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Mögliche Einflussfaktoren eines Vibrationstrainings auf die Maximalkraft, Schnellkraft, Reaktivität und Kraftausdauer

Mögliche Einflussfaktoren eines Vibrationstrainings auf die Maximalkraft, Schnellkraft, Reaktivität und Kraftausdauer
Über dieses Buch
  • Art: Dissertation / Doktorarbeit
  • Autor: Yossef Haleva
  • Abgabedatum: Juni 2005
  • Umfang: 148 Seiten
  • Dateigröße: 1,4 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Deutsche Sporthochschule Köln Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-9040-9
  • ISBN (CD) :978-3-8324-9040-9 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Haleva, Yossef Juni 2005: Mögliche Einflussfaktoren eines Vibrationstrainings auf die Maximalkraft, Schnellkraft, Reaktivität und Kraftausdauer, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Koordination, Krafttraining, Dehnungs-Verkürzungs-Zyklus, Kraftmethode, Reaktivkraft

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Dissertation / Doktorarbeit von Yossef Haleva

Zusammenfassung:

Die Suche nach neuen und effektiveren Krafttrainingsmethoden hat in den letzten Jahren verstärkt zugenommen. Mit ausgelöst wurde dies durch den Trend zu immer kürzeren Trainingszeiten sowie der Forderung nach einem noch effizient Krafttraining. Dies kann durch Vibrationskrafttraining erreicht werden.

In den letzten Jahren wurden mehrere Untersuchungen zur Bestimmung der Belastungsnormative durchgeführt. Mittels der Literatur sollten in der vorliegenden Arbeit die Grenzbereiche der Belastbarkeit für die Höhe der Belastungsnormative Amplitude und Frequenz definiert und Erkenntnisse für das Zusatzgewicht erzielt werden. Sportwissenschaftler haben unterschiedliche Vibrationsgeräte entwickelt und mit diesen Untersuchungen mit Amplituden im Bereich von 0,2 bis 10 mm durchgeführt. In der Sportwissenschaft gibt es immer noch Unklarheit in der Frage nach der angemessenen Amplitude.

In der vorliegenden Arbeit sollte der Versuch unternommen werden, die Einflussfaktoren eines Krafttrainings unter Vibrationsbelastung auf die Kraftkomponenten zu untersuchen.

Zu diesem Zweck wurde ein klassischer Gruppenvergleich mit Eingangs- und Endtest durchgeführt. Im Gruppenvergleich führten 44 Probanden ein Training (4 Wochen, 12 Trainingseinheiten) der Beinmuskulatur mittels Kniebeugen (30 s, ca. 12-15 Wdhl., 60 s Pa, 6 Se.) mit einer sog. Jochhantel (Gewicht: 40 % des 1 RM) durch. Die Probanden der Vibrationsgruppe (VL: n=12, VH: n=12) wurden während der Ausführung der Kniebeugen zusätzlich einer Vibrationsbelastung von 30 bis 40 Hz und einer 2 oder 4 mm Amplitude ausgesetzt. Vor und nach der Trainingsphase wurde mit allen Probanden Tests zur Bestimmung der Kraftkomponenten bzw. der Maximalkraft, Kraftausdauer, Schnellkraft und Reaktivkraft ausgeführt. Aus der Befindlichkeitsskala geht hervor, dass die Vibrationsmethode ein gemäßigtes Positivgefühl bei den Probanden verursacht hat und in keinen Fall unangenehm war.

Bei allen drei verschiedenen Gruppen konnte eine Verbesserung zwischen Eingangs- und Endtest (Isometrische Maximalkraft und Kraftausdauer, Squat Jump, Counter Movement Jump, Drop Jump) festgestellt werden. Dabei erreicht die Trainingsgruppe, die mit der höchsten Amplitude von 4 mm trainiert hatte, die höchsten prozentualen Verbesserungen.

Beim Drop Jump steigerten sich nur die beiden Vibrationsgruppen, während beim traditionellen Training keine Verbesserung eintrat. Diese Resultate zeigen eine Interaktionssignifikanz zwischen den Methoden. Das bedeutet, dass nur die Vibrationsbelastungen die Reaktivkraft beeinflusst haben. Die positiven Anpassungen ausgewählter Probanden in allen Kraftkomponenten, vor allem im Bereich der Reaktivkraft, unterstützen die Resultate des Gruppenvergleichs.

Die biomechanische Stimulation scheint sich daher besonders positiv auf das Reaktivkraftverhalten auszuwirken, was damit erklärt werden könnte, dass Reaktivkraft als eine relativ selbständige Dimension und somit auch eine eigens zu trainierende motorische Eigenschaft angesehen wird.

Für Sportler sind weitere Möglichkeiten zur Steigerung ihrer Kraftkomponenten besonders wichtig. Im letzten Teil der Arbeit wurde ein Modell zur Verbesserung der Reaktivkraft mit dem Ziel der Verbindung des Vibrationskrafttrainings mit den konventionellen Krafttrainingsmethoden entwickelt.

Eine Anwendung des Vibrationskrafttrainings wurde in der Vorbereitungsphase vorgeschlagen. Auf Grundlage des Modells bedarf es für eine individuelle Trainingssteuerung weiterer Untersuchungen verschiedener Trainingsstufen und Trainingsphasen in Abhängigkeit des Anforderungsprofils der jeweiligen Sportart.

Abstract:

The search for new effective strength methods has increasingly intensified in the last years. This was triggered by the trend towards decreasing the amount of time devoted to training as well as a demand for effective Strength Training. The latter can be attained by the Whole-Body Vibration (WBV) technique which has been reported to increase muscle power in a relatively short amount of time while improving muscle activation. In the last 30 years sport scientists have developed different vibration devices with which studies were conducted at amplitudes ranging from 0.2 to 10 mm. In sport science there is still uncertainty concerning the appropriate amplitude, frequency and external load.

For this purpose a classical group comparison study to investigate the effect of a 4-wk period of Whole-Body Vibration training at different amplitudes and resistance training on human knee-extensor-strength was conducted on 44 subjects.

A total of 44 male sport students (24.3 ± 3.02 yr) were randomly assigned to 4 groups, so that each group consisted of n=10 to 12 subjects. The first group (n=10) underwent traditional training without vibrations (WBV). The second (n=12) and the third (n=12) groups were subjected to vibration training (WBV) with amplitudes of 2 mm and 4 mm respectively. The frequency ranged from 30-40 Hz, whereas in every three training units the frequency graduated by 5 Hz. All training groups trained leg-extension exercise 3 X wk -1, 6 s, 15 rep, weight 40% from 1RM and 1 min break. The fourth group (n=10) served as a control group and did not participate in any training. Six parameters were used for comparison (Isometric Maximal Strength, Maximal Repetition Number, Height of Squat Jump, Height of Counter Movement Jump, Height of Drop Jump, Contact Time of Drop Jump). These served as indicators of training effects and were measured for each subject in the 4 groups in the beginning and at the end of the 4 week training period. After each training session a well-being scale was completed. The results of which; the Whole-Body Vibration (WBV) method evoked a moderately positive feeling and was under no circumstances deemed unpleasant.

Results: The results of a comparison within the groups being; an increase in strength in 5 tests (pre and post test, p<0,001) and no significant change found in the Contact Time Test. Findings arising from the Drop Jump Test indicated that only the two groups subjected to Whole-Body Vibration (WBV) training experienced a significant increase (+14%, p<0,001) in improvement percentage as opposed to no improvement by those employing the traditional training methods.

Conclusions: Vibration training is an effective method of improving all strength components. This is especially the case concerning Reactive Strength, where the Stretch-Shortening Cycle is a very important mechanism. In the last section of the scientific paper a model was developed for improving Reactive Strength with the aim of combining vibration training with the conventional strength training methods. Employment of Whole-Body Vibration (WBV) training in the preparation phase was recommended. On the basis of the model; additional studies investigating various training steps and phases interdependent on the requirements of the respective type of sport are needed to establish an individual training regimen.

Inhaltsverzeichnis:

INHALTSVERZEICHNIS 6
VERZEICHNIS DER ABBILDUNGEN 9
VERZEICHNIS DER TABELLEN 16
VERZEICHNIS DER ABKÜRZUNGEN 18
1. EINLEITUNG 20
2. LITERATURBESPRECHUNG 22
2.1 STRUKTURIERUNG DES EINFLUSSFAKTOREN AUF DIE SPORTLICHE LEISTUNG 22
2.2 STRUKTUR EINES SARKOMERS 23
2.3 KONTRAKTILE UND SARKOMERE PROTEINE 25
2.3.1 Myosin 27
2.3.2 Aktin 28
2.3.3 Titin 29
2.4 SYSTEMATISIERUNG DES MENSCHLICHEN KRAFTVERHALTENS 31
2.4.1 Spezifische Betrachtung der Kraft 31
2.4.2 Analytisches Modell zum menschlichen Kraftverhalten 31
2.4.2.1 Maximalkraft 32
2.4.2.2 Schnellkraft 34
2.4.2.3 Reaktivkraft 35
2.4.2.4 Kraftausdauer 37
2.5 DIE TRADITIONELLEN KRAFTTRAININGSMETHODEN IM ÜBERBLICK 38
2.5.1 Neuromuskuläre Adaptationen durch Krafttraining 38
2.5.2 Die Klassifizierung der Krafttrainingsmethoden 42
2.5.3 Die Belastungsnormative des Krafttrainings 45
2.6 WIRKUNGSMECHANISMUS VON VIBRATION 46
2.6.1 Elektro-Stimulation 47
2.6.2 Mechanische Vibration 49
2.6.2.1 Neurophysiologische Aspekte 49
2.6.2.1.1 Dehnungs- Verkürzungs- Zyklus (DVZ) 49
2.6.2.1.2 Tonischer Vibrationsreflex (TVR) 54
2.6.2.2 Das Vibrationskrafttraining 56
2.6.2.3 Kategorisierung von Vibrationen 57
2.6.2.4 Die Belastungsnormative des Vibrationskrafttrainings 58
2.6.3 Gesundheitsgefahren 60
2.6.4 Aktueller Forschungsstand zum Vibrationskrafttraining 64
2.6.4.1 Konzeption für die Systematisierung des Forschungsstandes 64
2.6.4.2 Tabellarische Darstellung der Krafttrainingsuntersuchungen 66
2.6.4.3 Kommentierung des Forschungsstandes im Vibrationskrafttraining 73
3. EIGENE UNTERSUCHUNG 75
3.1 DIE HYPOTHESEN DER UNTERSUCHUNG 75
3.2 METHODIK 75
3.2.1 Stichprobe und Trainingsgruppe 76
3.2.2 Parameter der Kraftdiagnostik und der Trainingsbelastung 78
3.2.3 Untersuchungsgang im Gruppenvergleich 79
3.2.3.1 Eingangstest - 1 79
3.2.3.2 Eingangstest - 2 81
3.2.3.3 Endtest -1 81
3.2.3.4 Endtest -2 81
3.2.3.5 Training 81
3.2.4 Trainingsmittel und Messgeräte 85
3.2.5 Datenanalyse 88
3.2.6 Datenverarbeitung und Statistik 89
4. ERGEBNISSE 90
4.1 ERGEBNISSE DER GRUPPENVERGLEICHE 90
4.1.1 Befindlichkeitsskala 90
4.1.2 Krafttests 92
4.2 ERGEBNISSE VON AUSGEWÄHLTEN PROBANDEN 101
4.3 ZUSAMMENFASSUNG DER ERGEBNISSE 104
4.3.1 Kraftkomponenten 104
4.3.2 Sprünge 105
4.4 ÜBERPRÜFUNG DER HYPOTHESEN 106
5. DISKUSSION 108
5.1 AUSWIRKUNGEN AUF DIE KRAFTKOMPONENTEN 109
5.1.1 Maximalkraft 109
5.1.2 Sprungkraft 110
5.1.2.1 Schnellkraft 110
5.1.2.2 Reaktivkraft 112
5.1.2.2.1 Counter Movement Jump 112
5.1.2.2.2 Drop Jump 113
5.1.3 Kraftausdauer 114
5.2 BEFINDLICHKEITSSKALA 115
5.3 TRAININGSEMPFEHLUNGEN 116
6. ZUSAMMENFASSUNG 123
7. LITERATURVERZEICHNIS 125
8. ANHANG 133

Automatisiert erstellter Textauszug:

lung der Vibrationsbelastungen. Es bestehen allerdings keine entsprechenden Richtlinien in der Sportwissenschaft für das Vibrationskrafttraining. Studien (z.B. Dupuis et al. 1972, 1976) geben in dieser Beziehung Aufschluss über die Resonanzfrequenzen der menschliche Organe und Körperteile. Die Erregungsfrequenzen können vom Körper im Resonanzbereich nicht gedämpft werden; sie werden sogar verstärkt. Nach Griffin (1997) befinden sich die Resonanzfrequenzen im Körper im Bereich zwischen 1 und 25 Hz. Bei einem Training mit Vibration ist daher dieser Frequenzbereich zu meiden. Ein großer Unterschied existiert bei der Vibration während einer Arbeitsbelastung und einem Training. Der Athlet sollte im Training die Belastung aktiv durch Muskelvorspannung und die Körperhaltung dämpfen. Es sind exakte Anleitungen in Hinsicht auf die Bewegungsausführung und die Körperhaltung zu beachten. Der menschliche Körper muss präventiv auf Vibrationsbelastungen im Sport unter Einbeziehung der Dämpfung vorbereitet werden. Auch erscheint es zwingend notwendig, eine einheitliche Richtlinie für die Benutzung von Vibrationsgeräten aufzustellen. Des Weiteren sind die Besonderheiten in den Adaptionsvorgängen eines Vibrationskrafttrainings zu beachten. Die zusätzlichen Belastungsnormativen eines solchen Trainings (Amplitude und Frequenz) sind in der Trainingswissenschaft noch nicht genügend untersucht worden. Deshalb besteht die erhöhte Gefahr eines Übertrainings im physischen und psychischen Bereich (z.B. Leistungsminderung durch Ermüdung, Schlafstörungen, Beyer 1992), da das Vibrationskrafttraining ein intensiveres Training als das „traditionelle“ Krafttraining darstellt. Ein Beispiel für Übertrainings durch Vibrationskrafttraining stellt die Untersuchung von Wessels (2003) dar. Hier absolvierten zwei Probanden mit unterschiedlichem Ausgangsniveau (Leistungssportlerin vs. Freizeitsportler) ein sechswöchiges Vibrationskrafttraining mit jeweils drei Trainingseinheiten pro Woche für die oberen Extremitäten bzw. den Oberkörper. Vor jedem Training wurde eine Kraftdiagnostik durchgeführt. Nach dieser Trainingsphase folgte eine zweiwöchige Pause mit drei Kraftdiagnostiken. An diese Phase schloss sich ein dreimonatiges „traditionelles“ Krafttraining an. Das folgende Diagramm skizziert den Verlauf der Maximalkraftentwicklung des M. pectoralis major der Probandin (Leistungssport) und des Probanden (Freizeitsport) über den gesamten Untersuchungszeitraum. Insgesamt wurden 24 Messungen durchgeführt (letzte Messung = 22 Wochen nach Belastungsende). [...]

(„sensory conflict theory“) begründet sich in der Annahme, dass widersprüchliche Sinnesreize das Gehirn in eine Beurteilungskrise führen. Dies kann z.B. durch das Betrachten des Wellengangs an Bord eines Schiffes oder durch Kopfbewegungen während eines Rotationsvorganges hervorgerufen werden; ausgelöst durch eine Differenz zwischen dem Gleichgewichtssinn und dem visuellen System kommt es zu widersprüchlichen Informationen, welche vom Gehirn nicht stimmig verarbeitet werden können (Griffin 1994). Eine mögliche weitere Erklärung bietet Claußen (1994). Der Körper präpariert sich durch eine Senkung der Reizschwellen und einer Steigerung der Gehirnaktivität vegetativ und hormonell auf eine Notfallsituation. Ausgelöst wird dieses Verhalten durch die Zunahme der Unterscheidungsfähigkeit zwischen gleichartigen Reizen. Dies beruht auf neue Umgebungsreize, die durch besondere automatisierte Aufmerksamkeitsreaktionen verursacht werden. Der sog. Orientierungsreflex kann zu einer Überreaktion oder Krankheitsreaktion führen und ist als Ausgangspunkt des folgenden körperlichen Anpassungsprozesses zu verstehen. Studien aus der Arbeitswelt und Tierversuche zeigen potenziell gesundheitsschädliche Auswirkungen von Vibration auf den menschlichen Körper. Griffin (1994) verweist auf durch Vibration und Schockeinwirkung (s. Abb. 24) hervorgerufene Verletzungen und Schädigungen. Grundsätzlich ist bei Vibration zwischen akuten Verletzungen und chronischen Schädigungen zu unterscheiden. Außerdem kann es beim Vibrationskrafttraining durch unsachgemäße Gerätebenutzung oder falsche Übungsausführung zu Verletzungen kommen. Bei akuten Verletzungen handelt es sich zumeist um Unfälle oder kurzzeitige Schockwirkungen. Die Charakteristika hierfür sind jedoch komplex und bislang wenig untersucht. Eine genauere Untersuchung pathologischer Effekte des Vibrationskrafttrainings ist aus ethischen Gesichtspunkten limitiert. Im Bereich der Tieruntersuchung stellte Sass (1969) innere Blutungen an verschiedenen Organen fest (Herz, Lunge, Niere und Leber). Bei Untersuchungen am Menschen (Griffin 1994) wurden individuelle Toleranzgrenzen festgestellt. Visuelle Störungen sowie Stimmverzerrung sind Indizien für eine negative Auswirkung der Vibration auf den Menschen; besondere Auswirkungen in Form von Knochenveränderungen kann es bei Säuglingen geben, bei Frauen kann es zu Störungen im Menstruationszyklus und zu abnormalen Geburtsverläufen kommen. Chronische Schädigungen der Wirbelsäule sind nach Ansicht mehrerer Autoren (z.B. Junghans 1986) von Vibration verursacht. Eine abschließende Aussage dieses Phänomens betreffend ist jedoch auf Grund der Unterschiede im jeweiligen Untersuchungsdesign einer Studie sowie der Probandenstichprobe, die zumeist aus Sportlern bzw. körperlich arbeitenden Personen besteht, nicht möglich. Von einer prinzipiellen Beeinträchtigung der Wirbelsäule, vor allem bei Vibrationsauswirkungen auf den sitzenden Menschen, muss ausgegangen werden (Hauptverband der gew. BG 1984, Junghans 1986, Bonners et al. 1990, Griffin 1994). Spitzenpfeil (2000) verweist auf Standards in Form einer DIN- und ISO Norm (ISO 7962, ISO 2631, DIN 54676) zur Beurtei- [...]

Vibration kann sich ganz allgemein beim Menschen auf dessen Wohlbefinden auswirken. Junghans (1986) berichtet von Bewegungskrankheiten, den sog. Kinestosen, die sich in Form von Unwohlsein, Schwindel, Übelkeit und Erbrechen äußern. Sie treten z.B. als Seekrankheit und Flug- oder Reiseübelkeit auf. Es existiert jedoch keine monokausale Ursache für die Auslösung von Bewegungskrankheiten; nach Claußen (1998) ist jedoch für jede Bewegungskrankheit ein Mitauslöser eine direkte oder indirekte Beteiligung des Gleichgewichtsorgans. Außerdem ist eine individuelle Differenz für eine mögliche Anfälligkeit festzustellen, wobei entsprechenden Stimuli zu Reaktionen für alle Menschen führen können (Griffin 1994). Weitere Einflussfaktoren stellen der Vestibularapparat, die Propriozeptoren sowie das visuelle System und psychologische Faktoren dar. Erkannt wurde dies bereits 1881 durch J.A. Irwin. Seine Sinneskonflikttheorie [...]

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Arbeit zitieren:
Haleva, Yossef Juni 2005: Mögliche Einflussfaktoren eines Vibrationstrainings auf die Maximalkraft, Schnellkraft, Reaktivität und Kraftausdauer, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Koordination, Krafttraining, Dehnungs-Verkürzungs-Zyklus, Kraftmethode, Reaktivkraft

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