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Der Economic Value Added - Der Einsatz des EVA-Konzeptes als Controllinginstrument in einem Finanzdienstleistungsunternehmen

Der Economic Value Added - Der Einsatz des EVA-Konzeptes als Controllinginstrument in einem Finanzdienstleistungsunternehmen
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Arne Kraszewski
  • Abgabedatum: Juni 2005
  • Umfang: 86 Seiten
  • Dateigröße: 497,7 KB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Flensburg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-8818-5
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-8818-5 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-8818-5 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Kraszewski, Arne Juni 2005: Der Economic Value Added - Der Einsatz des EVA-Konzeptes als Controllinginstrument in einem Finanzdienstleistungsunternehmen, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Kapitalkosten, Banken, Versicherngen, Wertorientierte Unternehmensführung, Controlling

Diplomarbeit von Arne Kraszewski

Einleitung:

Das Konzept des Economic Value Added (EVA) ist ein Ansatz zur „Wertorientierten Unternehmensführung“ und bedeutet „ökonomische Wertschaffung“. Bei dem EVA geht es um die Wertorientierung in den Strukturen des Unternehmens und in den Köpfen der Mitarbeiter. Entwickelt wurde das Konzept von der in New York ansässigen Unternehmensberatung „Stern Stewart & Co.“ und ist damit ein eingetragenes Warenzeichen. Es wurde 1989 vorgestellt und wird seitdem weltweit von mehr als 300 Unternehmen eingesetzt, unter anderem von Global Players wie „Coca-Cola“ oder „Siemens“.

Gang der Untersuchung:

Im ersten Kapitel der vorliegenden Diplomarbeit wird die Vorgehensweise der Erarbeitung des Themas erläutert und auf vorausgehende allgemeine Probleme hingewiesen. Im folgenden Kapitel wird das allgemeine Konzept der „Wertorientierten Unternehmensführung“ angesprochen, wobei besonders auf die Varianten des Shareholder Value-Ansatzes und des Stakeholder Value-Ansatzes eingegangen wird.

Das dritte Kapitel bezieht sich auf das Konzept des EVA. Hierbei werden die Aspekte der Berechung der einzelnen Komponenten und möglicher Einsatzmöglichkeiten des EVA in der Praxis untersucht.

Den Hauptteil bildet das vierte Kapitel. Es konzentriert sich auf den Einsatz des EVA in einem Finanzdienstleistungsunternehmen. Notwendig dazu ist eine vorausgehende Erläuterung der Merkmale, Arten und Eigenheiten von Finanzdienstleistungsunternehmen.

Untersucht wird ebenfalls, in welchen Bereichen sich der EVA optimal einsetzen lässt, welche Vor- und Nachteile sich ergeben. Anschließend wird beurteilt, ob ein Einsatz sinnvoll ist. Um einen praktischen Bezug zu erhalten, werden einige Aspekte am Beispiel des größten deutschen Allfinanzdienstleistungsunternehmen, der „Allianz Gruppe“, behandelt.

Das fünfte Kapitel soll die gesammelten Ergebnisse zusammenfassen und beurteilen. Weiterhin soll ein Ausblick über das Konzept des EVA gegeben werden.

Der Anhang beinhaltet abschließend die Jahresabschlussbilanz der Allianz Gruppe, sowie eine Liste mit der Erläuterung von Fachbegriffen, die in dieser Arbeit verwendet werden.

Problemstellung:

Vielen Menschen ist der Begriff des Economic Value Added noch nicht richtig bekannt, häufig wird er auch mit dem Begriff des Shareholder Value verwechselt. Aus diesem Grund stehen viele Praktiker dem Konzept recht skeptisch gegenüber.

Aufgrund seines Ursprunges in den USA sind in der Literatur über das Konzept des EVA viele Begriffe in der englischen Sprache verfasst und erfordern eine gewisse Grundkenntnis über vorausgehende Konzepte, unter anderem über das Shareholder Value-Konzept. Die einzelnen Komponenten des EVA weisen eine ungeheure Komplexität auf und können teilweise nur in vereinfachter Form untersucht werden.

Inhaltsverzeichnis:

Abkürzungsverzeichnis 3
1. Einführung 5
1.1 Gang der Untersuchung 5
1.2 Problemstellung 6
2. Wertorientierte Unternehmensführung 7
2.1 Der Shareholder Value-Ansatz 7
2.2 Der Stakeholder Value-Ansatz 10
2.3 Wertsteigerndes Management 12
3. Das Konzept des Economic Value Added 14
3.1 Definition und Berechnung des EVA 14
3.1.1 Net Operating Profit After Taxes (NOPAT 18
3.1.2 Net Operating Assets (NOA 19
3.1.3 Berechnung der Kapitalkosten 21
3.1.3.1 Ermittlung der Eigenkapitalkoten 22
3.1.3.2 Ermittlung der Fremdkapitalkosten 24
3.2 Anwendungsmöglichkeiten in der Praxis 25
3.2.1 EVA als Konzept zur Unternehmensbewertung 25
3.2.2 EVA als Maßstab für die finanzielle Performance 27
3.2.3 EVA als Entlohnungsinstrument 28
3.2.4 EVA als Instrument zur Unternehmenssteuerung 29
4. Anwendung des Economic Value Added im Finanzdienstleistungssektor 30
4.1 Merkmale von Finanzdienstleistungsunternehmen 31
4.1.1 Banken 32
4.1.2 Versicherungen 33
4.1.3 Allfinanzunternehmen 34
4.2 Notwendigkeit der Eigenkapitalhinterlegung 35
4.3 Ermittlung der Kapitalkosten 38
4.3.1 Ermittlung der Eigenkapitalkosten 39
4.3.2 Ermittlung der Fremdkapitalkosten 41
4.4 Anwendung der Instrumente des Economic Value Added im Finanzdienstleistungssektor 42
4.4.1 EVA als Bewertungsinstrument 44
4.4.2 EVA als Maßstab für die Performance 48
4.4.3 EVA als Entlohnungsinstrument 52
4.4.4 EVA als Instrument zur Unternehmenssteuerung 57
4.5 Kritische Beurteilung des Konzeptes des Economic Value Added 60
5. Zusammenfassung und Ausblick 65
6. Anhang 69
6.1 Jahresabschlussbilanz 2004 der Allianz Gruppe 69
6.2 Übersichtsliste verwendeter Fachbegriffe 70
Abbildungsverzeichnis 74
Formelverzeichnis 76
Literaturverzeichnis 78
Abschließende Erklärung 83

Automatisiert erstellter Textauszug:

Die Risikoprämie ist eine Prämie für die Investition in ein bestimmtes Unternehmen, die Marktrendite abzüglich risikofreier Rendite. Bei der „Allianz Gruppe“ wird das Dividendenmodell zur Berechnung der Eigenkapitalkosten verwendet.100 Dafür wurde eigens ein interner Kapitalmarkt eingeführt. Als Konzern verteilt die „Allianz Gruppe“ das verfügbare Kapital unter bestimmten Gesichtspunkten den einzelnen Konzernteilen zu. Die Erwirtschaftung von Erträgen, die mindestens die Kapitalkosten decken, ist hier also Voraussetzung für eine weitere Kapitalzuteilung.101 Sollte eine Einheit Gewinne erbringen, die über den Kapitalkosten liegen, so darf sie diese behalten und für eine interne Wachstumsstrategie nutzen. Durch dieses System erhalten die profitabelsten Unternehmen erhöhte Mittel, so dass ein Anreizsystem geschaffen wird. Ausnahmen von diesem Dividendenmodell bilden Geschäftseinheiten, die restrukturiert werden und Geschäftseinheiten, die in Zukunftsmärkten das Geschäft aufbauen, unter anderem in Regionen wie China oder Indien. Generell erwartet die Holding von den einzelnen Geschäftseinheiten, Renditen von 15% oder mehr zu erwirtschaften. Es müssen also Werttreiber aufgebaut werden, um künftig einen dauerhaft positiven EVA zu erreichen. Das lokale Management darf nicht zulassen, dass ein negativer EVA entsteht und somit Kapital dauerhaft zerstört wird.102 Um den Einfluss von Kapitalmarktschwankungen niedrig zu halten, werden die Kapitalerträge durch langfristige Durchschnittserträge (mehrere Monate) ersetzt. [...]

4.3.1. Ermittlung der Eigenkapitalkosten Die am häufigsten im Finanzdienstleistungssektor angewandte Methode zur Berechnung der Eigenkapitalkosten ist das „Capital Asset Pricing Modell (CAPM)“96. Die Risikoprämie und die gesamten Eigenkapitalkosten werden hierbei aus Kapitalmarktdaten abgeleitet.97 Dem Beta-Faktor fällt bei dieser Ermittlung eine grundlegende Bedeutung zu. Er spiegelt die Sensitivität einer Aktie zum Gesamtmarkt wieder. Ist die Risikoprämie gegeben, so hat das Unternehmen eine Prämie zu erwirtschaften, die dieser Sensitivität entspricht. Der Beta-Faktor eines individuellen Wertpapiers i, also Betai, ist definiert als der Quotient aus der statistischen Kovarianz der Renditen zwischen dem betreffenden Wertpapier i und dem Markt-Portfolio M, (σim) und dem Quadrat der Varianz der Renditen des Markt-Portfolios M, (σ²m): (13) βi = σim / σ²m98 Das am Markt zu beobachtende Beta setzt sich sowohl aus einem Investitionsrisiko als auch aus einem Finanzierungsrisiko zusammen. Die „Allianz Gruppe“ als Allfinanzdienstleistungsunternehmen hat ein 30-TageBeta von 1,2499. Dies bedeutet, die Aktie der „Allianz Gruppe“ reagiert mit einem Faktor von 1,24 auf Marktschwankungen. Der Gesamtmarkt hat ein Beta von 1, risikolose Anlagen ein Beta von 0. Die weiteren Elemente zur Ermittlung der Eigenkapitalkosten nach dem CAPM sind die risikofreie Rendite (Rrf) und die Risikoprämie (Rs). Die risikofreie Rendite orientiert sich am Durchschnitt risikofreier Anlagen, insbesondere Bundesschatzbriefe. [...]

Die größte Form eines solchen Unternehmens in Deutschland ist die „Allianz Gruppe“, die im Jahr 2001 die „Dresdner Bank AG“ übernahm.85 Durch diese Kombination wird nun ein breites Spektrum an Finanzdienstleistungen angeboten. Die Klientel kann also sämtliche finanzielle Anliegen bei einem Geschäftspartner erledigen, sei es dass es sich um eine Vermögensanlage, eine Kreditaufnahme oder eine Versicherung handelt. Dies gilt für Privatkunden ebenso wie für institutionelle Kunden, unabhängig von dem Transaktionsvolumen. Der Trend zeigt deutlich, dass der Finanzdienstleistungssektor in Richtung Allfinanz geht. Banken wie die „Deutsche Bank“ oder die „Hypo Vereinsbank“ bieten ebenfalls neben dem üblichen Bankgeschäft zunehmend Vorsorge- und Versicherungsleistungen an. [...]

Arbeit zitieren:
Kraszewski, Arne Juni 2005: Der Economic Value Added - Der Einsatz des EVA-Konzeptes als Controllinginstrument in einem Finanzdienstleistungsunternehmen, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Kapitalkosten, Banken, Versicherngen, Wertorientierte Unternehmensführung, Controlling

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