Effiziente Kundenbindung mittelständischer Unternehmen durch die Implementierung eines CRM-Systems
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Marco Rocchi
- Abgabedatum: November 2003
- Umfang: 121 Seiten
- Dateigröße: 4,1 MB
- Note: 2,0
- Institution / Hochschule: Hochschule Aalen Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-8112-4
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-8112-4 P - ISBN (CD) :978-3-8324-8112-4 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Rocchi, Marco November 2003: Effiziente Kundenbindung mittelständischer Unternehmen durch die Implementierung eines CRM-Systems, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Kundenbeziehungsmanagement, Customer Relationship Management, Mittelstand, Vertrieb, Marketing
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Diplomarbeit von Marco Rocchi
Problemstellung:
„Der Wettbewerb im heutigen Markt ist rauer denn je, und er wird noch rauer werden.“ Wir leben heute in der Zeit des sog. Hyperwettbewerbs, der dadurch gekennzeichnet ist, das der Wettbewerb noch vielschichtiger, aggressiver, schneller und komplexer wird. Entwicklungen ändern sich so rasant, das in 1000 Tagen nichts mehr so sein wird, wie es heute ist.
Angebote und Leistungen werden sich immer ähnlicher. Zunehmende globale Konkurrenz und steigender Marktdruck haben die meisten Branchen von Verkäufer- zu Käufermärkten mit stark ausgeprägter abnehmerseitiger Verhandlungsmacht gewandelt. Kunden sind heutzutage besser informiert, selbstbewusster, kritischer und weniger loyal geworden als noch vor Jahren. Sie wollen individuell bedient werden und dabei mehr Einfluss auf die Gestaltung von Produkten, Service und Beziehungen nehmen. Hinzu kommt die Überflutung der Verbraucher mit Information. Durch die Verbreitung des Internets in den privaten Haushalten, sind die Produkte der Mitbewerber nur noch einen Mausklick voneinander entfernt. Dies erschwert es dem Verbraucher, sich auf einen Anbieter festzulegen. Besonders betroffen von dieser Situation sind kleine und mittelständische Unternehmen, in denen nun intensiv nach Ansätzen zur Stabilisierung gesucht wird.
Durch den verstärkten Wettbewerb auf den bereits gesättigten Märkten wird deutlich, dass eine dringende Notwendigkeit besteht, ein neues Marketingverständnis zu schaffen, das den Kunden in den Mittelpunkt aller Betrachtungen stellt. Für Anbieter besteht kaum noch die Möglichkeit sich über ihre Produkte und Preise zu differenzieren, sondern nur noch durch intensive Beziehungen zum Kunden. Erfolgreich können daher nur Unternehmen sein, denen eine Integration ihrer Kunden in die Geschäftsprozesse sowie ein Lernen aus der Kundenbeziehung gelingt, um dadurch ihre Produkte auf jeden einzelnen Abnehmer individuell ausrichten zu können. Dieser soll damit voll und ganz zufrieden gestellt werden und somit langfristig an das Unternehmen gebunden werden. Dies setzt voraus, dass die Anbieter die Wünsche ihrer Kunden genau kennen und diese durch maßgeschneiderte Angebote berücksichtigen. Daher erfordert eine Kundenorientierung für viele Unternehmen ein grundsätzliches Umdenken in ihrer bisherigen Verkaufsmentalität. Hier setzt das Konzept des Customer Relationships Management an (auch Beziehungs-, One- to- one- oder Zielkundenmarketing). Ziel ist es, Loyalität für den Kunden einfacher und bequemer zu machen als Nicht-Loyalität. Denn dies ist der stärkste Anreiz für eine dauerhafte Kundenbindung.
Auch der Mittelstand sieht sich diesen Entwicklungen gegenübergestellt, wenngleich die Auffassung vorherrscht, dass CRM nur für Großunternehmen bedeutsam sei. Das Management individualisierter Kundenbeziehungen durch CRM, setzt die Einführung technologischer Lösungen voraus. Dies hinterlässt den Managern von mittelständischen Unternehmen eine tiefe Spur der Unsicherheit und Unentschlossenheit, da dies mit sehr hohen Kosten für Einführungsprojekte, Freistellung von Mitarbeitern und der Technologie selbst verbunden ist. Dennoch spricht eine Vielzahl von Gründen dafür, CRM auch in mittelständischen Betrieben einzuführen und zu betreiben.
Ziel der vorliegenden Arbeit ist die Erarbeitung und Vorstellung eines Konzeptes zur Einführung eines Customer Relationship Management in ein mittelständisches Unternehmen. Durch Aufzeigen und Erläuterungen des konkreten Nutzens, soll diesen damit ein Werkzeug zum Aufbau von dauerhaften und effizienten Kundenbindungen in die Hand gelegt werden.
Gang der Untersuchung:
Der erste Teil der Arbeit besteht aus der theoretischen Betrachtung des Customer Relationship Managements. Dazu werden zunächst der Begriff und die Strategieansätze des CRM erläutert. Im Abschluss des Kapitels wird die spezifische Situation mittelständischer Unternehmen beschrieben und auf deren Notwendigkeit eines CRM- Systems verwiesen, wobei auch die Hindernisse einer Einführung aufgeführt werden.
Das darauf folgende Kapitel beschreibt die grundlegenden Funktionen und Komponenten des CRM- Systems. Diese werden in die Bereiche analytisches-, operatives-, und kommunikatives CRM unterteilt.
Im vierten Kapitel wird die Kundenbindung als zentrale Komponente des CRM- Ansatzes näher betrachtet. Dabei wird näher auf die Möglichkeiten einer effizienten Kundenbindung durch Einbettung der Marketing- und CRM- Instrumente eingegangen, sowie eine Kombination dieser Instrumente aufgezeigt.
Kapitel fünf beschreibt die Realisierung und Implementierung eines CRM- Konzeptes in ein mittelständisches Unternehmen. Zunächst werden die Grundlagen zur Implementierung von Strategien gesetzt und notwendige Änderungen im Unternehmen durch die Implementierung eines CRM- Systems erläutert. Dabei werden unterschiedliche Perspektiven dieser Änderungsprozesse aufgezeigt, um dem Leser einen Eindruck zu verschaffen, welches Ausmaß eine Umstellung auf das Management von Kundenbeziehung annehmen kann. Im Anschluss wird ein konkretes Vorgehen zur Einführung eines CRM- Systems vorgestellt. Dieser Einführungsprozess gliedert sich in die Phasen Vorbereitungs-, Analyse-, Konzeptions-, Durchführungs- und Review- Phase.
Ein abschließendes Fazit wird die wesentlichen Punkte und Erkenntnisse dieser Arbeit noch einmal zusammenfassen und einen Ausblick auf mögliche künftige Entwicklungen geben.
Inhaltsverzeichnis:
| INHALTSVERZEICHNIS | I | |
| ABBILDUNGSVERZEICHNIS | IV | |
| TABELLENVERZEICHNIS | V | |
| ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS | VI | |
| 1. | EINLEITUNG | 1 |
| 1.1 | Problemstellung | 1 |
| 1.2 | Zielsetzung | 2 |
| 1.3 | Aufbau | 3 |
| 2. | CUSTOMER RELATIONSHIP MANAGEMENT IM MITTELSTAND | 4 |
| 2.1 | Theoretische Grundlagen | 4 |
| 2.1.1 | Von der Produkt- zur Kundenorientierung | 4 |
| 2.1.2 | Begriff und Definitionsansätze | 6 |
| 2.2 | Strategieansatz des CRM | 7 |
| 2.2.1 | Kundenlebenszyklus als strategisches Leitbild des CRM | 9 |
| 2.2.2 | Customer Lifetime Value | 12 |
| 2.3 | CRM und Mittelstand | 14 |
| 2.3.1 | Notwendigkeit von CRM im Mittelstand | 14 |
| 2.3.2 | Spezifische Situation und Besonderheiten mittelständischer Unternehmen | 16 |
| 2.3.3 | Hindernisse bei der CRM- Einführung | 18 |
| 3. | FUNKTIONEN UND KOMPONENTEN VONCRM- SYSTEMEN | 20 |
| 3.1 | Aufgaben eines CRM- Systems | 20 |
| 3.2 | Analytisches CRM | 21 |
| 3.2.1 | Data Warehouse | 22 |
| 3.2.2 | Online Analytical Processing (OLAP) | 24 |
| 3.2.3 | Data Mining | 25 |
| 3.3 | Operatives CRM | 26 |
| 3.3.1 | Marketing Automation | 26 |
| 3.3.1.1 | Kampagnenmanagement | 27 |
| 3.3.2 | Sales Automation | 28 |
| 3.3.3 | Service Automation | 30 |
| 3.3.3.1 | Beschwerdemanagement | 30 |
| 3.4 | Kommunikatives CRM | 32 |
| 3.4.1 | Call Center | 32 |
| 3.4.2 | Internet / eCRM | 34 |
| 3.4.3 | Mobile Internet / mCRM | 36 |
| 4. | EFFIZIENTE KUNDENBINDUNG DURCH DEN EINSATZ VON CRM- INSTRUMENTEN | 37 |
| 4.1 | Definition Kundenbindung | 37 |
| 4.2 | Auswirkungen der Kundenbindung | 38 |
| 4.3 | Zusammenhang zwischen Kundenorientierung, Kundenzufriedenheit und Kundenbindung | 39 |
| 4.4 | Kundenbindung durch den Einsatz der CRM- Instrumente | 41 |
| 4.4.1 | Client Clustering | 42 |
| 4.4.2 | Distributionspolitik | 43 |
| 4.4.3 | Interaktions- und Kommunikationspolitik | 45 |
| 4.4.4 | Kontrahierungspolitik | 46 |
| 4.4.5 | Kombination der Instrumente | 47 |
| 5. | IMPLEMENTIERUNG EINES CRM- KONZEPTES IN EIN MITTELSTÄNDISCHES UNTERNEHMEN | 51 |
| 5.1 | Grundlagen zur Implementierung von Strategien | 51 |
| 5.2 | Kundenorientierte Perspektiven als notwendige Voraussetzungen für eine CRM- Implementierung | 54 |
| 5.2.1 | Barrieren der Kundenorientierung | 54 |
| 5.2.2 | Personelle Perspektiven | 55 |
| 5.2.2.1 | Kundenorientierte Mitarbeiter | 55 |
| 5.2.2.2 | Interne Kundenorientierung | 56 |
| 5.2.3 | Organisatorische Perspektiven | 57 |
| 5.2.3.1 | Kundenorientierte Organisationsstrukturen | 57 |
| 5.3 | Systematische Einführung eines CRM- Systems | 60 |
| 5.3.1 | Vorbereitungsphase | 61 |
| 5.3.1.1 | Festlegen des strategischen CRM- Zieles | 61 |
| 5.3.1.2 | Projektstart | 63 |
| 5.3.2 | Analysephase | 66 |
| 5.3.2.1 | Analyse des Ist- Zustandes | 66 |
| 5.3.2.2 | Analyse der Kundendaten und Segmentierung | 67 |
| 5.3.2.3 | Analyse der Umwelt | 69 |
| 5.3.3 | Konzeptionsphase | 70 |
| 5.3.3.1 | Erarbeiten einer Rahmenkonzeption | 70 |
| 5.3.3.2 | Erarbeiten eines Detailkonzepts | 72 |
| 5.3.3.3 | Softwareauswahl | 73 |
| 5.3.3.4 | Technische Umsetzung | 76 |
| 5.3.4 | Durchführungsphase | 77 |
| 5.3.4.1 | Organisatorische Anpassungen | 77 |
| 5.3.4.2 | Implementierung ausgewählter CRM- Funktionen | 78 |
| 5.3.4.3 | Testphase | 84 |
| 5.3.5 | Roll-Out- und Review- Phase | 85 |
| 5.4 | Erfolgreiches Praxisbeispiel - CRM im Mittelstand | 86 |
| 6. | SCHLUSSBETRACHTUNG | 89 |
| LITERATURVERZEICHNIS | VIII | |
| Bücher | VIII | |
| Zeitschriften | X | |
| Internet | XI | |
| GLOSSAR | VIII | |
| ANHANG | XVI | |
| EHRENWÖRTLICHE ERKLÄRUNG | XXV |
mationen an die Mitarbeiter, sowie das Erreichen einer Einsicht über die Notwendigkeit einer CRM- Einführung. Die zweite Phase bezieht sich auf die Durchsetzung der grob formulierten Konzeptbausteine. Hier sollen Maßnahmen zur Umsetzung des CRMKonzepts konkretisiert werden, z. B. durch Erarbeitung von Strategien zur Verbesserung der Beziehungsorientierung des Unternehmens und eine Festlegung von zuständigen Verantwortlichkeiten. Die dritten Phase beschäftigt sich mit der Umsetzung des Konzeptes auf Abteilungs- und Projektebene, wobei möglichst viele Mitarbeiter involviert werden sollten. Hier werden erforderliche Neugestaltungen oder Anpassungen vorgenommen, z. B. die Einführung eines Beschwerdemanagements, usw. Um neue Strategien erfolgreich in ein Unternehmen einzuführen, muss diese an den spezifischen Erfordernissen der jeweiligen Unternehmenssituation angepasst werden. Die Strategie muss sich zunächst an den gegebenen Strukturen eines Unternehmens orientieren. So wäre z. B. die CRM- Einführung in einem Betrieb, deren Mitarbeiter kaum in Kundenkontakt stehen, durchaus schwieriger zu bewerkstelligen, als in einem Betrieb, deren Mitarbeiter häufiger mit Kunden zu tun haben. Weiterhin kann eine CRM- Implementierung erschwert werden, wenn in der Strategie das Managementsystem des Unternehmens nicht berücksichtigt wurde. Sind z. B. die Informationssysteme eines Unternehmens nicht in der Lage, kundenindividuelle Informationen zu generieren, zu speichern und zu verarbeiten, so wird dies eine CRM- Umsetzung erheblich verzögern. Schließlich muss eine Einführungsstrategie auch die jeweilige Kultur eines Unternehmens miteinbeziehen. Wenn die durch CRM erforderliche Kundenorientierung nicht bei allen Mitarbeitern über eine Unternehmenskultur verankert ist, so wird eine Ausrichtung aller Unternehmensaktivitäten auf Kundenbeziehungen sicherlich auf Hindernisse stoßen. 108 In den Folgepunkten wird auf diese Erfordernisse des CRM näher eingegangen: [...]
Es bereitet den Unternehmen größte Schwierigkeiten, angestrebten CRMZielvorstellung, wie die Initiierung, der Aufbau und die Intensivierung profitabler Kundenbeziehungen, umzusetzen. Dies kann im Hinblick auf die Komplexität einer CRM- Implementierung verschiedene Ursachen haben. Als zentrales Praxisproblem wird von der sog. Implementierungslücke gesprochen106, d.h. „das Fehlen einer geschlossenen Vorgehensweise zur konsequenten Implementierung von Marketingkonzepten und damit auch des Relationship Marketings.“107 Daher sollte von vornherein eine systematische Vorgehensweise festgelegt werden, die für die einzelnen Phasen des Implementierungsprozesses die jeweiligen Ziele definiert. Bruhn unterteilt diesen Prozess in drei Phasen: Die erste Phase soll der Schaffung von Akzeptanz und Wissen bei den betroffenen Mitarbeiter dienen. Dies beinhaltet die Vermittlung von Infor- [...]
Im ersten Schritt ist eine Kombination der Instrumente noch relativ einfach durchzuführen, weil sich der Mix an einem speziellen Client- Cluster ausrichtet. Der nächsten Schritt wird komplexer, da der Mix für mehrere Client- Cluster durchgeführt werden muss, die parallel nebeneinander existieren und gleichzeitig vom Unternehmen bedient werden müssen. Gehen wir von einem weniger anspruchsvollen Fall von zwei Clustern aus. Zum einen die Otto Normal-Kunden und zum anderen das Cluster der Spezialkunden. Merkmal des Otto Normal- Clusters ist die Inanspruchnahme von CRM- Leistungen durch eine große Anzahl von Kunden, die keine hohen Erwartungen an individualisierte CRM- Leistungen stellen, sondern sich mit allgemeinen Standards zufrieden geben. Anders ist es bei dem Cluster der Spezialkunden. Hier handelt es sich um ein relativ kleines Cluster, in dem die Kunden sehr individuell ausgeprägte CRMLeistungen in Anspruch nehmen möchten und auch bereit sind, dafür einen höheren Preis zu zahlen. Auch am Beispiel der Kontrahierungspolitik können die zu betreuenden Kunden im Call- Center unterschieden werden. Ausschlaggebend zur Differenzierung ist der Unterschied im Geschäftsprozess und der Verrechnung von Leistungen an Kunden. Während der anspruchsvolle Kunde sofort an einen persönlichen Ansprechpartner geroutet wird, der durch die Software ausführlich über den Kunden informiert wird, muss der Kunde aus dem Otto Normal- Cluster in der Warteschleife warten, weil alle Agenten besetzt sind und eventuell Premiumkunden bedienen. Dem Agenten werden bei Gesprächsannahme dann auch nur Standardinformationen zur Verfügung gestellt. Der Service wird dem Kunden kostenlos zur Verfügung gestellt und entspricht durchgängig dem niedrigen Leistungsniveau. Der Premiumkunde muss dagegen für die besonderen Leistungen über die Einwahl einer 190er Nummer zahlen, wozu er auch bereit sein wird, um eine sofortige Problemlösung zu erhalten. Die Kombination muss auch für die anderen CRM- Instrumente durchgeführt werden. Die Komplexität steigt dabei mit der Zunahme von zu berücksichtigenden Client- Clustern. [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832481124
Arbeit zitieren:
Rocchi, Marco November 2003: Effiziente Kundenbindung mittelständischer Unternehmen durch die Implementierung eines CRM-Systems, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Kundenbeziehungsmanagement, Customer Relationship Management, Mittelstand, Vertrieb, Marketing




