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Diskurs der Konsequenzen der Integration des Risk-Managements nach Basel II für das Firmenkundenmarketing von Kreditinstituten

Diskurs der Konsequenzen der Integration des Risk-Managements nach Basel II für das Firmenkundenmarketing von Kreditinstituten
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Mario Pracht
  • Abgabedatum: Dezember 2005
  • Umfang: 134 Seiten
  • Dateigröße: 2,4 MB
  • Note: 1,7
  • Institution / Hochschule: Hochschule Zittau/Görlitz (FH), Standort Zittau Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-9380-6
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-9380-6 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-9380-6 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Pracht, Mario Dezember 2005: Diskurs der Konsequenzen der Integration des Risk-Managements nach Basel II für das Firmenkundenmarketing von Kreditinstituten, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Basel II, Firmenkundenmarketing, Risk-Management, Relationship Marketing, Firmenkundengeschäft

Diplomarbeit von Mario Pracht

Einleitung:

Basel II & Relationship Marketing sind im Firmenkundengeschäft zwei voneinander schwer zu trennende Faktoren. Sie bedingen bei adäquater Umsetzung den Erfolg eines Kreditinstitutes maßgeblich.

Kurz vor dem in Kraft treten der neuen internationalen Konvergenz der Eigenkapitalmessung und der Eigenkapitalanforderungen stehen die meisten Banken mit ihren Berechnungs- und Ratingverfahren in den Startlöchern. Gut vorbereitet wartet man nun in Manier eines Sprinters auf den Startschuss… Doch muss an dieser Stelle die Frage erlaubt sein, ob Kreditinstitute sich der Tatsache bewusst sind, dass nicht die überarbeiteten Berechnungsvorschriften oder die IT-Systeme im Zentrum des Vertriebsmanagements einer Bank stehen, sondern der Point of Sale.

Somit ist die Prozess- und Strukturoptimierung ein Teil der Basel II-Implikation, dass Überdenken des Kundenbeziehungsmanagements ein anderer.

Ein umfassender Relationship Marketingansatz im Firmenkundengeschäft ist aber weitaus mehr als die Schlitzohrigkeit, seinen Bankkunden Dinge „anzudrehen“, die sie nicht brauchen, aber mit Geld zu bezahlen, das sie nicht haben, um anderen Menschen oder Wettbewerbern zu imponieren, die sie nicht mögen … In seinem Buch „Der Weg zur finanziellen Freiheit“ beschreibt Bodo Schäfer sehr detailliert den kleinen Unterschied zwischen dem, was Menschen wollen, und dem, was Menschen glauben. Er argumentiert, dass „die gegenwärtige Situation eines Menschen […] die genaue [Silhouette] seiner Glaubenssätze [widerspiegelt]“. Seiner Ansicht nach, bekommen Menschen exakt das, wovon sie glauben, dass es richtig und gut für sie ist.

Überträgt man dieses Szenario auf das Kreditgeschäft zwischen mittelständischen Unternehmen und Banken, so könnte man beiden Parteien unterstellen, dass sie in der Vergangenheit zwar bestrebt waren, die Risiken eines Kreditausfalls mindern zu wollen, aber durch den Glauben, dass ihnen so auch potentielle Gewinnaussichten verloren gehen könnten, unabsichtlich daran gehindert wurden.

Mit einer durchgreifenden Reform innerhalb der Finanzbranche möchte der Basler Ausschuss für Bankenaufsicht in erster Linie den Willen zur Risikoabsicherung im Kreditgeschäft der Banken neu manifestieren und indirekt die Risikosensibilität der freien Wirtschaft erhöhen.

Um die Kausalität der Zusammenhänge geordnet darstellen zu können, gliedert sich die Abhandlung der Diplomarbeit in vier Bereiche:

Gang der Untersuchung:

Im ersten Teil des Diskurses ist die Entstehung des Bankgewerbes im Allgemeinen und die Entwicklung des Basler Ausschusses im Speziellen dargestellt. Die Risiken des Bankgeschäftes im Blick, werden Ziele und Ergebnisse der Arbeit dieses Gremiums beleuchtet. Ausgehend vom derzeitig noch gültigem Basel-I-Akkord, werden die Unzulänglichkeiten und Schwächen benannt, die im Laufe der Zeit zu einer veränderten Definition des Risikobegriffes im Kreditgeschäft geführt haben und eine Neuregelung der bisherigen Bewertung und Absicherung des Kreditrisikos bewirkten. Im Anschluss werden die umgangssprachlich als „Basel II“ titulierten Eigenkapitalrichtlinien für Banken kurz und prägnant vorgestellt.

Im zweiten Kapitel der Arbeit werden die momentanen wirtschaftlichen Verhältnisse der beiden Basel II betroffenen Parteien dargelegt und mit den Entwicklungen vorangegangener Jahre verglichen, um in letzter Instanz die Folgen zu erörtern, welche durch das neue Regelwerk wahrscheinlich sind.

Der Teil C befasst sich intensiv mit den Anforderungen eines modernen Vertriebsmanagements, denn es soll der Beweis angetreten werden, dass Basel II allein nicht ausreichend ist, um Kreditrisiken zu mindern und das Kreditgeschäft von übermorgen positiv zu beeinflussen.

Erst das Zusammenspiel zwischen der überarbeiteten Eigenkapitalhinterlegungspflicht einerseits und einem allumfassenden Relationship Marketingansatz andererseits, bewirken für Banken und Unternehmen eine ökonomisch sinnvolle, zufriedenstellende Veränderung im Firmenkundengeschäft.

Die Schlussbetrachtung im letzten Abschnitt der Abhandlung rundet diese Diplomarbeit ab, indem sie die wichtigsten Erkenntnisse noch einmal zusammenfasst und einen bedachten Ausblick in die Zukunft wagt.

Darüber hinaus wurden zwischen August und Oktober 2005 85 Banken und 85 Unternehmen (aus dem Mittelstandsektor) per Online-Fragebogen gebeten, an einer diplomarbeitsbegleitenden Studie teilzunehmen.

Ziel der empirischen Untersuchung war es, durch gezielte Fragen den derzeitigen IST - Zustand beider Basel II betroffenen Partein abzubilden, konträre Sichtweisen aufzudecken sowie Veränderungen und wechselseitige Erwartungshaltungen im Firmenkundengeschäft aufzuzeigen.

Die Ergebnisse dieser Studie werden innerhalb der Diplomarbeit dargestellt, interpretiert und verkörpern den praktischen Teil der Abschlussarbeit.

Inhaltsverzeichnis:

Verzeichnis der Abkürzungen und Formelzeichen IX
Abbildungsverzeichnis X
Tabellenverzeichnis X
TEIL A: Entwicklung und aktueller Stand der Richtlinie nach Basel II
1. EINFÜHRUNG 2
1.1 Entwicklung des Bankgewerbes 2
1.1.1 Das frühe Bankenwesen 2
1.1.2 Kreditinstitute heute 2
1.2 Risiko 3
1.2.1 Der Risikobegriff 3
1.2.2 Risikoidentifikation im Bankgewerbe 4
2. URSACHEN & HINTERGRÜNDE ZUR ENTSTEHUNG VON BASEL II 5
2.1 Die Entwicklungsgeschichte des Basler Ausschusses 5
2.2 Der Basel-I-Akkord 5
2.3 Die Schwächen von Basel I als Ursache der Reform der Eigenkapitalregulierung 7
2.3.1 Pauschale Risikoerfassung 7
2.3.2 Quersubventionierung von Risiken 8
2.3.3 Adverse Selektion 8
2.3.4 Asset Backed Securities (ABS) 8
3. DER BASEL-II-AKKORD 10
3.1 Säule I – Die Mindesteigenkapitalanforderungen 10
3.1.1 Das Kreditausfallrisiko 11
3.1.1.1 Der Standardansatz 11
3.1.1.2 Der IRB-Ansatz (Internal Ratings-Based Approached) 14
3.1.2 Operationelle Risiken 17
3.2 Säule II – die Bankenaufsicht 17
3.3 Säule III – die erweiterte Offenlegung (Marktdisziplin) 19
3.4 Zusammenfassung der gewonnenen Erkenntnisse 19
TEIL B: Status Quo Deutschland: Mittelstand und Kreditinstitute im Visier
4. BASEL II BETROFFENE PARTEIEN: MITTELSTAND & KREDITANSTALTEN 22
4.1 Was ist Mittelstand? – Definition, Bedeutung & wirtschaftliche Lage 22
4.1.1 Definition 22
4.1.2 Bedeutung des Mittelstandes 23
4.1.3 Die wirtschaftliche Lage der KMUs 23
4.1.3.1 Umsatz 23
4.1.3.2 Personal 24
4.1.3.3 Investitionen 24
4.1.3.4 Geschäftslage 25
4.1.3.5 Zahlungsverhalten und Forderungsverluste 25
4.1.3.6 Insolvenzen 26
4.1.3.7 Eigenkapital 28
4.2 Deutsche Banken im Strukturwandel 29
4.2.1 Die deutsche Bankenlandschaft 29
4.2.2 Geschäftsentwicklung deutscher Bankengruppen 29
4.2.2.1 Bankstellendichte 29
4.2.2.2 Beschäftigte 30
4.2.2.3 Entwicklung des Kreditgeschäftes 30
4.2.2.4 Einlagengeschäft deutscher Kreditinstitute 31
4.2.3 Ertragslage deutscher Banken 31
4.2.3.1 Ertrags- und Aufwandsstruktur 31
4.2.3.2 Ertragskennzahlen deutscher Banken 33
4.2.4 Profitabilität versus Produktivität deutscher Banken 33
4.2.4.1 Nationale Sicht 34
4.2.4.2 Internationale Sicht 35
4.2.5 Fazit 36
5. AUSWIRKUNGEN VON BASEL II – BANKEN VS. MITTELSTAND 38
5.1 Gesamtwirtschaftliche Auswirkung 38
5.1.1 Kreditknappheit 38
5.1.2 Prozyklizität 39
5.2 Auswirkungen auf das Firmenkundengeschäft (FKG) 39
5.2.1 Kreditvergabeverhalten 40
5.2.2 Kreditpreise 41
5.2.3 Der „gläserne Patient“ – Transparenzforderung deutscher Banken 43
5.2.4 Implementierungskosten - Anpassung der Organisation & Prozesse 44
5.2.5 Kreditnachfrageverhalten 46
TEIL C: Relationship Marketing als ganzheitlich integrativer Ansatz im Firmenkundengeschäft
6. ANSPRÜCHE EINES ZEITGEMÄßEN VERTRIEBSMANAGEMENTS IM FIRMENKUNDENGESCHÄFT 48
6.1 Werte, Normen und … Wandel 48
6.2 Vom Marketing zum (Relationship) Marketing 48
6.3 Der vernetzte Kunde (-nwert) 50
6.4 Ertragspotentiale nicht ausgeschöpft 51
6.5 Mit gutem Beispiel voran – unabhängige Finanzdienstleister & ausländische Banken 53
7. ERFOLGSGARANTEN IM MODERNEN VERTRIEBSMANAGEMENT 55
7.1 Neustrukturierung bestehender Prozesse 55
7.1.1 Interner Betrachtung 55
7.1.1.1 Die Kreditvergabe 55
7.1.1.2 Blickpunkt Mensch 57
7.1.2 Externe Betrachtung 58
7.1.2.1 Kosten - unmittelbar und mittelbar 58
7.1.2.2 Qutsourcing von Prozessen ja – aber nicht die eigenen 59
7.1.3 Gesamtbanksteuerung und Geschäftsmodell 60
7.2 König Kunde als Partner 61
7.2.1 Kundensicht: individualisiert statt standardisiert 61
7.2.2 Traditionelle Bonitätsbeurteilungsverfahren 63
7.2.2.1 Kontodatenanalyse 64
7.2.2.2 Finanzplanungsanalyse 64
7.2.2.3 Jahresabschlussanalyse 65
7.2.2.4 Branchenvergleiche 66
7.2.2.5 Statistische Bilanzanalysen 66
7.2.2.6 Resümee 66
7.2.3 Von der normierten Reihen- zur individualisierten Einzeluntersuchung 67
7.2.3.1 Reihenanalyse – Kundensegmentierung & Bonitätsklassifikation 68
7.2.3.2 Einzelkundenbetreuung 70
7.2.3.3 Sanierungsmanagement 72
7.2.4 Vorzüge eines individualisierten Firmenkundenbetreuungskonzeptes 72
7.3 Euphorie schafft Erfolge 74
7.3.1 Objektivität als Grundlage des internen bankwirtschaftlichen Handelns 74
7.3.1.1 Objektivität & Führungsstil 74
7.3.1.2 Objektivität & Zieldefinitionen 75
7.3.1.3 Zufriedenheit durch Objektivität 76
7.3.2 Mitarbeiterzufriedenheit und externe Beratungsqualität 77
7.3.2.1 Selbstwert & Betreuungspersönlichkeit 77
7.3.2.2 Mit kompetenten Beratern Vertrauen aufbauen oder: Die Kunst des Beratens 77
7.4 Zusammenfassung 81
TEIL D: Schlussbetrachtung
8. RESÜMEE, AUSBLICK UND EIGENE STELLUNGNAHME 84
Literatur- und Quellenverzeichnis 86
Eidesstattliche Erklärung 89
Anlagen 90

Automatisiert erstellter Textauszug:

„Partnering“ ist als entscheidendes Instrument im Bankmarketing anzusehen, da in diesem Segment die ökonomischen mit den psychosozialen Transaktionen verschmelzen. Die Beziehung zwischen Kreditinstitut und Firmenkunde kann in vier Phasen unterteilt werden (Rekrutierung, Bindung, Reklamation und Wiederbelebung nach zwischenzeitlicher Auflösung), aus der sich die jeweilige Beziehungsintensität ableitet. Theoretisch ist es denkbar, dass jede dieser vier Phasen in jedem Abschnitt des Unternehmenslebenszyklus (Gründung, Wachstum, Reife, Krise/ Niedergang, Auflösung) durchlaufen werden kann. Es variieren lediglich die angebotenen Produkte und Leistungen pro Beziehungs- und Unternehmenszyklusphase (siehe Anlage 14 und Anlage 22). In jedem Stadium des Customer Lifetime Cycle spielt die psychosoziale Wechselbeziehung im Vergleich zur ökonomischen Transaktion die entscheidendere Rolle. Die Promotion für eine Finanzdienstleistung kann unwiderstehlich, das Produkt fesselnd und der Preis verlockend sein; es wird nicht zum Vertragsabschluss kommen, wenn die zwischenmenschlichen Faktoren, wie Vertrauen, Empathie, Authentizität, Kundennähe, etc. unberücksichtigt bleiben. „Partnering“ verfolgt das Ziel einer bilateral zufriedenstellenden Wechselbeziehung, bei der Firmenkunde und Bank unabhängig von der Intensität der Beziehung einen positiven Nutzen aus dem gemeinsamen Geschäft erzielen können (Win-Win-Situation). Dabei ist es wichtig, dass der Kunde weder als König gehuldigt (im Sinne von: Du bist ok. – ich bin nicht ok.!), noch als belastender zeitraubender Faktor gesehen (Du bist nicht ok. – ich bin ok.!), sondern als gleichwertiger Partner mit all seinen Bedürfnissen akzeptiert wird (Du bist ok. - ich bin ok.!). [...]

Je höher der Nutzen des Produktes oder der Leistung für den Kunden ist, desto mehr ist er bereit dafür zu zahlen. Oder andersherum, wurde dem Kunden ein Produkt/ eine Dienstleistung verkauft, dessen Nutzen in seinen Augen nicht im adäquaten Verhältnis zum Kaufpreis steht, fühlt er sich unzufrieden und schlimmstenfalls durch den Berater/ die Bank betrogen. Ein weiterer Trugschluss ist die in vielen Köpfen verbreitete Annahme, dass Marketing ein unternehmerischer Fachbereich ist, der Produkte kreiert und diese durch Werbung, Incentives und Öffentlichkeitsmaßnahmen auf den Markt bringt. Doch Marketing ist weder Produktmanagement noch ein Kommunikationswerkzeug. Die von McCarthy initiierten 4 P´s (price, product, place, promotion) sind vielmehr Instrumente des Marketings, die alle Facetten des betriebswirtschaftlichen Handels umfassen und als „[…] interaktiver Prozess der Planung, Koordination, Implementierung und Steuerung aller kundenund marktorientierten [Bank-] Aktivitäten wie Entwicklung, Pricing, Promotion und Distribution von Ideen, Produkten und Diensten [verstanden werden können], um wahrnehmbar und differenziert vom Wettbewerb nachhaltig eigene Unternehmensvorstellungen und –ziele durch Befriedigung von Abnehmerbedürfnissen […] zu verwirklichen.“86 Anders als in der Autoindustrie, der Textilbranche oder allen anderen verarbeitenden Gewerken bieten Kreditinstitute keine industriell hergestellten Produkte an, sondern ausschließlich Dienstleistungen. Da die Leistung im kooperativen Zusammenwirken zweier Individuen „hergestellt“ wird, muss zu den 4 bekannten P´s noch ein fünftes P hinzugefügt werden – das „partnering“. [...]

Das Bestehen von traditionellen Werten, Normen und Ideologien ist für eine Gesellschaft von enormer Bedeutung. Dieses unbewusste Wertesystem gilt für soziale, kulturelle oder wirtschaftliche Bereiche des Lebens und entscheidet über „richtig“ oder „falsch“ bzw. “tun“ oder „nicht tun“. Die über viele Jahre hinweg gewachsenen traditionellen Verhaltensmuster bestimmen unser situatives Handeln, indem die uns vom Wertesystem vorgegeben Entscheidungsmaximen auf wenige Möglichkeiten begrenzt werden. Solche Handlungsdirektiven behalten ihre Richtigkeit, solange das Umfeld, in dem sie ursprünglich formuliert wurden, bestehen bleibt. Tritt jedoch eine Veränderung ein, so sind die überlieferten, statischen, innovations- und risikoscheuen Verhaltungsregeln um so schwerer aufzudrieseln und anzugleichen, je fester sie innerhalb einer Gesellschaft verankert sind. Nach dem Motto: „Das haben wir schon immer so gemacht!“ werden Warnsignale übersehen bzw. verdrängt. Doch neue Erkenntnisse aus Ethik, Wissenschaft, Religion, Wirtschaft,... zwangen Kulturen letztendlich immer wieder, ihre „Glaubenssätze“ zu überdenken und an die jeweiligen Gegebenheiten anzupassen. Ein solcher Wandel der Kreditkultur vollzieht sich derzeit im Firmenkundengeschäft. Fallende Provisions- und Zinserträge bei gleichzeitig steigendem Risikopotential dürfen nicht länger geduldet werden und verlangen nach einer „Neuerung der Glaubenssätze“, welche momentan durch die Umsetzung der Eigenkapitalrichtlinien nach Basel II realisiert wird. Dieses Vorhaben kann allerdings nur gelingen, wenn die eintretende Veränderung über die reine Basel-II-Implementierung hinausgeht und mit der Angleichung der Anforderungen eines allumfassenden Relationship Marketings im Einklang steht (siehe Punkt 7). [...]

Arbeit zitieren:
Pracht, Mario Dezember 2005: Diskurs der Konsequenzen der Integration des Risk-Managements nach Basel II für das Firmenkundenmarketing von Kreditinstituten, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Basel II, Firmenkundenmarketing, Risk-Management, Relationship Marketing, Firmenkundengeschäft

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