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E-Commerce touristischer Destinationen

Dargestellt am Beispiel einer Internetkonzeption für das Nordseeheilbad Cuxhaven

E-Commerce touristischer Destinationen
Über dieses Buch
  • Art: Magisterarbeit
  • Autor: Bettina Kuppert
  • Abgabedatum: Januar 2003
  • Umfang: 223 Seiten
  • Dateigröße: 6,2 MB
  • Note: 1,1
  • Institution / Hochschule: Leuphana Universität Lüneburg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-8279-4
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-8279-4 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-8279-4 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Kuppert, Bettina Januar 2003: E-Commerce touristischer Destinationen, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Onlinevertrieb, Kurort, Onlinemarketing, Urlaub, Deutschland

Magisterarbeit von Bettina Kuppert

Einleitung:

Der deutsche Tourismusmarkt erlebte nicht zuletzt durch die Ereignisse des 11. September 2001 gewisse Veränderungen, die sich zunächst in einer allgemeinen Verunsicherung der reisenden Bevölkerung äußerte. Nach dem ersten Schock kehrte man in der Branche wieder zurück zur Realität und versuchte sich den geänderten Bedingungen anzupassen, um die sich abzeichnende Krise im Markt zu überwinden. Massive Sicherheitsvorkehrungen beispielsweise im Flugbetrieb konnten die Bedenken und die Buchungszurückhaltung der Urlauber, wohl auch aufgrund der Bedrohung durch weitere Attentate, wie in Tunesien oder auf Bali, sicherlich auch jetzt noch nicht vollständig ausräumen.

Zu Beginn der Urlaubssaison 2002 nahmen die Medien die allgemeine Verunsicherung der Konsumenten bezüglich der Urlaubsreisen in internationale Destinationen auf und propagierten den „Urlaub in Deutschland“. Die Zeitschrift „Hörzu“ z. B. titelte am 03. Mai dieses Jahres: „Deutschland neu entdecken – Bleiben Sie im Lande!“ und lieferte 53 verschiedene Reiseideen „für jeden Geldbeutel“. Die Zeitschrift „max“ erschien mit dem Titel „Deutschland zum Verlieben – für Entdecker und Kurzurlauber: die 120 besten Tipps von Kiel bis Konstanz“. Einer Studie des Hamburger BAT-Freizeit-Forschungsinstituts zufolge planen etwa 2 Mio. mehr Bundesbürger als in den vergangenen Jahren ihren Urlaub in Deutschland zu verbringen, was die Akteure der heimischen Tourismuswirtschaft vor neue Herausforderungen stellt.

Die erste Reaktion der Konsumenten, die sich in den deutschen Destinationen abzeichnete, war eine enorm gestiegene Nachfrage nach Informationen bei den jeweiligen Fremdenverkehrsämtern, der die Einrichtungen teilweise nicht gewachsen waren. Das erhöhte Informationsbedürfnis führte allerdings nicht unmittelbar zu vermehrten Buchungen. Der Reisende, der seinen Urlaub im Ausland bislang über das Reisebüro oder über die zumeist professionellen Websites der Reiseveranstalter buchte, verlangte seinen gewohnten Beratungsservice auch im Fremdenverkehrsamt einer deutschen Destination.

Doch können die deutschen Destinationen diesem Anspruch gerecht werden? Sind wir im Angebot der Serviceleistungen im Vergleich zu ausländischen Zielgebieten konkurrenzfähig? Wie reagieren Deutschlandurlauber auf Internet und E-Business der Destinationen? Sind deutsche Kurorte gerüstet für die „Generation @“ und den E-Commerce?

Wie funktioniert das, und was ist das überhaupt? Wer soll sich darum kümmern, was kostet das und – braucht man das überhaupt?

„Kurort meets Cyberspace – zwei Welten treffen aufeinander?“ Gibt es eine kundenorientierte Lösung, in der die reale von der virtuellen Welt profitieren kann und umgekehrt?

Geht man der Frage nach, was sich dem international erfahrenen Reisenden, der online seinen Informationsbedarf über das Zielgebiet deckt und online bucht, bezüglich deutscher Destinationen im Internet bietet, führt dies zu einer Analyse der jeweiligen Kundenbedürfnisse und einer Untersuchung entsprechender Websites.

Die rasante Verbreitung des Internets und die geänderten Kundenbedürfnisse verlangen ein Umdenken und eine Neuausrichtung der Fremdenverkehrsorte bzw. ihrer Organisationen. Der Einsatz eines Internetauftritts als Medium für den elektronischen Vertrieb bedeutet für die zentrale Tourismusorganisation nicht selten eine völlige Umstrukturierung, eine Umstellung der Geschäftsprozesse und nicht zuletzt auch des Marketingkonzepts. Die Umsetzung eines Internet- und E-Commerce-Projekts präsentiert sich somit als ein äußerst komplexes, tiefgehendes und weitreichendes Vorhaben.

Ziel dieser Arbeit ist es, die Komplexität dieser Thematik zu erfassen und zu strukturieren. Die zahlreichen Möglichkeiten technischer Art, eine Destination im Internet zu präsentieren und ihre Produkte und Leistungen online zu vertreiben sowie erforderliche Basisinhalte, werden in einer Internetkonzeption zusammengeführt. Die Basis der Arbeit bildet das Internet-Projekt der Nordseeheilbad Cuxhaven GmbH. An diesem Beispiel werden die Entscheidungen und Maßnahmen, die mit der Umsetzung eines solchen Projektes verbunden sind, vorgestellt und analysiert. Die Qualität ihrer Realisierung wird anhand verschiedener Kontrollmöglichkeiten überprüft und bewertet. Des Weiteren werden die zukünftigen Auswirkungen von Management-Entscheidungen auf das Nutzerverhalten und die zu erwartende Vertriebstauglichkeit des Webauftritts eingeschätzt und mit den Zielsetzungen des Projektes verglichen. Aufgrund der durchgeführten Kontrollmaßnahmen und der Darstellung von Ursache-Wirkung-Zusammenhängen bieten sich die gelieferten Handlungsvorschläge nicht nur zur Optimierung der Cuxhavener Internetpräsenz an, sondern auch allgemein zur Fehlerprävention bei der Realisierung ähnlicher IRS-Projekte mit vergleichbaren Zielsetzungen. Die Ausführlichkeit in der Darstellung des Cuxhavener IRS-Projekts dient der Verdeutlichung des enormen Spektrums an Ansatzmöglichkeiten für das Marketing der Destination.

Hintergrund eines solchen Projekts ist es, mit Hilfe der technischen Potenziale zum einen die Wünsche der Websitebesucher und potenziellen Gäste möglichst schnell und umfassend zu befriedigen, worin sich letztlich die Vertriebstauglichkeit der Webpräsenz begründet, und zum anderen das Medium Internet für eigene Marketing-Zwecke zu nutzen.

Somit zielt diese Arbeit auf eine Zusammenfassung all jener Anforderungen, die sich aus Sicht des Kunden an eine touristische Website mit Vertriebsorientierung stellen und in einem weiteren Schritt auf eine Analyse des Projekts aus betriebswirtschaftlicher Sicht. Dabei gilt es die zahlreichen Möglichkeiten darzustellen, die sich dem Marketing-Management bieten.

Zunächst beschäftigt sich die Arbeit mit der Vorstellung des Nordseeheilbades Cuxhaven als touristische Destination. Dabei werden die Elemente des touristischen Systems beleuchtet sowie die Gästestatistik des Ortes untersucht.

Dieses Kapitel bildet thematisch die reale, touristische Basis für die weiteren Betrachtungen hinsichtlich Internet und E-Commerce.

Das dritte Kapitel behandelt das Medium Internet. Technische und definitorische Grundlagen bilden das Fundament für die theoretische Erstellung von Internetkonzeptionen und den Erfolgsfaktoren touristischer Websites.

Darauf aufbauend behandelt das vierte Kapitel die theoretischen Grundlagen des E-Commerce. Welche spezifischen Voraussetzungen die E-Commerce-Tauglichkeit von Produkten und Leistungen bestimmen und wie sich diese im Online-Vertrieb touristischer Websites für den Kunden darstellen, wird des Weiteren in diesem Teil der Arbeit untersucht.

Das fünfte Kapitel befasst sich in seinem ersten Teil mit der Vorstellung des Cuxhavener Internet- und E-Commerce-Projekts. Darin werden der Projektrahmen, die Ziele und Inhalte sowie die Umsetzung der Website in ihrem momentanen Entwicklungsstand vorgestellt. Die geplanten E-Commerce-Funktionen können aufgrund der bislang fehlenden Realisierung nur teilweise dargestellt und untersucht werden.

Im zweiten Teil des Kapitels erfolgt die Analyse der Website mittels verschiedener Kontrollmaßnahmen. Dabei werden die Ergebnisse thematisch zusammengefasst und mit den erklärten Zielen des Projektes verglichen.

Welche Lösungen sich aus den analysierten, etwaigen Schwachstellen und Positiv-Elementen im Webauftritt herausfiltern lassen und welche Handlungsvorschläge sich für das Projekt-Management ergeben, wird im sechsten Kapitel dargestellt. Dabei wird eine betriebswirtschaftliche Betrachtung des Optimierungspotenzials im Webauftritt im Sinne einer maximalen Kundenorientierung vorgenommen, besonders im Hinblick auf die zu prüfende Vertriebstauglichkeit der Internetpräsenz Cuxhavens.

Das siebte Kapitel liefert einen Ausblick bezüglich der Zukunftsaussichten eines Internetund E-Commerce-Projektes einer Destination.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis II
Abbildungsverzeichnis V
Tabellenverzeichnis IX
Abkürzungsverzeichnis X
1. Einführung 1
1.1 Einleitung 1
1.2 Problemstellung und Zielsetzung 2
1.3 Inhalte der Arbeit 3
2. Die touristische Destination Cuxhaven 4
2.1 Fakten und Zahlen der Stadt Cuxhaven 4
2.1.1 Das „Nordseeheilbad“ Cuxhaven 5
2.1.2 Thematische Abgrenzung der Arbeit und theoretische Grundlagen von Destinationen 6
2.2 Touristische Systeme und die Stufen der Wertschöpfung einer Destination 7
2.2.1 Die Wertschöpfungskette in touristischen Destinationen 8
2.2.2 Die touristischen Angebote einer Destination 9
2.2.3 Das Tourismussystem einer Destination als Einheit 13
2.2.4 Das Tourismussystem in Cuxhaven 14
2.3 Die Urlaubsgäste in Cuxhaven 17
2.3.1 Cuxhaven als Urlaubsdestination im Deutschlandtourismus 17
2.3.2 Gästestrukturen und Zielgruppen in Cuxhaven 19
2.3.3 Die Wirtschaftliche Bedeutung des Tourismus für Cuxhaven 21
2.4 Zukunftsprojekte in Cuxhaven und die gegenwärtige Ausgangssituation 22
3. Das Medium Internet 24
3.1 Die Internetkonzeption 26
3.1.1 Die strategische Planung des Internetprojekts 26
3.1.2 Die Entwicklung einer Website 27
3.2 Touristische Internetpräsenzen 30
3.2.1 Voraussetzungen zur Implementierung von Multimedia-Systemen im Tourismus 30
3.2.2 Erfolgsfaktoren touristischer Internetpräsenzen 31
3.3 Die Internetnutzer 33
3.3.1 Die Nutzerstrukturen – Zahlen und Statistiken 33
3.3.2 Typologien von Internetnutzern 36
4. Der E-Commerce 38
4.1 Der E-Commerce im Tourismus 40
4.1.1 Rahmenbedingungen der Buchbarkeit touristischer Produkte und Leistungen 40
4.1.1.1 Die technischen Rahmenbedingungen 41
4.1.1.2 Die rechtlichen Rahmenbedingungen 42
4.1.2 Touristische Produkte des E-Commerce und Stufen ihrer Distribution 43
4.1.3 Sicherheit und Zahlungssysteme im Internet 45
4.2 Die E-Commerce Kunden und ihre Produktpräferenzen 49
4.3 Kundenbindung im Internet 51
4.3.1 Sieben Entwicklungsschritte einer Kundenbindungsstrategie 51
4.3.2 Die Rolle der Qualität 52
4.3.3 Das Customer-Relationship-Management im Internet 53
4.3.4 Konkrete Maßnahmen der Kundenbindung im Internet 54
5. Das Cuxhavener Internet- und E-Commerce-Projekt 56
5.1 Die Vorstellung des Projektes 56
5.1.1 Entwicklung des Projekts 56
a) Die vergangene Situation 56
b) Die gegenwärtige Situation 57
c) Die zukünftige Situation 58
5.1.2 Inhalte und Rahmen des Projekts 59
5.1.3 Die Umsetzung der Internetpräsenz 63
a) Das Design und Layout 64
b) Die Kurteile 66
c) Die allgemeine thematische Strukturierung 67
d) Die Startseite 68
e) Die Rubrik „Informationen“ 70
f) Die Rubrik „Gastgeber“ 74
g) Die Rubrik „Aktiv“ 77
h) Die Rubrik „Service“ 81
i) Die Rubrik „Kur & Wellness“ 85
j) Die Rubrik „Veranstaltungen“ 89
k) Die Rubriken „Shop“ und „Cux 4 Kids“ 95
l) Die Rubrik „Kontakt“ 96
5.1.4 Die Umsetzung der Buchungsfunktion 98
5.1.5 Aufbau und Arbeit des Redaktionsteams 103
5.1.6 Die Werbung „für“ und „auf“ cuxhaven.de/tourismus 104
5.1.7 Cuxhavener Internetkunden 105
5.2 Analysen des Internetauftritts von Cuxhaven 108
5.2.1 Der Internet-Wettbewerb des DTV 110
5.2.1.1 Die Kriterien des Wettbewerbs de.stination 2002 110
5.2.1.2 Eine Beurteilung von www.cuxhaven.de/tourismus anhand der Kriterien des „de.stination-Wettbewerbs“ 112
5.2.2 Analyse der Serverstatistiken 126
5.2.3 Planung, Durchführung und Auswertung einer Nutzerbefragung auf www.cuxhaven.de/tourismus 128
5.3 Zusammenfassung 145
6 Nutzungsoptionen der Analyseergebnisse 149
6.1 Handlungsvorschläge für eine Optimierung der Internetpräsenz 149
6.1.1 Handlungsvorschläge auf der Ebene des Gesamtprojekts 149
6.1.2 Handlungsvorschläge auf der Ebene des Personal- und Technikeinsatzes 151
6.1.3 Handlungsvorschläge auf der Ebene des Internetauftritts 152
6.2 Zukünftiges Nutzungspotenzial des Internetauftritts für das Marketing 156
7 Schlussgedanken – Ausblick 159
Literaturverzeichnis 161
Anhang 169

Automatisiert erstellter Textauszug:

NC sah vor, dass schon ab Dezember 2001 eine Frei- und Belegtmeldung der Objekte für das Jahr 2002 möglich sein sollte. Das IRS Cuxhaven startete offiziell seinen Echtbetrieb am 17.12.2001.235 Der tatsächliche Entwicklungszeitraum für die Website, die Erstellung der Datenbank und der Buchungsmaske wird nach Angaben der Kommunikationsabteilung der NC die schon im Punkt 3.1.1, S. 26 angeführten 18 – 24 Monate betragen,236 womit also ab 2003 eine Urlaubsbuchung über das Internet möglich wird. Die „Task Force“ des Internetprojektes bildet innerhalb der NC die Kommunikationsabteilung mit dem oben genannten Mitarbeiterstamm. Vor der Entscheidung über den jeweiligen Internetprovider galt es in Cuxhaven den DomainNamen für den touristischen Internetauftritt der Stadt festzulegen. Die Wunschliste – an erster Stelle stand hier „www.nordseeheilbad-cuxhaven.de“ – schränkte sich allerdings schnell ein, da bereits alle attraktiven Domain-Namen und Domains in privater Hand waren. Außer der Internetadresse „www.cuxhaven.de“, deren zugehöriger Internetauftritt der Stadt Cuxhaven von der M&T – einem Unternehmen der Stadt – betrieben wurde, war keine URL durch die Stadt bzw. die NC gesichert worden. Hintergrund der Fragestellung ist der Wunsch nach der alleinigen Verantwortlichkeit für Inhalt, Design, Aktualität etc. des Auftritts durch die NC, wäre man im Besitz einer „eigenen“ Internetadresse. Die Alternative hierzu ist die Verantwortlichkeit für den Tourismus-Bereich der offiziellen Internetpräsenz der Stadt unter „www.cuxhaven.de“ zu übernehmen, was einen erheblichen Abstimmungsbedarf mit der M&T und den Verlust a alleiniger Entscheidungskompetenz bedeutet. Da die NC langen n Rechtsstreitigkeiten zur „Rückgewinnung“ der durch das Domain-Grabbing „verlorenen“ Internetadressen offensichtlich aus dem Wege ging und auch die Erfolgsaussichten zu gering einschätzte, wurde die Entscheidung zugunsten des Tourismus-Bereichs auf „www.cuxhaven.de“ getroffen. Schwierigkeiten auf dem Weg, eine neue Präsentation des touristischen Cuxhavens hier zu entwickeln zeigten sich schnell, da die M&T ihren Internetauftritt (s. CD Anhang 1) für nicht verbesserungs- bzw. veränderungsbedürftig hielt.237 Trotz der Startprobleme entschied sich die NC für die Entwicklung neuer touristischer Inhalte auf „www.cuxhaven.de“ und die M&T als Internetprovider. Eine Neuanmeldung der Internetpräsenz bei der DeNic und den Suchmaschinen, wie in Kap. 3.1.1, S. 26 dargestellt, war somit nicht erforderlich. Im Rahmen der Realisation des Internetauftritts konnte die M&T schließlich doch für ein neues Design des Gesamtauftritts gewonnen werden. Mit der Erstellung dieses neuen Designs wurde das Unternehmen „dream-up.de“ beauftragt. In Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern von dream-up.de wurde die nötige Software für die Entwicklung, das Betreiben und Aktualisieren der Website angeschafft. Beispielsweise wurden von der NC Lizenzen für das Programm Dreamweaver 4.0 von Macromedia erworben, um so das Content-Management der Site zu betreiben. [...]

Schließlich soll dem Kunden alles aus einer Hand geboten und eine schnelle, sichere und bequeme Urlaubsbuchung gewährleistet werden.229 Die technisch optimale Buchungsmöglichkeit wird durch die umfassende und vollständige Information des Gastes über seinen Urlaubsort im Internetauftritt entscheidend perfektioniert. Weitere Zielsetzungen, die man mit dem IRS Cuxhaven-Projekt verfolgt, sind nach Schormann die Gewinnung neuer Zielgruppen, die Erschließung neuer Märkte und der Vertrieb neuer Produkte, die sich an den veränderten Kundenwünschen orientieren.230 Damit reagiert man in Cuxhaven auf das Verbraucher- und Nachfrageverhalten, das sich in den letzten Jahren stark änderte und zu einem erhöhten Bedarf an Angeboten geführt hat, die rasch an wechselnde Konsumpräferenzen angepasst werden können.231 5.1.2 Inhalte und Rahmen des Projektes Die hier beschriebenen Inhalte des Projektes beziehen sich vorwiegend auf die Aufgaben der Kommunikationsabteilung der NC. Primär sind das alle Maßnahmen, die mit der Entwicklung der Website und der Schaffung der Online-Buchungsmöglichkeit zusammenhängen. Die dazugehörigen Rahmenbedingungen des IRS-Projektes in Cuxhaven wurden in Bezug auf das technische System und den rechtlichen Rahmen bereits unter Punkt 4.1.1, S. 40ff allgemein erläutert. Finanziell betrachtet hat das Vorhaben ein Gesamtvolumen von ca. 1,1 Mio. DM. Dieser Mitteleinsatz unterteilt sich in die Planungs- und Beschaffungskosten jeweils der Software und Hardware des IRS, Schulungskosten, Finanzierung der Projektleitung und die Kosten für die Websiteentwicklung, Stammdatenerhebung und -eingabe sowie die Schnittstellenprogrammierung für den Zugriff auf die Datenbank bei Online-Buchungen und webbasierten Freimeldungen der Gastgeber.232 Die NC erhält für das Projekt eine EU-Förderung.233 Die Kommunikationsabteilung der NC, die das Management im genannten Vorhaben übernommen hat und somit auch den personellen Rahmen vorgibt, wurde im Mai 2001 mit der Einstellung von Herrn Jürgen Wolf zum Abteilungsleiter Kommunikation erst geschaffen. Gleichzeitig mit der Fortentwicklung des IRS-Projektes wächst bzw. verändert sich auch der personelle Rahmen. Im Oktober 2002 kann neben dem Abteilungsleiter ein Personalstamm von zwei festen Mitarbeitern (System-Administrator, Mitarbeiter Internetredaktion) und einem besetzten Praktikumsplatz (Mitarbeiter Internetredaktion) festgestellt werden.234 Wie schon in Kap. 3.1.1, S. 26 vorgestellt, hat man auch in Cuxhaven das geplante Internetprojekt mit der Phase der Budgetierung begonnen. Neben dem oben erwähnten Finanzrahmen wurde ein Zeitbudget von ca. 12 Monaten anvisiert. Die Terminplanung der [...]

Aus der Vergangenheit bekanntes Optimierungspotenzial sollte unbedingt genutzt werden, um das Projekt erfolgreich voranzutreiben. Dazu zählen beispielsweise eine intensivere interne Kommunikation, die gezielte Information über die nächsten Handlungsschritte, deren Koordination mit anderen Abteilungen sowie die Förderung des Engagements der involvierten Mitarbeiter. c) Die zukünftige Situation Ziel ist die vollständige technische Vernetzung der Geschäftsstellen in den Kurteilen und des Kur- und Veranstaltungszentrums mit der NC. Zukünftig ist des Weiteren auch die Einbindung des Landkreises Cuxhaven sowie der Tourismusinformation Otterndorf in das System vorgesehen.225 Der Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien eröffnet den Betreibern zahlreiche Möglichkeiten. U. a. kann durch die informationelle Vernetzung der Leistungspartner die Wettbewerbsfähigkeit gesteigert werden, Kostenentwicklungen leichter beherrschbar und Kostennachteile behoben werden oder es können „durch die Nutzung neuer Informationsverbindungen und Kommunikationswege komplexe Aufgabengefüge transparenter und abgestimmter“ gestaltet werden.226 Mit der Integration möglichst aller touristischen Leistungsträger Cuxhavens in das IRS und der Bereitstellung bestimmter Kontingente an Unterkünften wird schließlich der Buchungsvorgang für den Gast optimiert. Der interessierte Urlauber erhält den Zugriff auf dieses System über die Internetadresse „www.cuxhaven.de“ (Bereich „Tourismus“). In einem so erweiterten Webauftritt sollen umfangreiche und vollständige Informationen über das touristische Cuxhaven geliefert werden, die den Internetnutzer schließlich zu einer Online-Buchung über das neu installierte Reservierungsprogramm veranlassen sollen. Die Verantwortung des Tourismusbereichs von www.cuxhaven.de liegt bei der NC. Das Internet dürfe nicht länger ausschließlich als Informationsmedium genutzt werden können, sondern auch den Kauf/ die Reservierung konkreter touristischer Produkte/ Leistungen ermöglichen, so Schormann.227 Als Folge des Projektes sollen die entscheidenden Schwächen Cuxhavens abgebaut werden, die jeweils in einer noch nicht umfassenden und vollständigen Informationsübermittlung liegen sowie einer mangelnden „Tourismussystem-internen“ Kommunikation und einem noch weitgehend umständlichen und unflexiblen Buchungsvorgang. Durch die Einführung des E-Commerce sollen die damit verbundenen Kosteneinsparungspotenziale genutzt werden, um die generell hohen Kosten der Distributionssparte des Marketing228 senken zu können. [...]

Arbeit zitieren:
Kuppert, Bettina Januar 2003: E-Commerce touristischer Destinationen, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Onlinevertrieb, Kurort, Onlinemarketing, Urlaub, Deutschland

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