Bachelor + Master Publishing
811 Bachelorarbeiten, 533 Masterarbeiten, 10.103 Diplomarbeiten

Diskussionsstand und Zukunft des IFRS-Abschlusses als Bemessungsgrundlage für deutsche Unternehmen

Diskussionsstand und Zukunft des IFRS-Abschlusses als Bemessungsgrundlage für deutsche Unternehmen
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Angelina Parente
  • Abgabedatum: November 2005
  • Umfang: 67 Seiten
  • Dateigröße: 393,8 KB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Oldenburg/Ostfriesland/Wilhelmshaven, Standort Wilhelmshafen Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-9265-6
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-9265-6 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-9265-6 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Parente, Angelina November 2005: Diskussionsstand und Zukunft des IFRS-Abschlusses als Bemessungsgrundlage für deutsche Unternehmen, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Steuerrecht, Rechnungslegung, Jahresabschluss, IAS, Besteuerung

Diplomarbeit von Angelina Parente

Einleitung:

Die Internationalisierung der Wirtschaft schreitet immer weiter voran. Obwohl die Kreditfinanzierung auch weiterhin einen sehr hohen Stellenwert hat, gewinnen alternative Finanzierungsformen auf ausländischen Märkten an Bedeutung. Die Unternehmen rücken auf internationaler Ebene in den Fokus von Kreditgebern, Investoren, Partnern, Kunden und qualifizierten Mitarbeitern. Des Weiteren haben viele Unternehmen ausländische Tochtergesellschaften oder sind selbst Teil eines internationalen Konzernverbundes.

Ziel der Internationalisierung der Rechnungslegung ist die Sicherstellung von Transparenz und Vergleichbarkeit von Jahresabschlüssen. Um den Anforderungen von ausländischen Kapitalgebern nachzukommen und damit die Kapitalbeschaffung auf dem ausländischen Markt zu erleichtern, gehen immer mehr deutsche Unternehmen, teilweise sogar mittelständische Unternehmungen des Handels und der Industrie, zur Bilanzierung nach IAS / IFRS über.

Ein wesentlicher Unterschied zwischen IAS-/IFRS- und HGB-Bilanzierung ist die im Mittelpunkt stehende Interessengruppe. Während beim Handelsrecht der Gläubigerschutz im Vordergrund steht, wird der IAS-/IFRS-Abschluss für Informationszwecke erstellt.

Die IAS/IFRS sind für kapitalmarktorientierte Konzerne seit 01.01.2005 bereits verpflichtend anzuwenden, es steht noch zur Diskussion, ob und inwieweit der IAS-/IFRS-Abschluss auch den handelsrechtlichen und den steuerrechtlichen Einzelabschluss ersetzen bzw. ob bei handelsrechtlicher Bilanzierung nach IAS/IFRS an der Maßgeblichkeit festgehalten werden kann oder soll.

Gegenstand der vorliegenden Arbeit ist der Diskussionsstand und die Zukunft des IAS-/IFRS-Abschlusses als Bemessungsgrundlage für deutsche Unternehmen.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis II
Abkürzungsverzeichnis V
Darstellungsverzeichnis IX
A. Rechtfertigung der Themenstellung 1
1. Internationalisierung der Rechnungslegung 1
2. Bisherige Entwicklungen 2
B. IAS/IFRS im Jahresabschluss aller deutschen Unternehmen 6
1. Argumente für die Rechnungslegung nach IAS/IFRS 6
1.1 Einheitlichkeit der Rechnungslegungsnormen 6
1.2 Internationale Verständlichkeit und Vergleichbarkeit 6
1.3 Erleichterte Unternehmensfinanzierung 7
2. Argumente gegen die Rechnungslegung nach IAS/IFRS 7
2.1 Ausschluss der Ausrichtung der IAS/IFRS für Zwecke der Besteuerung 7
2.2 Keine Ermittlung eines ausschüttungsfähigen Ergebnisses 8
3. Übersicht über Vor- und Nachteile der IAS-/IFRS-Rechnungslegung 8
4. Fallstudie zur Umstellung auf IAS/IFRS 9
4.1 Chancen der Umstellung auf IAS/IFRS 10
4.2 Risiken der Umstellung auf IAS/IFRS 11
C. Der IAS-/IFRS-Abschluss als Grundlage für Gewinnausschüttungen 12
1. Die Kapitalaufbringung und -erhaltung 12
2. Ausschüttung auf Basis eines IAS-/IFRS-Abschlusses 14
D. Der IAS-/IFRS-Abschluss als Grundlage für die Ertragsbesteuerung 18
1. Entscheidungssituation in Deutschland 18
2. Exkurs: Der Maßgeblichkeitsgrundsatz 19
3. Auswirkungen der Abschaffung der Maßgeblichkeit der Handels- für die Steuerbilanz 20
3.1 Auswirkungen auf das Steuerrecht 20
3.2 Auswirkungen auf Anforderungen an Kreditnehmer im Rahmen von Basel II 21
3.3 Auswirkungen auf das Berufsrecht der Steuerberater 21
4. Contra Maßgeblichkeit des IAS-/IFRS- Abschlusses für die Steuerbilanz 22
4.1 Vereinbarkeit der IAS/IFRS mit den Zielkriterien der Steuerbilanz 23
4.1.1 Besteuerung nach der Leistungsfähigkeit 26
4.1.1.1 Einmalbesteuerung von Erträgen 26
4.1.1.2 Gleichmäßigkeit der Besteuerung 28
4.1.1.3 Keine Besteuerung unrealisierter Erträge 29
4.1.1.4 Objektivierung der Gewinnermittlung 31
4.1.1.5 Zusammenfassende Beurteilung 32
5. Pro Maßgeblichkeit des IAS-/IFRS-Abschlusses für die Steuerbilanz 34
6. Zukunft der IAS/IFRS als steuerliche Bemessungsgrundlage 37
7. Übersicht über den Diskussionsstand 39
E. Betrachtung ausgewählter IAS-/IFRS-Anwenderkreise 40
1. Kleine und mittelständische Unternehmen 40
2. Personenhandelsgesellschaften 43
2.1 Problematik der Abgrenzung von Eigen- und Fremdkapital nach IAS/IFRS 42
2.2 Lösungsansatz 44
F. Ausblick 46
1. Reformvorstellungen der Unternehmen 46
2. Eigene Würdigung und Perspektiven 48
Literaturverzeichnis 51
Quellenverzeichnis 56
Eidesstattliche Erklärung 59

Automatisiert erstellter Textauszug:

Es gibt aber auch andere Fachmeinungen, welche die unterschiedliche Zwecksetzung von IAS / IFRS und Steuerbilanz nicht als Hindernis ansehen und eine Maßgeblichkeit der IAS / IFRS für die steuerliche Gewinnermittlung entsprechend nicht ausschließen. ANDREAS OESTREICHER und CHRISTOPH SPENGEL kommen in ihrer internationalen Analyse der wirtschaftlichen Wirkungen eines Übergangs auf die Rechungslegung nach IAS / IFRS zu dem Ergebnis, dass der IAS- / IFRS-Abschluss als Grundlage für die steuerliche Gewinnermittlung in Frage kommen könnte. Sie führen an, dass es zu positiven Aufkommenseffekten kommen würde und die Steuerbelastung der Unternehmen ansteigen würde. Eine aufkommensneutrale Umstellung auf IAS / IFRS ließe sich mit Durchbrechungen des Maßgeblichkeitsprinzips oder Anpassung der Steuersätze durch den deutschen Gesetzgeber herbeiführen. Gleichzeitig plädieren die Autoren für eine Aufgabe des umgekehrten Maßgeblichkeitsprinzips.103 Nach ihrer Auffassung kann an einem IAS- / IFRS-Gewinn die Leistungsfähigkeit besser gemessen werden.104 Als Vorteil der IAS- / IFRS-Bilanz gegenüber der deutschen Handelsbilanz nennen sie die eingeschränkte Anzahl der Wahlrechte mit folglich weniger Möglichkeiten der Bildung stiller Reserven.105 Diese Ausführungen gerieten unter starke Kritik, FÜLBIER / GASSEN bezeichnen dies „als einzigen Vorteil“ den OESTREICHER / SPENGEL anführen, und dass „ ...dies allein kaum ausreichen dürfte, … die Eignung der IAS für die steuerliche Gewinnermittlung nachzuweisen, …“106. [...]

4.1.1.2 Gleichmäßigkeit der Besteuerung Nach Art. 3 Abs. 1 GG sind „alle Menschen (...) vor dem Gesetz gleich“81, was sich zwingend in den Steuergesetzen widerspiegeln muss. Eine Verankerung des Gleichheitssatzes ist in § 3 Abs. 1 AO zu finden, nach dem „Steuern ... allen auferlegt werden, bei denen der Tatbestand zutrifft ... “82. Der Eingriff des Staates in die private Vermögenssphäre des Steuerpflichtigen kann nur durch eine Gleichheit der Lastenverteilung gerechtfertigt werden,83 „die Steuerpflichtigen müssen“ laut Bundesverfassungsgericht „durch ein Steuergesetz rechtlich und tatsächlich gleich belastet werden.“84 Gleichen Rechtsfolgen müssen zur Gewährleistung entsprechend gleiche Tatbestände zu Grunde liegen. Die Rechtsfolgen führen nicht zu einer Gleichheit der Höhe der absoluten Steuerzahlung, sondern zu einer Besteuerung gleicher Tatbestände in Höhe der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit des jeweiligen Steuerzahlers, also zu einer relativen Gleichheit der Steuerzahlung.85 [...]

Sachanlagen wird die Neubewertungsrücklage vollständig bzw. bei abnutzbaren Sachanlagen anteilig in Höhe der Differenz zwischen planmäßiger Abschreibung auf Basis des beizulegenden Zeitwertes und fiktiver fortgeführter Anschaffungskosten, in die Gewinnrücklagen erfolgsneutral umgebucht.79 Bei dem gerade neu bewerteten Vermögensgegenstand entsteht in der Regel kein Veräußerungsgewinn – der Buchwert dürfte dem Veräußerungspreis entsprechen – und im Ergebnis werden die stillen Reserven erfolgsneutral aufgedeckt. Dies führt zu einer Keinmalbesteuerung von Erträgen und ist insofern ein Verstoß gegen das untersuchte Zielkriterium. Wird der Vermögensgegenstand nicht veräußert, sondern verbleibt im Unternehmen und wird weiter abgeschrieben, so ergeben sich trotz erfolgsneutraler Vereinnahmung der stillen Reserven bei der Neubewertung höhere Abzugsbeträge im Rahmen der Abschreibung. Das kommt einer Steuerbefreiung in Höhe des neu geschaffenen Abschreibungsvolumens gleich.80 [...]

Arbeit zitieren:
Parente, Angelina November 2005: Diskussionsstand und Zukunft des IFRS-Abschlusses als Bemessungsgrundlage für deutsche Unternehmen, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Steuerrecht, Rechnungslegung, Jahresabschluss, IAS, Besteuerung

Entdecken Sie mehr zum Thema

diplom.de
Bachelor + Master Publishing

Hermannstal 119 k
22119 Hamburg

Fon: +49 (0) 40 655992-0
Fax: +49 (0) 40 655992-22

Service-Telefon

Rufen Sie uns an:
+49 (0) 40 655992-0

Mo-Fr
09.00-16.00 Uhr

diplom.de in den Medien

Folgen Sie uns bei Twitter & werden Sie diplom.de-Fan bei Facebook!
Schreibtipps unserer Lektoren, Neuigkeiten aus dem Verlagsalltag und das Expertenwissen unserer Autoren als Tweet & Post!
Wir freuen uns auf Sie!

diplom.de BACHELOR + MASTER PUBLISHING

Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Magisterarbeiten, Dissertationen und andere Abschlussarbeiten aus allen Fachbereichen und Hochschulen können Sie bei uns als eBook sofort per Download beziehen oder sich auf CD oder als Buch zusenden lassen. Seit mehr als 15 Jahren ist diplom.de der seriöse, professionelle und erfolgreiche Partner für die Veröffentlichung wissenschaftlicher Abschlussarbeiten.

© Diplomica Verlag GmbH 1996-2011, AG Hamburg HRB 80293 - GF Björn Bedey, USt-IdNr.: DE214910002 - Verkehrsnummer: 12285 - Impressum
Index der Arbeiten - Index der Autoren