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EU-Osterweiterung und Arbeitsmarkt

Auswirkung auf Beschäftigung, Löhne und Betriebe

EU-Osterweiterung und Arbeitsmarkt
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Stefan Schmid
  • Abgabedatum: September 2001
  • Umfang: 152 Seiten
  • Dateigröße: 5,4 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Johannes Kepler Universität Linz Österreich
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-4623-9
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-4623-9 P
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Schmid, Stefan September 2001: EU-Osterweiterung und Arbeitsmarkt, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: EU-Osterweiterung, Migration, Arbeitsmarkt, Ausländerbeschäftigung, Österreich

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Diplomarbeit von Stefan Schmid

Einleitung:

Im Zuge der Diskussion um eine EU-Osterweiterung werden vor allem Störungen auf westeuropäischen Arbeitsmärkten befürchtet. Basierend auf volkswirtschaftlichen Arbeitsmarkttheorien werden mögliche Auswirkungen einer EU-Osterweiterung auf die Beschäftigung und Löhne in Österreich thematisiert. Quantitative Prognosen zum Migrationspotenzial sind eine Grundvoraussetzung zur Abschätzung der Arbeitsmarkteffekte. Im Sinne einer umfassenden Darstellung werden zusätzlich die Entwicklung der EU, vor allem im Lichte einer EU-Osterweiterung; verschiedene Beitrittsszenarien; Eigenschaften potenzieller Migranten; Auswirkungen auf die betriebliche Personalbschaffung die „öffentliche“ Diskussion zur EU-Osterweiterung genauer ausgeführt und kritisch hinterfragt.

Die Arbeit zielt darauf ab, dem Leser einen Einblick zu den potenziellen Auswirkungen einer EU-Osterweiterung zu geben. Trotz einiger Unsicherheiten hinsichtlich der Rahmenbedingung zur weiteren Integration von Mittel- und Osteuropäischen Staaten, werden mögliche Tendenzen erläutert. Dies soll unter anderem zu einer Versachlichung der Diskussion rund um diese Thematik beitragen.

Inhaltsverzeichnis:

A. EINLEITUNG 1
1.1 DIE EUROPÄISCHE UNION IM GESCHICHTSSPIEGEL 1
1.1.1 Historische Entwicklung der Europäischen Union 1
1.1.2 Die gegenwärtige Situation der Europäischen Union 3
1.1.3 Die Zukunft der Europäischen Union 5
1.2 DIE OSTERWEITERUNG DER EUROPÄISCHEN UNION 6
1.2.1 Bedeutung und Ziele einer EU-Osterweiterung 6
1.2.2 Der Beitrittsprozess 8
1.3 DIE BEITRITTSKANDIDATEN 9
1.3.1 Überblick über die Mittel- und Osteuropäischen Länder (MOEL) 10
1.3.2 Die Tschechische Republik 11
1.4 ARBEITSMÄRKTE IN EUROPA 12
1.4.1 Der Arbeitsmarkt der Europäischen Union 13
1.4.2 Die Beschäftigungsstrategie in Europa 14
1.4.3 Arbeitsmärkte im Lichte der EU-Osterweiterung 15
B. ARBEITSMARKTTHEORIEN 17
2.1 DIE ANGEBOTS- UND NACHFRAGESEITE NACH ARBEIT 18
2.2 DER SCHLÜSSELFAKTOR „LOHN“ 19
2.3 DAS NEOKLASSISCHE MODELL 21
2.3.1 Annahmen der Neoklassik 22
2.3.2 Kritik an den Annahmen des Neoklassischen Modells 24
2.3.3 Erweiterungen des Neoklassischen Modells 28
2.3.3.1 Die Humankapitaltheorie 28
2.3.3.2 Die Signaling These 31
2.3.3.3 Job Search Theorie 32
2.3.3.4 Kontrakttheorien 33
2.4 SEGMENTATIONSTHEORIEN 35
2.4.1 Konzept und Struktur von Teilarbeitsmärkten 36
2.4.2 Das Modell von Kerr 39
2.4.2.1 Unstrukturierte und strukturierte Arbeitsmärkte 40
2.4.2.2 Interne versus externe Arbeitsmärkte 41
2.4.2.3 (Berufs)-Fachliche und Innerbetriebliche Arbeitsmärkte 42
2.4.3 Das duale Modell 44
2.5 GEGENÜBERSTELLUNG: NEOKLASSISCHE- VS. SEGMENTATIONSTHEORIEN 47
C. MOBILITÄT AM ARBEITSMARKT 48
3.1 GESICHTSPUNKTE VON „MOBILITÄT“ 49
3.2 TYPOLOGIEN RÄUMLICHER MOBILITÄT 51
3.2.1 Die Pendelwanderung („Zirkulation“) 52
3.2.2 Die Wanderung („Migration“) 52
3.3 MIGRATIONSMODELLE 54
3.3.1 Gravitationsmodelle 56
3.3.2 Verhaltensorientierte Modelle 58
3.3.3 Constraints Modelle 58
3.4 DETERMINANTEN DER MOBILITÄTSENTSCHEIDUNG 59
3.5 BEDEUTUNG DER THEORIEN FÜR DIESE ARBEIT 62
D. MIGRATIONSPOTENZIAL IN OSTMITTELEUROPA 64
4.1 EINLEITUNG UND THEORETISCHE GRUNDLAGEN 64
4.2 DAS MIGRATIONSPOTENZIAL 65
4.3 PENDELWANDERUNG AUS DER TSCHECHISCHEN REPUBLIK NACH ÖSTERREICH 70
4.4 ERGEBNISSE 75
4.4.1 Die Arbeitskräftenachfrage in Österreich 77
4.5 MERKMALE POTENZIELLER MIGRANTEN 78
E. AUSWIRKUNGEN EINER EU-OSTERWEITERUNG 81
5.1 DER OBERÖSTERREICHISCHE ARBEITSMARKT IM EUROPÄISCHEN KONTEXT 81
5.2 EINLEITUNG: DER FALL DES EISERNEN VORHANGS 83
5.3 AUSWIRKUNGEN DER EU OSTERWEITERUNG AUF DEN OBERÖSTERREICHISCHEN ARBEITSMARKT 84
5.3.1 Grundlagen 85
5.3.2.1 Regionale Differenzierung der Auswirkungen 87
5.3.2 Auswirkungen auf den Lohn 88
5.3.2.1 Gründe für die Zunahme der Lohnspreizung 91
5.3.3 Auswirkungen auf die Beschäftigung und Arbeitslosigkeit 93
5.3.3.1 Quantitative Auswirkungen auf die Beschäftigung 95
5.3.3.2 Auswirkungen auf die Arbeitslosigkeit 96
5.3.4 Auswirkungen der EU Osterweiterung auf die Wirtschaftssektoren 98
5.3.4.1 Sektorale Wirtschaftsstruktur in Oberösterreich 98
5.3.4.2 Auswirkungen einer EU-Osterweiterung auf die Oberösterreichische Sachgüterproduktion 99
5.3.4.3 Energieintensive Branchen 100
5.3.4.4 Arbeitsintensive Branchen 101
5.4 AUSWIRKUNGEN AUF DAS BETRIEBLICHE PERSONALMANAGEMENT 103
5.4.1 Teilbereiche der Personalplanung 104
5.4.1.1 Betriebliche Personalbeschaffung im Lichte einer EU-Osterweiterung 105
5.4.1.2 Personalentwicklung und eine EU-Osterweiterung 107
5.4.2 Resümee und abschließende Bemerkungen 110
5.5 DIE (AKTUELLE) DISKUSSION ZUR EU-OSTERWEITERUNG 110
5.5.1 Ausländerbeschäftigung in Österreich 111
5.5.2 Der Standpunkt der Europäischen Union 112
5.5.3 Die politische Diskussion in Österreich 114
5.5.3.1 Politische Standpunkte zur Arbeitnehmerfreizügigkeit 115
5.5.3.2 Kritik an den politischen Positionen 117
5.5.4 Die Position der Österreichischen Interessensvertretungen 118
5.5.4.1 Standpunkt der österreichischen Arbeitnehmervertretung 118
5.5.4.2 Standpunkt der österreichischen Arbeitgebervertretung 119
5.5.5 Resümee 121
5.6 ZUSAMMENFASSUNG DER ERGEBNISSE 122
F. LITERATURVERZEICHNIS 125

Automatisiert erstellter Textauszug:

Österreich und deren Herkunft. Österreich ist nach Deutschland das beliebteste Zielland und insgesamt gaben rund ein Viertel der Migrationswilligen an, nach Österreich kommen zu wollen. Die geographische Nähe war für die Befragten der wichtigste Grund, sich für ein bestimmtes Zielland zu entscheiden130 . Die anderen EU Staaten werden – wie in anderen Untersuchungen auch - vergleichsweise wenig Immigranten aus den MOEL Staaten zu erwarten haben. 131 (siehe Anhang IV). Interessant aus Oberösterreichischer Sicht ist vor allem die Tatsache, dass das tatsächliche Migrationspotenzial in Tschechien prozentual höher ist als bei den anderen MOEL Ländern, d.h. dass ein höherer Anteil an Tschechen bereits um eine Arbeitsgenehmigung in Österreich angesucht haben, als dies bei anderen MOEL Staaten der Fall ist. Möglicherweise beeinflussen die Gründe der Migrationsabsicht das hohe tatsächliche Migrationspotenzial der Tschechen: die geographische Nähe und Freunde/Bekannte in einem Land (sog. ethnische Netzwerke132 ) sind für die Bevölkerung der Tschechischen Republik wichtiger als für andere MOEL Bürger (siehe Anhang V). Da in Österreich beide Faktoren zutreffen, kann man argumentieren, dass sich verhältnismäßig mehr Tschechen bereits konkret um eine Arbeitsgenehmigung bemüht haben, als dies bei anderen MOEL Staaten der Fall war. [...]

Mit der Frage des Migrationspotenzials in den MOEL beschäftigen sich vor allem zwei aus Österreichischer Sicht interessante Studien. Die Untersuchung von Fassman/Hintermann 128 basiert auf einer Fragebogenerhebung (Fragebogen: siehe Anhang III), die vom österreichischen Gallup Institut in Kooperation mit lokalen Partnern in Tschechien, der Slowakei, Polen und Ungarn direkt durchgeführt wurde. Das Hauptinteresse dieser Untersuchung war demzufolge die Erfassung von Einstellungen der Bevölkerung dieser Länder. Dieses Untersuchungsdesign ermöglichte auch die Erhebung der Merkmale potenzieller Migranten wie z.B. Alter, Bildung, Motive etc., die bei anderen Untersuchungsdesigns nicht bzw. nur beschränkt möglich sind. Die Studie von Walterskirchen/Dietz129 versucht, das Migrationspotenzial in Polen, Ungarn, Tschechien, der Slowakei und Slowenien zu schätzen. Von vielen [...]

Der Abschnitt „Arbeitsmarkttheorien“ zielte im wesentlichen darauf ab, grundlegende Informationen der Mechanismen auf Arbeitsmärkten zu vermitteln und verschiedene theoretische Zugänge zu erläutern. In der Neoklassik wird der Arbeitsmarkt – wie andere Märkte auch – als ein System von Angebot und Nachfrage angesehen, das über den Lohn zum Ausgleich gelangt. Vor allem die Tatsache, dass der Faktor Arbeit als homogen hinsichtlich der Qualifikation angesehen wird, wurde stark kritisiert und führte u.a. zur Humankapitaltheorie. Auch die anderen Annahmen der Neoklassischen Theorie können zu recht als realitätsfremd kritisiert werden. Basierend auf den Kritikpunkten neoklassischer Ansätze wurde versucht, Arbeitsmärkte unter zu Hilfenahme von Segmetationstheorien zu analysieren, die von einer Spaltung des Arbeitmarktes ausgehen. [...]

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Arbeit zitieren:
Schmid, Stefan September 2001: EU-Osterweiterung und Arbeitsmarkt, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
EU-Osterweiterung, Migration, Arbeitsmarkt, Ausländerbeschäftigung, Österreich

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