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E-Commerce im klassischen Reisevertrieb

Veränderungen der Intermediation am Beispiel der Reisebürobranche

E-Commerce im klassischen Reisevertrieb
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Mark Henning Böhm
  • Abgabedatum: Mai 2001
  • Umfang: 154 Seiten
  • Dateigröße: 721,3 KB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Universität Augsburg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-4607-9
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-4607-9 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-4607-9 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Böhm, Mark Henning Mai 2001: E-Commerce im klassischen Reisevertrieb, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Reisebüro, Tourismus, Intermediation, E-Commerce, Internet

Diplomarbeit von Mark Henning Böhm

Gang der Untersuchung:

Nachdem Kapitel 1 Aufbau und Ziele der Arbeit darstellt, wir in Kapitel 2 als Grundlage der Markt für Touristik näher betrachtet. Beginnend mit der Entstehung und der Entwicklung des Touristikmarktes verdeutlicht der Autor mit aktuellen Zahlen den heutigen Stand. Die Aufteilung des Marktes in die verschiedenen Leistungsersteller und Leistungsträger wird erläutert und im folgenden der hart umkämpfte Teilmarkt der Reisemittler strukturiert. Ein eigener Abschnitt beschäftigt sich mit den derzeit auf den Markt einwirkenden Einflüssen wie Globalisierung, Konzentrationsbestrebungen und unterschiedlichsten konkurrierenden Vertriebsformen, u.a. über das Internet. Daher liegt hier ein besonderes Augenmerk auf der Entstehung der Computer-Reservierungssysteme, die heute dem E-Commerce mächtige Werkzeuge bieten.

Kapitel 3 beschäftigt sich mit den Grundlagen von Internet und E-Commerce. Das WWW und seine Eignung als Handelsplattform sowie aktuelle Zahlen zur heutigen Nutzung runden dieses Kapitel ab.

In Kapitel 4 werden die Funktionen des klassischen Mittlers aufgezeigt. Um die Notwendigkeit des Intermediärs zu unterstreichen, wird vom Autor ein Exkurs in die Informationsökonomie unternommen und schließlich die Existenzberechtigung des Reisebüros durch praktische und wirtschaftlich nachvollziehbare Argumente belegt.

Kapitel 5 befaßt sich mit den neuen Funktionen der Internet-Intermediäre und vergleicht diese mit denen der traditionellen Intermediäre. Ein großer Teil des Kapitels befaßt sich mit dem Konstrukt des Vertrauens und der Relevanz der Herstellung und Sicherung von Vertrauen für Geschäfte via Internet.

Kapitel 6 versucht, Antworten auf die Frage, mit welchen Konsequenzen das traditionelle Reisebüro durch die Internet-Konkurrenz zu rechnen hat, zu finden. Dabei geht es nicht nur darum, ob das Reisebüro ersetzt wird, sondern auch um die Frage, welche Intermediäre in welcher Form an seine Stelle treten können. Darüber hinaus werden einige weitere Konsequenzen für den bestehenden Markt kurz besprochen.

In Kapitel 7 werden Chancen und Risiken der erarbeiteten unterschiedlichen Zukunftsvisionen gegenübergestellt und die wichtigsten Funktionsänderungen im Reisebürovertrieb dargelegt. Die Arbeit endet mit einer Zusammenfassung der Erkenntnisse und mit einem Ausblick auf mögliche Entwicklungen in der Zukunft.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis II
Abbildungsverzeichnis IV
Tabellenverzeichnis V
Abkürzungsverzeichnis VI
1. Einleitung 1
1.1 Problemstellung 1
1.2 Zielsetzung 2
1.3 Vorgehen und Aufbau 3
2. Tourismus und Reisebüro 5
2.1 Definitionen 5
2.2 Der Tourismus 7
2.2.1 Entwicklung und Geschichte 7
2.2.2 Die Situation heute 9
2.2.3 Ein Blick in die Zukunft 10
2.3 Das Reisebüro im Reisemarkt 11
2.3.1 Das Produkt 13
2.3.2 Die Struktur der Reisebürobranche 17
2.3.3 Strömungen auf dem Markt 21
2.3.4 EDV im Reisebüro 28
2.3.4.1 Historische Entwicklung und deren Gründe – die Computer-Reservierungssysteme 29
2.3.4.2 Aktuelle Situation 34
2.3.4.2.1 Das Beispiel START Amadeus 36
2.3.4.2.2 Die Internet Booking Engines 39
3. Internet und E-Commerce 43
3.1 Definitionen 43
3.2 Die Geschichte des Internet 45
3.3 Die Entwicklung des E-Commerce 47
3.4 Aktuelle Situation 51
3.5 Ausblick 53
4. Intermediation im traditionellen Reisemarkt 57
4.1 Definitionen 57
4.2 Die klassischen Aufgaben des Intermediäres 59
4.3 Informationsökonomie 61
4.3.1 Vom vollkommenen zum unvollkommenen Markt 61
4.3.2 Unsicherheit und Verhalten der Marktteilnehmer 62
4.3.3 Unsicherheit als Quelle des Marktversagens 64
4.3.4 Unsicherheitsreduktion durch Informationsübertragung 68
4.4 Die Existenzberechtigung des Reisebüros 69
4.4.1 Praktische Gründe 70
4.4.2 Der Transaktionskostenminimierer 70
5. Intermediation im virtuellen Reisemarkt 75
5.1 Die neuen Aufgaben des Intermediäres 75
5.2 Eine besondere Aufgabe: Das Vertrauen 79
5.3 Aktuelle Situation 81
5.4 Gründe für den Erfolg des Online-Reisevertriebs 84
6. Konsequenzen der Weiterentwicklung des E-Commerce für den klassischen Intermediär „Reisebüro“ 89
6.1 Disintermediation 89
6.1.1 Pro 91
6.1.2 Contra 93
6.2 Reintermediation 96
6.2.1 Pro 96
6.2.2 Contra 100
6.3 Cybermediation 100
6.3.1 Pro 106
6.3.2 Contra 108
6.4 Weitere Veränderungen 110
6.4.1 Infomediation 110
6.4.2 Das Informationsparadoxon 112
6.4.3 Reverse Märkte 113
7. Schlußfolgerungen 116
7.1 Chancen & Risiken 116
7.2 Fazit 117
7.3 Zusammenfassung und Ausblick 118
Literaturverzeichnis 123

Automatisiert erstellter Textauszug:

7.1. Chancen & Risiken Vor allem unter dem Eindruck sinkender Transaktionskosten wurde in der Vergangenheit in aller Regel ein Verschwinden der Intermediäre, insbesondere der Reisebüros, vorausgesagt. Die bisherige Entwicklung jedoch macht deutlich, daß die Mittler noch immer ihren Platz im Markt behaupten: sei es, daß ihre Funktion nicht ersetzbar ist, daß sie als Reintermediäre in den Market Space zurückkehren, oder daß neue Händler auftauchen, die den traditionellen Konkurrenz machen oder auch ganz neue Aufgaben übernehmen. Der jeweilige Markt und die zu übernehmenden Funktionen entscheiden über Wohl und Wehe der zukünftigen Intermediäre. Tab. 12 stellt die allgemeinen Chancen und Risiken der jeweils vorstellbaren Szenarien gegenüber: [...]

6.4.3. Reverse Märkte Zum Abschluß der Darstellung der Veränderungen der Intermediation bleibt noch, auf eine ökonomische Konsequenz hinzuweisen, die in der Literatur unter dem Stichwort "Reverse Märkte" diskutiert wird.420 In der herkömmlichen Ökonomie hatte der Anbieter einen Informationsvorsprung gegenüber dem Interessenten. Durch das Mittel der Preisdiskriminierung ließ sich aufgrund der geringen Markttransparenz eine insgesamt höhere Produzentenrente erlösen. Ein einfaches Beispiel wäre ein international operierender Reiseveranstalter, der in einer kaufkraftschwachen Nation dasselbe Angebot durch seine Mittler günstiger als in einer kaufkraftstarken vertreiben läßt, um so in beiden Ländern ein Geschäft generieren zu können. In der Ökonomie der Internet-Märkte verringert sich eindeutig, wie bereits ausgeführt, die Marktintransparenz und erlaubt den Nachfragern unter Zuhilfenahme vergleichsweise einfacher Mittel – wie eben der neuen Intermediäre – und bei geringeren Transaktionskosten, das betrachtete Produkt zum niedrigsten verfügbaren Preis zu beziehen, was wiederum einen verstärkten Preiswettbewerb unter den Produzenten zur Folge hat. Im Beispiel würde der Mittler aus dem kaufkraftschwachen Land sein Angebot im Internet publizieren und auf die zusätzlichen Kunden aus der kaufkraftstarken Nation warten, die di- [...]

6.4.1. Infomediation Die erste Folge ist ein weiterer neuer Marktteilnehmer. Zusätzlich zu den Cybermediären diskutiert die Literatur im Zusammenhang mit Internet, E-Commerce und anderen modernen IT-Technologien einen neuen Mittler: den Infomediär. Diese Idee für eine Veränderung in der Intermediärlandschaft soll kurz – ohne etwa auf datenschutzrechtliche Belange einzugehen – angeschnitten werden.410 Mittels E-Commerce- und Cash-Card-Systemen (z.B. Payback411 der Loyalty Partner GmbH unter Mehrheitsbeteiligung der Lufthansa, die im Tourismusbereich – auch online – mit 5-vor-Flug, FTI, der Flugbörse und einer Reihe weiterer Unternehmen kooperiert) lassen sich über Methoden des "Datamining", dem Aufbereitung von Daten zu Wissen412, gezielt Daten zu gewissen Kundengruppen, ja sogar einzelnen Personen zusammenstellen. An diesen Daten besteht ein großes Interesse. Bereits seit geraumer Zeit bemühen sich Firmen wie Nielsen413 oder die GfK414 um die Zusammenstellung dieser Daten von Produktkäufern, die sie dritten Unternehmen zum Zweck des Customer Relationship-Management und One-to-One-Marketing gegen Gebühr bereitstellen. Aber auch Unternehmen, deren Hauptaufgabe nicht in den Marketingbereich fällt, versuchen mit dem Verkauf [...]

Arbeit zitieren:
Böhm, Mark Henning Mai 2001: E-Commerce im klassischen Reisevertrieb, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Reisebüro, Tourismus, Intermediation, E-Commerce, Internet

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