Eigenhandel bei Nichthandelsbuchinstituten unter Einsatz eines geeigneten Risikomanagements
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Marc Weber
- Abgabedatum: Juni 2006
- Umfang: 73 Seiten
- Dateigröße: 411,0 KB
- Note: 3,0
- Institution / Hochschule: FOM - Fachhochschule für Oekonomie und Management Essen Deutschland
- Bibliografie: ca. 47
- ISBN (eBook): 978-3-8366-0462-8
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8366-0462-8 P - ISBN (CD) :978-3-8366-0462-8 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Weber, Marc Juni 2006: Eigenhandel bei Nichthandelsbuchinstituten unter Einsatz eines geeigneten Risikomanagements, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Bankenaufsicht, Derivatehandel, Finanzierung, Risikomanagement, Marktpreisrisiko
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Diplomarbeit von Marc Weber
Einleitung:
KI decken volkswirtschaftlich die Funktion einer Kapitalsammelstelle ab. Sie nehmen Gelder von Anlegern herein, um diese dann an ausgesuchte Gläubiger, in Form von Krediten, herauszugeben. Auf diese Weise verdienen sie ihr Geld. Banken nutzen dabei die Zinsspannen zwischen dem Aktiv- und dem Passivgeschäft, sowie aus der Differenz zwischen dem Kundengeschäft und dem alternativen Geschäft am Geld- und Kapitalmarkt.
Zinsmargen bilden den Hauptbestandteil der Erträge. Aufgrund der historischen Niedrig-Zins-Phase der letzten Jahre ist diese Geschäftstätigkeit in eine Schieflage geraten, denn die Erträge aus dem Zinsbuch sind stark abgeschmolzen. Diese Entwicklung resultiert aus den niedrigeren Zinsmargen zwischen Aktiv- und Passivgeschäften im Kundenge-schäft eines KI. Das ist wiederum die Folge der Zinsentwicklung am Geld- und Kapitalmarkt. Gleichermaßen ist man einem unaufhaltsamen und stetig wachsen-dem Wettbewerbsdruck, durch die globalen und sehr komplexen Finanzmärkte, ausgesetzt.
Aufgrund dieser Entwicklungen, ist eine wachsende Bedeutung des Eigenhandels zu verzeichnen. Mit Hilfe des Eigenhandels wird versucht zusätzliche Erträge zu generieren.
Dazu agieren die Banken mit dem eigenen Bestand an Finanzinstrumenten, indem sie diese gewinnbringend versucht einzusetzen. Hierbei unterscheidet sich die Möglichkeiten von Eigenhandelaktivitäten, anhand der Einteilung der einzelnen Institute in NHI oder in HI. Mit dem Druck auf die Ertragslage der einzelnen KI sind auch die Risiken, in den ständig neu entwickel-ten innovativen Finanzinstrumenten, gewachsen. Aber nur durch das bewusste Eingehen von Risiken im Finanzbereich sind adäquate und vom Markt geforderte Erträge zu erzielen. Risiken beinhalten allerdings auch Gefahren, die sich nicht nur auf den Erfolg einer Unternehmung und deren Erhalt auswirken, sondern auch Bedrohungen für gesamte Volkswirtschaften verursachen können.
Nicht selten sind Risiken in der Vergangenheit falsch eingeschätzt worden. Risiken sind zudem unbewusst oder sogar bewusst unzureichend beurteilt und berücksichtigt worden. Das hatte zur Folge, dass teilweise ganze Wirtschaften in eine Notlage geraten sind. Derartige Ereignisse und der immer schneller fortschreitende Wachstum, innerhalb der innovativen Finanzinstrumente, haben die Bankenauf-sicht auf den Plan gerufen. Diese ist bemüht den gewachsenen Ansprüchen stets gerecht zu werden, indem sie die vorhandene Regulierung des Bankenmarktes an den beschriebenen Herausforderungen anpasst. Mittels geeigneter Verordnungen, welche den Marktteilnehmer auferlegt werden, sollen die Risiken eingedämmt werden. Dazu gab es in der Geschichte der Bankenaufsicht stets Neuerungen und Weiterentwicklungen der Gesetzestexten und der Verordnungen. Ein Resultat dieser Entwicklungen und Anpassungen ist die, bis heute gültige, sechste KWG-Novelle. Da aber die globale Wirtschaft und die zu handelnden Finanzinstrumente unaufhaltsam in ihrer Entwicklung voranschreiten, wird es auch in Zukunft Anstrengungen geben, die aktuellen Gesetze und Verordnungen an die je-weilige Situation in der Finanzwirtschaft anzupassen.
Ziel wird es stets sein, Krisen innerhalb dieses Wirtschaftszweiges zu vermeiden, um dadurch auch die Volkswirtschaft aufrecht zu halten. Alle Anstrengungen beziehen jedoch den Anspruch auf einen fairen und weitestgehend freien Wettbewerb unter den Marktteilnehmern mit ein und versuchen diese beiden, teilweise konträren, Prinzipien auf einander abzustimmen und in Einklang zu bringen. Auch aus der Sicht des Managements eines Instituts ist das Risikobewusstsein von großer Bedeutung, da nur durch Einhaltung der rechtlichen Bedingungen und der Überwachung der eingegangenen Risiken, speziell im Handelsbereich, ein Fortbestand des KI erreicht werden kann.
Gang der Untersuchung:
Die vorliegende Arbeit soll in diesem Zusammenhang herausarbeiten, wie NHI dem globalen Wettbewerbsdruck standhalten können und gleichzeitig den rechtlichen Anforderungen beim Eigenhandel gerecht werden. Zu-nächst soll es ein Überblick über die Bankenaufsicht geben und der Bereich des Risikomanagement näher erläutert werden. Danach steht der Begriff des NHI im Vordergrund. Dieser soll zuvor erklärt und in den bestehenden rechtlichen Kontext gebracht werden. Des weiteren erfolgt die Abgrenzung zu den HI, um den Sinn dieser Unterteilung aus Sicht des Instituts und aus Sicht der Bankenaufsicht zu verstehen.
Bevor die Umsetzungsmöglichkeit des Eigenhandels bei den NHI, unter Einhaltung der Anforderungen der MaH, mittels der Finanzinstrumente Wertpapiere, Geldmarktinstrumente, Devisen und Derivate untersucht wird, soll zuvor der Begriff Handel, speziell der Begriff des Eigenhandels, und dessen Bedeutung für NHI herausgearbeitet werden. Wenn diese Untersuchung abgeschlossen ist, soll der Eigenhandel dann in ein geeignetes und den rechtlichen Anforderungen entsprechendes Risikomanagement eingebettet werden. Dabei steht die Umsetzung des Risikomanagements im Fokus. Die Umsetzung wird an der Unternehmenspolitik, deren Organisation und abschließend an der Risikomessung und der Risikosteuerung untersucht.
Inhaltsverzeichnis:
| Abkürzungsverzeichnis | III | |
| Abbildungsverzeichnis | V | |
| Tabellenverzeichnis | V | |
| 1. | Einführung in die Thematik | 1 |
| 2. | Bankenaufsicht und Risikomanagement | 3 |
| 2.1 | Notwenidgkeit der Regulierung des Bankenmarktes | 3 |
| 2.2 | Übersicht über die Träger der Bankenaufsicht in Deutschland | 5 |
| 2.3 | Begrifflichkeiten im Risikomanagement | 7 |
| 3. | Nichthandelsbuchinstitute | 9 |
| 3.1 | Grundlagen | 9 |
| 3.1.1 | Entstehung des Begriffes des Nichthandelsbuchinstituts | 10 |
| 3.1.2 | Rechtliche Einordnung in die Bankenaufsicht | 11 |
| 3.1.3 | Abgrenzung zum Handelsbuchinstitut | 13 |
| 3.1.4 | Gründe für die Einstufung als Nichthandelsbuchinstitut | 15 |
| 3.2 | Handel | 16 |
| 3.2.1 | Erläuterung der Begriffe Handel und Handelsbuch | 17 |
| 3.2.2 | Risiken im Handelsbereich | 19 |
| 3.2.3 | Eigenhandel im Kontext des Grundsatz I und der MaH | 21 |
| 3.2.4 | Auswirkungen von Überschreitungen der Bagatellgrenzen | 24 |
| 4. | Umsetzung des Eigenhandels bei Nichthandelsbuchinstituten mittels ausgewählter Finanzinstrumente | 25 |
| 4.1 | Überblick über die handelbaren Finanzinstrumente | 26 |
| 4.2 | Strategien und Einsatzmöglichkeiten der Finanzinstrumente im Kontext der Bankenaufsicht | 28 |
| 4.2.1 | Wertpapiere | 28 |
| 4.2.2 | Geldmarktinstrumente | 32 |
| 4.2.3 | Devisen | 33 |
| 4.2.4 | Derivate | 34 |
| 4.3 | Risiken beim Eigenhandel mittels der Finanzinstrumente | 40 |
| 4.3.1 | Wertpapiere | 40 |
| 4.3.2 | Geldmarktinstrumente | 42 |
| 4.3.3 | Devisen | 42 |
| 4.3.4 | Derivate | 43 |
| 5. | Umsetzung eines geeigneten Risikomanagements im Handelsbereich | 44 |
| 5.1 | Risikopolitik | 44 |
| 5.1.1 | Fixierung einer Institutspolititk | 45 |
| 5.1.2 | Definition geeigneter Rahmenbedingungen | 46 |
| 5.2 | Unternehmensorganisation | 48 |
| 5.2.1 | Aufbauorganisation | 49 |
| 5.2.2 | Ablauforganisation | 50 |
| 5.3 | Risikomessung und –steuerung | 52 |
| 5.3.1 | Adressenausfallrisiko | 54 |
| 5.3.2 | Marktpreisrisiko | 57 |
| 5.3.3 | Sonstige Risiken | 58 |
| 6. | Schlussbetrachtung | 59 |
| Literatur- und Quellenverzeichnis | 63 | |
| Internetquellen | 68 | |
| Ehrenwörtliche Erklärung | 69 |
Inhaltsverzeichnis:
| Abkürzungsverzeichnis | III | |
| Abbildungsverzeichnis | V | |
| Tabellenverzeichnis | V | |
| 1. | Einführung in die Thematik | 1 |
| 2. | Bankenaufsicht und Risikomanagement | 3 |
| 2.1 | Notwenidgkeit der Regulierung des Bankenmarktes | 3 |
| 2.2 | Übersicht über die Träger der Bankenaufsicht in Deutschland | 5 |
| 2.3 | Begrifflichkeiten im Risikomanagement | 7 |
| 3. | Nichthandelsbuchinstitute | 9 |
| 3.1 | Grundlagen | 9 |
| 3.1.1 | Entstehung des Begriffes des Nichthandelsbuchinstituts | 10 |
| 3.1.2 | Rechtliche Einordnung in die Bankenaufsicht | 11 |
| 3.1.3 | Abgrenzung zum Handelsbuchinstitut | 13 |
| 3.1.4 | Gründe für die Einstufung als Nichthandelsbuchinstitut | 15 |
| 3.2 | Handel | 16 |
| 3.2.1 | Erläuterung der Begriffe Handel und Handelsbuch | 17 |
| 3.2.2 | Risiken im Handelsbereich | 19 |
| 3.2.3 | Eigenhandel im Kontext des Grundsatz I und der MaH | 21 |
| 3.2.4 | Auswirkungen von Überschreitungen der Bagatellgrenzen | 24 |
| 4. | Umsetzung des Eigenhandels bei Nichthandelsbuchinstituten mittels ausgewählter Finanzinstrumente | 25 |
| 4.1 | Überblick über die handelbaren Finanzinstrumente | 26 |
| 4.2 | Strategien und Einsatzmöglichkeiten der Finanzinstrumente im Kontext der Bankenaufsicht | 28 |
| 4.2.1 | Wertpapiere | 28 |
| 4.2.2 | Geldmarktinstrumente | 32 |
| 4.2.3 | Devisen | 33 |
| 4.2.4 | Derivate | 34 |
| 4.3 | Risiken beim Eigenhandel mittels der Finanzinstrumente | 40 |
| 4.3.1 | Wertpapiere | 40 |
| 4.3.2 | Geldmarktinstrumente | 42 |
| 4.3.3 | Devisen | 42 |
| 4.3.4 | Derivate | 43 |
| 5. | Umsetzung eines geeigneten Risikomanagements im Handelsbereich | 44 |
| 5.1 | Risikopolitik | 44 |
| 5.1.1 | Fixierung einer Institutspolititk | 45 |
| 5.1.2 | Definition geeigneter Rahmenbedingungen | 46 |
| 5.2 | Unternehmensorganisation | 48 |
| 5.2.1 | Aufbauorganisation | 49 |
| 5.2.2 | Ablauforganisation | 50 |
| 5.3 | Risikomessung und –steuerung | 52 |
| 5.3.1 | Adressenausfallrisiko | 54 |
| 5.3.2 | Marktpreisrisiko | 57 |
| 5.3.3 | Sonstige Risiken | 58 |
| 6. | Schlussbetrachtung | 59 |
| Literatur- und Quellenverzeichnis | 63 | |
| Internetquellen | 68 | |
| Ehrenwörtliche Erklärung | 69 |
Textprobe:
Kapitel 4.3.1, Wertpapiere:
Zur Ermittlung der Risiken, innerhalb des Wertpapierbereichs, ist es notwendig die unterschiedlichen Handelsobjekte getrennt von einander zu betrachten. Im Aktienbereich ist das gleichnamige Aktienrisiko zu identifizieren. Durch unerwartete Einflüsse kann es negative Veränderungen des Aktienkurses geben. Ein solches Risiko kann sowohl dem Adressrisiko, als auch dem Marktpreisrisiko zugeordnet werden. Außerdem können innerhalb der Aktienpositionen Währungsrisiken entstehen. Das passiert, wenn einzelne Positionen in ausländischer und nicht abgesicherter Währung gehandelt werden. Letztendlich kann auch ein Liquiditätsrisiko vorkommen. Das geschieht, wenn eine Aktienposition nicht handelbar und somit nicht liquidierbar ist. Bei der speziellen Form des Aktienhandels, nämlich des Optionshandels, entstehen weitere Risiken. Derartige Risiken werden im späteren Verlauf, im Rahmen der Risiken bei Derivaten, behandelt und daher an dieser Stelle vernachlässigt. Im Gegensatz zu den Risiken im Aktienbereich entstehen beim Anleihehandel vor allem Zinsänderungsrisiken. Diese können in unterschiedlichen Dieses Risiko ist sowohl dem Adressrisiko, als auch dem Marktpreisrisiko zuzuordnen. Hierbei steht allerdings das Marktpreisrisiko im Vordergrund. Zusätzlich können in diesem Bereich auch andere Risiken vorkommen. Neben einem zu identifizierenden Emittentenrisiko, also der Gefahr, dass der Schuldner seinen Verpflichtungen nicht nachkommt, kann bei Anleihepositionen ein Liquiditätsrisiko und u.U. ein Währungsrisiko entstehen. Bei der Gruppe der sonstigen Instrumente, sind Risiken gem. der Eigenschaften des jeweiligen Handelsobjektes zu finden und entweder dem Aktienbereich oder dem Anleihebereich anzugleichen.
Kapitel 4.3.2, Geldmarktinstrumente:
In Anlehnung an die Feststellung, dass sämtliche Handelsobjekte auf dem Geldmarkt den Anleihearten gleichen, kann auch für den Risikobereich, innerhalb dieser Instrumente, eine Angleichung vorgenommen werden. Zu identifizieren sind bei diesen Position zum einen Adressrisiken und zum anderen Marktpreisrisiken. Während sich die Adressrisiken durch die Gefahr eines Ausfalls der Gegenpartei ausdrücken, machen sich die Marktpreisrisiken durch die Gefahr der Änderung einer Basisgröße, wie beispielsweise dem Referenzzinssatz eines Instrumentes, bemerkbar. Adressrisiken bezeichnet man in einem solchen Fall auch als Emittentenrisiken. Das Marktpreisrisiko ist mit dem Begriff des Zinsänderungsrisikos zusammenzufassen. Zudem können Währungsrisiken entstehen, wenn ein gehandeltes Objekt nicht in heimischer Währung emittiert ist und eine Fakturierung nicht vorgenommen wurde. Außerdem können, wie bei den Anleihepositionen, auch Liquiditätsrisiken auftreten. Das geschieht dann, wenn einzelne Positionen nicht oder nur unzureichend, auf den ent-sprechenden Märkten, handelbar sind. Ein Beispiel dafür liefert das Schuldscheindarlehn.
Kapitel 4.3.3, Devisen:
Im Bereich des Devisenhandels sammeln sich zahlreiche Risiken an, welche sich wiederum in dem Adressrisiko oder in dem Marktpreisrisiko einordnen lassen. Das Hauptrisiko, welchem sich ein handelndes NHI ausgesetzt sieht, ist das Währungsrisiko. Ein Währungsrisiko entsteht dann, wenn man in unterschiedlichen und nicht abgesicherten Devisen handelt. Zuzuordnen ist dieses Risiko, welches durch Kursschwankungen entsteht, dem Marktpreisrisiko. Im Gegensatz zu den Emittentenrisiken, wie sie bei sämtlichen Wertpapierinstrumenten identifiziert werden können, sind es die Kontrahentenrisiken, welche bei dieser Eigenhandelsform im Fokus stehen. Die Gefahr besteht darin, das die Gegenpartei ausfällt. Damit ist diese Risikoart dem Adressrisiko, im Bereich des Gegenparteirisikos, einzuordnen. U.U. kann man in diesem Bereich noch ein Liquiditätsrisiko, welches in der mangelnden Handelbarkeit der jeweiligen Währung zusammenzufassen wäre, feststellen.
Kapitel 4.3.4, Derivate:
Da der Derivatebegriff zahlreiche Handelsinstrumente umfasst, sind viele verschiedene Risiken zu identifizieren. Sie unterscheiden sich nach den jeweilig zugrunde gelegten Positionen. Hinzu kommt, dass die Gefahren, im Hinblick auf die jeweilige Ausprägung, variieren. Bei einem Festpreisgeschäft sind zunächst die Adressenausfallrisiken zu identifizieren. Das Risiko liegt dabei in der Möglichkeit, dass die Gegenpartei ausfallen kann. Man fasst es unter dem Kontrahentenrisiko bzw. unter dem Gegenparteirisiko zusammen. Wichtig ist die Unterscheidung zwischen dem Erfüllungs- und dem Wiedereindeckungsrisiko. Bei dem Erfüllungsrisiko geht es um die Gefahr, dass erbrachte Vorleistungen abgeschrieben werden müssen, wenn der Vertragspartner ausfällt. Unter dem Wiedereindeckungsrisiko versteht man die Gefahr einer Kursänderung, im Zeitraum zwischen Geschäftsabschluss und Fälligkeit der Position. Die Beurteilung erfolgt anhand der unterstellten Bonität des Vertragspartners. Je nach zugrunde gelegter Position, sind in diesem Bereich folgende Risikoformen denkbar:
- Zinsänderungsrisiko.
- Aktienkursrisiko.
- Währungsrisiko.
- Rohwarenrisiko.
Bei Optionsgeschäften ist zusätzlich ein Volatilitätsrisiko möglich. Darunter versteht man die Gefahr, dass der Basiswert eine hohe Schwankungsintensität besitzt. Das kann überproportionale negative Auswirkungen, auf die gehandelte Position, hervorrufen. Man bezeichnet so etwas auch als so genannten Hebeleffekt. Die Gefahrenausprägung unterscheidet sich nach der Position, welche man in dem jeweiligen Kontrakt eingeht:
Die hier dargestellten Risiken sind dem Marktpreisrisiko zuzuordnen. Neben den Adress- und den Marktrisiken, können ebenfalls Liquiditätsrisiken auftreten. Darunter sind nachstehende Gefahren im Detail zu verstehen:
- Zahlungsschwierigkeiten (bei fälligen Positionen).
- Refinanzierungsrisiko.
- Marktliquiditätsrisiko.
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http://www.diplom.de/ean/9783836604628
Arbeit zitieren:
Weber, Marc Juni 2006: Eigenhandel bei Nichthandelsbuchinstituten unter Einsatz eines geeigneten Risikomanagements, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Bankenaufsicht, Derivatehandel, Finanzierung, Risikomanagement, Marktpreisrisiko



