Die Dozentenrolle beim Einsatz von computerunterstütztem Lernen in der innerbetrieblichen Weiterbildung in deutschen Großunternehmen
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Julia Christine Köhler
- Abgabedatum: Februar 2004
- Umfang: 116 Seiten
- Dateigröße: 1,2 MB
- Note: 2,0
- Institution / Hochschule: Universität Kassel Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-8929-8
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-8929-8 P - ISBN (CD) :978-3-8324-8929-8 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Köhler, Julia Christine Februar 2004: Die Dozentenrolle beim Einsatz von computerunterstütztem Lernen in der innerbetrieblichen Weiterbildung in deutschen Großunternehmen, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: E-Learning, Erwachsenenbildung, Beinded Learning, Seminarplanung, Kompetenzen
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Diplomarbeit von Julia Christine Köhler
Einleitung:
Wir leben in einer Zeit, in der die Technik überall Einzug gehalten hat. Die meisten Arbeitsplätze sind mit Computern ausgestattet, und auch die Privathaushalte sind technisierter denn je. PC und Internetzugang sind für die Menschen längst selbstverständlich geworden. Das tägliche Leben ist ohne diese Technik kaum mehr vorstellbar.
Diese Entwicklung hat auch vor dem Lernen und der Weiterbildung nicht halt gemacht. In einer Studie über E-Learning kam heraus, dass bereits 88% der deutschen Top-350-Unternehmen E-Learning einsetzen. Es sind eine Reihe von Zeitschriften über computerunterstütztes Lernen auf dem Markt, es gibt regelmäßige Veranstaltungen zum Thema und Firmen, die sich mit der Entwicklung entsprechender Software und Ausbildung von Trainern für E-Learning beschäftigen. Dies zeigt, dass computerunterstütztes Lernen aus der betrieblichen Bildung nicht mehr wegzudenken ist.
„Zwei Bereiche sind von dem Boom besonders betroffen: die Technik und die Aufgabe des Trainers.“ Was bedeutet dies nun speziell für den Trainer? Was ändert sich für ihn?
Auf den Trainer, der es bisher gewöhnt war, den Teilnehmern während der gesamten Dauer eines Seminars Auge in Auge gegenüber zu stehen, kommen nun neue Ansprüche und Herausforderungen zu. Außerdem macht der Dozent die Erfahrung, mit seinen Lernenden nicht mehr nur von Angesicht zu Angesicht, sondern auch online zu kommunizieren. Er muss sich mit den neuen Techniken auseinandersetzen und neue Formen des Lehrens kennen lernen und sich aneignen. Außerdem kommt es inzwischen nicht nur darauf an, Wissen zu vermitteln, sondern auch den Lernenden beizubringen, sich selbsttätig neues Wissen anzueignen, sie müssen also sozusagen Lernen lernen.
Diese Diplomarbeit beschäftigt sich ausführlich mit diesen Aspekten und untersucht die Anforderungen an den Dozenten und seine Möglichkeiten beim Einsatz von computerunterstütztem Lernen.
Es werden zuerst allgemeine Definitionen gegeben und dann wird auf die pädagogischen Grundkonzepte Behaviorismus, Kognitivismus und Konstruktivismus eingegangen, um die pädagogischen Grundlagen für die in der Arbeit folgenden Themengebiete zu schaffen.
Anschließend wird aufgezeigt, inwieweit computerunterstütztes Lernen in deutschen Großunternehmen eingesetzt wird. Außerdem soll deutlich werden, welche Besonderheiten auf einen Dozenten beim Einsatz von computerunterstütztem Lernen zukommen und wie das neue Anforderungsprofil an den Dozenten aussieht.
Um die Dozentenrolle beim Einsatz von computerunterstütztem Lernen detaillierter darzustellen wird die Rolle des Dozenten anhand des in der Praxis häufig eingesetzten ‚Blended Learning‘ im Speziellen untersucht und beschrieben, d.h. es wird auf die Seminarplanung, die Durchführung von Seminaren und mögliche Probleme eingegangen. Zu diesem Zweck wird nicht nur das Theoriewissen aus einschlägiger Literatur genutzt, sondern vielmehr an Beispielen und Schilderungen aus der Praxis aufgezeigt, wie Theorie und Praxis ineinander greifen bzw. ob in der Praxis die theoretischen pädagogischen Konzepte berücksichtigt werden.
Gang der Untersuchung:
Das Kapitel 2 Theoretische Grundlagen beschäftigt sich zum einen mit grundlegenden Definitionen und zum anderen mit verschiedenen pädagogischen Konzepten. Es werden die Richtungen Behaviorismus, Kognitivismus und Konstruktivismus dargestellt und auf ihre Anwendung bei computerunterstütztem Lernen untersucht.
Darauf folgend wird der Einsatz von computerunterstütztem Lernen in der Praxis näher betrachtet (3 Computerunterstütztes Lernen in deutschen Großunternehmen). Hierbei werden Beispiele und Zahlen über die Häufigkeit und Art des Einsatzes von innerbetrieblichem Lernen mit Computerunterstützung eingebracht und beurteilt (3.1). Außerdem erfolgt eine Beschreibung von Weiterbildungskonzepten verschiedener Unternehmen. Des Weiteren werden Überlegungen zum Einsatz von computerunterstütztem Lernen in der innerbetrieblichen Weiterbildung in deutschen Großunternehmen dargestellt (3.2). Insgesamt werden in Kapitel 3 Fakten und Zahlen aufgeführt, die Einfluss auf die Dozentenrolle haben.
In Kapitel 4 Die Rolle des Dozenten bei computerunterstütztem Lernen in der Praxis am Beispiel Blended Learning werden dann die zuvor beschriebenen Einflussfaktoren anhand einer Reihe von theoretischen Schilderungen in Kombination mit Aussagen und Beispielen aus der Praxis auf eine spezielle Ausgestaltungsmöglichkeit des computerunterstützten Lernens, das Blended Learning, übertragen.
Auf eine grundsätzliche Definition von Blended Learning und die Gründe für dessen Einsatz folgt eine Beschreibung des Kompetenzprofils des Dozenten bei Blended Learning (4.1) und der verschiedenen Gestaltungsmöglichkeiten dieser Art des computerunterstützten Lernens (4.2), die der Dozent in seinen Seminaren einsetzen kann. Des Weiteren wird darauf eingegangen, was ein Dozent bei der Planung von Blended-Learning-Seminaren beachten muss bzw. welche Aspekte er dabei berücksichtigen sollte (4.3). Der letzte Bereich dieses Kapitels beschäftigt sich mit möglichen Problemen, wie Motivation und Störungen, denen der Dozent sich stellen muss (4.4).
Letztendlich wird in einem abschließenden Kapitel (5 Fazit und Ausblick) ein Fazit gezogen und betrachtet, wie die Zukunft des computerunterstützten Lernens, speziell des Blended Learnings, in der innerbetrieblichen Weiterbildung in deutschen Großunternehmen aussehen könnte.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | Einleitung | 4 |
| 1.1 | Einführung in die Thematik | 4 |
| 1.2 | Ziele der Diplomarbeit | 5 |
| 1.3 | Struktur der Diplomarbeit | 6 |
| 1.4 | Einarbeitung von Erfahrungen aus der Praxis | 8 |
| 2. | Theoretische Grundlagen | 10 |
| 2.1 | Definitionen | 10 |
| 2.1.1 | Computerunterstütztes Lernen | 10 |
| 2.1.2 | Dozent | 10 |
| 2.1.3 | Innerbetriebliche Weiterbildung | 11 |
| 2.1.4 | Deutsche Großunternehmen | 11 |
| 2.2 | Pädagogische Konzepte und ihre Anwendung bei computerunterstütztem Lernen | 12 |
| 2.2.1 | Behaviorismus | 13 |
| 2.2.2 | Kognitivismus | 15 |
| 2.2.3 | Konstruktivismus | 17 |
| 2.2.4 | Gegenüberstellung der pädagogischen Konzepte | 19 |
| 3. | Computerunterstütztes Lernen in deutschen Großunternehmen | 21 |
| 3.1 | Beispiele und Zahlen aus der Praxis | 21 |
| 3.1.1 | Online Lernmarkt (BMW) | 24 |
| 3.1.2 | I and C Training Institute (Siemens) | 26 |
| 3.1.3 | s-win (Sparkassen-Finanzgruppe) | 28 |
| 3.2 | Überlegungen zum Einsatz von computerunterstütztem Lernen in Unternehmen | 31 |
| 4. | Die Rolle des Dozenten bei computerunterstütztem Lernen in der Praxis am Beispiel Blended Learning | 37 |
| 4.1 | Kompetenzprofil des Dozenten | 42 |
| 4.1.1 | Methodisch-didaktische Kompetenz | 42 |
| 4.1.2 | Medientechnische Kompetenz | 44 |
| 4.1.3 | Fachkompetenz | 45 |
| 4.1.4 | Sozialkompetenz | 46 |
| 4.2 | Didaktische Gestaltungsmöglichkeiten des Blended Learning | 47 |
| 4.2.1 | Technische Gestaltungsmöglichkeiten | 49 |
| 4.2.2 | Methodische Gestaltungsmöglichkeiten | 53 |
| 4.3 | Planung von Blended Learning Seminaren aus der Sicht des Dozenten | 63 |
| 4.3.1 | Wahl der Lernmedien | 63 |
| 4.3.2 | Planung von Präsenz- und Onlinephasen | 65 |
| 4.3.3 | Betreuung der Lernenden | 69 |
| 4.3.4 | Evaluation, Feedback und Lernerfolgskontrolle | 73 |
| 4.4 | Probleme des Dozenten beim Einsatz von Blended Learning | 77 |
| 4.4.1 | Technische Probleme | 77 |
| 4.4.2 | Motivationsprobleme | 79 |
| 4.4.3 | Weitere Probleme | 81 |
| 4.4.4 | Probleme vermeiden | 85 |
| 5. | Fazit und Ausblick | 87 |
| Abbildungsverzeichnis | 90 | |
| Quellenverzeichnis | 92 | |
| Anhang | 106 | |
| Interviewleitfaden | 106 | |
| Kompetenzen von Online-Dozenten | 110 | |
| Erklärung | 111 |
Man unterscheidet generell die folgenden vier Arten des OnlineTeaching: • • • • „Online-Lecture: Ein Lehrender übermittelt mehreren Lernenden Wissen. Online-Symposium: Mehrere Fachexperten vermitteln Wissen an eine Gruppe von Lernenden. Online-Praktikum/-Coaching: Der Lernende wird im Lernprozess bei der Einführung in eine Thematik unterstützt. Sokratischer Dialog: Der Lernende und der Dozierende stehen miteinander im Dialog, stellen sich gegenseitig Fragen und beantworten sie.“ [GiSW03, 46; Seuf01, 72ff.] Online-Teaching kann sowohl synchron als auch asynchron erfolgen. Bei synchronem Online-Teaching müssen Dozent und Lernende gleichzeitig am Computer sitzen. Das Online-Teaching ist in diesem Fall vergleichbar mit einer Fernsehsendung. Asynchrones OnlineTeaching läuft dementsprechend wie ein Videofilm ab: der Vortrag bzw. die Präsentation wird aufgezeichnet und „als sog. ‚Lecture-on- [...]
Bei den methodischen Gestaltungsmöglichkeiten handelt es sich um die Art und Weise, wie die in 4.2.1 beschriebenen technischen Gestaltungsmöglichkeiten beim computerunterstützten Lernen eingesetzt werden können. Deshalb werden Online-Teaching, OnlineTutorials, Online-Assignments und Online-Discussions in diesem Abschnitt nicht nur vorgestellt, sondern auch auf die jeweiligen Kombinationsmöglichkeiten mit den Lernmedien hin untersucht. Online-Teaching Unter dem Begriff Online-Teaching „können lehrerzentrierte Methoden subsumiert werden, bei denen der Dozent oder ein Fachexperte insbesondere Faktenwissen vermittelt. Der Lernende ist daher eher passiv und konsumiert also so, die dass Informationen. der Dozent Das einen Computersystem [...] [dient als] Transportmittel.“ [Seuf01, 59] Online-Teaching funktioniert Fachvortrag hält, meist ohne dass die Teilnehmer mit ihm oder [...]
Echtzeitbild und –ton gleichzeitig, so dass zwei oder mehrere entfernte Personen miteinander kommunizieren können.“ [Seuf01, 43] Mit einer Kamera werden Dozent, Teilnehmer oder ein vortragender Experte trotz räumlicher Entfernung bei dem Einzelnen auf dem Monitor sichtbar gemacht. Die Videokonferenz ist einem persönlichen Treffen am ähnlichsten und wird daher von den Teilnehmern häufig als motivierend empfunden. Allerdings ist der Einsatz dieser Technik oftmals kompliziert, störungsanfällig und mit hohen Kosten verbunden. [BuMa02, 40] Basismedien • Datenbanken (asynchron): „Daten werden in einer großen Tabelle nach Rubriken abgelegt. Die Rubriken können miteinander verknüpft werden. Es gibt leistungsfähige Suchfunktionen.“ [BuMa02, 46] Eine Datenbank funktioniert, indem sich die Teilnehmer die Informationen aus der Datenbank herausziehen, die sie z.B. zur Bearbeitung einer Aufgabe benötigen. Nachteilig ist, dass die Daten andauernd aktualisiert und gepflegt werden müssen und es kaum möglich ist, die Übersicht über den gesamten Datenbestand zu behalten. [BuMa02, 46] Datenbanken können zum einen lokal abgespeichert oder ausschließlich für die Teilnehmer eines bestimmten Seminars zugänglich sein. Zum andern kann auch auf im Internet abgelegte OnlineDatenbanken zugegriffen werden. [Seuf01, 40] [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832489298
Arbeit zitieren:
Köhler, Julia Christine Februar 2004: Die Dozentenrolle beim Einsatz von computerunterstütztem Lernen in der innerbetrieblichen Weiterbildung in deutschen Großunternehmen, Hamburg: Diplomica Verlag
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E-Learning, Erwachsenenbildung, Beinded Learning, Seminarplanung, Kompetenzen



