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E-Commerce und E-Logistiksysteme im B2C-Bereich

Auswirkungen, Anforderungen, Probleme

E-Commerce und E-Logistiksysteme im B2C-Bereich
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Christine Lindemann
  • Abgabedatum: April 2002
  • Umfang: 63 Seiten
  • Dateigröße: 3,8 MB
  • Note: 1,8
  • Institution / Hochschule: International Business School Lippstadt (IBS) Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-5700-6
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-5700-6 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-5700-6 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Lindemann, Christine April 2002: E-Commerce und E-Logistiksysteme im B2C-Bereich, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte:

Diplomarbeit von Christine Lindemann

Einleitung:

Das Internet verändert die Welt. Nicht nur der Handel oder produzierende Unternehmen sind davon betroffen; mit der steigenden Tendenz zu Verkäufen und Geschäftsabwicklungen über das Internet zunehmend auch die Logistikdienstleister. Dabei sind die Auswirkungen des E-Commerce auf die Logistikdienstleister besonders in zwei Sektoren spürbar: im Handel zwischen Unternehmen (Business-to-Business, B2B) und im Handel von Unternehmen mit Endkunden (Business-to-Consumer, B2C). Die prognostizierten Wachstumsraten im B2B Bereich sind deutlich höher als die im B2C Bereich. Doch auch das B2C Geschäft gewinnt an wirtschaftlicher Bedeutung. Und dieses stellt die Logistikdienstleister, im Besonderen die KEP-Dienste (Kurier, Express, Paket-Dienste) vor neue Anforderungen. Mehr Einzelzustellungen bei insgesamt höherem Sendungsvolumen, zweite und dritte Zustellversuche und zeitaufwendiges Inkasso beim Empfänger lassen besonders die Kosten der so genannten letzten Meile explodieren. Und so suchen die Dienstleister nun nach geeigneten Zustellkonzepten, um diese Kosten in den Griff zu bekommen und gleichzeitig den neuen Anforderungen gerecht zu werden. Doch wie sehen ideale Logistiksysteme aus? Welche Konzepte gibt es schon, welche werden gerade entwickelt? Wie leistungsfähig sind diese Konzepte? Werden sie vom Kunden akzeptiert? Erfüllen diese Konzepte die neuen Anforderungen, die E-Commerce an Logistikdienstleistungen stellt und werden sie auch zukunftsfähig sein? Diese Fragen und Antworten darauf sind Gegenstand der Arbeit.

Gang der Untersuchung:

Die Arbeit ist in acht Abschnitte gegliedert. Einer kurzen Darstellung des Themas folgt in Abschnitt 2 die Beschreibung der wichtigsten terminologischen Grundlagen.

Die Ausgangslage wird in den Abschnitten 3, 4 und 5 beschrieben. Dabei wird zunächst auf das Phänomen E-Commerce eingegangen und dessen Einfluss auf Logistiksysteme untersucht. Es wird analysiert wie E-Commerce logistische Prozesse verändert und welche neuen Anforderungen an Logistikdienstleister daraus entstehen. In Abschnitt 4 wird auf die besondere Rolle der KEP-Dienste im E-Commerce eingegangen. Dabei wird zunächst die Entwicklung des KEP-Marktes im Ganzen beleuchtet und darauf aufbauend dann der Einfluss des E-Commerce auf den KEP-Markt untersucht. Auch Abschnitt 5 beleuchtet einen Aspekt von E-Commerce, nämlich das E-Fulfillment im Hinblick auf seinen Einfluss auf Logistiksysteme.

Abschnitt 6 analysiert auf Basis der in 3, 4 und 5 beschriebenen Gegebenheiten, welchen Veränderungstreibern ein E-Logistik-Konzept im E-Commerce ausgesetzt ist (6.1) und wie ein zukünftiges, an die Anforderungen von E-Commerce angepasstes Logistikkonzept aussehen kann. Im Besonderen wird dann auf die Anforderungen auf der so genannten „Letzten Meile“ und auf hierauf abgestimmte Zustellkonzepte eingegangen.

Abschnitt 7 gibt schließlich einen Einblick in die logistische Praxis und stellt einige moderne, zukunftsweisende Systeme vor. Auf dieser Basis erfolgen ein Vergleich und eine Bewertung der bestehenden Systeme.

Anschließend folgt in Abschnitt 8 eine Zusammenfassung der gewonnenen Erkenntnisse und ein Ausblick auf zukünftige Tendenzen in der E-Logistik.

Inhaltsverzeichnis:

Abkürzungsverzeichnis IV
Tabellenverzeichnis V
1. Einleitung
1.1 Hinführung zum Thema 1
1.2 Gang der Untersuchung 2
2. Begriffliche Grundlagen
2.1 E-Commerce als Teilbereich des E-Business 4
2.2 E-Logistik als Teilbereich der Logistik 5
2.3 E-Fulfillment 6
2.4 Supply Chain Management 7
3. E-Commerce - Die Ausgangslage
3.1 E-Commerce - Versandhandel im Internet 8
3.2 Nutzung und Wachstumspotential des E-Commerce 9
3.3 Neue Logistikströme 11
3.4 Wegfall von Eigenlogistik 12
4. KEP-Dienste - Dienstleister im E-Commerce
4.1 Wachstumspotential des KEP-Marktes durch E-Commerce 14
4.2 Tendenzen auf dem deutschen KEP-Markt 15
4.3 Die Rolle der KEP-Dienste im E-Commerce 16
5. E-Fulfillment - Konsequenz eines Mausklicks
5.1 Die ganzheitliche Sicht des Online-Shops 18
5.2 Infrastruktur eines E-Fulfillment-Systems 19
5.3 Kundenwünsche an das E-Fulfillment 21
6. E-Logistiksysteme für E-Commerce
6.1 Anforderungen an E-Logistiksysteme
6.1.1 Veränderungstreiber auf dem Logistikmarkt 23
6.1.2 Charakteristika von E-Logistiksystemen 25
6.2 Gestaltung eines E-Logistiksystems
6.2.1 Aufbau eines E-Logistiksystems 27
6.2.2 Auftragsmanagement- und Lagerverwaltungssystem 27
6.2.3 Verpackung, Dokumentation und Versand 28
6.2.4 Integration von Logistikdienstleistern 29
6.3 Spezialfall „Letzte Meile“
6.3.1 Die „Letzte Meile“ als Problemfaktor 31
6.3.2 Zustellkonzepte 32
7. Praxislösungen für die „Letzte Meile“
7.1 Paketboxen 34
7.2 Pick-up Stationen 35
7.3 Das Tower-24 System 37
7.4 Vergleich und Bewertung der verschiedenen Systeme 38
8. Zusammenfassung und Ausblick 41
Anhang 43
Literaturverzeichnis 52
Erklärung zur Diplomarbeit 57

Automatisiert erstellter Textauszug:

Abwicklung der Bezahlung, die Versandlogistik und die Shoppflege. Diesem ist auch das Retourenmanagement zuzuordnen. Der Mausklick des Kunden auf den Bestellbutton auf der Webseite eines Onlinehändlers löst also im Backend eine ganze Reihe an Aktionen aus, die nun die physische Abwicklung dieses Auftrages betreffen, das unter 2.3 beschriebene E-Fulfillment. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist demzufolge die ganzheitlich Sicht des OnlineShops unter Berücksichtigung sowohl des Front- als auch des Backends. Das Frontend bietet nach Hahne1 durch ansprechende Gestaltung der Produktdarstellung und der Webseite große Chancen, Kunden für sich zu gewinnen. Das Backend dagegen, und die darin eingeschlossenen E-Fulfillment Faktoren bergen Risiken, Kunden langfristig und nachhaltig zu verlieren. Nur die erfolgreiche Abwicklung der vielfältigen E-Fulfillmentaufgaben ermöglicht erfolgreiches Betreiben eines Internetshops. [...]

Ein Kunde kennt und sieht von einem Online-Shop immer nur das Frontend, die Präsentations-Seite im Internet. Dazu bildet der Internethändler, ebenso wie der klassische Einzelhändler, ein Sortiment und bietet dieses dann auf einer möglichst interessant und interaktiv gestalteten Webseite an.1 Die Bildung eines OnlineShops erfordert also nach der Sortimentsauswahl die Auswahl und Bereitstellung der passenden Technik. Die ansprechende Shopgestaltung und damit also die Gestaltung der Internetseite erfordert Überlegungen über die zugrunde liegende Software, den bereitgestellten Komfort (durch Such- und Hilfefunktionen) und das Design der Webseite.2 Aber dies ist eben nur eine Seite der Medaille, das Frontend des Online-Shops. Grundsätzlich gibt es zwei Formen des Online-Shops, den dynamischen und den statischen. Im dynamischen Shop wird ein Artikel nur dann auf der Webseite ausgestellt, wenn er auch tatsächlich lieferbar ist. Ist dies nicht der Fall, wird er von der Webseite heruntergenommen. Dies entspricht einem ausverkauften Artikel im klassischen Einzelhandel, der nicht mehr im Regal steht. Im statischen Shop bleibt der Artikel unabhängig von der Lieferbarkeit in jedem Fall auf der Webseite. Bei einer Abfrage der Lieferbarkeit wird diese individuell durch ein Lagerverwaltungssystem geprüft.3 Dieses Lagerverwaltungssystem ist schon ein Teil des Backends des OnlineShops. Dieses Backend umfasst die Aufgaben, die sich dem Onlinehändler nach dem Besuch des Kunden auf der Webseite und nach der Platzierung seines Auftrages stellen. Diese Aufgabenbereiche umfassen in Anlehnung an Hahne4 die [...]

differenzierten Anforderungen und Bedürfnisse der Kunden verlangen neben den erbrachten Standardleistungen auch neue, innovative Mehrwertleistungen. Dazu gehören Kunden.1 Darüber hinaus ist „der Zusteller [der KEP-Dienstleister] oft das einzige Bindeglied zwischen dem Versender und dem Endkunden (...).“2 Man muss davon ausgehen, dass der Kunde nicht zwangsläufig genau differenziert zwischen dem eigentlichen Hersteller und dem Zusteller. Und so werden die Erfahrungen des Kunden mit dem Transportdienstleister direkt mit dem Hersteller oder dem Produkt in Verbindung gebracht. Von den KEP Diensten wird ein umfangreicher Kundenservice gefordert, neben der Übergabe der Sendung zum Beispiel auch die Abwicklung von Retouren oder Alternativzustellungen bei nicht angetroffenem Empfänger. Blochmann formuliert diese neue Rolle des Zustellers folgendermaßen: „Weniger direkte Betreuung durch Verkäufer im Einzelhandel und mehr individuelle Belieferung an die Haustür machen den Zusteller zu einer Schlüsselperson der Zukunft und den Zustelldienst zu einer wesentlichen Komponente eines zukunftsfähigen Vermarktungskonzeptes der Hersteller.“3 Darüber hinaus stellt er fest, dass sich zwischen Hersteller, Zusteller und Kunde eine durchgängige Vertrauensbasis aufbauen muss.4 technische oder administrative Dienstleistungen, zum Beispiel Lagerhaltung und die Abwicklung von Zahlungsvorgängen im Auftrag des [...]

Arbeit zitieren:
Lindemann, Christine April 2002: E-Commerce und E-Logistiksysteme im B2C-Bereich, Hamburg: Diplomica Verlag

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