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Dramaturgische Elemente zur Optimierung von Veranstaltungen

Dramaturgische Elemente zur Optimierung von Veranstaltungen
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Carina Gall
  • Abgabedatum: Januar 2003
  • Umfang: 116 Seiten
  • Dateigröße: 696,8 KB
  • Note: 1,1
  • Institution / Hochschule: Hochschule Harz (FH) Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-6851-4
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-6851-4 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-6851-4 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Gall, Carina Januar 2003: Dramaturgische Elemente zur Optimierung von Veranstaltungen, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Marketinginstrument, Erlebnisgesellschaft, Psychologie, Gesamtkunstwerk, Inszenierung

Diplomarbeit von Carina Gall

Zusammenfassung:

Wenn das subjektive Erleben eine immer größere Bedeutung gewinnt und einen Einfluss auf viele (Kauf-)Entscheidungen ausübt, so haben Veranstaltungen –oder Events- Hochkonjunktur, die eben ein totales Erlebnis ermöglichen. Ihre Wirkung verdanken sie dabei vor allem einer perfekten Inszenierung, einer thematischen Ausrichtung sowie dem Ansprechen aller Sinne. Unterschiedliche Instrumente, Künste und Stile werden miteinander vernetzt und im Hinblick auf den Anspruch eines Gesamtkunstwerkes aufeinander abgestimmt.

Diese Arbeit stellt am Beispiel der Marketingevents das Subjekt und sein individuelles Erleben in den Mittelpunkt der Betrachtungen. Dabei gilt es zu klären, auf welche Art und Weise und unter Einsatz welcher Instrumente bestimmte subjektive Wirkungen erreicht werden können.

Die Grundlage für die dargestellten Ergebnisse bildet eine Betrachtung der psychischen Variablen der Erlebnisvermittlung. Wie entsteht überhaupt das Erleben beim Individuum? Der Einfluss von Emotionen und Stimmungen auf kognitive Prozesse ist hier ebenso von großem Interesse.

Diese Überlegungen ermöglichen erst eine Bewertung der einsetzbaren Instrumente für Veranstaltungen, die wiederum bestimmten dramaturgischen Strategien zu folgen haben, um dem Gesamtkunstwerk Event zu den angestrebten subjektiven Wirkungen zu verhelfen. Am Ende steht ein sowohl wissenschaftlich fundierter als auch praktisch untermauerter Leitfaden, mit dessen Hilfe marketingrelevante Inhalte gekonnt in Szene gesetzt werden können, um eine bestimmte Wirkung beim Empfänger auf der Grundlage der inneren, psychischen Variablen zu erreichen.

Inhaltsverzeichnis:

Abkürzungsverzeichnis III
Abbildungsverzeichnis IV
1. Einführung 1
1.1 Fragestellung und Zielsetzung 1
1.2 Thematische Eingrenzung und Vorgehensweise 3
2. Von der Erlebnisgesellschaft zum Erlebnismarketing 6
2.1 Soziologie der Erlebnisgesellschaft 7
2.2 Weitere Rahmenbedingungen des Marketing 10
2.3 Das Erlebnismarketing und seine Chancen 11
3. Events als Bestandteil des innovativen Marketing 15
3.1 Marketingevents: Wesen und Bedeutung 15
3.2 Integriertes Eventmarketing 18
3.3 Einblick in die Praxis: Die Eventagentur 20
3.4 Zukunftsperspektiven des Eventmarketing 23
4. Psychische Variablen der Erlebnisvermittlung 26
4.1 Aktivierende Prozesse 27
4.1.1 Aktivierung 28
4.1.2 Die Emotionen des Menschen 31
4.1.2.1 Begriffsbestimmung 31
4.1.2.2 Emotionale Erlebnisse 34
4.1.2.3 Emotionale Reize 36
4.1.3 Stimmungen und ihre Wechselwirkungen mit den Emotionen 38
4.2 Kognitive Prozesse 38
4.3 Der Einfluss der Emotionen und Stimmungen auf kognitive Prozesse 43
5. Strategische Dramaturgie von Marketingevents 47
5.1 Dramaturgie in kommerziellen Inszenierungen 48
5.2 Psychologische Mechanismen für die Inszenierung einer durchgängigen Dramaturgie 52
5.3 Strategien für Marketinginszenierungen 58
5.4 Die dramaturgische Bedeutung des emotionalen Erlebens 63
5.5 Die dramaturgische Bedeutung der Gemeinschaftlichkeit 66
6. Instrumente zur Umsetzung der dramaturgischen Inszenierung 70
6.1 Musik und Ton 71
6.2 Licht und Farben 77
6.3 Kulissen und Requisiten 82
6.4 Einsatz von Düften 87
6.5 Event - Gastronomie 91
6.6 Die Location 94
6.7 Die Akteure 95
6.8 Die begleitenden Maßnahmen 97
7. Schlussbetrachtung 99
8. Zusammenfassung 102
Literaturverzeichnis V
Sonstige Quellen IX

Automatisiert erstellter Textauszug:

Die Einsicht, dass klassische Kommunikationsinstrumente durch neue Methoden ergänzt werden müssen, nimmt immer weiter zu. Problematisch ist jedoch die Stimmigkeit der einzelnen Instrumente untereinander. So bezieht sich der Begriff Eventmarketing noch heute in vielen Fällen auf vom Gesamtkonzept relativ losgelöste Einzelmaßnahmen, die in dieser Rolle zu keinem effizienten Ergebnis führen können. Effizientes Marketing zu betreiben bedeutet, alle Kommunikationsinstrumente konzentriert und stimmig auf die Zielgruppen auszurichten, um die von der Kommunikation erzeugten Eindrücke zu vereinheitlichen und zu verstärken.57 Eventmarketing muss also zwingend zum Bestandteil einer Gesamtstrategie werden. Kinnebrock bezeichnet nicht nur Special Events als Instrument des Eventmarketing, sondern rechnet darüber hinaus das Sponsoring, Public Relations sowie das Dialogmarketing hinzu. Er fordert nicht nur die stimmige Kombi- [...]

nehmer, die zu einem aktiven Erleben der Produktwelten führen soll. Alle hier genannten Charakteristika stimulieren die subjektive Eigenaktivität, welche als die Voraussetzung für die Entstehung von subjektiven Erlebnissen anzunehmen ist. Schulze zielt somit darauf ab, den Teilnehmern eine Verantwortung für ihr Erleben zu ermöglichen und auch abzuverlangen, ihm aber gleichzeitig massive Unterstützung und Gestaltungskriterien für seine individuelle Erlebnisarbeit anzubieten.55 Diese Faktoren werden als zentrale Gestaltungskriterien einer Veranstaltung im Verlauf dieser Arbeit immer wieder aufgegriffen. Darüber hinaus löst bei einem guten Marketingevent die Marke genau die Versprechen ein, die andere Kommunikationsmittel dem Konsumenten bereits gegeben haben.56 Marketingevents sind also nicht losgelöst vom Kommunikationsmix zu betrachten, sondern haben sich in ihrer Ausrichtung vielmehr nach einer übergeordneten Kommunikationsstrategie zu richten. An dieser Stelle soll der Begriff des integrierten Eventmarketing Eingang in die Betrachtungen finden. [...]

Andere Definitionen, z.B. die des Deutschen Kommunikationsverbandes BDW, stellen Events als inszenierte Ereignisse im Rahmen der Unternehmenskommunikation heraus und betonen die Darbietung emotionaler und physischer Reize zwecks Auslösung von starken Aktivierungsprozessen. Nickel stellt bei seiner Definition von Marketingevents die Vermittlung von Erlebnissen in den Vordergrund.51 Dem Verfasser ist darüber hinaus auch die Betonung kognitiver Reize und Prozesse von Bedeutung, stellen sie doch vor allem auch das Verständnis der Handlungsabläufe sowie die Reflexion der Botschaften sicher. Zusammenfassend sollen Marketingevents im Rahmen dieser Arbeit als Versuch der äußerlichen Inszenierung eines subjektiven Erlebnisses durch die Darbietung emotionaler, physischer und kognitiver Reize im Kontext der Unternehmenskommunikation definiert werden. Zanger und Sistenich benennen typische Merkmale von Marketingevents, die ein Begriffsverständnis begründen und somit zur Entwicklung eines innovativen Kommunikationsinstrumentes beitragen sollen. So charakterisieren sie Events als vom Unternehmen initiierte Veranstaltungen ohne Verkaufscharakter, die sich bewusst von der Alltagswirklichkeit der Zielgruppe unterscheiden. Sie ermöglichen das Erleben inszenierter Markenwelten durch das Umsetzen von Werbebotschaften in tatsächlich erlebbare Ereignisse. Events werden zielgruppenfokussiert ausgerichtet, sie stehen für eine hohe Kontaktintensität und sie beziehen die Teilnehmer über die Verhaltensebene ein. Als weiteres wesentliches Merkmal sind Events Bestandteil des Konzepts integrierter Unternehmenskommunikation.52 Die Vorteile von Events liegen darin, dass sie als etwas Außergwöhnliches, Einzigartiges inszeniert werden können und somit eine Chance haben, auch wahrgenommen zu werden. Weiterhin ermöglichen sie eine sinnvolle Kombination von Emotion und Information und können somit emotionale Markenbindungen begründen. Events ermöglichen das Ansprechen aller Sinne. Sie schaffen bleibende Eindrücke und bewirken dadurch einen höheren Erinnerungswert. Events erscheinen glaubwürdiger durch persönliche Kontakte und durch das [...]

Arbeit zitieren:
Gall, Carina Januar 2003: Dramaturgische Elemente zur Optimierung von Veranstaltungen, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Marketinginstrument, Erlebnisgesellschaft, Psychologie, Gesamtkunstwerk, Inszenierung

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