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E-Government in der Stadt Brandenburg a.d. Havel

Konzept zur Einführung von E-Procurement in der Beschaffungsstelle des Haupt- und Personalamtes

E-Government in der Stadt Brandenburg a.d. Havel
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Christian Förster
  • Abgabedatum: September 2002
  • Umfang: 71 Seiten
  • Dateigröße: 5,3 MB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Brandenburg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-5942-0
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-5942-0 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-5942-0 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Förster, Christian September 2002: E-Government in der Stadt Brandenburg a.d. Havel, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: öffentliche Verwaltung, elektronische Beschaffung, Internet, Kommune

Diplomarbeit von Christian Förster

Einleitung:

Die nunmehr zehn Jahre andauernde Entwicklung des Internets hat grundlegende Veränderungen in der Gesellschaft bewirkt. Die Weltwirtschaft prägte den Begriff der New Economy und die internationalen Aktienmärkte erlebten einen Hype. Auch wenn die Euphorie nach den hohen Kursverlusten in den vergangenen zwei Jahren nachgelassen hat, kann das Internet nach wie vor steigende Nutzerzahlen verzeichnen und seinem Ruf als Massenmedium gerecht werden. Diese in dieser Form bisher nicht da gewesene Entwicklung ist konsequenterweise an den öffentlichen Verwaltungen nicht spurlos vorbeigegangen.

Diese Ausarbeitung versucht am Beispiel einer Kommune darzustellen, welche Potenziale für öffentliche Verwaltungen bei fachgerechter Umsetzung von E-Government- bzw. E-Procurement-Strategien entstehen.

Gang der Untersuchung:

Die ersten beiden Kapitel beschäftigen sich eingehend mit den Themen E-Government und E-Procurement, um den Lesern den Einstieg zu erleichtern und ein grundlegendes Verständnis zu vermitteln. Der historische Ursprung, Definitionen aus verschiedenen Blickwinkeln, Vorteile als auch Barrieren, rechtliche Grundlagen sowie Zukunftsbetrachtungen definieren diese beiden Abschnitte.

Da diese Arbeit ein Änderungskonzept für eine Kommune beinhaltet, werden im dritten Kapitel die momentanen Abläufe der Beschaffungsvorgänge in Form einer IST-Analyse dokumentiert, um darauf aufbauend im letzten Kapitel ein E-Procurement-Konzept für die Beschaffungsstelle der Kommune zu entwickeln. Dazu werden neben der Auflistung interner Reorganisationsmaßnahmen zwei verschiedene, für die Größenordnung der Kommune infrage kommende E-Procurement-Anbieter miteinander verglichen und eine Empfehlung abgegeben, mit der die Kommune zukünftig ihre Beschaffungen auf elektronischem Wege abwickeln kann.

Aufgrund der umfangreichen theoretischen Komponente ist es mithilfe dieser Diplomarbeit möglich, Schlussfolgerungen für jede andere Größenordnung von Kommune zu ziehen. Demzufolge kann diese Ausarbeitung einen allgemeingültigen Leitfaden darstellen, der wertvolle Hinweise bei der Einführung elektronischer Beschaffungsvorgänge in öffentlichen Verwaltungen gibt.

Inhaltsverzeichnis:

Abkürzungsverzeichnis 3
Abbildungsverzeichnis 4
1. Einleitung 5
2. Grundlagen 7
2.1 Auf dem Weg zum E-Government 7
2.2 Was meint E-Government 8
2.2.1 Verschiedene Betrachtungsweisen 9
2.2.2 Unterscheidung nach Interaktionsstufen 9
2.2.3 Unterscheidung nach Kommunikationspartnern 11
2.3 Warum E-Government 13
2.4 Barrieren der Umsetzung 14
2.5 Zukunftsbetrachtung 17
3. E-Procurement 19
3.1 Der Umbruch im Beschaffungswesen 19
3.2 Begriffsklärung 20
3.2.1 Beschaffungsverfahren über das Internet 22
3.2.2 Das richtige Betreibermodell 23
3.3 Potenziale in öffentlichen Verwaltungen 24
3.4 Gründe für schleppende Umsetzung 26
3.5 Rechtliche Basis in Deutschland 27
4. Die Beschaffung der Stadt Brandenburg a. d. Havel 29
4.1 Allgemeine Angaben 29
4.2 Vergabearten 30
4.3 Der Beschaffungsprozess 32
4.3.1 Freihändige Vergabe 34
4.3.2 Beschränkte und Öffentliche Ausschreibung 34
4.3.3 Zuschlagserteilung 36
5. Konzeption zur Einführung von E-Procurement 37
5.1 Interne Reorganisation 37
5.2 Lösungsvorschlag 40
5.2.1 Die cosinex GmbH 40
5.2.1.1 Unternehmensprofil 40
5.2.1.2 Leistungen 41
5.3.1 Die Intersource AG 43
5.3.2.1 Unternehmensprofil 43
5.3.2.2 Leistungen 44
5.2.3 Empfehlung und Begründung 45
6. Schlussbetrachtung 48
Quellenverzeichnis 50
Anhang I - XVI
Ehrenwörtliche Erklärung

Automatisiert erstellter Textauszug:

Dies bedeutet, dass ein größerer Wettbewerb unter den Anbietern herrscht und somit der Druck, das bestmögliche Angebot abgeben zu müssen, um sich von der Konkurrenz abzuheben, auf Unternehmerseite liegt. Nicht umsonst findet sich in der Literatur wiederholt die Aussage: „Im Einkauf liegt der Gewinn.“ Daran anknüpfend ist ebenso an interkommunale Kooperationen zu denken, die durch Bündelung einzelner Beschaffungen bessere Preisangebote zur Folge hätten. Vorteile erhoffen sich auch Klein- und Mittelständische Unternehmen, die mithilfe der Ausschreibung über das Internet ihren Aktionsradius deutlich erweitern und dadurch lokale Wirtschaftsdefizite durch überregionale Aufträge ausgleichen können. Neben dem erzielten Preisvorteil durch E-Vergabe bietet sich den öffentlichen Verwaltungen noch eine Reihe von anderen Vorteilen, die mit der elektronischen Beschaffung einhergehen. Einen wesentlichen Aspekt stellt hierbei die schnellere Abwicklung des Vorgangs gegenüber der herkömmlichen Beschaffung dar, weil z.B. organisatorisch bedingte Arbeitszeiten wegfallen, Postwege vernachlässigt werden können und die häufig notwendige Dokumentation des Beschaffungsprozesses entfällt und vom System automatisch generiert wird. Im Zuge dessen werden die Verwaltungen in ihrem Handeln transparenter, flexibler und schneller. Ein weiterer Grund als Verwaltung in diesem Bereich aktiv zu werden, sind die deutlich geringeren internen Kosten. Ist das Beschaffungssystem optimal an die Verwaltung angepasst, lassen sich vor allem Verwaltungs-, Transaktions- und Suchkosten sowie Lagerhaltungs- und Bestandskosten durch unmittelbare Publikation des Bedarfs im Internet minimieren. Allein die Verwaltungskosten pro Beschaffungsvorgang lassen sich bei standardisierten Verbrauchsgütern um bis zu 80 Prozent reduzieren.28 Schließlich wird auch erhöhte Qualität die Folge elektronischer Beschaffung sein, da zum einen die Fehleranfälligkeit gegenüber der manuellen Beschaffung mittels Papierformularen sinkt und sich zum anderen der interne Verwaltungsaufwand durch hochgradige Standardisierung verringert. Dabei wird es als einschneidende Verbesserung möglich sein, Bestellungen dezentral in den Fachbereichen abzuwickeln. Ein auf dem Expertendialog der Universität Witten/Herdecke zum Thema „Elektronische Beschaffung“ vorgestelltes Modell empfiehlt die Auslagerung der Funktionen [...]

Über 30.000 staatliche Stellen beziehen in Deutschland Produkte und Dienstleistungen im Wert von 250 Milliarden Euro von privaten Unternehmen. Damit ist der Staat der größte Auftraggeber. Der Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME) schätzt, dass dabei etwa zehn Prozent durch zu hohe Einkaufspreise verschwendet werden und macht damit auf die enormen Einsparpotenziale im Bereich der E-Vergabe aufmerksam.27 Einen weiteren Hinweis auf die keineswegs ausgeschöpften Möglichkeiten gibt die Unternehmensberatung Booz Allen & Hamilton mit ihrer Untersuchung zur öffentlichen Vergabepraxis, woraus hervorgeht, dass öffentliche Aufträge gerade mal zu 16 Prozent öffentlich und zu 19 Prozent beschränkt ausgeschrieben werden. Mit 65 Prozent wird das Gros durch freihändige Vergabe vergeben. Wie ebenfalls aus der Umfrage ersichtlich wurde, geben die Befragten als Grund für die seltene öffentliche Ausschreibung zu hohen organisatorischen Aufwand und die Nichtexistenz neuer Anbieter an. Die drei genannten Vergabearten werden im Einzelnen im Abschnitt 4.2 ausführlich dokumentiert. Worin liegen nun genau die Vorteile, die zum Einsparpotenzial von zehn Prozent führen? Wickeln die öffentlichen Verwaltungen ihre Ausschreibungen über das Internet ab, so erweitert sich folglich der Kreis der Anbieter um ein Vielfaches. [...]

Vergaberecht das Verfahren der „Reverse Auctions“ im Zusammenhang mit der öffentlichen Beschaffung. „Es untersagt Nachverhandlungen, enthält eine Geheimhaltungspflicht und sieht zudem das Erzielen möglichst niedriger Preise für öffentliche Beschaffungen gar nicht vor.“25 Wären „Reverse Auctions“ zulässig, so würden vor allem KMUs den Preiskämpfen größerer Unternehmen hoffnungslos unterliegen. Bleibt die Rechtsprechung bei dem Verbot, stellt die elektronische Beschaffung der öffentlichen Verwaltungen optimale Bedingungen für die Zukunft des Mittelstandes dar. 3.2.2 Das richtige Betreibermodell Von immens wichtiger Bedeutung für die öffentlichen Verwaltungen ist die Wahl des richtigen Betreibermodells, denn nur mit dem passenden Modell ist eine schnelle Amortisierung der Anfangsinvestitionen möglich. In der Praxis haben sich derweil drei unterschiedliche Formen herauskristallisiert: die Eigenprogrammierung der Beschaffungsplattform, die Lizenznahme von einem Dienstleister oder die reine Nutzung eines Dienstleisters. Im Folgenden wird die Empfehlung des jeweiligen Einsatzes der Modelle gemäß einer E-ProcurementStudie der Universität Witten/Herdecke aufgezeigt und mit Zahlen belegt. Entscheidungskriterien waren hierbei die jährliche Anzahl der Ausschreibungen und das Ausschreibungsvolumen, was wiederum Rückschlüsse auf die Größe der Kommunen zulässt. Demnach kommt eine eigene Beschaffungslösung erst ab einem Volumen von jährlich über 10.000 Ausschreibungen bzw. 500 Millionen DM infrage. Folglich ist dieses Modell allein für Großkommunen und Ministerien auf Bundesebene interessant. Die nächste Stufe splittet sich in zwei Varianten. Zum einen wurde empfohlen, ab einer Größenordnung von 5.000 Ausschreibungen bzw. mindestens 200 Millionen DM Auftragsvolumen per anno die Einbindung und Anpassung einer bestehenden Plattformtechnologie in ein vorhandenes Portal im Rahmen eines Lizenzvertrages in Anspruch zu nehmen. Ab etwa 1.000 Ausschreibungen oder 50 Millionen DM Volumen pro Jahr bietet sich ebenfalls die Lizenznahme an, jedoch durch Betrieb der Plattform bei einen externen Dienstleister, der in dem [...]

Arbeit zitieren:
Förster, Christian September 2002: E-Government in der Stadt Brandenburg a.d. Havel, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
öffentliche Verwaltung, elektronische Beschaffung, Internet, Kommune

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