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E-Commerce als alternativer Vertriebsweg für den Lebensmitteleinzelhandel

E-Commerce als alternativer Vertriebsweg für den Lebensmitteleinzelhandel
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Sabine Teschke
  • Abgabedatum: September 2000
  • Umfang: 91 Seiten
  • Dateigröße: 441,7 KB
  • Note: 2,3
  • Institution / Hochschule: Bayerische Hochschule Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-4290-3
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-4290-3 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-4290-3 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Teschke, Sabine September 2000: E-Commerce als alternativer Vertriebsweg für den Lebensmitteleinzelhandel, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Handel, Marketing

Diplomarbeit von Sabine Teschke

Die aktuelle Marktsituation des Lebensmitteleinzelhandels (LEH) ist durch gesättigte Märkte, einen fortschreitenden Konzentrationsprozeß und einen sich verschärfenden Verdrängungswettbewerb gekennzeichnet. Die 10 führenden deutschen LEH-Konzerne erreichten im Food-Bereich (Lebensmittel und Güter des täglichen Bedarfs) im Jahre 1999 bereits einen Marktanteil von 83%, wobei diese Bündelung von Einkaufsmacht stetig durch Übernahmen und Fusionen ansteigt. Der daraus resultierende Wettbewerbsdruck hat dazu geführt, daß es nahezu unmöglich ist, auf diesem Markt weiterhin noch bestehen zu können, ohne über genügend Wettbewerbsvorteile gegenüber den Konkurrenten zu verfügen.

Vor diesem Hintergrund wird im LEH seit geraumer Zeit eine sehr umstrittene Diskussion über „den elektronischen Absatzkanal (E-Commerce) als mögliche Vertriebsalternative“ geführt.

Bisher üben sich die meisten deutschen Lebensmitteleinzelhändler auf dem elektronischen Markt in einer starke Zurückhaltung. Die hohe Anzahl an bereits gescheiterten Pilot-Projekten sowie die allgemein mangelnde Erfahrung stellen dabei die Hauptursachen für die weitverbreitete Unsicherheit dar. Der Umgang mit einer neuen Technologie – dem Internet -, der Eintritt in ein bisher nahezu unerforschten und zugleich virtuellen Markt und die evtl. Übernahme neuer Handelsaktivitäten, sind Grundüberlegungen, die den traditionellen LEH an der Attraktivität dieses neuen Geschäftsfeldes eher zweifeln lassen.

Ob in dieser schwierigen Marktsituation der elektronische Vertriebskanal ein alternativer Vertriebsweg für den stationären LEH darstellt, ist Gegenstand der Untersuchung. Dabei gilt es im besonderen die notwendigen Faktoren herauszustellen, die aus Konsumentensicht einer hohen Bedeutung zukommen. Demgegenüber verfügt der Lebensmitteleinzelhändler im E-Commerce über eine Reihe von Einflußfaktoren, die er für die Aktivitäten auf dem elektronischen Markt einsetzen kann.

Einschränkend muß hinzugefügt werden, daß in dieser Untersuchung keine explizite Differenzierung zwischen den kleinen und großen Lebensmitteleinzelhandelsunternehmen vorgenommen wird. Der Grundgedanke der Ausführungen lehnt jedoch eher an die LEH-Konzerne, die aufgrund ihrer Kapitalstärke über mehr Handlungsspielraum verfügen.

Die Arbeit besteht aus vier Themenblöcken, die sich wie folgt zusammensetzen:

Der erste Themenblock analysiert besonders die derzeitige Marktsituation im Lebensmitteleinzelhandel. Dabei werden die Ursachen für die negative Entwicklung (z.B. Marktsättigung, gesellschaftliche Entwicklung), sowie die daraus resultierenden Konsequenzen (z.B. Verdrängungswettbewerb, branchenfremde Anbieter) jeweils für die gesamte Branche und innerhalb dieser Branche näher untersucht. Auf die möglichen strategischen Handlungsalternativen, die von den Lebensmitteleinzelhändlern verfolgt werden können, wie bspw. eine Marktentwicklung, wird anschließend näher eingegangen. Dabei spielen die generellen Auswirkungen eines Mehrkanalvertriebs eine größere Rolle.

Der zweite Themenblock setzt sich zunächst mit den Eigenschaften des Internet auseinander. Dabei wird aufbauen auf den Profilen der Online-Nutzer eine Abschätzung des Zukunftspotentials für den E-Commerce vorgenommen. Anschließend wird untersucht, ob dieser Absatzkanal sich für Food-Produkte überhaupt eignet.

Im dritten Themenblock gilt es die Frage zu beantworten, ob der Bedarf, Lebensmittel über Internet zu bestellen, bei den Konsumenten überhaupt vorliegt. Es soll analysiert werden, welche Vor- und Nachteile aus Sicht des stationären Lebensmitteleinzelhändlers entstehen, wenn er im E-Commerce tätig wird und unter welchen Bedingungen eine Anpassung innerhalb des Unternehmens nötig ist. Auf diese Untersuchungsbereiche wurde ein besonderer Schwerpunkt gelegt.

Im letzten Themenblock werden einerseits die Auswirkungen des E-Commerce auf die Handelstruktur hin untersucht. Aufgrund der neuen Wettbewerbssituation werden als Schlußbetrachtung die zukünftigen Wettbewerbsstrategien analysiert.

Inhaltsverzeichnis:

Problemstellung II
Inhaltsverzeichnis V
Abkürzungsverzeichnis VII
Abbildungsverzeichnis VIII
1. Der LEH im Überblick 1
1.1 Zentrale Aufgaben und Funktionen 1
1.2 Das Modell der Spiralbewegung 5
1.3 Der Entwicklungsprozeß 7
1.4 Der Status quo 10
1.5 Der Mehrkanalvertrieb als strategische Neuorientierung 13
2. Der elektronische Marktplatz 15
2.1 Das Marktvolumen 15
2.2 Das Internet - seine Eigenschaften und Möglichkeiten 17
2.3 Das Profil der Internet-Nutzer/-Shopper 19
2.4 Konsumgüter im Internet 22
2.4.1 Die Eigenschaften von Online-Produkten 22
2.4.2 Die Marktsituation der einzelnen Warengruppen 25
3 Die Triebfedern der Zukunft des E-Commerce 27
3.1 Einflußfaktoren gesamt 27
3.2 Der Wertewandel 28
3.3 Der Mehrwertprozeß aus Konsumtensicht 31
3.3.1 Der elektronische Einkaufsvorgangs 31
3.3.2 Der tatsächlich wahrgenommene Mehrwert 36
3.3.3 Die Problemfelder des E-Commerce 40
3.4 Der Mehrwertprozeß der Lebensmitteleinzelhändler 42
3.4.1 Die neue Wertschöpfungskette 42
3.4.2 Die Marketingstrategie 50
3.4.3 Der Marketing-Mix 52
4. Die Auswirkungen des E-Commerce 56
4.1 Veränderungen der Vertriebswege 56
4.2 Die Wettbewerbsstrategie 58
5. Zusammenfassung der Untersuchungsergebnisse 61
Anhang VIII
Literaturverzeichnis XII

Automatisiert erstellter Textauszug:

Diese Einordnung der einzelnen Konsumgüter in die Vier-FelderMatrix ist im Grunde zwar eine eher subjektive Beurteilung und kann sich im Laufe der Zeit auch ändern, jedoch stellt dieser Ansatz mit Sicherheit eine große Unterstützung dar, um die Möglichkeiten von Internet-Produkten besser beurteilen und vergleichen zu können. Es sollte jedoch nicht vergessen werden, daß das Internet eine noch relativ neue Entwicklung ist und bisherige Prognosen und Theorien somit auf keinem hohen Erfahrungswert basieren. In der Vergangenheit wurden Produkte wie Lebensmitteln, Spielwaren und Geschenkartikeln fälschlicherweise aufgrund ihrer Eigenschaften als ungeeignet für den Vertrieb via Internet deklariert und unterliegen heute trotzdem einem rasanten Wachstum.2 [...]

renzierung der verschiedenen Warengruppen nur schwer zu realisieren ist. Einigkeit herrscht zumindest darüber, daß informationsintensive Dienstleistungen und digital übertragbare Güter (z.B. Software) eine ideale Voraussetzung für den InternetVertrieb aufweisen.1 Eine sehr übersichtliche und zugleich graphische Problemlösung liefert der Ansatz von Loos. Seiner Bewertung der Online-Eignung von Konsumgütern liegt eine zweidimensionale Einteilung zugrunde, die zum einen die Emotionalität und zum anderen die Komplexität der Produkte bzw. des Einkaufsvorgangs untersucht (siehe Anhang 4).2 Das Kriterium der Emotionalität bestimmt, inwieweit der Kunde bei seinem Einkaufsprozeß emotional involviert ist. Ist eine physische Nähe zum Produkt erforderlich, d.h. trifft der Kunde eine Kaufentscheidung aufgrund von Wahrnehmungsmöglichkeiten wie Sehen, Tasten, Schmecken und Riechen, so handelt es sich um ein „high-involvement“- bzw. emotionales Produkt. Je stärker das Kriterium der Emotionalität zutrifft, desto schwieriger schätzt Loos den Vertrieb dieses Konsumgutes über das Internet ein. Im Bezug auf dieses Kriterium entscheidet der Kunde bei Produkten wie Schmuck und hochwertigen Elektrogeräten sehr stark emotional, wohingegen z.B. Bürobedarf und Software aufgrund einer stark rationalen Betrachtung gekauft werden. Die zweite ausschlaggebende Dimension, die Komplexität, bezieht sich auf den Grad der Erklärungs- und Beratungsbedürftigkeit der Produkte sowie auf den Suchaufwand, den der Konsument aufbringen muß um das entsprechende Produkt zu finden. Das Internet kann aufgrund seines hohen Informationsgehalts und seiner hohen Kommunikationsfähigkeit (E-Mails, Chat-Rooms, „Schwarzes Brett“ und Videokonferenzen) eine herausragende Informations-, Erklärungsund Beratungsfunktion übernehmen. Je mehr im Zuge dessen ein Produkt die Eigenschaft der Komplexität besitzt, desto attraktiver gestaltet sich für den Anbieter die Nutzung des elektroni1 2 [...]

heit der Zahlungssysteme oder eine Nichteignung vieler Produkte für den Online-Handel verlieren angesichts des schnellen Fortschritts und der daraus folgenden Behebung vieler Probleme an Bedeutung.1 Viele anfänglich kritische Stimmen bzgl. der Eigenschaften, die ein Online-Produkt aufweisen muß, sind verstummt. Der Grund dafür liegt in der rasanten Angebotserweiterung an den via Internet verfügbaren Waren. In den USA gibt es kaum noch ein Produkt, welches der Online-Shopper nicht bestellen kann. „ Wenn mittlerweile auch Fische mit der Garantie, daß sie lebend die Empfänger erreichen, verkauft werden, kann keiner Handelsware mehr aufgrund ihrer spezifischen Produkteigenschaften die prinzipielle Nichteignung für elektronische Vertriebskanäle bescheinigt werden.2“ Mittlerweile nutzen etwa 28% aller Internet-User den elektronischen Vertriebskanal um Waren zu einzukaufen.3 Der virtuelle Einkauf der Deutschen konzentriert sich bisher jedoch eher auf einige wenige Warengruppen wie Hard- und Software/ Computerware (61,7% der Online-Nutzer haben diese Warengruppe bereits gekauft), Bücher (50%), Musik (32,6%), Kleidung (30,4%) und Reisetickets (21,2%). Der Verkauf von Lebensmittelprodukten (weniger als 1% laut Roland Berger bzw. 4,5% nach W3B) via Internet hat in diesem Zusammenhang eine bisher relativ unbedeutende Stellung. Da [...]

Arbeit zitieren:
Teschke, Sabine September 2000: E-Commerce als alternativer Vertriebsweg für den Lebensmitteleinzelhandel, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Handel, Marketing

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