für die Unternehmensgröße und für die Eigenschaften von Transaktionen 100
4.2.3.4 Potentielle transaktionskostentheoretische Vorteile einer Tracking Stock-Struktur gegenüber einer konsolidierten Einzelunternehmung 102
4.2.3.4.1 Vorteile durch Schaffung dezentraler Unternehmensstrukturen 102
4.2.3.4.2 Ermöglichung von geschäftseinheitsbezogenen und objektivierten Kapitalkosten zur verbesserten internen Kapitalallokation 105
4.2.3.4.3 Marktvervollständigung und Gewinnung von „Natural Shareholders“ 113
4.2.3.4.4 Tracking Stocks als Akquisitionszahlungsmittel 116
4.2.3.5 Potentielle transaktionskostentheoretische Vorteile einer Tracking Stock-Struktur gegenüber einer vollständigen rechtlichen Abtrennung der Geschäftseinheiten 118
4.2.3.5.1 Weitere Nutzung von Synergieeffekten 118
4.2.3.5.2 Sicherung von Kernkompetenzen 120
4.2.3.5.3 Geringere Fremdfinanzierungskosten 122
4.2.3.5.4 Geringere rechtliche Probleme bei der Einführung einer Tracking Stock-Struktur und bei zukünftigen Restrukturierungsmaßnahmen 125
4.2.3.5.5 Steuerliche Vorteile 126
4.2.3.6 Potentielle transaktionskostentheoretische Nachteile einer Tracking Stock-Struktur gegenüber einer konsolidierten Einzelunternehmung 128
4.2.3.6.1 Kosten einer separat am Kapitalmarkt abgebildeten Geschäftseinheit 128
4.2.3.6.2 Niedrigere Marktliquidität pro Aktiengattung 130
4.2.3.7 Potentielle transaktionskostentheoretische Nachteile einer Tracking Stock-Struktur gegenüber einer vollständigen rechtlichen Abtrennung der Geschäftseinheiten 131
4.2.3.7.1 Verminderung einer spekulativen Übernahmeprämie 131
4.2.3.7.2 Kursabschlag aufgrund fehlender Eigenschaften eines reinen „pure equity market play“ 132
4.2.3.8 Zusammenfassung 135
5. Schlussbetrachtung 138
5.1 Fazit 138
5.2 Zukünftiges Anwendungspotential in Deutschland 140
Anhang 1: Durchgeführte Tracking Stock-Transaktionen X
Anhang 2: Angekündigte Tracking Stock-Transaktionen XII
Anhang 3: Abgelehnte Tracking Stock-Transaktionen XIII
Anhang 4: Die These von der Irrelevanz der Kapitalstruktur XIV
Literaturverzeichnis XX
Erklärung XLIII
Lebenslauf XLIV

Automatisiert erstellter Textauszug:

68 trol“). 382 Der Markt für Unternehmenskontrolle ist der Markt, auf dem die Rechte zur Einflussnahme auf Unternehmen gehandelt werden, die Property-Rights also, durch die die Entscheidungen in einem Unternehmen kontrollierbar sind. 383 Wenn das Management eines Unternehmens dauerhaft von der Verfolgung der Interessen der Anteilseigner abweicht, dann sinkt annahmegemäß der Wert des Unternehmens am Markt. 384 Die hierdurch entstehende Wertdifferenz zwischen eigentümereffizienter und derzeitiger Unternehmensführung kann für kapitalkräftige Investoren einen erheblichen Anreiz darstellen, gegen den Willen des Managements der Zielunternehmung einen wesentlichen Anteil am Eigenkapital des Zielunternehmens zu erwerben, um die leistungsschwache durch eine qualifiziertere Unternehmensleitung zu ersetzen, 385 um nach der Reorganisation vom steigenden Unternehmenswert zu profitieren. 386 Das Management wird dadurch beeinflusst, da es im Fall einer Übernahme mit vielfältigen Nachteilen wie beispielsweise der Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses 387 rechnen muss. Die disziplinierende Wirkung des Marktes für Unternehmenskontrolle in Bezug auf das Verhalten von Managern wird also in der Drohung einer potentiellen feindlichen Unternehmensübernahme gesehen. [...]

Hier verändert die Durchführung einer Tracking Stock-Transaktion die Situation. Die Leistung von Managern einer Geschäftseinheit ist für andere Marktteilnehmer auf dem Arbeitsmarkt für Manager durch das getrennte externe Rechnungswesen und die Börsennotierung der einzelnen Geschäftseinheiten sowohl leichter bewertbar als auch besser vergleichbar mit denen anderer Manager als die eines Sparten- oder Abteilungsleiters in einem monolithischen Konzern. Z.B. können die Aktienkursentwicklung, die Produktivität oder das Betriebsergebnis direkt mit anderen „pure plays“ verglichen werden. „Rechnungslegungsinformationen erfüllen in diesem Zusammenhang offensichtlich die Funktion der Rechenschaftslegung.“ 381 Ähnlich wie bei der Kontrolle durch den Kapitalmarkt sind auch hier eine hohe Informations- und Bewertungseffizienz Voraussetzung. Wie in Gliederungspunkt 4.2.2.3.1 („Informations- [...]

1.1.7.3.2.2 Kontrolle durch den Arbeitsmarkt für Manager Eine weitere Möglichkeit einer Verringerung der ex post Agency-Probleme wird im Arbeitsmarkt für Manager gesehen. 376 Durch die Konkurrenz auf einem unterne hmensinternen und -externen Arbeitsmarkt wird eine fortwährende Bewertung der Leistung des Managers – z.B. anhand Produktivität, Betriebsergebnis oder Marktstellung377 – vorgenommen, die mit der Leistung anderer Manager in ähnlichen Unternehmen verglichen werden kann. 378 Die Drohung eines möglichen Austauschs durch andere Manager soll zumindest teilweise zu einem Ausgleich der divergierenden Kapitalgeber- und Kapitalnehmerinteressen führen. 379 Die Drohung des Austauschs ist wirksam, da bei nicht eigentümerorientierter Führung des Unternehmens die Reputation und der Marktwert des Managers sinkt und er zumindest mit erheblichen Gehaltseinb u- [...]

Arbeit zitieren:
Becker, Daniel Dezember 2000: Eigenkapitalrestrukturierung mit Tracking Stocks, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Eigenkapitalrestrukturierung, IPO-Form, Tracking Stocks, Abspaltung von Geschäftseinheiten, Corporate Finance

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