E-Commerce mittelständischer Unternehmen unter steuerlichen Aspekten
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Tolga Aras
- Abgabedatum: Juli 2002
- Umfang: 104 Seiten
- Dateigröße: 1,4 MB
- Note: 1,3
- Institution / Hochschule: Fachhochschule Ingolstadt Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-5918-5
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-5918-5 P - ISBN (CD) :978-3-8324-5918-5 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Aras, Tolga Juli 2002: E-Commerce mittelständischer Unternehmen unter steuerlichen Aspekten, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Internet, Zivilrecht, Umsatzsteuer, Einkommenssteuer, Online-Geschäft
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Diplomarbeit von Tolga Aras
Einleitung:
Vom E-Commerce Boom vergangener Jahre ist nicht mehr viel übrig geblieben. Als Folge der übertriebenen Erwartungen der Unternehmen, begleitet von der weltweiten Wirtschaftsflaute, wurden die Aktivitäten im E-Commerce Bereich drastisch reduziert bzw. die Investitionen wurden zeitlich nach hinten verschoben. Nicht desto trotz zeigen viele Studien, dass der elektronische Handel ein ausgezeichnetes Entwicklungspotenzial in den nächsten Jahren besitzt.
In diesem Zusammenhang, stellt das Internet eine bedeutende Herausforderung an das Zivil- und Steuerrecht dar. Die rasante technische Entwicklung dieses Mediums und der länderübergreifende Einsatz, d.h. die neue Qualität der Kommunikation, sind die Hauptgründe, warum die gesetzlichen Anpassungen zeitlich hinterherhinken. Auch rechtliche Unsicherheiten können Unternehmen von E-Commerce abschrecken. Immerhin geben 13 % der mittel-ständischen Unternehmen dies als Grund an, kein E-Commerce zu betreiben. Die Anbieter können Ihre Geschäfte ohne physische und geographische Anbindung in einem Land nahezu anonym abwickeln. Auch die fehlenden physischen Spuren bei digitalisierten Waren werfen große Fragen auf. Denn dies führt nicht nur aus Sicht von Unternehmen zu Problemen bei der Ermittlung von umsatz- und ertragsteuerlichen Belastungen. Zivilrechtlich stellt sich insbesondere die Frage, welche Rechtsordnung bei grenzüber-schreitenden Geschäften angewendet wird.
Im Zuge der Globalisierung bietet das Internet den Unternehmen eine hervorragende Möglichkeit kostengünstig ihre Produkte und Dienstleistungen welt-weit anzubieten.
Im Rahmen dieser Diplomarbeit sollen ausschließlich mittelständische Unternehmen überwiegend als Anbieter von Produkten und Dienstleistungen untersucht werden. Gerade der Mittelstand kann aufgrund seiner begrenzten Mittel gegenüber den großen Konzernen von diesem Medium profitieren. Der Mittelstand tätigt 44,8 % aller steuerpflichtigen Umsätze und stellt 99,3 % der umsatzsteuerpflichtigen Unternehmen in Deutschland dar.
Gang der Untersuchung:
Einführend sollen wirtschaftliche Aspekte des E-Commerce näher ausgeführt werden. Dabei werden neben den Grundlagen, Chancen und Risiken des E-Commerce für mittelständische Unternehmen behandelt.
Im Kapitel 2 werden auf die technischen und zivilrechtlichen Rahmenbedingungen, insbesondere auf die neuen Regelungen im BGB eingegangen.
Die Kapitel 3 und 4 bilden im Rahmen dieser Arbeit den Schwerpunkt in Bezug auf den E-Commerce mittelständischer Unternehmen unter steuerlichen Aspekten. Hier soll dem Leser zunächst vor Augen geführt werden, welche ertrags- und umsatzsteuerliche Rechtslage in der Bundesrepublik sowie EU herrscht. Den Schwerpunkt der ertragsteuerlichen Ausführung bildet die beschränkte Steuerpflicht von Unternehmen. Dagegen ist die Abgrenzung zwischen Lieferungen und sonstigen Leistungen im umsatzsteuerlichen Bereich entscheidend.
Zum Schluss soll eine Checkliste dem mittelständischen Unternehmer beim Einstieg ins E-Commerce helfen.
Inhaltsverzeichnis:
| Vorwort | I | |
| Inhaltsverzeichnis | II | |
| Abbildungsverzeichnis | III | |
| Tabellenverzeichnis | IV | |
| Einführung | 1 | |
| 1. | Wirtschaftliche Aspekte des E-Commerce | 3 |
| 1.1 | Chancen im E-Commerce | 6 |
| 1.2 | Risiken im E-Commerce | 7 |
| 2. | Rahmenbedingungen des E-Commerce | 9 |
| 2.1 | Technische Rahmenbedingungen | 9 |
| 2.1.1 | Technische Struktur des Internets | 9 |
| 2.1.1.1 | Internetdienste | 10 |
| 2.1.1.2 | Domain-Namen | 10 |
| 2.1.2 | Zugangsmöglichkeiten ins Internet für mittelständische Unternehmen | 12 |
| 2.1.3 | Sicherheit im E-Commerce | 13 |
| 2.1.3.1 | Verschlüsselung | 15 |
| 2.1.2.1.1 | Symmetrische Verschlüsselung | 16 |
| 2.1.2.1.2 | Asymmetrische Verschlüsselung | 17 |
| 2.1.2.1.3 | Hybride Verschlüsselung | 17 |
| 2.1.3.2 | Kryptographische Hashfunktion | 18 |
| 2.1.3.3 | Technischer Hintergrund der digitalen Signatur | 18 |
| 2.1.3.4 | Verbreitete Sicherheitstandards | 20 |
| 2.2 | Zivilrechtliche Rahmerbedingungen des E-Commerce | 20 |
| 2.2.1 | Schutz von Urheberrechten | 21 |
| 2.2.2 | Rechtliche Bedingungen zur Domainnutzung | 22 |
| 2.2.3 | Recht des digitalen Vertrags | 23 |
| 2.2.3.1 | Digitalisierte Willenserklärung | 24 |
| 2.2.3.1.1 | Abgabe von elektronischen Willenserklärungen | 24 |
| 2.2.3.1.2 | Zugang von elektronischen Willenserklärungen | 25 |
| 2.2.3.2 | Vertragabschluss im Internet | 26 |
| 2.2.3.2.1 | Angebot | 27 |
| 2.2.3.2.2 | Annahme | 27 |
| 2.2.3.4 | Die Anfechtbarkeit von Erklärungen im Internet | 28 |
| 2.2.3.5 | Die Schriftform und die digitale Signatur | 29 |
| 2.2.4 | Verbraucherschutz im Internet | 32 |
| 2.2.4.1 | Wirksame Einbeziehung von AGB | 32 |
| 2.2.4.2 | Fernabsatzverträge | 33 |
| 2.2.4.3 | Verbraucherkreditrecht | 34 |
| 2.2.4.4 | Haustürwiderrufsrecht | 35 |
| 2.2.4.5 | Pflichten im elektronischen Geschäftsverkehr | 35 |
| 2.2.5 | Internationale Aspekte des Vertragsrechts im Internet | 36 |
| 2.2.5.1 | UN-Übereinkommen über Verträge über den internationalen Warenkauf (CISG) | 36 |
| 2.2.5.2 | Grundsatz der freien Rechtswahl | 37 |
| 3. | Ertragsteuerliche Behandlung von Geschäften im Internet | 38 |
| 3.1 | Die persönliche Steuerpflicht im Einkommensteuergesetz | 38 |
| 3.2 | Die persönliche Steuerpflicht im Körperschaftsteuergesetz | 39 |
| 3.3 | Einkunftsarten nach nationalem Steuerrecht | 41 |
| 3.3.1 | Gewerbliche Einkünfte gemäß § 49 Abs. 1 Nr. 2 a EstG | 42 |
| 3.3.1.1 | Betriebsstättenbegründung im Internet nach nationalem Recht | 43 |
| 3.3.1.1.1 | Internet-Server als Betriebsstätte | 44 |
| 3.3.1.1.2 | Homepage als virtuelle Betriebsstätte | 46 |
| 3.3.1.1.3 | Personalcomputer des Users als Betriebsstätte | 46 |
| 3.3.1.1.4 | Telekommunikationsleitung als Betriebsstätte | 47 |
| 3.3.1.2 | Betriebsstättendefinition i.S.d. Art. 5 OECD-MA | 47 |
| 3.3.1.3 | Ständiger Vertreter aus deutscher Sicht | 51 |
| 3.3.1.3.1 | Telekommunikationsunternehmen als ständiger Vertreter | 52 |
| 3.3.1.3.2 | ISP als ständiger Vertreter | 52 |
| 3.3.1.3.3 | Homepage als ständiger Vertreter | 53 |
| 3.3.1.4 | Ständiger Vertreter nach Abkommensrecht | 53 |
| 3.3.2 | Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung | 55 |
| 3.4 | Einkunftsarten nach Abkommensrecht | 56 |
| 3.5 | Steuerliche Gestaltungsmöglichkeiten | 58 |
| 3.5.1 | Ausländische Unternehmen (Inbound-Geschäfte) | 58 |
| 3.5.2 | Inländische Unternehmen (Outbound-Geschäfte) | 60 |
| 4. | Umsatzsteuerliche Behandlung von Geschäften im Internet | 62 |
| 4.1 | Allgemeines | 62 |
| 4.2 | Begriffsabgrenzung Offline- und Online-Umsätze | 63 |
| 4.3 | Software – Begriffsbestimmung und -abgrenzung | 65 |
| 4.4 | Bestimmung der Leistungsart | 65 |
| 4.5 | Bestimmung des Leistungsortes | 69 |
| 4.5.1 | Offline-Umsätze | 69 |
| 4.5.1.1 | Inbound-Geschäfte | 70 |
| 4.5.1.2 | Outbound-Geschäfte | 72 |
| 4.5.2 | Online-Umsätze | 72 |
| 4.5.2.1 | Inbound-Geschäfte | 73 |
| 4.5.2.2 | Outbound-Geschäfte | 78 |
| 4.5.3 | Neuregelung bei Online-Umsätzen | 79 |
| 4.6 | Bestimmung des Steuersatzes | 80 |
| 4.7 | Vorsteuerabzug | 82 |
| 4.8 | Steuerliche Gestaltungsmöglichkeiten | 84 |
| 5. | Checkliste für E-Commerce Anbieter | 85 |
| 5.1 | Technische Rahmenbedingungen | 85 |
| 5.2 | Gesetzliche Vorschriften | 85 |
| 5.3 | Steuerliche Aspekte | 88 |
| 6. | Resümee und Fazit | 90 |
| Literaturverzeichnis | XI |
2.1.3.1.2 Asymmetrische Verschlüsselung Bei asymmetrischen Verfahren werden für Ver- und Entschlüsselung der Daten zwei unterschiedliche Schlüssel verwendet (privater und öffentlicher Schlüssel). Jeder Kommunikationspartner besitzt einen öffentlichen und einen privaten Schlüssel. Die öffentlichen Schlüssel werden ähnlich wie eine Telefonnummer der Allgemeinheit bekannt gegeben. Der private Schlüssel muss von jedem Kommunikationsteilnehmer geheim gehalten werden. Um eine verschlüsselte Nachricht verschicken zu können, muss der Sender die Botschaft mit dem öffentlichen Schlüssel des Empfängers verschlüsseln, den er problemlos ermitteln kann. Der Text kann nur mit Hilfe des privaten Schlüssels von dem Inhaber des öffentlichen Schlüssels dechiffriert werden. Nach heutigem Stand ist es unmöglich aus dem öffentlichen Schlüssel Rückschlüsse auf den privaten Schlüssel zu ziehen42. Der große Vorteil dieser Verfahren ist, dass kein privater Schlüssel ausgetauscht werden muss und somit eine sichere Übertragung der Daten ermöglicht. Das bekannteste asymmetrische Verfahren ist das RSA Verfahren, das 1978 von Ron Rivest entwickelt worden ist. Eine sichere Implementierung von RSA nutzt heutzutage Schlüssellängen bis zu 2048 Bit43. [...]
2.1.3.1.1 Symmetrische Verschlüsselung Symmetrische Verfahren zeichnen sich dadurch aus, dass für die Verschlüsselung und für die Entschlüsselung der Daten die gleiche geheimen Schlüssel verwendet werden36. Daher muss beim Sender und beim Empfänger ein identischer Schlüssel vorhanden sein, wobei dieser Schlüssel getrennt von der verschlüsselten Nachricht transportiert werden muss. Außerdem ist ein sicheres Übertragungskanal eine Vorbedingung damit niemand die Nachricht und den Schlüssel abfangen kann37. Folglich ist dieses Verfahren umständlich ist aber 10 bis 100 Mal schneller als das asymmetrische Verfahren38. Die Anzahl der Verfahren, die symmetrische Algorithmen verwenden, ist groß (DES, IDEA, Blowfish, AES, SAFER, FEAL, RC5, Twofish). Im Folgenden wird auf die gängigsten Verfahren kurz eingegangen.39 DES ist im Jahre 1975 von IBM vorgestellt worden und hat eine maximale Schlüssellänge von 56 Bit. Da er heutzutage aufgrund der gesteigerten Rechnerleistung nicht mehr sicher genug ist, wird er heute dreifach angewandt (Triple-DES). Jedoch verringert sich die Geschwindigkeit sehr stark, so dass in der Praxis keine Anwendung findet. AES wird als Nachfolger von DES seit Ende 2000 als Standardverschlüsselung verwendet. Er hat eine Schlüssellänge von bis zu 256 Bit, weshalb er relativ sicher gilt40. Fachleute empfehlen in der kommerziellen Anwendung [...]
Manipulationssicherheit: Schutz der Daten und Programme, vor Veränderbarkeit unautorisierter Dritter. Abschirmung: Schutz lokaler Ressourcen durch Regulierung des Zugangs zum System. Verbindlichkeit: Zweifelsfreier Nachweis einer Transaktion. Anonymität: Diskretion von Transaktionen im Internet, z.B. bei Zahlungen. Logging: Dokumentation der Transaktionen, um feststellen zu können, worauf Sicherheits-Probleme zurückzuführen sind. Verlässlichkeit: Sicherstellung, dass sich das System und die Dienste so verhalten, wie der berechtigte Nutzer es erwarten kann. Im folgenden wird der Focus nur auf die Kommunikationssicherheit beschränkt, da der elektronische Handel in erster Linie auf Transaktionen mit Kunden und Lieferanten basiert. Damit die versendeten Informationen nicht einsehbar und damit manipulierbar sind, müssen diese verschlüsselt werden, sodass nur der Absender sowie der autorisierte Empfänger diese lesen können. [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832459185
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