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Vom Dokumentarfilm zum Essayfilm

Wirklichkeitskonzepte und Wirklichkeitsdarstellungen bei Peter Krieg

Vom Dokumentarfilm zum Essayfilm
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Gerhard Weber
  • Abgabedatum: August 1995
  • Umfang: 150 Seiten
  • Dateigröße: 7,2 MB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Universität Siegen Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-2212-7
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-2212-7 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-2212-7 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Weber, Gerhard August 1995: Vom Dokumentarfilm zum Essayfilm, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Peter Krieg, Dokumentarfilm, Radikaler Konstruktivismus, Filmanalyse, Essayfilm

Diplomarbeit von Gerhard Weber

Zusammenfassung:

Debatten über Wirklichkeit finden seit jeher sowohl in der Wissenschaft als auch, seit der Geburtsstunde des Films, unter Filmfachleuten statt. Peter Krieg gehört zu einer Generation von Filmemachern, die wissenschaftliche Grundlagen für die Konzeption ihrer Filme herangezogen haben. Besonders seit Ende der 70er Jahre, als sich in der Bundesrepublik Deutschland ein Methodenpluralismus im Dokumentarfilm durchzusetzen begann, war sein Interesse darauf ausgerichtet, innovative Gestaltungsmöglichkeiten für den Dokumentarfilm, in formaler und ästhetischer Hinsicht; zu erarbeiten.

Aus diesem Blickwinkel ist es von Interesse, die Entwicklung in der Darstellung von Wirklichkeit bei Filmen von Peter Krieg kritisch nachzuzeichnen und gegebenenfalls deren Problematik zu entlarven. Dies soll entsprechend in der Konfrontation mit den wissenschaftlichen Disziplinen geschehen; die Peter Krieg seit den 80er Jahren zur Legitimation seines Vorgehens herangezogen hat.

Demnach soll ein Überblick über die Theoriemodelle gegeben werden, die für die Filmarbeit von Peter Krieg ausschlaggebend waren: Das sind- theoretische Ansätze verschiedener wissenschaftlicher Disziplinen (Kommunikationswissenschaft, Neurophysiologie und Psychologie), die sich unter dem Stichwort "Radikaler Konstruktivismus" subsumieren und die Postmoderne. In Ergänzung dazu drängt es sich geradezu auf; seinen theoretischen Bezugs-rahmen mit dem Diskurs der Filmemacher über Wirklichkeit im Dokumentarfilm zu erweitern. Hier sind vor allem die Wildenhahn/Kreimeier Debatte, die Frage nach dem Gehalt von Authentizität und die Dynamik gattungsspezifischer Kriterien zu nennen.

Eine kurze Vorstellung der Theoriemodelle geht der Analyse von insgesamt fünf Filmen von Peter Krieg aus verschiedenen Schaffensprozessen voraus. Dabei werden die für den Dokumentarfilm bzw. für die Erkenntnisgewinnung der Realität-Film-Relation wichtigen Aspekte vorangestellt. Die Filmanalysen halten sich an ein Verfahren unter filmphilologischen Gesichtspunkten. Das Verfahren scheint deshalb sinnvoll, da sich die Analysen lediglich auf die Kriterien k7 zentrieren, welche für die Wirklichkeitskonstruktion im Film relevant sind. Einzelne Filmelemente (Kamera, Licht, Ton; Montage) zollen im Hinblick darauf zu untersucht werden, wie sie der filmischen (Re-) Konstruktion von Wirklichkeit dienlich sind. Somit steht in erster Linie das Verhältnis von realer Vorgabe und filmischer Umsetzung im Mittelpunkt der Analyse.

Ein Gespräch mit Peter Krieg schließt die Untersuchung ab und ermöglicht Einblicke in Motivation, Ansichten und unterschiedliche Arbeitsvorgänge im Lernprozeß der sich wandelnden gesellschaftlichen Auffassungen von Wirklichkeit. Da das Gespräch bereits vor der eigentlichen Filmanalyse stattgefunden hat, versteht es sich von selbst, daß der Verfasser hin und wieder Rückschlüsse darauf zieht.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 4
1.1 Wirklichkeitkonzepte im Diskurs des Dokumentarfilms 5
1.2 Darstellung von Wirklichkeit bei Peter Krieg 8
2. Theoretische Ansätze 11
2.1 Radikaler Konstruktivismus 12
2.1.1 Kognition: neurophysiologische Ansätze 13
2.1.2 Kognition: psychologische Ansätze 17
2.1.3 Kommunikationwissenschaft: erkenntnistheoretischer Ansatz 20
2.2 Wirklichkeit im Dokumentarfilm 25
2.2.1 Die Wildenhahn/Kreimeier Debatte 26
2.2.2 Authentizität 31
2.2.3 Dokumentarfilm als Gattung 35
2.3 Postmoderne 38
2.3.1 Postmoderne und Dokumentarfilm 41
3. Die Filmarbeit von Peter Krieg 43
4. Filme der siebziger Jahre 47
4.1 "Flaschenkinder" 48
4.1.1 Konzeption 49
4.1.2 Ästhetische Merkmale 50
4.1.3 Wirklichkeitskonzept 51
4.2 "Angepaßte Technologie" 54
4.2.1 Konzeption 55
4.2.2 Ästhetische Merkmale 57
4.2.3 Wirklichkeitskonzept 59
4.3 Vergleichende Analyse beider Filme 63
5. Umbruchphase 65
5.1 "Septemberweizen" 67
5.1.1 Konzeption 70
5.1.2 Ästhetische Merkmale 75
5.1.3 Wirklichkeitskonzept 81
6. Der Essayfilm 86
6.1 Exkurs: Begriffsbestimmung: Essay 87
6.2 "Packeis Syndrom" 90
6.2.1 Konzeption 91
6.2.2 Ästhetische Merkmale 92
6.2.3 Wirklichkeitskonzept 94
6.3 "Maschinenträume" 96
6.3.1 Konzeption 98
6.3.2 Ästhetische Merkmale 100
6.3.3 Wirklichkeitskonzept 103
6.4 Vergleichende Analyse 106
7. Schlußbetrachtung 108
8. Anhang 111
8.1 Interview 112
8.2 Auszug aus dem Textbuch zu "Septemberweizen" 137
Literaturverzeichnis 141

Arbeit zitieren:
Weber, Gerhard August 1995: Vom Dokumentarfilm zum Essayfilm, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Peter Krieg, Dokumentarfilm, Radikaler Konstruktivismus, Filmanalyse, Essayfilm

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