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EDV-gestützte Planung und Verwaltung heterogener technischer Netzwerkinfrastrukturen

EDV-gestützte Planung und Verwaltung heterogener technischer Netzwerkinfrastrukturen
Über dieses Buch
  • Art: Magisterarbeit
  • Autor: Holger Nickel
  • Abgabedatum: April 2004
  • Umfang: 207 Seiten
  • Dateigröße: 8,4 MB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen (RWTH) Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-8350-0
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-8350-0 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-8350-0 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Nickel, Holger April 2004: EDV-gestützte Planung und Verwaltung heterogener technischer Netzwerkinfrastrukturen, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: CMDB, ITIL, Referenzmodell, Dokumentation, Verwaltung

Magisterarbeit von Holger Nickel

Einleitung:

Im Zeitalter des Übergangs der Industriegesellschaft zur Informationsgesellschaft, anhaltender sozialer und wirtschaftlicher Verflechtung auf globaler Ebene, und der Medianisierung und Technisierung der menschlichen Umwelt, erlangt die Verbreitung und Vermittlung von Kommunikations- und Informationsströmen zunehmend fundamentalen Bedeutungszuwachs.

„Informationen und Wissen sind als Inputfaktoren und Outputbestandteile zu einem Basiselement fast aller Sektoren der Wirtschaft geworden. Gleichzeitig leisten die hochmoderne Infrastruktur, der Prozess der Liberalisierung, Preissenkungen, innovative Dienstleistungen und die dadurch verbesserten Arbeits- und Lebensbedingungen einen entscheidenden Beitrag...“ , um „... im Rahmen der Globalisierung und der Reorganisation der internationalen Arbeitsteilung Standortvorteile zu sichern, bzw. aufzuwerten.“ [BMWI 2001] So erhält die Bereitstellung von Information (als wirtschaftliches und soziales Gut), im gesamten humanen Lebensumfeld, durch historisch heterogen gewachsene technische Telekommunikationsinfrastrukturen neben politischen, sozialen, wirtschaftlichen, rechtlichen und technischen Aspekten, einen stark räumlichen Bezug. Konzentrierten sich die geographischen und wirtschaftsgeographischen Forschungsansätze bisher vorwiegend auf die Entwicklung, Verstandortung (Zentralität), Diffusion, Nutzung, und Raumwirksamkeit technischtelekommunikativer Infrastrukturen [GRÄF 1988, S.22ff], soll mit vorliegender Arbeit der Planungs- und Betriebsgesichtspunkt mittels computergestützter Systeme in den Vordergrund gestellt werden.

Dieser beinhaltet eben nicht nur die Zuhilfenahme geographischer Bezugsgrößen für die Lokations- und Topologieabbildung, sondern auch die planungs- und betriebsrelevanten physikalischen bzw. logischen Zusammenhänge. Die modellhafte Infrastrukturabbildung in EDV-Systemen wird hierbei auf Netzwerktopologien der Individualkommunikation, die eine nachrichtentechnische Basisinfrastruktur erfordern, beschränkt. Eine deskriptive Beschreibung der Infrastruktur in einem Abbildungsmodell, soll das jeweilige Wirtschaftssubjekt (hier in der Regel unternehmerisches oder öffentlich-behördliches Umfeld) in die Lage versetzen, raumwirksame Entscheidungen (z. B. Standortwahl, Standortversorgung, Aus- oder Abbau vorhandener Infrastrukturen) auf Basis konkretisierter Strukturdaten (im Rahmen einer geographischen Betrachtung im Sinne von Distanzüberwindung, Verkehrslage, Flächennutzung, und Raumausstattung) zu treffen.

Inhaltsverzeichnis:

Vorwort I
Inhaltsverzeichnis III
Abbildungsverzeichnis V
Tabellenverzeichnis VIII
Abkürzungsverzeichnis IX
1. Einleitung 01
2. Überblick zur historischen Entwicklung der Netzwerktechnologie 09
3. Netzwerktopologien in Anlehnung an die „Allgemeine Graphentheorie“ 17
4. Referenzmodell zur Abbildung heterogener Netzwerkinfrastrukturen unter Berücksichtigung von Standortqualität und -eigenschaften 24
4.1 Basisdatenmodell (alphanumerisch) 31
4.1.1 Standort- und Lokationsverwaltung 46
4.1.2 Flächen- und Raumeinheiten 50
4.1.3 Personen- und Firmendaten, Organisationseinheiten 53
4.1.4 Produktbibliothek 56
4.2 Raum- und Zeichnungsmodell (grafisch) 58
4.2.1 Zeichnungsverwaltung (Basiszeichnungen) 61
4.2.2 Flächen- und Raumeinheiten 63
4.2.3 Knoten und Kanten 65
4.2.4 Zeichnungshierarchien 71
4.3 Primärnetze (Weitverkehrsnetze) 74
4.3.1 Weitverkehrsknoten (Knoten 1.Ranges) 80
4.3.2 Weitverkehrsverbindungen (Kanten 1.Ranges) 84
4.4 Sekundärnetze (Verteiler-Netze) 88
4.4.1 Verteilerknoten (Knoten 2.Ranges) 89
4.4.2 Verteilerverbindungen (Kanten 2.Ranges) 91
4.5 Tertiärnetze (Anschluss-Netze) 94
4.5.1 Anschlussknoten (Knoten 3.Ranges) 96
4.5.2 Anschlussverbindungen (Kanten 3.Ranges) 98
5. Prozessgestützte Verwaltung und Planung von Netzwerk-Infrastrukturen 104
5.1 IT-Infrastructure-Library (ITIL) 107
5.1.1 Standardisierung von Kernprozessen nach ITIL 109
5.1.2 Produktlebenszyklus von Komponenten (IMAC/D) 112
5.2 Kernprozesse der Netzwerkverwaltung 113
5.2.1 Incident Management (Störfallbearbeitung) 113
5.2.2 Problem Management (Fehlerbehebung) 115
5.2.3 Change Management (Änderungsverwaltung) 116
6. Unternehmensbefragung zur EDV-gestützten Verwaltung und Planung heterogener technischer Netzwerkinfrastrukturen 118
6.1 Befragungsrahmen 118
6.2 Befragungsergebnis 122
6.3 Bewertung 131
7. Fazit 132

Automatisiert erstellter Textauszug:

abhängig, zum Anderen jedoch von der gewünschten Detailtiefe der jeweiligen (zu erstellenden) Zeichnung. Auf einer obersten (ungenauesten) Ebene (Stufe 1) kann eine Zeichnung aus unspezifizierten (der Datenbank nicht bekannten) Knoten und Kanten bestehen, die lediglich das Beziehungsgefüge als logische Abbildungsvariante in der Zeichnungsumgebung (Strukturplan) beinhaltet. Einziger Datenbankbezug ist hier die Zuordnung der Zeichnung zum Standortobjekt. Auf dieser Stufe wird weder ein Basisplan als Hintergrundbild, noch der Bezug zu Raumobjekten zwingend benötigt. Werden die abgebildeten Knoten und Kanten Configuration Items ohne Produkt- und Klassenbezug zugeordnet, ist eine erste spezifizierte Detailtiefe (Stufe 2) erreicht. Unter Berücksichtigung der Produkt- und Klasseninformation (also der exakten Kenntnis der Knoten- und Kantenkonfiguration mit entsprechender Symbolzuordnung) kann von feinspezifizierter Detailtiefe gesprochen werden (Stufe 3). Die nächste Detaillierungsstufe (Stufe 4) gleicht einer lagegenauen Knotenabbildung, d.h. Lageinformation für Knoten wird aus dem Raumobjekt ausgelesen, Kanten werden jedoch weiterhin als logische Verbindungen eingefügt. Nun wird auch der Bezug zur Basiszeichnungsebene und die Raumobjektebene (als Orientierung) benötigt. Die detaillierteste (realitätsnäheste) Ebene (Stufe 5) ergänzt die vorherige Stufe um lagegenaue Kanten mit Informationen aus dem Raumobjekt. [...]

Während bisher atomare Elemente und Topologieabbildungen technischer Netzwerkinfrastrukturen als alphanumerische Datenobjekte eingeführt wurden, sollen diese nun um zeichnerische (grafische) Abbildungen erweitert werden. Nach dem „Architekturmodell für datenbankbasierende Softwaresysteme“, stellt die grafische Abbildung in Zeichnungsumgebungen, neben alphanumerischen Tabellen- oder Maskensichten, lediglich eine weitere Anwendung der externen Schicht (des Graphical User Interface) dar. Datenbankseitig verwaltete (alphanumerische) Objekte sollen also in der Zeichnungsumgebung grafischen Objekten zugeordnet werden, ohne alphanumerische Inhalte im Zeichnungsprogramm pflegen zu müssen. Die angegebene Architektur läßt zu, bei entsprechender Kopplung auf alphanumerischer Ebene (Schnittstellenkopplung), ein beliebiges Zeichnungsprogramm (z. B. GIS-, CAD-System, oder Microsoft Visio™) zur Visualisierung heran zu ziehen. In gängigen Netzwerkdokumentationsumgebungen sind jedoch auch Produkte zu nennen, die über eine integrierte Zeichnungsverwaltung verfügen (z. B. „SATIN“ der Firma Tenovis, oder „C-6000“ der Firma Facility Network Technology (FNT)) [TENOVIS 2004, FNT 2004]. Vorteile einer integrierten Lösung ergeben sich bezüglich einheitlicher Systemumgebung (auch auf externer Ebene), bzw. nicht vorzunehmender Schnittstellenanpassung. Eine Anbindung externer Zeichnungssysteme erlaubt im Gegensatz hierzu die Nutzung des spezifischen Funktionsumfangs des jeweiligen Zeichnungsprogramms. Die Zuordnung der Einzelzeichnungen soll über das Standortobjekt vorgenommen werden. D.h. die jeweilige Zeichnungsdatei (des Zeichnungsprogramms) wird als interner Datenbankeintrag (Attribut), bzw. per Dateireferenz (Link), auf ein Speichermedium (Festplatte) von der Datenbank verwaltet. Demnach können beliebig viele Einzelzeichnungen je Entfernungsklasse (Eintrag des Standortobjekts) gepflegt, und aus der Datenbankanwendung aufgerufen werden. Eine Strukturierung der [...]

Für ein Betriebsszenario einer angegebenen Systemumgebung ist davon auszugehen, daß nicht beliebig viele unterschiedliche Herstellerprodukte für Knoten oder Kanten zum Einsatz kommen. Da diese Artikelliste als begrenzt bezeichnet werden kann, soll eine maßgebliche funktionale Vereinfachung über die Produktbibliothek eingeführt werden. Neben der organisatorischen und räumlichen Stammdatenabbildung, erhält jedes Configuration Item (gemäß konzeptionellem Basismodell) eine Zuordnung zu Produkt und Klasse für die technische Stammdatenabbildung. In diesem Konstrukt (Produkt wird über Klasse referenziert, und dem Gerät zugeordnet) werden also herstellerspezifische Eigenschaften des Geräts festgeschrieben, und über das klassenspezifische N-Tupel an das Gerät vererbt. D.h. die Produktbibliothek ist keine „flache“ Tabelle mit den Werten „Hersteller“, „Artikelbezeichnung“, oder „Seriennummer“, sondern beinhaltet spezielle Eigenschaften der Produkte. Darüber hinaus können, unter Verwendung von internen und externen Verbindungspunkten und geschachtelten (hierarchischen) Configuration Items, beliebige Konfigurationen für Knoten und Kanten erzeugt werden. Besteht nun die Möglichkeit, solche Konfigurationen im administrativen Bereich der Systemumgebung zu hinterlegen, können solche „Schablonen“ (Templates) im Bedarfsfall mit allen gewünschten organisatorischen, räumlichen, technischen, und konfigurationsspezifischen Eigenschaften (Attribute) beliebig dupliziert werden („n-faches Erzeugen eines Configuration Items“). Gerade für Massenoperationen, bzw. für komplexe Knoten- oder Kantenkonfigurationen (z. B. Kabel mit 50 Doppeladern), stellt diese Basisfunktionalität eine elementare Vereinfachung dar. Template-Definitionen sind hierbei nicht auf physikalisch existente Geräteaufbauten beschränkt, sondern können durch übergeordnete Vaterkomponenten zu logischen Konstrukten gruppiert werden (z. B. „Standardarbeitsplatz“). [...]

Arbeit zitieren:
Nickel, Holger April 2004: EDV-gestützte Planung und Verwaltung heterogener technischer Netzwerkinfrastrukturen, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
CMDB, ITIL, Referenzmodell, Dokumentation, Verwaltung

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