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Die Diskussion der Lohnsubventionen am Beispiel der neuen Bundesländer

Die Diskussion der Lohnsubventionen am Beispiel der neuen Bundesländer
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Siegbert Messmer
  • Abgabedatum: November 1993
  • Umfang: 102 Seiten
  • Dateigröße: 4,4 MB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Ludwig-Maximilians-Universität München Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-0862-6
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-0862-6 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-0862-6 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Messmer, Siegbert November 1993: Die Diskussion der Lohnsubventionen am Beispiel der neuen Bundesländer, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Lohnpolitik, Arbeitsökonomie, Subventionspolitik, neue Bundesländer

Diplomarbeit von Siegbert Messmer

Problemstellung:

Die Diskussion um die Einführung von Lohnsubventionen zur Herstellung der Wettbewerbsfähigkeit ostdeutscher Unternehmen steht im Mittelpunkt der vorliegenden Arbeit. Dazu werden drei alternative Modellvorschläge diskutiert, die alle im Jahr 1991 entwickelt wurden. Das erste Lohnsubventionsmodell stammte von einer Gruppe amerikanischer Ökonomen der Universität Berkeley unter Leitung von George Akerlof. Sie forderten den Einsatz allgemeiner Lohnsubventionen, die degressiv und zeitlich begrenzt sein sollten. Nur so könne die verheerende Kosten-Erlös-Relation ostdeutscher Betriebe, speziell derjenigen im Besitz der Treuhandanstalt, auf ein wettbewerbsfähiges Niveau gebracht werden. Das aus der Kritik am Berkeley-Modell heraus entstandene Alternativkonzept des Frankfurter Instituts für wirtschaftspolitische Forschung wollte die Schwachpunkte des Vorschlags der Berkeley-Ökonomen eliminieren und mittels selektiver Lohnsubventionen nur solche Betriebe unterstützen, die in überregionalem Wettbewerb standen. Die Subventionshöhe solle an der Wertschöpfung des Unternehmens bemessen werden. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat noch im Jahr 1991 in Anbetracht der in den beiden vorgenannten Modellen fehlenden oder nicht überzeugenden Anreize zur Umstrukturierung des ostdeutschen Kapitalstocks ein Konzept veröffentlicht, das Lohn- und Kapitalsubventionen kombinierte. Begünstigte des Programms sollten lediglich die noch in Besitz der Treuhandanstalt befindlichen Industrieunternehmen sein. Im letzten Abschnitt der vorliegenden Arbeit werden die gewonnenen Ergebnisse zusammengefaßt und einem wirtschaftspolitischen Gesamturteil unterzogen.

Inhaltsverzeichnis:

Abkürzungsverzeichnis 5
1. Einführung 6
1.1 Überblick 6
1.2 Die Wirtschafts-, Währungs- und Sozialunion als Ursache für die schockartige Veränderung der gesamtwirtschaftlichen Situation in Ostdeutschland 8
1.2.1 Produktions- und Beschäftigungseinbruch 8
1.2.2 Entwicklung von Produktivität und Löhnen 10
1.2.3 Die Preis-Kosten-Schere 11
1.3 Lohnsubventionen zur Verbesserung der Wettbewerbsrähigkeit ost-deutscher Unternehmen 12
1.3.1 Typisierung von Lohnsubventionen 14
1.3.2 Ökonomische Effekte temporärer Lohnsubventionen in funktionierenden Marktwirtschaften 15
1.3.3 Lohnsubventionen im Falle der neuen Bundesländer 16
2. Das Berkeley-Modell allgemeiner Lohnsubventionen 17
2.1 Hintergrund 17
2.2 Das Self-Eliminating Flexible Employment Bonus Program (kurz SFEBP) und dessen Effekte im Falle Ostdeutschlands 18
2.2.1 Budget- und Beschäftigungswirkungen 19
2.2.2 Budgetwirkungen aufgrund der Subventionierung neugeschaffener Arbeitsplätze 22
2.2.3 Wirkungen des SFEBP auf die Lohnentwicklung 24
2.3 Diskussion des Berkeley-Modells 25
2.3.1 Wertsteigerung ostdeutscher Unternehmen 25
2.3.2 Erhalt und Neuschaffung von Arbeitsplätzen 28
2.3.3 Budgetneutralität des Programms 29
2.3.4 Disziplinierung der Tarifparteien 33
2.3.5 Verringerung politisch unerwünschter Migration 36
2.3.6 Fehlende Kompensation des Produktionsrückgangs aufgrund des Nachfrageausfalls nach ostdeutschen Erzeugnissen 39
2.3.7 Pragmatische Schwierigkeiten 40
2.4 Zusammenfassung 41
3. Das 'Frankfurter Modell' 45
3.1 Darstellung 45
3.1.1 Hintergrund 45
3.1.2 Ausgestaltung des Modells 46
3.2 Diskussion 50
3.2.1 Selektive Förderung in überregionalem Wettbewerb stehender Unternehmen 50
3.2.2 Geringe Belastung öffentlicher Haushalte 52
3.2.3 Motivationsfördernde Lohnhöhe 53
3.2.4 Außerordentlich großer Beschäftigungseffekt 55
3.2.5 Trennung von Tarif- und Referenzlohn als Voraussetzung zur Vermeidung von Moral-Hazard-Effekten 56
3.2.6 Weitere kritische Aspekte 58
3.3 Zusammenfassung 59
4. Das Modell des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) kombinierter Lohn- und Kapitalsubventionen 62
4.1 Darstellung des Modells 62
4.1.1 Grundlagen 62
4.1.2 Ausgestaltung 63
4.2 Diskussion 65
4.2.1 Beschleunigung der Privatisierung 65
4.2.2 Gewährleistung eines adäquaten Übergangs in Richtung einer relativ kapitalintensiven Produktionsstruktur 66
4.2.3 Verhinderung übermäßiger Lohnsteigerungen 68
4.2.4 Verhältnismäßig geringe Kosten des Programms 69
4.2.5 Transparenz des Subventionskonzepts 71
4.2.6 Fehlende Kompensation nachfragebedingter Produktions- und Beschäftigungsausfälle 72
4.3 Zusammenfassung 72
5. Zusammenfassende Beurteilung und wirtschaftspolitische Implikation 75
Literaturverzeichnis 87

Arbeit zitieren:
Messmer, Siegbert November 1993: Die Diskussion der Lohnsubventionen am Beispiel der neuen Bundesländer, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Lohnpolitik, Arbeitsökonomie, Subventionspolitik, neue Bundesländer

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