Bachelor + Master Publishing
811 Bachelorarbeiten, 533 Masterarbeiten, 10.103 Diplomarbeiten

Earnings Management

Theoretische Erkenntnisse und empirische Bedeutung

Earnings Management
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Jörg Seyfart
  • Abgabedatum: Januar 2001
  • Umfang: 87 Seiten
  • Dateigröße: 5,0 MB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-5709-9
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-5709-9 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-5709-9 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Seyfart, Jörg Januar 2001: Earnings Management, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Bilanzpolitik, Bilanzinstrumente, Kapitalmarkteffizienz, Positive Accounting Theory, Insiderinformationen

Diplomarbeit von Jörg Seyfart

Einleitung:

In der deutschen Rechnungslegung wird gefordert, daß der Jahresabschluß einer Kapitalgesellschaft die tatsächlich vorhandene Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung darstellen soll.

Während die Darstellung der wirtschaftlichen Situation eines Unternehmens aber schon alleine durch die Beachtung dieser Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung von der tatsächlichen Lage abweichen kann, sind i.R. der Rechnungslegung durch die Existenz von Wahlrechten und Ermessensspielräumen vielfältige Möglichkeiten gegeben, auf die Aufstellung des Jahresabschlusses einzuwirken. So kann mit den zulässigen Möglichkeiten zur Anwendung bilanzpolitischer Instrumente Einfluß auf die im Jahresabschluß enthaltenen Rechnungslegungsdaten genommen werden.

Die Anwendung dieser Instrumente liegt im Entscheidungsbereich der Unternehmensleitung, sodaß es dem Management ermöglicht wird, die Aufstellung des Jahresabschlusses nach eigenen Zielvorstellungen zu beeinflussen. Deswegen wird in der Literatur mitunter die Gefahr beschrieben, daß die Glaubwürdigkeit der Rechnungslegung unter der Anwendung von Bilanzpolitik leidet.

In der vorliegenden Diplomarbeit wird in diesem Zusammenhang Aufschluß darüber gegeben, ob es mit Hilfe der Bilanzpolitik, die nicht mit Bilanzbetrug zu verwechseln ist, wirklich möglich ist, den Kapitalmarkt systematisch fehlzuleiten. Es werden weiter Beweggründe des Managements aufgezeigt, die es dazu veranlassen, Bilanzpolitik zu betreiben, und es wird erläutert, ob die Möglichkeit für das Management, Bilanzpolitik anzuwenden, aus Sicht der Anteilseigner grundsätzlich als schlecht zu bewerten ist.

Gang der Untersuchung:

Um auf die Anwendung von Bilanzpolitik durch das Management und die Auswirkungen von Bilanzpolitik auf die Anteilseigner eingehen zu können, wird in der vorliegenden Arbeit zunächst der Begriff „Bilanzpolitik“ in Abschnitt 2 erläutert. Aus Übersichtlichkeits- und Vereinfachungsgründen wird darauf verzichtet, eine ausführliche Unterscheidung zwischen Steuerbilanz und Handelsbilanz vorzunehmen, da z.B. in Deutschland und mehreren anderen Mitgliedstaaten der Europäischen Union aufgrund des Maßgeblichkeitsprinzips und der umgekehrten Maßgeblichkeit eine Abhängigkeit zwischen beiden Bilanzen besteht.

Anschließend wird in Abschnitt 3 gezeigt, welche Ziele mit Bilanzpolitik i.R. der gesetzlichen Funktionen des Jahresabschlusses verfolgt werden können. Dabei wird in der vorliegenden Arbeit zwischen materieller Bilanzpolitik, die auf den Gewinnausweis des Jahresabschlusses einwirkt, und formeller Bilanzpolitik, die die Informationsfunktion des Jahresabschlusses beeinflussen soll und gleichzeitig den ausgewiesenen Gewinn nicht beeinflußt, unterschieden. I.R. der Darstellung der Ziele von Bilanzpolitik wird ebenfalls darauf eingegangen, welches Konfliktpotential sich zwischen dem Management und den Anteilseignern aus der Trennung von „Ownership and Control“ und der Existenz einer asymmetrischen Informationsverteilung ergibt.

Um im weiteren einen generellen Überblick über bilanzpolitische Möglichkeiten zu gewähren, wird auch in Abschnitt 4 i.R. der Darstellung des bilanzpolitischen Instrumentariums sowohl auf formelle als auch auf materielle Bilanzpolitik eingegangen. Die Erläuterung der Instrumente und deren Anwendungsmöglichkeiten i.R. der Bilanzpolitik erhebt aufgrund der umfassenden und keineswegs abgeschlossenen Darstellung in der Literatur allerdings keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Vielmehr soll auf grundlegende Abgrenzungsmöglichkeiten eingegangen werden, um dann exemplarisch jeweils zugehörige Instrumente und deren Anwendungsmöglichkeiten zu erläutern.

In Abschnitt 5 wird im Lichte der Effizienz des Kapitalmarktes untersucht, ob Bilanzpolitik unmittelbare Auswirkungen das Entscheidungsverhalten der Investoren und somit auf den Aktienkurs des Unternehmens hat oder ob Bilanzpolitik auf dem Kapitalmarkt prinzipiell durchschaut und somit aus dem Gewinnausweis „herausgerechnet“ wird.

Hierauf folgend wird vornehmlich auf materielle Bilanzpolitik, dann vereinfachend nur „Bilanzpolitik“ genannt, eingegangen. Diese Ausprägung der Bilanzpolitik, die mit ihrer Beeinflussung des Gewinnausweises direkt dem Begriff „Earnings Management“ im Titel der vorliegenden Diplomarbeit zuzurechnen ist, hat, wie dann gezeigt wird, eine besondere Bedeutung i.R. der Begründung bilanzpolitischer Verhaltensweisen des Managements.

In Abschnitt 6 wird im Lichte der Positive Accounting Theory erläutert, welche Beweggründe für das rational handelnde Management bestehen, Bilanzpolitik durchzuführen, sodaß es durch opportunistisches Verhalten den eigenen erwarteten Nutzen maximieren kann. Im Gegensatz zu normativen Ansätzen, deren Ziel es ist, bilanzpolitische Verhaltensanweisungen zu geben, die das Management befolgen soll, wird i.R. dieser positiven Theorie gezeigt, welche empirischen Erkenntnisse bzgl. des Managerverhaltens bestehen und welche Voraussagen bzgl. der Anwendung von Bilanzpolitik getroffen werden können.

Auf die in den jeweiligen Studien identifizierten bilanzpolitischen Instrumente wird aufgrund des begrenzten Umfangs der vorliegenden Arbeit nicht explizit eingegangen. Hierzu wird einerseits auf die Darstellungen in den Studien selbst und andererseits auf die Darstellung von möglichen Instrumenten i.R. des Abschnitts 4 der vorliegenden Arbeit verwiesen.

Anschließend wird in Abschnitt 7 unter Berücksichtigung der vorliegenden asymmetrischen Informationsverteilung zwischen dem Management und den Anteilseignern darauf eingegangen, ob von dem Management durchgeführte Bilanzpolitik grundsätzlich schädlich für die Anteilseigner ist.

Abschnitt 8 enthält die Zusammenfassung der gewonnenen Erkenntnisse und Abschnitt 9 beschließt die vorliegende Diplomarbeit mit einem Fazit.

Da es nicht das Ziel der vorliegenden Arbeit ist, auf länderspezifische Rechnungslegungsvorschriften einzugehen und die entsprechenden bilanzpolitischen Möglichkeiten separat zu diskutieren, wird aus Übersichtlichkeitsgründen i.d.R. darauf verzichtet, auf einzelne Gesetzestexte zu verweisen. Es wird vielmehr auf die zugehörigen Literaturquellen hingewiesen, in denen die verschiedenen Rechnungslegungsvorschriften erläutert werden.

Inhaltsverzeichnis:

Abkürzungsverzeichnis IV
Abbildungsverzeichnis V
1. Einleitung und Abgrenzung des Themas 1
2. Begriff der Bilanzpolitik 5
3. Ziele und Konfliktpotential im Rahmen der Bilanzpolitik 7
3.1 Beeinflussung der gesetzlichen Funktionen des Jahresabschlusses 7
3.1.1 Ziel der formellen Bilanzpolitik: Beeinflussung der Informationsfunktion 8
3.1.2 Ziel der materiellen Bilanzpolitik: Beeinflussung des Gewinnausweises 9
3.1.2.1 Dividendenbemessungsgrundlage 9
3.1.2.2 Steuerbemessungsgrundlage 10
3.2 Konfliktpotential zwischen der Unternehmensleitung und den Anteilseignern 10
4. Instrumente und deren Anwendungsmöglichkeiten im Rahmen der Bilanzpolitik 11
4.1 Instrumente der formellen Bilanzpolitik 12
4.1.1 Sachverhaltsabbildende Maßnahmen 12
4.1.1.1 Gliederungsmaßnahmen 12
4.1.1.2 Ausweismaßnahmen 12
4.1.1.3 Berichterstattungsmaßnahmen 13
4.1.2 Sachverhaltsgestaltende Maßnahmen 14
4.2 Instrumente der materiellen Bilanzpolitik 15
4.2.1 Sachverhaltsabbildende Maßnahmen 16
4.2.1.1 Bilanzierungsmaßnahmen 16
4.2.1.2 Bewertungsmaßnahmen 18
4.2.2 Sachverhaltsgestaltende Maßnahmen 21
5. Bilanzpolitik im Lichte der Effizienz des Kapitalmarktes 23
5.1 Begriff und Formen der Kapitalmarkteffizienz 23
5.2 Empirische Erkenntnisse und theoretische Implikationen 26
5.2.1 Unterstützung der Gültigkeit der mittelstrengen Effizienz 26
5.2.2 Zweifel an der Gültigkeit der mittelstrengen Effizienz 28
5.2.2.1 Postannouncement Drift 29
5.2.2.2 Nonearnings Information 30
5.3 Schlußfolgerung 31
6. Bilanzpolitik im Lichte der Positive Accounting Theory 32
6.1 Bilanzpolitik und Bonus-Pläne 35
6.1.1 Theoretische Überlegungen 36
6.1.2 Empirische Erkenntnisse 39
6.2 Bilanzpolitik und der Wechsel des Management 42
6.2.1 Theoretische Überlegungen 43
6.2.2 Empirische Erkenntnisse 44
6.3 Bilanzpolitik und Vereinbarungen in Kreditverträgen 45
6.3.1 Theoretische Überlegungen 46
6.3.2 Empirische Erkenntnisse 47
6.4 Bilanzpolitik und politische Kosten 49
6.4.1 Theoretische Überlegungen 49
6.4.2 Empirische Erkenntnisse 51
6.5 Die Tendenz zu Income Smoothing 55
7. Bilanzpolitik und das Signaling von Insiderinformationen 56
7.1 Auswirkungen des Signaling 56
7.2 Empirischer Nachweis des Signaling 57
7.2.1 Zielwert: Nicht-negativer bzw. positiver Gewinnausweis 58
7.2.2 Zielwert: Gewinnausweis des Vorjahres 59
8. Zusammenfassung 60
9. Fazit 63
Anhang 65
Anhang 1: Übersicht der in der vorliegenden Arbeit erläuterten formellen Instrumente (Abschnitt 4.1) 65
Anhang 2: Übersicht der in der vorliegenden Arbeit erläuterten materiellen Instrumente (Abschnitt 4.2) 66
Anhang 3: Zur Qualität des auf dem Kapitalmarkt gebildeten Preises(Abschnitt 5.1) 67
Literaturverzeichnis 69
Ehrenwörtliche Erklärung 79

Arbeit zitieren:
Seyfart, Jörg Januar 2001: Earnings Management, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Bilanzpolitik, Bilanzinstrumente, Kapitalmarkteffizienz, Positive Accounting Theory, Insiderinformationen

Entdecken Sie mehr zum Thema

diplom.de
Bachelor + Master Publishing

Hermannstal 119 k
22119 Hamburg

Fon: +49 (0) 40 655992-0
Fax: +49 (0) 40 655992-22

Service-Telefon

Rufen Sie uns an:
+49 (0) 40 655992-0

Mo-Fr
09.00-16.00 Uhr

diplom.de in den Medien

Folgen Sie uns bei Twitter & werden Sie diplom.de-Fan bei Facebook!
Schreibtipps unserer Lektoren, Neuigkeiten aus dem Verlagsalltag und das Expertenwissen unserer Autoren als Tweet & Post!
Wir freuen uns auf Sie!

diplom.de BACHELOR + MASTER PUBLISHING

Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Magisterarbeiten, Dissertationen und andere Abschlussarbeiten aus allen Fachbereichen und Hochschulen können Sie bei uns als eBook sofort per Download beziehen oder sich auf CD oder als Buch zusenden lassen. Seit mehr als 15 Jahren ist diplom.de der seriöse, professionelle und erfolgreiche Partner für die Veröffentlichung wissenschaftlicher Abschlussarbeiten.

© Diplomica Verlag GmbH 1996-2011, AG Hamburg HRB 80293 - GF Björn Bedey, USt-IdNr.: DE214910002 - Verkehrsnummer: 12285 - Impressum
Index der Arbeiten - Index der Autoren