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E-Recruiting: Personalbeschaffung im Internet

E-Recruiting: Personalbeschaffung im Internet
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Pia Sasse
  • Abgabedatum: April 2002
  • Umfang: 98 Seiten
  • Dateigröße: 687,6 KB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Wiesbaden Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-5745-7
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-5745-7 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-5745-7 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Sasse, Pia April 2002: E-Recruiting: Personalbeschaffung im Internet, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Personalrekrutierung, Informationsgewinnung, Beschaffungswege- und arten, Selektion, Personalbindung

Diplomarbeit von Pia Sasse

Einleitung:

Im Zentrum dieser Diplomarbeit steht die folgende Frage: Welchen Stellenwert und welche Vorteile hat das E-Recruiting, d.h. die Personalbeschaffung mittels des Mediums Internet, im Vergleich zu den klassischen Rekrutierungsinstrumenten gegenwärtig und in Zukunft. Die Untersuchung dieser Frage erfolgt sowohl in quantitativer als auch in qualitativer Hinsicht.

Das Personalmarketing und Recruiting qualifizierter Mitarbeiter steht derzeit wieder einmal vor großen Herausforderungen: Der Arbeitsmarkt hat sich - wie zu Zeiten der Vollbeschäftigung in den 60er Jahren - zu einem Bewerbermarkt entwickelt. Unternehmen befinden sich im sogenannten „War of Talents“, der geprägt ist durch die Konkurrenz um Bewerber mit vielfach ähnlichen Qualifikationsprofilen. Ein deutlicher Anstieg der Fluktuationen erschwert die Situation zusätzlich: Lag die Quote noch 1990 bundesweit bei etwa einem Prozent, geht man mittlerweile von etwa sechs bis acht Prozent aus. In diesem Umfeld genügen die traditionellen Instrumente des Personalmarketings und Recruitings allein nicht mehr. Potenzielle Bewerber müssen heute auf vielfältige Weise angesprochen werden: Neben den Printmedien und dem direkten Bewerberkontakt auf Recruitment-Veranstaltungen spielt das Internet eine zunehmend wichtige Rolle zur erfolgreichen Bewerberansprache.

In vielen Unternehmen hat sich das Medium Internet inzwischen als ein neuer Ansatz mit wachsendem Potenzial für eine effektive Personalrekrutierung etabliert, da sich darüber Personalressourcen schneller, gezielter und vor allem kostengünstiger beschaffen lassen als auf den bisherigen klassischen Wegen.

Gang der Untersuchung:

Um für den Gang der Untersuchung ein einheitliches Verständnis zu gewährleisten, wird zu Beginn der Arbeit in Kapitel zwei auf den klassischen, mehrstufigen Prozess der Personalrekrutierung sowie das für den weiteren Verlauf maßgebliche Medium Internet als wesentliche Grundlagen eingegangen. Dabei beschreibt der erste Teil dieses Kapitels die einzelnen Prozessschritte des Personalrekrutierungsprozesses, von der Festlegung des Anforderungsprofils über den Such- bzw. Beschaffungsvorgang bis hin zur Einstellung.

Der zweite Teil dieses Kapitels wird die Funktionsweise und den Aufbau des Mediums Internet in komprimierter Form durchleuchten. Die vielfältigen Informations- und Kommunikationsdienste, die das Internet seinen Nutzern bietet, werden nur kurz behandelt. Eine weitergehende Vertiefung erscheint nicht notwendig, da von der erforderlichen Kenntnis der Grundlagen des Internets heute allgemein ausgegangen werden kann.

In Kapitel drei wird in einem ersten Schwerpunkt der Arbeit die Übertragbarkeit der in Kapitel zwei beschriebenen Prozessschritte auf das Internet dargestellt und aufgezeigt, welche elektronischen Instrumente dieses Medium in den einzelnen Phasen des Personalrekrutierungsprozesses ermöglicht.

Kapitel vier stellt den zweiten und wesentlichsten Schwerpunkt dieser Arbeit dar. Darin wird anhand quantitativer und qualitativer Kriterien auf Basis einer eigens dafür durchgeführten Unternehmensbefragung geprüft, welche Vorteile und gegebenenfalls auch Grenzen sich aus dem Einsatz dieser Instrumente gegenüber den klassischen Instrumenten und Methoden aus unterschiedlicher Unternehmenssicht ergeben.

Schließlich werden in einem fünften und letzten Kapitel die gewonnen Erkenntnisse zusammengefasst und darüber hinaus ein Ausblick in die Zukunft gewagt.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 1
1.1 Einführung 1
1.2 Gang der Untersuchung 2
2. Grundlagen 3
2.1 Der klassische Prozess der Personalrekrutierung 3
2.1.1 Informationsgewinnung, Analyse und Definition des Profils 3
2.1.2 Beschaffungswege und -arten 4
2.1.3 Selektionsprozeß 7
2.1.4 Personalbindung 9
2.2 Das Internet 10
3. Der Prozess der Personalrekrutierung im Internet 11
3.1 Informationsgewinnung im Internet 12
3.2 Beschaffungswege- und arten im Internet 12
3.2.1 Jobbörsen 12
3.2.1.1 Differenzierung von Jobbörsen 13
3.2.1.2 Services der Jobbörsen 15
3.2.2 Unternehmenseigene Homepage 18
3.2.2.1 Erfolgskriterium Informationsgehalt 19
3.2.2.2 Erfolgskriterium Auffindbarkeit 20
3.2.2.3 Erfolgskriterium Übersichtlichkeit 22
3.2.2.4 Erfolgskriterium Interaktivität 23
3.2.3 Virtuelle Recruiting-Messe 24
3.3 Selektionsprozeß im Internet 25
3.3.1 Online-Bewerbungsformular 26
3.3.2 Online-Bewerbungsfragebogen 27
3.3.3 Matching 27
3.3.4 E-Cruiter 28
3.3.5 Online-Assessmentverfahren 29
3.3.6 Vorstellungsgespräch per Web-Cam 31
3.4 Personalbindung im Internet 32
4. Praxis und Potenzial des E-Recruitings aus Unternehmenssicht 33
4.1 Quantitative und qualitative Kriterien zur Potenzial-Analyse des E-Recruitings 33
4.2 Methodik der Unternehmensbefragung 34
4.3 Vorteile und Grenzen des E-Recruitings im Vergleich zu der klassischen Personalrekrutierung 35
4.3.1 Die Jobbörsen in der Praxis 36
4.3.1.1 Die Vorteile der Jobbörse 37
4.3.1.2 Die Grenzen der Jobbörse 41
4.3.2 Die unternehmenseigene Homepage in der Praxis 43
4.3.2.1 Die Vorteile der unternehmenseigenen Homepage 44
4.3.2.2 Die Grenzen der unternehmenseigenen Homepage 50
4.3.3 Die virtuelle Recruiting-Messe in der Praxis 50
4.3.3.1 Die Vorteile der virtuellen Recruiting-Messe 51
4.3.3.2 Die Grenzen der virtuellen Recruiting-Messe 52
4.3.4 Das Online-Bewerbungsformular in der Praxis 53
4.3.4.1 Die Vorteile des Online-Bewerbungsformulars 54
4.3.4.2 Die Grenzen des Online-Bewerbungsformulars 55
4.3.5 Die Online-Assessmentverfahren in der Praxis 57
4.3.5.1 Die Vorteile der Online-Assessmentverfahren 58
4.3.5.2 Die Grenzen der Online-Assessmentverfahren 58
4.3.6 Das Vorstellungsgespräch per Web-Cam in der Praxis 59
4.3.6.1 Die Vorteile des Vorstellungsgesprächs per Web-Cam 59
4.3.6.2 Die Grenzen des Vorstellungsgesprächs per Web-Cam 60
4.3.7 Die digitale Signatur in der Praxis 61
5. Fazit & Ausblick 62
6. Literaturverzeichnis 64
7. Anhang 71
7.1 Fragebogen 71
7.2 Adressen- und Kontaktliste der befragten Unternehmen 88

Automatisiert erstellter Textauszug:

Zahlreiche auf dem Markt befindliche Assessmentverfahren wurden aus der ursprünglichen Papierform in eine computergerechte Form übertragen. Eine Vielzahl von Untersuchungen weisen die psychometrische Äquivalenz von internetbasierten- und Paper-Pencil-Verfahren nach. Diese bezieht sich auf Einstellungsund Persönlichkeitstests, allgemeine Intelligenztests sowie auf spezielle kognitive Leistungstests.80 Ein Beispiel eines Online-Assessments bietet die englischsprachige Plattform SHL Solutions. Dieses Internetportal ermöglicht die einfache internetbasierte Durchführung eignungsdiagnostischer Assessmentverfahren, wie z.B. des weltweit erfolgreich eingesetzten „Occupational Personality Questionnaire“ (OPQ). Dabei wird den Unternehmen die Möglichkeit geboten, mit geringem Aufwand die Vorteile des Online-Assessments für ihren Auswahlprozess zu nutzen. Per EMail oder per Link auf der Homepage des Unternehmens können Kandidaten auf das Assessment System verwiesen werden, um dort einen Fragebogen zu bearbeiten. Die Ergebnisse werden dem Unternehmen auf elektronischem Wege zugestellt und können frühzeitig für Auswahlentscheidungen herangezogen werden.81 Ein recht aktuelles Beispiel für eine neue Form der Bewerbervorauswahl hat das Unternehmen Siemens bei der Rekrutierung von High-Potentials im Sommer 2000 getestet. In einem Zeitraum von sechs Wochen konnten die Bewerber im Internetspiel „Challange-Unlimited“ auf spielerische Art und Weise mit dem Unternehmen in Kontakt treten. In der eigens für Siemens entwickelten Applikation wurde ein leistungsfähiges Online-Assessment mit einem attraktiven, spannenden Online-Spiel verbunden.82 Generell lässt sich zu dem Komplex der Assesments feststellen, dass internetbasierte Testverfahren nur der Vorauswahl geeigneter Kandidaten dienen und nicht [...]

weiteren Bewerbungsprozess zu qualifizieren. Der Aufgabenbereich des ECruiters umfasst insgesamt den kompletten Bereich der Kandidatenvorauswahl, gegebenenfalls bis hin zum Vorstellungsgespräch. Einen solchen E-Cruiter bietet heute beispielsweise die Jobbörse „Jobline“ mit ihrem „Online Professional Search76“ oder die Jobbörse „Jobware“ mit dem Recruiting-Service „Jobware Consult77“ an. Die Jobbörsen werben für diese Form der Vorauswahl mit einer maximalen Zeitersparnis für das personalsuchende Unternehmen, da dieses sich erst mit dem Bewerber auseinandersetzen muss, wenn der Auswahlprozess nahezu abgeschlossen ist.78 3.3.5 Online-Assessmentverfahren Neben den Online-Bewerbungsinstrumenten und den speziellen Angeboten der Jobbörsen kann der Vorselektionsprozess mit einem standardisierten OnlineAssessmentverfahren ergänzt werden. Die Anwendung sorgfältig entwickelter Online-Assessmentverfahren auf den Karriereseiten der unternehmenseigenen Homepage deckt den gesteigerten Bedarf nach objektiven Informationen über einen potenziellen Kandidaten. Entscheidet sich ein Unternehmen für den Einsatz von Testverfahren, ist unbedingt sicherzustellen, dass die Gütekriterien der klassischen Testtheorie wie Objektivität, Reliabilität und Validität erfüllt sind. Zudem muss ausgehend von einer Tätigkeits- bzw. Anforderungsanalyse ein Kompetenzmodell entwickelt werden, das als Grundlage für Assessments jeglicher Art dienen kann. Die Kompetenzen des idealen Stelleninhabers, die für den Erfolg auf einer bestimmten Position oder Ebene entscheidend sind, werden darin zusammengefasst.79 [...]

stimmungsprozentsatz zu liefern. Neben der Analyse der Bewerbervorlieben werden die Anforderungsprofile personalsuchender Unternehmen von den Jobbörsen permanent ausgewertet, um deren Präferenzen besser ausloten und letzten Endes den Prozess der Stellenbesetzung durch Vorauswahl geeigneter Kandidaten schneller abwickeln zu können. Dieses Aufbereiten und Auswerten umfangreicher Datensätze wird auch immer wieder mit dem Begriff des ´Data Minings` umschrieben.74 Die von den Jobbörsen als passend eingestuften anonymisierten Profile werden nach erfolgter Auswertung dem Unternehmen zur Verfügung gestellt. Die Personalverantwortlichen des suchenden Unternehmens entscheiden dann selbst, zu welchen Kandidaten Kontakt aufgenommen werden soll. Schließlich erhalten die in Frage kommenden Kandidaten von der Jobbörse per E-Mail eine Nachricht mit der Aufforderung, sich beim entsprechenden Unternehmen zu melden. Diese erste Benachrichtigung kann bereits mit einer Einladung zu einem Vorstellungsgespräch verbunden werden. Die Jobbörse „Stellenanzeigen.de“ führte diesen Service als erste Jobbörse bereits 1996 in Deutschland ein.75 3.3.4 E-Cruiter Einen Schritt weiter im Prozess der internetbasierten Vorselektion geht die Auswahl über einen sogenannten E-Cruiter, einer bei der Jobbörse beschäftigten Person, die Elemente klassischer Personalberatung und digitaler Personalsuche miteinander verbindet. Das Aufgabengebiet des E-Cruiters ist vielfältig: Zunächst macht er sich mit dem Anforderungsprofil des personalsuchenden Unternehmens auf die Suche nach einem geeigneten Bewerber in der Bewerberdatenbank der eigenen Jobbörse. Im Anschluss an diese „normale“ Datenbanksuche und nach Finden eines potenziellen Kandidaten, berät und unterstützt er diesen. Dazu gehört, den Bewerber mit gezielten Informationen über das Unternehmen zu versorgen, mit dem Anforderungsprofil vertraut zu machen und ihn dadurch für den [...]

Arbeit zitieren:
Sasse, Pia April 2002: E-Recruiting: Personalbeschaffung im Internet, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Personalrekrutierung, Informationsgewinnung, Beschaffungswege- und arten, Selektion, Personalbindung

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