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Economies of Scope

Eine theoretische Analyse von Unternehmenszusammenschlüssen mit dem Ziel der Realisierung von Verbundeffekten

Economies of Scope
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Steffen Liebener
  • Abgabedatum: Februar 1999
  • Umfang: 81 Seiten
  • Dateigröße: 568,2 KB
  • Note: 2,3
  • Institution / Hochschule: Humboldt-Universität zu Berlin Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-1562-4
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-1562-4 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-1562-4 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Liebener, Steffen Februar 1999: Economies of Scope, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Unternehmenszusammenschlüsse, Verbundeffekte, Wettbewerbsvorteile durch Economies of Scope, Diseconomies of Scope

Diplomarbeit von Steffen Liebener

Einleitung:

Entwicklungsprozesse im Wettbewerbsumfeld von Unternehmen verändern die Spielregeln auf den Märkten. Turbulenzerscheinigungen und der wachsende Wettbewerbsdruck zwingen die Unternehmen, sich den veränderten Bedingungen anzupassen. Zudem müssen auf rasante Veränderungen des Wettbewerbsumfeldes schnelle unternehmerische Reaktionen folgen. Die zunehmende Schnelligkeit aufkommender und wieder verschwindender Konkurrenzvorteile erfordert eine ständige Auseinandersetzung der Unternehmung mit bestehenden Chancen und Potentialen für verbesserte Wettbewerbspositionen. Mit dem Streben nach Größe und Präsenz und der einhergehenden Steigerung der Einflussmöglichkeiten versuchen die Unternehmen dem Druck zu entgegnen. Fusionen und Akquisitionen stellen eine der möglichen strategischen Alternativen dar, die ihnen dabei zur Verfügung stehen.

Unternehmenszusammenschlüsse gehören zu den strategischen Unternehmensentscheidungen, denen in der aktuellen Entwicklung der Weltwirtschaft eine immer größere Bedeutung zukommt. So konnten in den Jahren 1997 und 1998 (bis November) 128 Fusionen mit Transaktionsvolumina von mehr als 1,4 Mrd. $ gezählt werden.

Viele Zusammenschlüsse werden getätigt, um synergetische Vorteile zu erlangen. In der betriebswirtschaftlichen Literatur stellt sich Synergie als Effizienzkriterium für Diversifikationsentscheidungen dar. Die Ursache ist in der Zusammenlegung von betrieblichen Funktionen und in der Übertragung insbesondere von Management-Know-how zu sehen. Der zunehmenden Zahl der Fusionen steht jedoch oftmals eine Diskrepanz zwischen den Erwartungen und den Ergebnissen gegenüber. Trotzdem ist ein Zusammenschluss eine attraktive Entscheidungsalternative für die Unternehmen, die ökonomische Vorteile realisieren wollen. Die betriebswirtschaftliche Problematik besteht offenbar darin, die existierenden Potentiale auszuschöpfen. Daraus ergibt sich die Aufgabenstellung, theoretisch fundierte Erkenntnisse über Synergiepotentiale und -effekte zu finden. Der Ansatz der Economies of Scope aus der Volkswirtschaftslehre, der sich mit der ökonomischen Rechtfertigung von Mehrprodukt-Unternehmen befasst, kann dazu ein Beitrag leisten und soll Untersuchungsgegenstand der Arbeit sein. Das Hauptanliegen dieser Arbeit ergibt sich somit aus der vorstehend skizzierten Problemstellung und betrifft den Zusammenhang der Economies of Scope mit den Unternehmenszusammenschlüssen. Die Arbeit wird die Economies of Scope genauer untersuchen und dabei insbesondere klären, bei welchen Arten von Zusammenschlüssen sie existieren.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einführung 1
1.1 Verändertes Umfeld des Wettbewerbs 1
1.2 Problemstellung, Zielsetzung und Gang der Arbeit 2
2. Economies of Scope 4
2.1 Das Konzept der „Contestable Markets“ 4
2.2 Das Konzept der Economies of Scope 5
2.3 Kritik und Grenzen des Konzeptes der Economies of Scope 10
2.3.1 Der Produktionsbegriff 10
2.3.2 Kritik am Aussagegehalt 11
2.3.3 Erweiterung des Konzeptes der Economies of Scope 14
2.4 Economies of Scope in der Synergiediskussion 15
2.4.1 Das Synergiekonzept von Ansoff 15
2.4.2 Weitere Konzepte 16
2.4.3 Abgrenzung der Economies of Scope zur Synergie 18
3. Charakteristika von Unternehmenszusammenschlüssen 19
3.1 Begriffsabgrenzung 19
3.2 Unternehmenszusammenschlüsse als Wachstumsstrategie 20
3.2.1 Externes vs. internes Wachstum 20
3.2.2 Der Ansatz von Ansoff 22
3.3 Klassifizierung von Unternehmenszusammenschlüssen 24
3.3.1 Möglichkeiten der Klassifizierung 24
3.3.2 Klassifizierung nach der Richtung 24
3.3.2.1 Übersicht 24
3.3.2.2 Horizontale Unternehmenszusammenschlüsse 25
3.3.2.3 Vertikale Unternehmenszusammenschlüsse 26
3.3.2.4 Konglomerate Unternehmenszusammenschlüsse 27
3.3.3 Klassifizierung nach der Bindungsintensität 28
3.3.4 Verbundeffektbezogene Klassifizierung 29
3.4 Motive für Unternehmenszusammenschlüsse 30
3.4.1 Komplexität der Motive 30
3.4.2 Ökonomische Motive 30
3.4.3 Nicht-Ökonomische Motive 32
4. Economies of Scope bei Unternehmenszusammenschlüssen 32
4.1 Economies of Scope als Begründung für Unternehmenszusammenschlüsse 32
4.2 Economies of Scope bei Kooperationen 34
4.2.1 Charakteristika von Kooperationen 34
4.2.2 Unternehmenszusammenschlüsse vs. Kooperationen 35
4.3 Empirische Befunde 37
4.3.1 Allgemeine Bemerkungen zur Empirie 37
4.3.2 Bedeutung der Synergieeffekte 38
4.3.3 Bedeutung horizontaler Unternehmenszusammenschlüsse 39
4.3.4 Bedeutung der Economies of Scope 40
4.4 Aktuelle Beispiele 42
4.4.1 Die aktuelle Entwicklung der Fusionen und Akquisitionen 42
4.4.2 Fallbeispiel Krupp/Hoesch 45
4.4.3 Die Fusion Daimler-Chrysler 45
4.5 Economies of Scope in der Wertkette 48
4.5.1 Die Wertkette 48
4.5.2 Wertkettenrelationen bei Unternehmenszusammenschlüssen 49
4.5.3 Verbundeffekte in den Wertaktivitäten 53
4.6 Economies of Scope als Wettbewerbsvorteil 56
4.6.1 Effizienz und Effektivität als Bestandteile des Wettbewerbsvorteils 56
4.6.2 Effizienz durch Economies of Scope 58
4.6.3 Effektivität durch Economies of Scope 60
4.6.4 Abschließende Bemerkungen 61
5. Diseconomies of Scope - Risiken von Unternehmenszusammenschlüssen 61
5.1 Die Risikoproblematik eines Unternehmenszusammenschlusses 61
5.2 Organisatorische Probleme der Integration 62
5.3 Risiken im operativen Bereich 65
5.4 Planung der Integration 65
6. Resümee 66
Literaturverzeichnis 67

Automatisiert erstellter Textauszug:

Ob bei Fusionen und Übernahmen Synergieeffekte realisiert werden können, ist Gegenstand einer großen Anzahl empirischer Studien. Beispielsweise werden in der Studie von Möller synergetische Ziele als Bestandteil des ökonomischen Gesamterfolges geprüft.173 In anderen Analysen wird die Werterzeugung bei Fusionen mit der Freisetzung von Synergien gleichgesetzt.174 Ansoff et al. stellten beispielsweise fest, daß 76% der untersuchten Unternehmen Synergieeffekte anstreben.175 Auch Möller kommt bei seiner Analyse von Unternehmenszusammenschlüssen zwischen 1973-79 zu dem Schluß, daß 60% der Unternehmen beim Zusammenschluß Synergieeffekte erzielen wollten.176 Er fand außerdem heraus, daß ein signifikanter Zusammenhang zwischen Unternehmenserfolg und Synergie besteht. So sind Unternehmen, die Synergieeffekte freisetzen wollen, [...]

38 sind sehr vielfältig. Als Beispiele sind Aktienkursentwicklung, Dividenden, KursGewinn-Verhältnis, Gewinn- und Umsatzentwicklung u.a. zu nennen. Der Referenzzustand ist in vielen Fällen der „Premerger-Postmerger-Vergleich“. In einigen Studien werden die Erwartungswerte der Entscheidungsträger als Referenz zur Beurteilung verwendet. Die Beurteilung der Validität der empirischen Ergebnisse fällt recht uneinheitlich aus. So existieren eine Reihe methodologischer Probleme, wie z.B. zu kleine und damit nicht repräsentative Stichproben oder zu wenig Daten über zu geringe Zeiträume. Außerdem sollte die Art der gewählten Meßmethode (z.B. Interviews) kritisch hinterfragt werden. Daneben sind „weiche“ Faktoren, wie z.B. die Unternehmenskultur aufgrund der Schwierigkeiten bei der Operationalisierbarkeit sehr selten bei der Analyse berücksichtigt. Schließlich wird auch kritisiert, daß meist nur eine Größe und nicht multiple Größen gleichzeitig gemessen werden.172 [...]

Die überwiegende Anzahl der empirischen Untersuchungen zu Unternehmenszusammenschlüssen bezieht sich insbesondere auf den anglo-amerikanischen Wirtschaftsraum. Die Begründung ist einerseits in der Fülle der praktischen Beispiele in der Wirtschaftsentwicklung Nordamerikas bedingt durch die vorherrschende Industriestruktur zu sehen. Andererseits besteht ein großes Interesse der amerikanischen Wissenschaftler, allgemeingültige Aussagen bzw. Theorien abzuleiten. Studien über Fusionen und Übernahmen deutscher Unternehmen existieren hingegen nur wenige.167 Bei den Analysen der Merger & Acquisitions werden ganz unterschiedliche Erhebungsmethoden angewendet. So werten einige Autoren externe Daten in den Jahresabschlüssen der Unternehmen aus, andere konzentrieren sich auf interne Zahlen aus den Unternehmensunterlagen. Ebenso werden Fragebögen sowie Interviews168 als Untersuchungsmethode eingesetzt.169 Bei den Untersuchungen werden meist sehr unterschiedliche Aspekte betrachtet. So wurden verschiedenen Typen der Zusammenschlüsse und Akquisitionen hinsichtlich ihres Erfolges und Mißerfolges170 geprüft. Desweiteren existieren Analysen, die die Profitabilität von Fusionen oder aber das Akquisitionsverhalten171 testeten. Die Meßwerte bzw. -größen, die dazu herangezogen werden, [...]

Arbeit zitieren:
Liebener, Steffen Februar 1999: Economies of Scope, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Unternehmenszusammenschlüsse, Verbundeffekte, Wettbewerbsvorteile durch Economies of Scope, Diseconomies of Scope

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