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E-Markets

Eine Analyse des B2B-Handels im Internet aus der Perspektive des Buchverlages "Bibliographisches Institut & F.A. Brockhaus AG"

E-Markets
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Andre Waßmann
  • Abgabedatum: August 2001
  • Umfang: 133 Seiten
  • Dateigröße: 2,6 MB
  • Note: 1,5
  • Institution / Hochschule: Berufsakademie Ravensburg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-5028-1
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-5028-1 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-5028-1 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Waßmann, Andre August 2001: E-Markets, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Marktplätze, Internet, E-Business, Business-to-Business, Verlage

Diplomarbeit von Andre Waßmann

Einleitung:

„Build and they will come“ – nach diesem Leitsatz richtete sich die Internet-Wirtschaft in Bezug auf den Handel zwischen Unternehmen auf Internet-Marktplätzen bis zum Jahr 2000. Einhergehend mit dem Internet-Hype im Wertpapierhandel wurde die virtuelle Abwicklung der Geschäftsbeziehungen euphorisch als Revolution der Old Economy gefeiert. Seitdem hat eine Reihe von Marktplatz-Pleiten die Stimmung – wiederum im Einklang mit dem Absturz der Technologiewerte an den Börsen – erheblich getrübt. Doch die meisten Experten sehen gerade in diesem Tief den Start in eine seriöse Internet-Wirtschaft, in der aufgrund der Erkenntnisse aus den aktuellen Marktplatz-Problemen übertriebene Prognosen realistischen Erwartungshaltungen gewichen sind. Jetzt soll auf die sog. hard facts gebaut werden, um den Einsatz von Marktplätzen, ob als Betreiber oder als Kunde, möglichst profitabel zu gestalten.

Jedes Unternehmen, das den Betrieb oder die Nutzung eines Internet-Marktplatzes plant, sollte daher eine E-Business-Strategie, oder kurz E-Strategie, entwickeln, die sich vollständig in die Geschäftsstrategie integrieren lässt.

Aus der vorliegenden Diplomarbeit soll dementsprechend eine Empfehlung zu einer strategischen Ausrichtung an einem konkreten Beispiel hervorgehen.

Gang der Untersuchung:

In Kapitel 2 nähert sie sich zunächst theoretisch dem Thema „Internet-Marktplätze“. Das Fachgebiet „Electronic Business“ wird nach aktuellem Diskussionsstand ganzheitlich erfasst. Das Thema „virtuelle Marktplätze“ wird in diesen Zusammenhang eingeordnet, definitorisch abgegrenzt und die theoretischen Nutzenpotenziale virtueller Marktplätze erörtert. Die unterschiedlichen Zielgruppen werden differenziert und schließlich der Fokus auf den Geschäftskunden ausgerichtet.

Kapitel 3 liefert eine Analyse der gegenwärtigen Aktivitäten von Unternehmen der Branche des Beispielunternehmens im Electronic Business in Abhängigkeit von den Märkten, auf die sie ausgerichtet sind. Als entscheidendes Merkmal werden hier die klassischen Vertriebsstrukturen der Beispielbranche untersucht, um die Frage nach dem Nutzenpotenzial von elektronischen Marktplätzen für die Branche beantworten zu können.

Das vierte Kapitel bildet den gesamten Komplex der strategischen Ausrichtung der Unternehmung ab. Es werden Perspektiven für einen Marktplatzauftritt beleuchtet und die eigenen ökonomischen Potenziale im Vergleich zu den Nutzenpotenzialen elektronischer Marktplätze analysiert, um den direkten Bezug für das Unternehmen herzustellen. Dem folgt die Analyse von als exemplarisch zu betrachtenden Marktplätzen, um die Informationen über durchsetzungsfähige Merkmale und Strukturen zu erhalten. Abschließend werden die Ergebnisse der Analyse in einem Ergebnisbericht konsolidiert und münden mit den anderen Teilergebnissen dieses Komplexes in eine E-Strategie für das Unternehmen ein, welche in diesem Zusammenhang als Empfehlung bezüglich der strategischen Ausrichtung und der daraus resultierenden weiteren Schritte zu verstehen ist.

Das abschließende, fünfte Kapitel widmet sich dem Blick in die Zukunft der Internet-Marktplätze auf dem Stand der aktuellen Diskussion.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 4
2. Electronic-Business (E-Business) 6
2.1 Einordnung und Definition 6
2.2 Formen des E-Business in Unternehmen 9
2.2.1 E-Business zwischen Unternehmen (B2B) 9
2.2.1.1 B2B-E-Business per EDI 11
2.2.1.2 B2B-E-Business per Internet 13
2.2.1.3 E-Markets im Internet 15
2.2.1.3.1 Elektronische Marktplätze als eine Art von E-Markets 16
2.2.1.3.2 Einkaufsplattformen und Fachportale 21
2.2.2 E-Business mit dem Privatkunden (B2C) 23
2.2.3 E-Business mit öffentlichen Institutionen (B2G) 25
3. E-Markets der Buchverlagsbranche 26
3.1 Klassische Vertriebsstrukturen in der Buchverlagsbranche 26
3.1.1 Direktvertrieb 26
3.1.2 Einstufig indirekter Absatz 28
3.1.3 Zweistufig indirekter Absatz 30
3.1.4 Die Ware Buch 32
3.2 Gegenwärtige zielgruppenbezogene E-Business-Aktivitäten in der Buchverlagsbranche 34
3.2.1 B2C 35
3.2.1.1 Vermarktung physischer Produkte 35
3.2.1.2 Vermarktung nicht-physischer Produkte 38
3.2.2 B2B 40
3.2.2.1 Vermarktung physischer Produkte 40
3.2.2.2 Vermarktung nicht-physischer Produkte 42
4. Strategische Positionierung der BIFAB AG innerhalb des B2B-E-Business 44
4.1 Der Verlag BIFAB AG 46
4.1.1 Die Produkte 47
4.1.2 Klassische B2B-Beziehungen des Verlags 51
4.2 Das Angebot der Verlags-Produkte auf E-Markets 52
4.3 Analyse von E-Markets beispielhafter Branchen 53
4.3.1 Selektion der Branchen 54
4.3.2 Die Branchen „Papier/Büro/Schreibwaren (PBS)“ und „Software/Hardware“ 56
4.3.3 Das Auswahlverfahren zur Bestimmung der E-Markets 58
4.3.4 Die E-Markets 60
4.3.4.1 PBS 60
4.3.4.2 Software/Hardware 61
4.3.5 Kriterienkatalog für die Analyse der E-Markets 63
4.3.6 Ergebnisbericht der Analyse 65
4.4 E-Strategie für die BIFAB AG 67
5. Ausblick auf die zukünftige Entwicklung von E-Markets 69
Literatur- und Quellenverzeichnis i
Abbildungsverzeichnis xi
Anhang I (Online-Datenbanken) xii
Anhang II (Ergebnisse der E-Market-Analyse) xvi
Ehrenwörtliche Erklärung vii

Automatisiert erstellter Textauszug:

Die Analyse der gegenwärtigen Online-Aktivitäten in der Buchverlagsbranche in Kapitel 3 liefert folgende Resultate und damit Ansätze für eine Analyse von E-Markets im Rahmen der strategischen Positionierung der BIFAB AG: Gegen einen Direktvertrieb an Privatkunden über das Internet lassen sich zwei Argumente anführen: Der erste Aspekt ist in dieser Hinsicht die bereits dominante Position der etablierten Internet-Buchhandlungen (s. Gliederungspunkt 3.2.1.1) sowie des Groß- und Einzelbuchhandels, der das Internet als Absatzkanal nutzt und seine reichhaltigen Marktkenntnisse und Erfahrungen in der Distribution an den Privatkunden ausspielen kann. Zweitens bietet eine ein- bis mehrstufige Distribution im Bereich B2C dem Verlag für den Großteil seiner Produkte (s. Gliederungspunkt 4.2) entscheidende Vorteile: Wie schon erwähnt, kann er die Marktkenntnisse der Absatzmittler nutzen, die durch eine erweiterte Bearbeitung das Marktpotenzial ausschöpfen können.210 Durch die Auslagerung der Distributionsfunktion kommt eine Erhöhung der potenziellen Kontaktzahlen, eine Organisationsvereinfachung aufgrund der Spezialisierung sowie eine Kostenersparnis hinzu, was insgesamt zu einer Effizienzsteigerung führt.211 Die Nachteile der höheren Komplexität des Absatzsystems, einer komplizierten Steuerung und Kontrolle der Teilnehmer im Absatzkanal werden daher auf B2C-Ebene mehr als kompensiert.212 Im wachsenden Markt des Content-Handels über das Internet ist die BIFAB AG bereits seit Juli 1999 mit Xipolis-BASE im B2B-Handel und mit Xipolis.NET im B2C-Handel aktiv. Die Entwicklung neuer Geschäftsideen sollte sich daher besonders auf E-Markets konzentrieren, die vor allem für den Handel der physischen Güter des Verlags ein Marktpotenzial darstellen. Einer genaueren Untersuchung sollte in diesem Zusammenhang das Angebot der physischen Verlagsprodukte an Unternehmen auf E-Markets unterzogen werden. Zwei Aspekte sprechen besonders dafür: I) Virtuelle B2B-Marktplätze bieten den Anbietern von Buchverlagsprodukten ein großes ökonomisches Nutzenpotenzial. Danach weist die Buchverlagsbranche eine Reihe von Eigenschaften auf, die gemäß der unter Gliederungspunkt 2.2.1.3.1 (S. 21) auf- [...]

ten Medienhäusern entstanden, sind „Isyndicate Europe“ (Bertelsmann AG und AOL), „Interactive Content“ (Focus Digital AG), „Interactive Media“ (Axel Springer Verlag), „Xipolis-BASE“ (Georg von Holtzbrink GmbH und BIFAB AG) und die OnlineAusgliederung des Südeutschen Verlags.207 Xipolis-BASE ist eine der drei Produktlinien der Xipolis.NET GmbH & Co. KG neben Xipolis.NET (B2C-Bereich) und XipolisMR.CHECK (s. 3.2.1.2) und deckt den B2B-Sektor ab.208 Das Leistungsspektrum von Xipolis-BASE stellt sich aus den Bereichen Beratung, Projekt-Realisierung und redaktioneller Service zusammen. Dadurch soll eine Fulfillment-Lösung für den Nachfrager von Inhalten garantiert werden, die über die reine kundenspezifische Zusammenstellung von Content hinausgeht und die Aspekte Projektbetreuung, Technologie und Rechte an Content berücksichtigt. Dem Content-Handel im B2B wird ein wesentlich größerer Marktanteil zugesprochen als dem Content-Verkauf an den Privatkunden.209 Folgende Abbildung soll einen Überblick über die gegenwärtigen E-BusinessAktivitäten in der Buchverlagsbranche liefern und damit die Ergebnisse des Kapitels 3.2 (S. 34-43) auf einen Blick zusammenfassen. [...]

Unternehmen, die Kommunikation oder E-Business über das Web betreiben, brauchen für den Erfolg ihres Angebots Traffic. Besucher werden vor allem über attraktive und aktuelle Inhalte angezogen. Je mehr Nutzen die Konsumenten von der Site erhalten, desto öfter werden sie zum Wiederkommen animiert. Um den Bedarf der E-BusinessUnternehmen an Content zu decken, haben sich bereits verschiedene Medienhäuser und Nachrichtendienste zu sogenannten Content Syndicators entwickelt.204 Syndication bedeutet, Informationen aus verschiedenen Quellen nach Kundenbedürfnissen zusammenzustellen und weiterzuverkaufen. Da es sich hierbei nicht um ein physisches Produkt handelt, besteht die Möglichkeit, die Informationen endlos neu zusammenzustellen. Sie können nicht verbraucht und daher beliebig oft genutzt werden.205 In der zweiten Hälfte des Jahres 2000 haben besonders viele Start-ups diesen Markt für sich entdeckt. Kurz darauf starteten auch bekannte Medienunternehmen mit Content-Angeboten im B2B über das Netz. Sie können im Gegensatz zu den meisten Start-ups ihre Erfahrungen im Mediensektor ausnutzen und verfügen bereits über generierte Datenbanken.206 Beispiele für führende Content Syndicator, die aus bekann201 202 203 204 205 206 [...]

Arbeit zitieren:
Waßmann, Andre August 2001: E-Markets, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Marktplätze, Internet, E-Business, Business-to-Business, Verlage

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