Distribution in der Volksrepublik China unter besonderer Berücksichtigung des Internethandels
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Stefan Glumpler
- Abgabedatum: November 2002
- Umfang: 93 Seiten
- Dateigröße: 860,5 KB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Hochschule für angewandte Wissenschaften - Fachhochschule München Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-6086-0
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-6086-0 P - ISBN (CD) :978-3-8324-6086-0 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Glumpler, Stefan November 2002: Distribution in der Volksrepublik China unter besonderer Berücksichtigung des Internethandels, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Konsumgüter, E-Commerce, WTO, Vertrieb, Verkehr/Infrastruktur
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Diplomarbeit von Stefan Glumpler
Einleitung:
Die VR China stellt einen riesigen Markt dar, der für Investoren besonders nach dem Beitritt zur WTO eine große Anziehungskraft aufgrund des möglichen Absatzpotentials besitzt. Gleichzeitig sollten aber auch die Gefahren, die ein derartiges Engagement mit sich bringt, nicht unterschätzt werden. Nicht zuletzt durch die (noch) unsichere Rechtslage, das geringe Wissen und Verständnis über dieses Land, seine besonderen Eigenschaften, Sitten und Gebräuche kann ein Eintritt in den Markt zum Wagnis werden. Insbesondere die Distribution der Waren wird als ein solches Risiko verstanden, da sie sozusagen noch in den „Kinderschuhen“ steckt.
Diese Arbeit soll veranschaulichen, inwieweit eine Distribution in der VR China unter Berücksichtigung des Internethandels möglich ist. Sie soll die Rahmenbedingungen aufzeigen und versucht, zukünftige Entwicklungen zu prognostizieren.
Gang der Untersuchung:
Im ersten Teil wird auf das Konsumverhalten, die Kaufkraft und die zukünftigen Perspektiven des chinesischen Konsumgütermarktes eingegangen. Hierbei sollen die Besonderheiten des Marktes aufgrund der geographischen Größe deutlich gemacht werden, die v.a. bei der Distribution eine entscheidende Rolle spielt. Im zweiten Teil beschäftigt sich diese Arbeit zunächst mit dem Internet als Grundvoraussetzung des E-Business, das im Anschluss erläutert wird. Anschließend werden die Probleme sowie die Auswirkungen des WTO Beitritts dargestellt. Im letzten Teil werden schließlich die Kanäle für den Vertrieb und die Distribution off- und online bestellter Waren erklärt. Außerdem erfolgt eine Analyse der Probleme bei der Distribution, deren Ursachen in der mangelnden Infrastruktur liegen. Des weiteren werden die zu erwartenden Veränderungen für die Distribution, die der Beitritt zur WTO mit sich bringt, prognostiziert und die Stadt Shanghai als bedeutendes Distributionszentrum für ganz China porträtiert.
Inhaltsverzeichnis:
| VORWORT | II | |
| ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS | VI | |
| ABBILDUNGSVERZEICHNIS | VII | |
| A. | Einleitung | 1 |
| B. | Konsumgütermarkt der VR China | 2 |
| 1. | Konsumverhalten | 2 |
| 2. | Kaufkraft nach Provinzen | 4 |
| 3. | Zukünftige Perspektiven | 5 |
| C. | Internethandel in der VR China | 8 |
| 1. | Internet | 8 |
| 1.1 | Entwicklung der Userzahlen und Potentiale | 8 |
| 1.2 | Struktur der Internetnutzer | 9 |
| 1.2.1 | Nach demographischen Gesichtspunkten | 9 |
| 1.2.2 | Geographische Verteilung innerhalb Chinas | 10 |
| 1.3 | Infrastruktur | 11 |
| 1.3.1 | „Golden Projects“ | 11 |
| 1.3.2 | Technische Entwicklungen | 13 |
| 1.3.3 | „Liberalisierung“ im Telekommunikationsmarkt vor dem Beitritt zur WTO | 14 |
| 2. | E-Business | 15 |
| 2.1 | Arten des E-Business und deren Perspektiven in China | 16 |
| 2.1.1 | Electronic Commerce (E-Commerce) | 16 |
| 2.1.1.1 | C2C und B2C | 17 |
| 2.1.1.2 | B2B | 21 |
| 2.1.2 | Mobile Commerce (M-Commerce) | 23 |
| 2.2 | Ausländische Investitionen im E-Commerce Sektor | 26 |
| 3. | Auftretende Probleme und Hindernisse auf dem E-Commerce Markt | 29 |
| 3.1 | Sicherheit | 29 |
| 3.1.1 | Verschlüsselungstechniken | 30 |
| 3.1.2 | Elektronische Authentifizierung | 31 |
| 3.2 | Technische Hindernisse | 33 |
| 3.3 | „Soziale“ Hindernisse | 34 |
| 3.4 | Gesetzgebende Institutionen: Interessenskonflikt und überschneidende Kompetenz | 36 |
| 3.5 | Mangelnde Verbreitung geeigneter Zahlungs-möglichkeiten | 38 |
| 3.6 | Distribution der online bestellten Waren | 39 |
| 4. | Veränderungen durch den Beitritt zur WTO | 41 |
| D. | Distribution in der VR China | 43 |
| 1. | Definition | 43 |
| 2. | Historische Entwicklung | 44 |
| 3. | Distribution und Vertrieb | 47 |
| 3.1 | Definition Absatzkanal/Absatzwege | 47 |
| 3.2 | Vertrieb und Distribution von Konsumgütern | 48 |
| 3.2.1 | Großhandel | 49 |
| 3.2.2 | Einzelhandel | 51 |
| 3.2.3 | Weitere Formen des Vertriebs (insbesondere ausländischer Konsumgüter) | 54 |
| 3.2.3.1 | Handelsreisende/Repräsentationsbüros | 54 |
| 3.2.3.2 | Ausländische Handelsgesellschaften | 55 |
| 3.2.3.3 | Import über „graue Kanäle“ | 56 |
| 3.2.3.4 | Eigenvertrieb von Sino-ausländischen Joint Ventures | 57 |
| 3.2.3.5 | Neue Vertriebskanäle | 58 |
| 3.3 | Vertrieb und Distribution von Investitionsgütern | 59 |
| 3.4 | Kuriositäten | 60 |
| 4. | Problem der mangelnden Infrastruktur | 61 |
| 4.1 | Zuständigkeiten im chinesischen Verkehrssektor | 62 |
| 4.2 | Straßenverkehr | 63 |
| 4.3 | Schienenverkehr | 66 |
| 4.4 | Schifffahrt | 68 |
| 4.5 | Luftverkehr | 69 |
| 5. | Zukünftige Entwicklung, besonders im Hinblick auf zu erwartende Veränderungen durch den WTO Beitritt | 69 |
| 6. | Shanghai als bedeutendes Distributionszentrum | 72 |
| E. | Fazit | 73 |
| LITERATURVERZEICHNIS | 74 | |
| ERKLÄRUNG | 84 |
Die chinesische Regierung hat, wie bereits kurz erwähnt, ein ambivalentes Verhältnis zum Internet im Allgemeinen. Diese Haltung kann als „love and fear“ bezeichnet werden, wird doch einerseits versucht, das Internet zu einer neuen stärkenden Säule der chinesischen Wirtschaft aufzubauen. Andererseits jedoch besteht die Angst vor Veröffentlichung unliebsamer Informationen und Propaganda aus dem In- und Ausland mittels dieses relativ neuen Mediums. Ursprünglich fiel dieses Gebiet in den Verantwortungsbereich des MII. Es war aber nicht weiter verwunderlich, dass bald jedes Ministerium, Provinz- oder auch Stadtverwaltung versucht hat, bei der Gesetzesgebung beteiligt zu werden, um ihre jeweiligen Interessen mit einfließen zu lassen und um an der Lizenzvergabe für entsprechende Unternehmen aktiv teilzunehmen. Aufgrund der Vielzahl der beteiligten Staatsorgane dauert es für Internet Firmen mitunter einige Monate um alle notwendigen Genehmigungen zu erhalten. Nachfolgend einige beteiligte Organe: MII, Ministry of Public Security, State Secrets Bureau, State Administration of Industry and Commerce, Ministry of Culture, State Press and Publications Administration, Internet News Administrative Bureau of the State Council´s Information Office uvm. In Bezug auf das E-Business kommen zu oben genannten Organen noch weitere Verantwortungsträger hinzu, beispielsweise das Ministry of Finance [...]
Die Notwendigkeit des Beziehungsnetzwerkes hat ihre Ursachen in der auch noch heutzutage schwierigen Informationsbeschaffung in Verbindung mit einer unzureichenden Gesetzesgebung. In diesen Fällen kann man auf sein Guanxi Netz zurückgreifen. So ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass speziell bei der Aufnahme einer Geschäftstätigkeit mit neuen Geschäftspartnern der persönliche Bezug und das Überreichen „kleiner Geschenke und Zuwendungen“ zwischen den verantwortlichen Personen eine überaus wichtige Rolle spielt. Überträgt man dieses traditionelle Denken und Handeln nun auf die neue Form des Electronic Commerce, insbesondere des B2B commerce, lassen sich sofort Probleme erkennen. Das althergebrachte System lässt sich nicht ohne weiteres auf das neue übertragen, da Guanxi persönlich und nicht mittels Internet hergestellt werden kann. Ein weiteres „soziales“ Hindernis liegt in der (noch) fehlenden E-Commerce Kultur begründet. Im Einzelhandelsgeschäft ist die Ware sichtbar, es kann über den Preis verhandelt werden und es existiert ein After-Sales Service bei auftretenden Problemen und Mängeln. All dies ist bei Einkäufen im Internet nicht existent, so dass man auf die Zuverlässigkeit seiner Vertragspartner vertrauen muss. Dies fällt aber unter dem Gesichtspunkt eines unzureichenden, noch nicht ausgereiften Verbraucherschutzes 85 („Law of the People´s Republic of China Concerning Protection of the Rights and Interests of Consumers“ 86) u.U. sehr schwer. Außerdem wird die traditionelle Art des Einkaufens im Geschäft „um die Ecke“ nach wie vor dem InternetEinkauf vorgezogen. Neben den oben aufgeführten rationellen Gründen wird v.a. in den kleinen Geschäften und Märkten der Nachbarschaft das Guanxi mit seinen Auswirkungen den Ort des Einkaufes beeinflussen. Ziel für die EBusiness Unternehmen muss es sein, das Vertrauen der Kunden zu gewinnen und mehr und mehr „traditionelle“ Kunden von den Vorteilen des [...]
Fortschritt bringender neuer Absatzkanal angesehen, sondern nur als modisches (zwingendes) Accessoire erachtet wird. 82 Auf Funktion und Inhalt wird dagegen meist nur wenig Wert gelegt. 83 Bei vielen defizitären Staatsunternehmen fehlt es aber auch an nötigen Ressourcen wie Kapital, qualifiziertem Personal und der nötigen Technik, um die erforderlichen Investitionen zu tätigen, regelmäßig zu warten und zu aktualisieren. Das Ziel für diese Unternehmen sollte darin bestehen, sich auf einen einheitlichen Standard der Plattformen (XML, Java, EDI) zu einigen, um speziell im B2B ihren Kunden den Unterhalt mehrer Plattformen und somit Kosten zu ersparen. Die Lösung des Sprachenproblems wird auch zu einer Förderung des E-Commerce mit dem Ausland beitragen. Viele chinesische Unternehmen müssen auf ihrer Homepage zumindest die Möglichkeit des Umstellens von Chinesisch auf Englisch anbieten, um die zwischenmenschliche Kommunikation und den Datenaustausch mit dem Ausland zu erleichtern. 84 [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832460860
Arbeit zitieren:
Glumpler, Stefan November 2002: Distribution in der Volksrepublik China unter besonderer Berücksichtigung des Internethandels, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Konsumgüter, E-Commerce, WTO, Vertrieb, Verkehr/Infrastruktur



