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E-Commerce für kleine und mittlere Handelsbetriebe

Dargestellt am Beispiel der Firma Rieck

E-Commerce für kleine und mittlere Handelsbetriebe
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Christian K. Rupp
  • Abgabedatum: Juli 2009
  • Umfang: 110 Seiten
  • Dateigröße: 1,2 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Deutsch-Ordens Fachhochschule Riedlingen - Hochschule für Wirtschaft Deutschland
  • Bibliografie: ca. 26
  • ISBN (eBook): 978-3-8366-3680-3
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Rupp, Christian K. Juli 2009: E-Commerce für kleine und mittlere Handelsbetriebe, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: E-Commerce, E-Shop, E-Marktplatz, KMU, Internet

Diplomarbeit von Christian K. Rupp

Einleitung:

Die vorliegende Diplomarbeit befasst sich mit dem Thema: ‘E-Commerce für kleine und mittlere Handelsbetriebe dargestellt am Beispiel der Firma Rieck’. Anhand dieser Arbeit soll die Thematik des Online-Handels im Bezug auf kleine und mittlere Handelsbetriebe beleuchtet werden. Den Hintergrund bilden die Entwicklungen des Internet als weltweites Kommunikationsnetzwerk. Es gewinnt in Deutschland mehr und mehr an wirtschaftlicher Bedeutung und diese Tendenz liegt nicht zuletzt im technischen Fortschritt begründet, der in den letzten Jahren zu einer rasanten Entwicklung in der Übertragungsgeschwindigkeit, der Hard- sowie Software Komponenten und dem Ausbau der Sicherheit bei Transaktionen führte. Es wird außerdem eine stetig wachsende Zahl an deutschen Internetnutzern verzeichnet, die sich nun auch zunehmend für die Möglichkeiten des elektronischen Einkaufs interessieren. Auch immer mehr Unternehmen erkennen die positiven Chancen, die ihnen durch das Internet geboten werden. Sie entwickeln eigene Strategien zur Erschließung und wirtschaftlichen Nutzung des Internets als zusätzlichen Absatzweg und zur Neukundengewinnung. Diese Unternehmen reagieren mit der Aufnahme des E-Commerce in ihre Unternehmensstrategie auch auf eine Veränderung der Kundenbedürfnisse. Kunden nutzen schon länger die Möglichkeit sich im Internet über Produkte zu informieren. Die neue Tendenz besteht dahingehen, dass auf eine Information die konkrete Bestellung über das Internet erfolgt. Diese Art des Einkaufens ist für den Kunden bequem von zu Hause aus durchführbar und richtet sich nach keiner Ladenschlusszeit. Außerdem können im Internet Artikel gefunden werden, für die es schon lange kein Fachgeschäft in deutschen Kleinstädten mehr gibt Alle diese Tendenzen tragen dazu bei, dass das weltweite Netzwerk eine zunehmend gewichtigere Rolle in der Wirtschaft einnimmt und aus Sicht der Unternehmen zusehends interessanter für eine gewerbliche Nutzung wird. Auch kleine und mittlere Handelsunternehmen besitzen im Online-Handel Erfolg versprechende Chancen, die es zu nutzen gilt. In dieser Arbeit wird nun den konkreten Fragen nachgegangen:

‘Wie stellt sich die aktuelle Situation für kleine und mittlere Handelsbetriebe dar und welche Vorteile bietet E-Commerce für die kleinen und mittleren Handelsbetriebe?’ ‘Wie kann man mit begrenzten Ressourcen das Internet erfolgreich nutzen und welchen Schritte sind dabei zu beachten?’ ‘Ist E-Commerce für kleine und mittlere Handelsunternehmen ein Absatzweg der Zukunft?’ ‘Welche Möglichkeiten bestehen für kleine und mittlere Handelsunternehmen, das Internet als zusätzlichen Absatzweg zu Nutzen und damit neue Kundenkreise zu erschließen?’ ‘Was lässt sich aus den praktischen Erfahrungen eines kleinen Handelsbetriebes nach der Implementierung einer E-Commerce-Lösung ableiten?’ Motivation und Gründe für das Erstellen der Arbeit beruhen auf persönlichen Erfahrungen und sind in der aktuellen Situation des kleinen Familienbetriebs Korb Rieck begründet. Die Lage für dieses kleine Handelsunternehmen mit traditionsreicher Geschichte stellt sich mitunter schwierig dar. Die Konkurrenz zu Discountern und anderen Wettbewerbern ist groß und zwingt es dazu, sich neue Strategien zu entwickeln und Nischen über neue Vertriebs- und Absatzwege zu erschließen, um auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu bleiben.

Die Arbeit gliedert sich zur Bearbeitung der Fragestellung in einen Theorieteil und einen Praxisteil. Als Bindeglied zwischen diesen beiden Teilen wird am Ende des Theorieteils eine Kriterienliste aufgestellt, welche die gesammelten Erkenntnisse des Theorieteils in konkrete Kriterien für eine praktische Anwendung des E-Commerce für einen kleinen Handelsbetrieb auflistet. Diese Kriterien werden im Praxisteil explizit aufgegriffen und daraus eine Strategie zur Einführung einer E-Commerce Lösung in den laufenden Betrieb der Firma Rieck abgeleitet.

Kapitel 1 : Das erste Kapitel beinhaltet zentrale Fragestellungen und einen Überblick über das weitere Vorgehen.

Kapitel 2: Im zweiten Kapitel sollen die aktuellen Entwicklungen des Online-Handels in kleinen und mittleren Handelsbetrieben beleuchtet werden. Es werden Gründe für den E-Commerce sowie Hemmnisse aufgelistet und abschließend eine kleine Zukunftsperspektive aufgezeigt.

Kapitel 3: Im dritten Kapitel wird auf die Entwicklung des E-Commerce eingegangen und anhand von Daten und Fakten zum Einen die Grundlagen für einen funktionierenden E-Commerce genannt und zum Andern die Entwicklung bis zum heutigen Stand aufgezeigt.

Kapitel 4: Das vierte Kapitel geht konkret auf E-Shops und E-Marktplätze ein. Dazu werden diese beiden Vertriebsplattformen im Bezug auf kleine und mittlere Handelsbetriebe vorgestellt und Abläufe sowie Vorraussetzungen des erfolgreichen Betriebes genannt.

Kapitel 4.6: Dieses Unterkapitel enthält die Kriterienliste als Brücke zwischen Theorie und Praxis. Sie baut auf den vorherigen Kapiteln auf und fasst die gewonnenen Erkenntnisse in einer übersichtlichen Kriterienliste zusammen.

Kapitel 5: Das fünfte Kapitel enthält den Praxis Teil. Hier findet die Kriterienlist konkrete Anwendung und es wird in Form eines Projektes ein E-Shop in die Firma Korb Rieck eingeführt.

Kapitel 6: Das letzte Kapitel enthält zusammenfassende Betrachtungen und spannt den Bogen zu einem runden Abschluss der Arbeit.

VORWORT I
INHALTSVERZEICHNIS III
1. ZENTRALE FRAGESTELLUNG 1
2. KLEINE UND MITTLERE HANDELSUNTERNEHMEN VOR DEM SCHRITT INS INTERNET 4
2.1 Definition und Begriffsabgrenzung kleiner und mittlerer Handelsunternehmen 7
2.1.1 Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) 7
2.1.2 Handelsbetriebe 8
2.1.3 Begriffsabgrenzung 8
2.2 Entwicklung der traditionellen und Online-Umsätze der kleinen und mittleren Handelsunternehmen 10
2.2.1 ‘Offline’-Umsätze des Einzelhandels 10
2.2.2 ‘Online’-Umsätze kleiner und mittlerer Handelsbetriebe 11
2.3 Gründe und Möglichkeiten für die Nutzung des E-Commerce 15
2.4 Zukunftsperspektiven im Internet für kleine und mittlere Handelsunternehmen 20
3. E-COMMERCE ALS ABSATZWEG DER ZUKUNFT 22
3.1 Definition des E-Commerce und Abgrenzung zum E-Business 24
3.1.1 Electronic-Business 24
3.1.2 Electronic-Commerce 25
3.1.3 Abgrenzung des E-Commerce vom E-Business 25
3.2 Grundlagen für E-Commerce 27
3.2.1 Entstehung und Entwicklung des Internets 27
3.2.2 Hardware 29
3.2.3 Software 30
3.2.4 Rechtliche Rahmenbedingungen 31
3.3 Entwicklung des E-Commerce in Zahlen 33
3.3.1 Die Welt 33
3.3.2 Die Europäische Union und Deutschland 36
3.4 Zukunftsperspektive des E-Commerce 38
4. E-SHOPS UND ONLINE MARKTPLÄTZE ALS TEIL DES E-COMMERCE FÜR KLEINE UND MITTLERE HANDELSBETRIEBE 39
4.1 Der E-Shop 41
4.2 Der E-Marktplatz 43
4.3 Online Vertrieb über E-Shops und Online Marktplätze 45
4.3.1 Technische System-Anforderungen an den Online-Vertrieb 46
4.3.2 Abläufe und Prozesse des Online-Vertriebs 48
4.3.3 Managemet des Online-Vertriebs 52
4.3.4 Beispiele für Online-Vertriebsplattformen 59
4.4 Online-Marketing des E-Shops 60
4.4.1 Online-Marktforschung 61
4.4.2 Kundengewinnung 62
4.4.3 Kundenbindung 63
4.5 Zukunftsperspektive der E-Shops und Online-Marktplätze 65
4.6 Kriterienliste für die praktische Anwendung des E-Commerece für KMU 66
5. PRAKTISCHE UMSETZUNG AM BEISPIEL DER FIRMA KORB RIECK 69
5.1 Vorstellung der Firma Rieck als kleiner Handelsbetrieb 71
5.2 Vorbereitung im Vorfeld der Planung 74
5.2.1 Kostenplanung und Machbarkeitsanalyse 74
5.2.2 Vorläufiger Struktur-, Ablauf- und Meilensteinplan 77
5.2.3 Zusammenfassung der Konzeptphase 79
5.3 Planung und Entwicklung einer E-Commerce-Strategie anhand der Kriterienliste 80
5.3.1 5.3.1 Grundvoraussetzungen 80
5.3.2 5.3.2 Planung der Abläufe und Prozesse 82
5.3.3 Managementbezogene Betrachtung 83
5.3.4 Online-Marketing-Strategie 85
5.3.5 Planung der weiteren Vorgehensweise 87
5.4 Die Implementierung des E-Shop in das Unternehmen 90
5.5 Der Betrieb der E-Commerce Lösung 93
5.5.1 Der Bestellprozess 93
5.5.2 Telefonische Anfragen und telefonische Bestellung 94
5.5.3 Die Pflege des E-Shop 95
5.6 Entwicklungstrend und Zukunftsperspektive 96
6. ABSCHLIEßENDE BETRACHTUNG 98
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS 100
LITERATURVERZEICHNISS 101
ABBILDUNGSVERZEICHNIS 103

Textprobe:

Kapitel 5.1, Vorstellung der Firma Rieck als kleiner Handelsbetrieb Die Firma Korb Rieck ist ein kleiner Familienbetrieb des Einzelhandels und befindet sich mit ihrem Ladengeschäft in der Altstadt von Ellwangen. Sie ging aus einem Handwerksbetrieb für Korbwaren hervor und blickt nunmehr auf eine über einhundertjährige Tradition zurück. Nach der Definiton der Europäischen Kommision aus Kapitel 2.1.1 fällt die Firma Rieck unter die Kleinstunternehmen mit weniger als 9 Mitarbeitern und einem Umsatz von unter 1 Million € im Jahr. Es folgt in diesem Kapitel nun ein kleiner historischer Abriss, der die Entwicklung der Firma bis zum heutigen Stand aufzeigt. Darauf aufbauend werden die Gründe beleuchtet, welche zur Entwicklung einer E-Commerce Lösung führten.

Gegründet wurde die Firma um 1900 von Georg Rieck als reiner Korbmachereibetrieb. Erste offizielle Belege lassen sich auf 1905 bzw. 1907 datieren. Seit 1909 befindet sich das Ladengeschäft nun im selben Haus. Dort wurde bis ins Jahr 1955 hinein eine eigene Korbmachereiwerkstatt für Gebrauchskorbwaren aller Art geführt. Die Materialien für die Korbherstellung wie z.B. die benötigte Korbweide wurden in selbst bestellten Kulturen erzeugt und in diversen Arbeitsschritten für die Weiterverarbeitung behandelt. In den Hochzeiten der Korbherstellung beschäftigte die Firma Rieck, neben den neun Familienmitgliedern, vier angestellte Korbmacher. Allerdings war das Geschäft mit Korbwaren noch nie leicht und es mussten schon Mitte der 1950er Jahre zusätzliche Artikel ins Sortiment aufgenommen werden, um das wirtschaftliche Überleben der Firma zu sichern. Der Tod des Firmengründers im Jahr 1955 führte zur Schließung der eigenen Korbmacherwerkstatt. Die Serviceleistungen wie Reparaturen etc. wurden allerdings weiterhin angeboten. Die eigentlichen Korbwaren wurden hingegen ab 1955 von externen Stellen über Großhändler bezogen. Außerdem sind auf Grund der schwierigeren Absatzlage verschiedene Warengruppen zusätzlich zu den Korbwaren ins Sortiment aufgenommen worden. Die räumliche Nähe zur Kfz-Zulassungsstelle führte z.B. dazu, dass seit dem Jahr 1981 die Herstellung von Kfz-Kennzeichen angeboten wird. Seit 1982 wird die ehemalige Korbmacherwerkstatt wieder genutzt und dient bis heute als Raum für eine Töpferei. Im Angebot ist Gebrauchskeramik aller Art. Die Töpferei wird von Angelina Rieck, der Enkelin des Firmengründers, betrieben. Seit 1990 hat sie die Firma übernommen und fungiert als aktuelle Geschäftsführerin in dritter Generation.

Über die Jahre hinweg hat sich das Sortiment der angebotenen Waren mehrmals stark gewandelt. Die Korbwaren sind die einzige Warengruppe, die die Zeit seit der Gründung überdauert haben und bis heute einen festen Bestandteil des Sortiments bilden. Allerdings nehmen sie heute nicht mehr den dominanten Anteil am Gesamtumsatz ein. Zum aktuellen Sortiment gehören: Keramik Holzspielzeug Kfz Schilder Kfz Versicherungen Korbwaren aller Art Heute, zu Beginn des 21. Jahrhunderts, ist es für kleine Einzelhändler wie die Firma Rieck nicht einfacher geworden. Der Markt in und um Ellwangen ist gesättigt und die Konkurrenz zu Discountern und Möbelhäusern ist groß. Im Laufe der vergangenen Jahre konnte zudem festgestellt werden, dass die Warengruppe ‘Korbwaren’ zunehmend weniger umgesetzt wurde. Dieser Rückgang ist inAbbildung 34 dargestellt.

Der Rückgang an den Korbwaren-Umsätzen führt zu längeren Durchlaufzeiten im Lager was wiederum zu Werteverlusten der Lagerbestände führt. Die Korbwaren nehmen im Vergleich zum Gesamtumsatz zwar nur einen Anteil von ca. 25% ein, die benötigte Lagerfläche ist allerdings immens. Aufgrund der Sortimentspolitik können diese Umsatzrückgänge aufgefangen werden. Allerdings muss dem Trend der weiteren Umsatzrückgänge entgegengewirkt werden, soll die weitere Existenz gesichert sein.

Ein weiteres Problem am lokalen Ladensgeschäft ist die eingeschränkte Erreichbarkeit potentieller Kunden. Im Raum Ellwangen leben ca. 50.000 Menschen die durch lokale Werbemaßnahmen erreicht werden können und deren Bedarf auf Grund des langen Bestehens der Firma und der hochwertigen Qualität der angebotenen Korbwaren weitestgehend gesättigt ist.

Das Medium Internet bietet hier einen guten Ansatz, um auf die geänderten Bedingungen der Absatzsituation und auf neue Kundenwünsche zu reagieren. Es bietet völlig neue Möglichkeiten der Kundenansprache und potentielle Chancen, es als zusätzlichen Absatzkanal zu nutzen, um das Überleben der Firma zu sichern und die Umsätze weiter auszubauen. Der Ansatz des Multi-Channel-Handels, bietet klassischen Händlern zudem die Möglichkeit, die Vorteile des Ladengeschäfts mit denen des Internethandels zu verbinden. Auf Grund der langen Tradition bestehen bei der Firma Rieck gute Lieferantenkontakte und das nötige Know How über Qualität und Funktionalität von Korbwaren.

Arbeit zitieren:
Rupp, Christian K. Juli 2009: E-Commerce für kleine und mittlere Handelsbetriebe, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
E-Commerce, E-Shop, E-Marktplatz, KMU, Internet

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