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Die EU-Richtlinie über die Einsetzung europäischer Betriebsräte: Eine Wirkungsanalyse neuer Mitbestimmungsmöglichkeiten in transnationalen Konzernen

Die EU-Richtlinie über die Einsetzung europäischer Betriebsräte: Eine Wirkungsanalyse neuer Mitbestimmungsmöglichkeiten in transnationalen Konzernen
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Alexander Knie
  • Abgabedatum: Januar 1996
  • Umfang: 159 Seiten
  • Dateigröße: 8,7 MB
  • Institution / Hochschule: Bayerische Hochschule Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-1316-3
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-1316-3 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-1316-3 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Knie, Alexander Januar 1996: Die EU-Richtlinie über die Einsetzung europäischer Betriebsräte: Eine Wirkungsanalyse neuer Mitbestimmungsmöglichkeiten in transnationalen Konzernen, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Personal, Mitbestimmung, transnationale Konzerne, europäische Betriebsräte

Diplomarbeit von Alexander Knie

Zusammenfassung:

In wirtschaftlicher Hinsicht ist der Europäische Binnenmarkt seit seinem Inkrafttreten am 1. Januar 1993 langst Realität. Unternehmen werden nicht mehr primär von nationalen Überlegungen gelenkt, sondern müssen europäisch und global handeln. Um auf die neuen Erfordernisse eingehen zu können, waren sie in den letzten Jahren von einer Reihe von Umstrukturierungsmaßnahmen betroffen, die auch immer mehr die Belange von Arbeitnehmern tangierten.

Während die Regierungen sich in wirtschaftlicher Hinsicht weitgehend einig zeigten, ein Europa ohne Grenzen zu schaffen, blieben soziale Rechte zumeist unbeachtet. Vor allem die restriktive Haltung Großbritanniens trug erheblich zu diesem Umstand bei. Dennoch konnte, wenn auch ohne Beteiligung Großbritanniens, im Maastrichter Vertrag ein Zusatzprotokoll über die Sozialpolitik verabschiedet werden, das zumindest soziale Grundrechte in der Gemeinschaft für alle Arbeitnehmer sicherstellen soll. Auf dieser Grundlage wurde auch die Richtlinie über die Einsetzung eines Europäischen Betriebsrats oder über die Schaffung ähnlicher Gremien am 22. September 1994 beschlossen. Sie soll die territoriale Beschränkung von Arbeitnehmerrechten aufheben und ihnen die Möglichkeit geben, Informationen europaweit tätiger Unternehmen oder Unternehmensgruppen zu erhalten.

Ziel der Arbeit ist es, die Wirkungen der Richtlinie auf Unternehmen und Gesellschaft auf ihre Effizienz zu untersuchen und im Vorfeld entstandene betriebliche Vereinbarungen über europaweite Mitwirkungsmöglichkeiten von Arbeitnehmern darzustellen und zu analysieren.

Um dieser Aufgabe gerecht zu werden, ist es zunächst notwendig, Mitbestimmung begrifflich zu definieren, weltanschauliche Bewertungen von Mitbestimmungsidealen zu untersuchen und die Beteiligungen von Arbeitnehmern hinsichtlich ihrer möglichen effizienz- und produktivitätssteigernden Wirkungen im Unternehmen zu analysieren. Schließlich ist es erforderlich, eine Begründung für die Ausweitung von Beteiligungsrechten der Arbeitnehmer auf die europäische Ebene zu geben. Diese Punkte umfassen das erste Kapitel der Arbeit.

Der zweiten Teil behandelt die in Europa existierenden Mitbestimmungstypen.

In diesem Zusammenhang wird besonders auf das deutsche, französische und britische Modell Bezug genommen. Ziel ist es, Gemeinsamkeiten und Unterschiede herauszuarbeiten, die dann bei der Analyse der Richtlinie von Bedeutung sein können.

Die Analyse der Richtlinie in Kapitel 3 steht im Mittelpunkt der Arbeit. Sie soll auf ihre rechtlichen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wirkungen untersucht und schließlich beurteilt werden. Im Zentrum der Untersuchung werden die Merkmale effizienter Mitbestimmungsmodelle stehen, wie Flexibilität oder die Zusammenarbeit von Arbeitnehmern und Arbeitgebern, und ob sie in der Richtlinie verwirklicht werden konnten.

Im vierten Teil werden schon bestehende Informationsgremien einiger europäischer und eines außereuropäischen Unternehmen analysiert. Hier sollen Unterschiede und Gemeinsamkeiten zur Richtlinie und zwischen den Unternehmen deutlich gemacht werden und die Schwierigkeiten bei der Einführung der Gremien beschrieben werden.

Eine umfangreiche Sammlung einschlägiger Gesetzes- und Vereinbarungstexte im Anhang wird dem Leser ermöglichen, die Analyse der Arbeit nachzuvollziehen.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis 6
Einführung 7
1. Theoretischer und historischer Hintergrund der Mitbestimmungsdiskussion 9
1.1 Vorbemerkung 9
1.2 Der Begriff der Mitbestimmung. 9
1.3 Die Mitbestimmung in der politischen Diskussion 15
1.3.1 Die Mitbestimmungsdiskussion innerhalb der Arbeiterbewegung 16
1.3.2 Der Mitbestimmungsgedanke in liberalen Modellen 19
1.4 Die Mitbestimmung in der ökonomischen Diskussion 22
1.5 Neue Unternehmensstrategien in Europa 29
1.6 Zusammenfassung 32
2 . Die nationalen Mitbestimmungsmöglichkeiten von Arbeitnehmervertretern in Europa 33
2.1 Vorbemerkung 33
2.2 Die Modelle kollektiver Arbeitsbeziehungen in Europa 35
2.2.1 Das deutsche Modell 35
2.2.2 Das französische Modell 40
2.2.3 Das britische Modell 43
2.3 Die Effektivität der Arbeitsbeziehungssysteme 47
2.4 Die Zuordnung der anderen EU-Mitgliedstaaten zu den beschriebenen Modellen 48
2.5 Die Problematik der Harmonisierung von Arbeitsbeziehungen in Europa 51
3 . Die Richtlinie des Rates der Europäischen Union über die Einsetzung Europäischer Betriebsräte 53
3.1 Die Entstehungsgeschichte der Richtlinie 53
3.2 Kritische Betrachtung der Richtlinie 56
3.2.1 Vorbemerkung 56
3.2.2 Ziel und Geltungsbereich 57
3.2.3 Das besondere Verhandlungsgremium 62
3.2.4 Der Europäische Betriebsrat 67
3.2.5 Sonstige Regelungen 74
3.3 Zusammenfassende Bewertung der Richtlinie 76
4. Europäische Mitbestimmungsgremien in transnationalen Unternehmen 81
4.1 Vorbemerkung 81
4.2 Vereinbarungen in der Bundesrepublik Deutschland 82
4.2.1 Vereinbarungen in der Chemie-Industrie 82
4.2.2 Die Vereinbarung der Volkswagen AG 87
4.3 Vereinbarungen in Frankreich 94
4.3.1 Die Vereinbarung bei Thomson Consumer Electronics 94
4.3.2 Der Europäische Konsultationsausschuß bei BSN 97
4.4 Die Situation in einem Konzern außerhalb der Europäischen Union am Beispiel von Digital Equipment 100
4.5 Vergleich der Vereinbarungen 104
5 . Schlußbetrachtung 111
Anhang
Literatur

Arbeit zitieren:
Knie, Alexander Januar 1996: Die EU-Richtlinie über die Einsetzung europäischer Betriebsräte: Eine Wirkungsanalyse neuer Mitbestimmungsmöglichkeiten in transnationalen Konzernen, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Personal, Mitbestimmung, transnationale Konzerne, europäische Betriebsräte

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