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E-Commerce-Anwendungsentwicklung mit Applikationsservern und EAI

E-Commerce-Anwendungsentwicklung mit Applikationsservern und EAI
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Robert Unger
  • Abgabedatum: März 2002
  • Umfang: 93 Seiten
  • Dateigröße: 2,8 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Johannes Gutenberg-Universität Mainz Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-5641-2
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-5641-2 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-5641-2 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Unger, Robert März 2002: E-Commerce-Anwendungsentwicklung mit Applikationsservern und EAI, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: .NET, Middleware, komponentenbasierte Anwendungsentwicklung, Anwendungsinterationb, Enterprise Application Integration

Diplomarbeit von Robert Unger

Einleitung:

Beim Thema E-Commerce ist die anfangs unkritische Begeisterung inzwischen einer realistischen Einschätzung der Möglichkeiten und Anforderungen gewichen. Für den langfristigen Erfolg eines Unternehmens im E-Commerce reicht es eben nicht aus, einige E-Commerce-Anwendungen neu zu entwickeln und damit eine attraktive Internet-Präsenz aufzubauen. Vielmehr muss die gesamte Wertschöpfungskette des Unternehmens durch eine leistungsfähige Anwendungsinfrastruktur abgedeckt werden. Erst damit wird der von den Kunden erwartete reibungslose Informations- und Leistungsfluss möglich.

Doch wie kann ein Unternehmen eine leistungsfähige Anwendungsinfrastruktur formen, um die Vorteile aus dem direkten Kundenkontakt gewinnbringend zu nutzen? Mit dieser Aufgabe beschäftigt sich die vorliegende Arbeit.

Es wird aufgezeigt, wie sich eine bestehende Anwendungsinfrastruktur zeit- und kostengünstig für E-Commerce erweitern läßt. Hierzu empfehlen sich Applikationsserver, da sie einen großen Funktionsumfang und allgemein anerkannte Standards wie J2EE und EJB kombinieren. Mit Applikationsservern lassen sich neue Anwendungen aus weitgehend vorgefertigten Bausteinen zusammenstecken, statt sie von Grund auf neu zu programmieren. Mit dieser komponentenbasierten Anwendungsentwicklung läßt sich die „time-to-market“ neuer Anwendungen erheblich reduzieren.

Zur Veranschaulichung der Möglichkeiten werden die wichtigen Leistungsmerkmale von Applikationsservern vorgestellt, konkurrierende Komponentenmodelle auf ihre Eignung hin untersucht und die drei marktführenden Applikationsserver-Produkte verglichen.

Aber neue Anwendungen allein sind nutzlos, wenn sie nicht reibungslos mit den bestehenden Anwendungen zusammenarbeiten. Leider stellt eine über die Jahre gewachsene Anwendungsinfrastruktur, wie sie in vielen Unternehmen zu finden ist, ein ernsthaftes Hindernis für die Erweiterung durch neue Anwendungen dar. Denn viele dieser bestehenden Anwendungen sind nur darauf ausgelegt, über Punkt-zu-Punktverbindungen verbunden zu werden. Das führt zu einem enormen Anpassungsaufwand: Sind in einem Unternehmen zehn solche Anwendungen vorhanden, müssen für jede neue E-Commerce-Anwendung zehn neue Punkt-zu-Punktverbindungen erstellt werden. Folglich muss die Erweiterung um neue Anwendungen mit einer stärkeren Integration der vorhandenen Anwendungen verbunden werden. Im Rahmen dieser Integration muss die einengende Kopplung über Punkt-zu-Punktverbindungen beseitigt werden.

Hier bietet sich Enterprise Application Integration (EAI) an. Das Konzept von EAI besteht in einer allgemeinen Integrationsplattform, an der vorhandene und neue Anwendungen „andocken“. Die Integrationsplattform sorgt für den Datenaustausch und die Zusammenarbeit zwischen den angedockten Anwendungen. Dabei gibt es innerhalb von EAI unterschiedliche Integrationsansätze, die in der Arbeit anhand ihrer Eignung für die aus E-Commerce erwachsenden Anforderungen beurteilt werden. Weiterhin werden die bei den unterschiedlichen Integrationsansätzen verwendeten EAI-Komponenten vorgestellt.

Die Arbeit schließt mit der Zusammenfassung der Ergebnisse und einem Ausblick auf Entwicklungstrends bei EAI und Applikationsservern.

Inhaltsverzeichnis:

Abbildungsverzeichnis II
Tabellenverzeichnis III
Abkürzungsverzeichnis IV
1. Ziel und Aufbau 1
2. Notwendigkeit der Daten- und Anwendungsintegration 5
2.1 Wachsende Integrationsanforderungen in den Unternehmen 5
2.2 Integrationsziele und Anwendungsentwicklungsziele 12
3. Enterprise Application Integration als Integrationskonzept 13
3.1 Das Enterprise-Application-Integration-Konzept 13
3.2 Integrationsmodelle 17
3.2.1 Notwendigkeit unterschiedlicher Integrationsmodelle 17
3.2.2 Integration auf der Anwendungsschicht 18
3.2.3 Integration auf der Datenschicht 21
3.2.4 Integration auf der Präsentationsschicht 24
3.3 Kategorien von EAI-Middleware 25
3.3.1 Übersicht 25
3.3.2 Data Access Middleware 27
3.3.3 Remote-Procedure-Call-Technik 30
3.3.4 Message Oriented Middleware 31
3.3.5 Transaction-Processing-Monitore 34
4. Applikationsserver als Plattform für E-Commerce-Anwendungen 37
4.1 Das Applikationsserver-Konzept 38
4.2 Erweiterungen des Applikationsserver-Konzepts 41
4.3 Distributed-Object-Technologien und komponentenbasierte Anwendungsentwicklung 44
4.3.1 Überblick und Begriffserklärungen 44
4.3.2 DCOM 46
4.3.3 CORBA 48
4.3.4 J2EE 50
4.4 Eignung für die E-Commerce-Anwendungsentwicklung 54
4.5 Applikationsserver-Produktauswahl 57
4.6 Zukunftsperspektive von Applikationsservern 64
5. Zusammenfassung und Ausblick 73
Literaturverzeichnis IV
Eidesstattliche Erklärung

Automatisiert erstellter Textauszug:

den.120 Dabei wird meist ein Verfahren angewendet, das als „Two Phase Commit“ bezeichnet wird. In der ersten Phase des Two Phase Commit bekommt jede beteiligte Anwendung vom TPM die auf sie entfallenden Untertransaktionen mitgeteilt und bereitet alle entsprechenden Datenveränderungen, außer dem eigentlichen Schreibvorgang der veränderten Daten, vor. Danach meldet jede Anwendung den Erfolg oder Mißerfolg der Vorbereitungen an den TPM. Erhält der TPM nicht zu jeder Untertransaktion eine positive Rückmeldung, so läßt er alle Untertransaktionen verwerfen. Damit ist die gesamte Transaktion gescheitert. Nur wenn der TPM alle erwarteten positiven Rückmeldungen erhalten hat, beginnt die zweite Phase. In dieser läßt der TPM die eigentlichen Schreibvorgänge vornehmen, d. h. die Transaktion wird als Ganzes durchgeführt.121 Die dargestellte Koordination des TPMs zwischen den Anwendungen zeigt, daß sich nur solche Anwendungen zur Unterstützung von verteilten Transaktionen eignen, die das Two Phase Commit beherrschen. Anwendungen, die das Two Phase Commit nicht beherrschen, können zwar alle durchführbaren Transaktionen abbilden, für Transaktionen, deren Scheitern sich erst im Bearbeitungsverlauf herausstellt, fehlt ihnen aber die Möglichkeit zum Rollback. Von den in einem Unternehmen vorhandenen älteren Anwendungen beherrschen meist nur die Datenbanksysteme das Two Phase Commit. Daher werden vor allem Datenbanksysteme zur Durchführung von verteilten Transaktionen genutzt.122 [...]

Abb. 7: Beispiel für einen Fehler, der durch die unvollständige Ausführung einer verteilten Transaktion entsteht Im Beispiel erkennt die Anwendung zur Lagerbestandsverwaltung, daß der gewünschte Artikel keinen Lagerbestand mehr hat. Aber aufgrund der fehlenden Koordination bleibt den beiden anderen Anwendungen diese Tatsache verborgen. Sie arbeiten ihre jeweiligen Untertransaktionen wie vorgesehen ab. Das führt dazu, daß für einen nicht auslieferbaren Artikel die Kundenkreditkarte belastet wird, worüber der Kunde zu Recht verärgert sein wird. Um solche Fehler zu verhindern, die aus der nicht vollständigen Ausführung einer verteilten Transaktionen entstehen, muß eine wirksame Koordination zwischen den beteiligten Anwendungen vorhanden sein. TPMs übernehmen diese Koordination und garantieren so, daß die ACID-Eigenschaften auch bei verteilten Transaktion eingehalten wer- [...]

gen der Transaktion erfolgreich abgeschlossen werden, gilt der neue Zustand, ansonsten wird automatisch der alte Zustand rekonstruiert. • „Isolation“ heißt, keine andere Anwendung kann die betroffenen Daten ändern solange die Transaktion nicht abgeschlossen ist. • „Durability“ (Dauerhaftigkeit): Alle Änderungen, die von einer Transaktion ausgelöst wurden, bleiben dauerhaft bestehen und sind jederzeit nachvollziehbar. Das Transaktionskonzept ist wichtig für die Konsistenz der in einem Datenbanksystem gespeicherten Daten. Aus diesem Grund sorgt ein Datenbankverwaltungssystem innerhalb seiner Datenbanken selbst für die Einhaltung der ACID-Eigenschaften einer Transaktion. Treten bei der Abarbeitung der Transaktion Fehler auf, macht das Datenbankverwaltungssystem alle im Rahmen dieser Transaktion bisher vorgenommenen Datenveränderungen vollständig rückgängig (sog. Rollback).117 Falls außer diesem Datenbanksystem keine weiteren Anwendungen an der Transaktion beteiligt sind, wird kein TPM benötigt, da das Datenbankverwaltungssystem die Entstehung von inkonsistenten Daten selbst verhindern kann.118 In einer integrierten Anwendungsinfrastruktur kommen dagegen vor allem verteilte Transaktionen vor. Verteilte Transaktionen zeichnen sich dadurch aus, daß sie aus mehreren Untertransaktionen bestehen, die von unterschiedlichen Anwendungen ausgeführt werden. Auch eine verteilte Transaktion soll nur durchgeführt werden, wenn jede der zugehörigen Untertransaktionen erfolgreich abgeschlossen werden kann. Aber jede beteiligte Anwendung prüft nur den erfolgreichen Abschluß der auf sie entfallenden Untertransaktion. Der Ausgang der übrigen Untertransaktionen ist für sie ohne Belang. Es könnte also vorkommen, daß eine Anwendung eine Untertransaktion erfolglos abbricht, ohne daß dies von den übrigen beteiligten Anwendungen bemerkt und berücksichtigt wird. Daher müssen die an der Abarbeitung einer verteilten Transaktion beteiligten Anwendungen koordiniert werden. TPMs übernehmen diese Koordinationsaufgabe und verhindern so inkonsistente Daten.119 [...]

Arbeit zitieren:
Unger, Robert März 2002: E-Commerce-Anwendungsentwicklung mit Applikationsservern und EAI, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
.NET, Middleware, komponentenbasierte Anwendungsentwicklung, Anwendungsinterationb, Enterprise Application Integration

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