E-Government und digitale Spaltung in der EU und ihre Folgen auf den Unternehmenswettbewerb
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Fabrice Zangl
- Abgabedatum: Juli 2002
- Umfang: 118 Seiten
- Dateigröße: 563,3 KB
- Note: 1,3
- Institution / Hochschule: Universität des Saarlandes Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-6106-5
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-6106-5 P - ISBN (CD) :978-3-8324-6106-5 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Zangl, Fabrice Juli 2002: E-Government und digitale Spaltung in der EU und ihre Folgen auf den Unternehmenswettbewerb, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: e-Governance, öffentliche Verwaltung, Wettbewerb, eGovernment, digital divide
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Diplomarbeit von Fabrice Zangl
Einleitung:
Mit den Informations- und Kommunikationstechnologien entwickelt sich die Wirtschaft rasant. Für manche schneller als für andere. Dieses Phänomen bezeichnet man als digitale Spaltung und ist sowohl bei Bürgern, als auch bei Unternehmen vorzufinden. Es stellt sich nicht mehr die Frage, ob die Informations- und Kommunikationstechnologien (IuKT) einen Einfluss auf den Unternehmenswettbewerb haben, sondern wie, wann, wo und bei wem.
Parallel zu dieser Entwicklung entdecken Regierungen und internationale Organisationen, dass die IuKT auch für sie Potenziale bergen. Die Anwendung der IuKT von und bei Regierungen und internationalen Organisationen werden unter dem Begriff E-Government zusammengefasst.
Ob, und wenn ja, welchen Einfluss diese beiden Trends auf den Unternehmenswettbewerb und aufeinander haben können, soll Bestandteil dieser Arbeit sein.
Innerhalb der Europäischen Union (EU) schenken Regierende diesen beiden Trends seit über zwei Jahren immer mehr Achtung, woraus sich viele Initiativen heraus, wie eEurope und BundOnline 2005, gebildet haben. Diese Arbeit begrenzt sich daher auf die EU.
Inhaltsverzeichnis:
| I. | Inhaltsverzeichnis | II |
| II. | Abkürzungsverzeichnis | V |
| III. | Abbildungsverzeichnis | VII |
| IV. | Tabellenverzeichnis | VIII |
| 1. | Einleitung | 1 |
| 2. | Abgrenzung der im Thema verwendeten Begriffe | 2 |
| 2.1 | Aktuelle Beschreibungsmethoden von E-Government | 2 |
| 2.1.1 | Ursprung des Begriffs E-Government | 2 |
| 2.1.2 | Beziehungsarten im E-Government | 3 |
| 2.1.3 | Geographischer Fokus von E-Government | 4 |
| 2.1.4 | Konzeption einer E-Government-Strategie | 5 |
| 2.1.5 | Ausprägungen des E-Government | 7 |
| 2.2 | Definitorische Abgrenzung und Indikatoren der digitale Spaltung | 9 |
| 2.2.1 | Abgrenzung des Begriffs | 9 |
| 2.2.2 | Auswahl aussagekräftiger Indikatoren | 10 |
| 2.3 | Definition von Unternehmenswettbewerb | 15 |
| 2.3.1 | Bedeutung des Unternehmenswettbewerbs für diese Arbeit und Analysemethoden | 15 |
| 2.3.2 | Internationale Unternehmensstrategien | 17 |
| 2.4 | Entscheidungsrelevante politische Strukturen der EU | 19 |
| 3. | Aktuelle Entwicklung von E-Government und der digitalen Spaltung | 22 |
| 3.1 | Wichtigste E-Government fördernde Initiativen | 22 |
| 3.1.1 | eEurope-2002 | 22 |
| 3.1.2 | Erweiterungen der eEurope-2002-Initiative | 27 |
| 3.1.3 | Bund 2005 | 30 |
| 3.2 | Derzeitiger Stand der digitalen Spaltung | 32 |
| 3.2.1 | Unternehmensspezifische digitale Spaltung | 32 |
| 3.2.2 | Geographische digitale Spaltung | 35 |
| 4. | Analyse der Haupteinflussfaktoren auf den Unternehmenswettbewerb | 38 |
| 4.1 | Auswahl der wichtigsten Einflussfaktoren auf den Unternehmenswettbewerb | 38 |
| 4.2 | Einfluss der digitalen Spaltung auf den Unternehmenswettbewerb | 39 |
| 4.2.1 | Unternehmensspezifische digitale Spaltung | 39 |
| 4.2.2 | Standortbedingte digitale Spaltung | 45 |
| 4.3 | Einfluss von E-Government auf den Unternehmenswettbewerb | 54 |
| 4.3.1 | Allgemeine Vorbemerkung | 54 |
| 4.3.2 | Einfluss durch regulatives E-Government auf den Unternehmenswettbewerb | 55 |
| 4.3.3 | Einfluss durch partizipierendes E-Government auf den Unternehmenswettbewerb | 61 |
| 4.3.3.1 | Public-Privat-Partnership | 61 |
| 4.3.3.2 | E-Assistance | 64 |
| 4.3.3.3 | E-Adminstration | 65 |
| 4.3.4 | Abschließende Zusammenfassung über den Einfluss von E-Government auf den Unternehmenswettbewerb | 65 |
| 4.4 | Wechselwirkung zwischen E-Government und digitaler Spaltung und deren Wirkung auf den Unternehmenswettbewerb | 67 |
| 4.4.1 | Einfluss durch regulatives E-Government auf die digitale Spaltung | 67 |
| 4.4.2 | Einfluss durch partizipierendes E-Government auf die digitale Spaltung | 73 |
| 4.4.3 | Einfluss der digitalen Spaltung auf das E-Government | 77 |
| 5. | Analyse und Konzeption strategischer Vorgehensweisen für die Institutionen der EU, die Mitgliedstaaten und Unternehmen innerhalb der EU im Bezug auf E-Government und digitaler Spaltung | 78 |
| 5.1 | Konzeption einer strategischen Vorgehensweise für Unternehmen bei der Nutzung von Erfolgspotenzialen im E-Government und der digitalen Spaltung | 78 |
| 5.1.1 | Empfehlung einer strategischen Vorgehensweise für Unternehmen, unterschieden nach ihrer Größe im Rahmen von E-Government und digitaler Spaltung | 78 |
| 5.1.2 | Empfehlung einer strategischen Vorgehensweise für Unternehmen, unterschieden nach ihrer Branche im Rahmen von E-Government und digitaler Spaltung | 79 |
| 5.1.3 | Empfehlung einer strategischen Vorgehensweise für Unternehmen, unterschieden nach ihrem Standort im Rahmen von E-Government und digitaler Spaltung | 81 |
| 5.2 | Konzeption einer strategischen Vorgehensweise für die Förderung des Unternehmenswettbewerbs durch Maßnahmen im E-Government und der Reduzierung der digitalen Spaltung | 83 |
| 5.2.1 | Analyse zur Reduzierung der digitalen Spaltung | 83 |
| 5.2.2 | Konzeption und Entwicklung einer Strategie im E-Government | 86 |
| 5.2.3 | Kritische Erfolgsfaktoren und Potenziale einer E-Government-Strategie | 90 |
| 6. | Ausblick | 92 |
| V. | Anhang | IX |
| VI. | Literaturverzeichnis | XI |
| VII. | Verzeichnis der Gesprächspartner | XXII |
Sind in einem Land die Bedingungen für E-Commerce gut und sind die Konsumenten jedoch nicht bereit über das Internet zu kaufen, z. B. wegen mangelnder Computer- und Internetkenntnisse, so kann es auf einem betrachteten Markt zu einer Lage kommen, in der es viele Anbieter und nur wenige Nachfrager gibt. Bei einem solchen Verhältnis wird die Macht der Nachfrager erhöht und somit auch der Druck auf die Preise. Es entsteht ein Wettkampf um den niedrigsten Preis, was sich negativ auf die Gewinnmargen der Unternehmen des betrachteten Markts auswirkt. Die standortbedingte digitale Spaltung hat im Gegensatz zur unternehmensspezifischen digitalen Spaltung eine eher geringe Auswirkung auf Substitutionsgüter, da die Verhältnisse gleich bleiben. Sind in einem betrachteten Land die Bedingungen für E-Commerce gut oder schlecht, so gelten die gleichen Vorraussetzungen für Substitutionsgüter. Abbildung 13 veranschaulicht die oben diskutierten Auswirkungen der standortbedingten digitalen Spaltung auf das Unternehmenswettbewerbsumfeld in einem Fünf-KräfteDiagramm, die im Wesentlichen darin bestehen, dass unzureichende Rahmenbedingungen in einem Land dazu führen, dass Unternehmen aus diesem Land in ihrer Expansion und ihrem Reaktionsvermögen gehemmt werden. [...]
Unternehmen B ein wesentlicher Wettbewerbsvorteil. 122 Diese Situation ist bereits in der Realität vorzufinden und soll am folgenden Beispiel der niederländische n Internetapotheke DocMorris verdeutlicht werden. DocMorris bietet Arzneimittel online zum Verkauf an, welche durch das neue Geschäftsmodell günstiger vertrieben werden können. 123 Dies wirkt sich negativ auf den Umsatz deutscher Apotheken aus. Diese Situation ist durch den existierenden Binnenmarkt in der EU verstärkt, da hier u. a. Güter und Kapital frei zirkulieren können. Dieses Beispiel zeigt also, wie eine niederländische Firma ein neues Geschäftsmodell entwickelt hat, in diesem eine E-Commerce-Lösung für den Vertrieb von Arzneimitteln, und dieses Geschäftsmodell mit wenig Aufwand in anderen Ländern umsetzen kann. Der Erfolg dieses Konzepts zeigt, dass eine hohe Nachfrage nach dieser neuen Vertriebsform besteht und ein neuer Konkurrent durch eine Differenzierung im Vertrieb den Umsatz deutscher Unternehmen stark beeinflussen kann. 124 Wären jedoch in einem Land nur wenige Bürger online und/oder bereit über das Internet zu kaufen, dann würden dadurch Barrieren für Unternehmen entstehen, die sich in dem Markt niederlassen wollten. Weitere Barriere zum Markteintritt in der EU sind die Sprachenvielfalt und die immer noch stark abweichenden Gesetze, welche bei einer strategischen Überlegung miteinbezogen werden müssen. Diese haben bisher eine drastischere Auswirkung der standortbedingten digitalen Spaltung verhindert. Durch die standortbedingte digitale Spaltung kann die Verhandlungsmacht der Unternehmen eines betrachteten Landes geschwächt werden, wenn nur wenige Lieferanten einen Markt bedienen und diese die Verwendung des Internet durch die Kunden voraussetzt. Nimmt man bspw. die Schokoladen- und Süßwarenindustrie in Europa, so gibt es nur zwei bis drei große Hersteller. Diese können erheblichen Druck auf die Distributionsketten ausüben, sich an deren SCM-Lösung (supply chain management), welche das Internet verwendet, anzupassen. Wenn in einem Land, in welchem hohe Kosten für Breitbandinternetzugänge herrschen, die Distributionsketten daher den Anforderungen nicht gerecht werden können, so können die Hersteller höhere Preise verlangen und somit die Gewinnmarge der Distributionsketten reduzieren. Somit entsteht für diese Distributionsketten ein Wettbewerbsnachteil gegenüber Mitbewerben aus anderen Ländern. [...]
Nachdem der Einfluss der standortbedingten digitalen Spaltung auf die internen Unternehmenswettbewerbsfaktoren analysiert worden ist, wird nun der Einfluss der standortbedingten digitalen Spaltung auf das W ettbewerbsumfeld genauer unter Betracht gezogen. Für eine weite Abdeckung dieses Gebietes soll das Fünf-Kräfte-Modell verwendet werden. Die erste Kraft in diesem Model ist die marktinterne Rivalität. Bei der obigen Betrachtung wurde bereits erläutert, dass das Anbieten einer E-Commerce-Lösung einer schnellen Internetanbindung bedarf. Sind die Vorraussetzungen für eine schnelle Internetanbindung in einem betrachteten Land oder einer betrachteten Region nicht vorhanden (keine Breitbandverbindung oder zu überhöhtem Preis) können sich Unternehmen nicht mit ECommerce differenzieren (bspw. durch Onlinebestellung, Kundenberatung). Dadurch kann sich der Markt intern nicht durch die IuKT ändern und stagniert. Anders wirkt sich diese Unmöglichkeit für Unternehmen, E-Commerce zu betreiben, auf die Kraft der neu eintreffenden Konkurrenten. Die Kosten einer solchen Lösung entstehen in dem Ursprungsland des Unternehmens. Ist es nun z. B. für ein Unternehmen A aus Land A teurer eine E-Commerce-Lösung anzubieten, als für ein Unternehmen B aus Land B und sind jedoch relativ viele Bürger aus Land A bereit online einzukaufen, dann besteht für das [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832461065
Arbeit zitieren:
Zangl, Fabrice Juli 2002: E-Government und digitale Spaltung in der EU und ihre Folgen auf den Unternehmenswettbewerb, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
e-Governance, öffentliche Verwaltung, Wettbewerb, eGovernment, digital divide



