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Auswirkungen von Trainerwechseln auf den sportlichen Erfolg in der Fußball-Bundesliga

Eine empirische Untersuchung

Auswirkungen von Trainerwechseln auf den sportlichen Erfolg in der Fußball-Bundesliga
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Markus Rothermel
  • Abgabedatum: September 2005
  • Umfang: 85 Seiten
  • Dateigröße: 592,6 KB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Ludwig-Maximilians-Universität München Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-9526-8
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-9526-8 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-9526-8 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Rothermel, Markus September 2005: Auswirkungen von Trainerwechseln auf den sportlichen Erfolg in der Fußball-Bundesliga, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Sportökonomie, Innovation, Sponsoring, Sportmanagement, Managerial Succession

Diplomarbeit von Markus Rothermel

Einleitung:

Der Fußball ist in Deutschland seit Jahrzehnten unangefochten die Sportart Nummer Eins und die Fußballbundesliga zieht Spieltag für Spieltag Tausende von Zuschauern in die Stadien sowie Millionen vor die Fernsehschirme. Auch im wirtschaftlichen Sinn ist der professionelle Fußball von einer Sportart zu einem gewaltigen Wirtschaftsgeschäft und Vereine zu großen Wirtschaftsunternehmen geworden. Dies verdeutlichte auch schon Prof. Dr. Dr. Picot vor zehn Jahren: „Die wirtschaftliche Bedeutung des professionellen Sports, insbesondere auch des professionellen Teamsports ist in den letzten Jahren erstaunlich gewachsen. Als Teil der Freizeit- und Unterhaltungsindustrie kommt diesem Bereich im Zeitalter der Massenmedien immer größere wirtschaftliche Bedeutung zu“.

Der durchschnittliche Gesamtumsatz pro Verein in der ersten Bundesliga stieg von 10,3 Millionen Euro in der Saison 1989/90 auf mittlerweile knapp 60 Millionen Euro in der Saison 2003/04. Dies bedeutet einen Gesamtumsatz für die erste Bundesliga von 1,06 Milliarden Euro bei einem Betriebsergebnis von 52 Millionen Euro in der Spielzeit 2003/04. Allein die Einnahmen der TV-Vermarktung der Bundesliga sind von Null auf ein zwischenzeitliches Rekordhoch von knapp 350 Millionen Euro in der Saison 2000/01 gestiegen.

Ebenso spielen sich die Gehälter von Spielern, Trainern und Managern im Millionenbereich ab und ähneln denen von Managereinkommen in Industrieunternehmen. Insofern lassen sich die Fußballvereine der Profiligen inzwischen auf Grund der finanziellen Entwicklungsmöglichkeiten und der Veränderung der Rechtsformen durchaus mit mittelständischen Unternehmen vergleichen.

Die sportlichen Erfolge der Vereine, ob sie zum Beispiel um den Verbleib in der finanziell attraktiveren ersten Liga oder um einen Platz in einem europäischen Wettbewerb spielen, sind somit ähnlich wichtig wie die Performance oder Managementleistungen von Wirtschaftsunternehmen. Falls diese hinter den Erwartungen zurückbleiben, wird der Ruf nach personellen Konsequenzen sehr schnell lauter. Die Entlassung von Spitzenführungskräften wie Vorstände oder Top-Manager ist eine logische Konsequenz und nach den wirtschaftlichen Schwankungen der letzten Jahre deswegen auch vermehrt in den Medien zu hören. Wie bei klassischen Wirtschaftunternehmen werden Kernmitarbeiter von Fußballvereinen, zu denen Trainer, Manager und Spieler zählen, am jeweiligen Erfolg der Mannschaft gemessen.

Während sich bei Unternehmen der freien Wirtschaft die Managementleistung direkt auf die Finanzen auswirkt, ist der sportliche Erfolg von Fußballvereinen indirekte Voraussetzung für finanzielle Erträge. Als schwächstes Glied in der Kette der Verantwortlichen für die sportliche Leistung hat sich seit Einführung der Bundesliga im Jahr 1963 der Trainer herausgestellt, der am leichtesten auszutauschen scheint. Ähnlich wie Wechsel von Führungskräften von großen Industrieunternehmen gehören die Trainerwechsel bei Bundesligisten zu den Topnachrichten der Medien.

Inzwischen betreiben Sportmagazine sogar Umfragen vor jeder Saison, welcher Trainer als erster gehen muss. Sogar Wettanbieter bieten Wetten auf den ersten Trainerwechsel der Saison an (Intertops.com). Damit wird deutlich, welchen Stellenwert der Fußball als liebstes Kind der Deutschen im alltäglichen Leben eingenommen hat.

In der aktuellen Spielzeit 2004/05 sind nach einem Drittel der Saison bereits vier Trainer entlassen worden. Beim Vergleich der Mannschaftsleistungen vor den Wechseln unter den alten Trainern mit der Performance nach dem Wechsel zeigt sich ein sehr uneinheitliches Bild. Zwei Mannschaften, Schalke 04 und der Hamburger SV, konnten ihre durchschnittliche Punkteausbeute pro Spiel und den Tabellenstand von einem Punkt und Platz 15 beziehungsweise 0,75 Punkte und Platz 18 auf durchschnittlich 2,33 Punkte und Platz 2 beziehungsweise 2,15 Punkte und Platz 7 nach dem 21. Spieltag steigern. Die Punkteausbeute verbesserte sich unter dem neuen Trainer Ralf Rangnick bei Schalke um 133% und beim HSV unter Thomas Doll sogar um 187%.

Im Gegensatz dazu konnten die anderen zwei Trainerwechsel bei Borussia Mönchengladbach (1,09 Punkte und Platz 14 vorher – 1,2 Punkte und Platz 14 nachher) und Hansa Rostock (0,62 Punkte und Platz 18 – 0,62 Punkte und Platz 18 nachher) keine Leistungsverbesserung bewirken. In Anbetracht dieser unterschiedlichen Ergebnisse stellt sich die Frage, ob Trainerentlassungen eine sinnvolle Maßnahme hinsichtlich der Leistungssteigerung der Mannschaft sind.

Diese unterschiedlichen Ergebnisse sind auch bei Trainerwechseln zu beobachten, die vor der Saison 2004/05 stattgefunden haben und die nicht unter dem Begriff der Trainerentlassung vollzogen wurden. So ist beim Wechsel von Hans Meyer zu Falko Götz bei Hertha BSC nach dem 17. Spieltag eine Leistungssteigerung mit durchschnittlich 1,65 Punkten gegenüber der Vorsaison mit 1,15 Punkten zu erkennen, während bei Borussia Dortmund und dem Wechsel von Mathias Sammer (1,62 Punkte) zu Bert van Marwijk (1,06 Punkte) eher eine Verschlechterung der Mannschaftsleistung ersichtlich ist. Insofern scheint eine Untersuchung von Trainerwechseln bezüglich des sportlichen Erfolges der Mannschaft im Gegensatz zu früheren Studien sowohl für die Wechsel innerhalb einer Saison, als auch für die Trainerwechsel zwischen zwei Spielzeiten durchaus interessant und angebracht zu sein.

Daneben gingen frühere Studien nicht auf die Auswirkungen der zur Saison 1995/96 neu eingeführten Drei-Punkte-Regel ein. Des Weiteren wurden kaum Untersuchungen hinsichtlich der unterschiedlichen Effekte von Trainerwechsel unter Berücksichtigung des Tabellenstandes zum Wechselzeitpunkt oder des Zeitpunktes des Wechsels in einer Saison vorgenommen.

Aufbau und Ziele der Arbeit:

Diese Arbeit soll die verschiedenen Arten an Trainerwechseln auf deren Auswirkungen bezüglich des sportlichen Erfolges untersuchen und dabei die veränderten Bedingungen hinsichtlich der Drei-Punkte-Regel ab 1995 einbeziehen. Dazu werden mit Hilfe von empirischen Untersuchungsverfahren unter Berücksichtigung verschiedener Variablen die Auswirkungen auf deren Signifikanz überprüft.

Hinsichtlich der empirischen Untersuchung sollen grundlegende Vorgehensweisen aus einem vergleichbaren Teil der betriebswirtschaftlichen Erfolgs- und Innovationsforschung auf diesen Bereich des Sportmanagements übertragen werden. Im Mittelpunkt der Arbeit steht jedoch die empirische Untersuchung, welche anhand von Zeit- und Betriebsvergleichen die Leistungen der Mannschaften vor und nach dem Trainerwechsel analysieren und mit ausgewählten Kontrollgruppen vergleichen soll.

Kapitel 2 beschreibt dafür zunächst die Entwicklung des Fußballs und stellt die historische Entstehung sowie die wirtschaftliche Bedeutung der Fußball-Bundesliga dar. Weiterhin wird dabei mit der Person des Fußballtrainers die zentrale Figur der Untersuchung charakterisiert und auf die verschiedenen Arten und Ursachen von Trainerwechseln eingegangen.

In Kapitel 3 werden die theoretischen Grundlagen des Innovationszusammenhangs mit dieser Arbeit und das Vorgehen bezüglich der Erfolgsmessung in der Innovationsforschung behandelt. Darüber hinaus werden die theoretischen Aspekte der Studien über die Auswirkungen der Wechseln von Spitzenführungskräften auf den Unternehmenserfolg aus der betriebswirtschaftlichen Erfolgsforschung erläutert. Anschließend wird ein Überblick über den Stand der Forschung zum Thema dieser Arbeit präsentiert.

Die empirische Untersuchung wird in Kapitel 4 und 5 durchgeführt. Dazu werden in Kapitel 4 zunächst die Datenbasis und das Untersuchungsdesign sowie Ergebnisse der deskriptiven Statistik beschrieben. Kapitel 5 enthält die Methodik und die Ergebnisse der Hypothesenüberprüfung. Die Diskussion der Ergebnisse erfolgt in Kapitel 6, während das abschließende Kapitel 7 die Arbeit zusammenfasst.

Inhaltsverzeichnis:

Anhangsverzeichnis III
Abbildungsverzeichnis IV
Tabellenverzeichnis V
Abkürzungsverzeichnis VI
1. Einleitung 1
1.1 Einführung in die Thematik 1
1.2 Aufbau und Ziele der Arbeit 3
2. Die Fußball-Bundesliga und die Trainerposition 4
2.1 Die Entwicklung des Fußballspiels 4
2.2 Die Fußball-Bundesliga und ihre Entwicklungen 5
2.2.1 Die historische Entwicklung der Bundesliga 5
2.2.2 Die wirtschaftliche Bedeutung 7
2.3 Die Bedeutung des Fußballtrainers 14
2.3.1 Begriffsbestimmung 14
2.3.2 Aufgaben und Rollen des Trainers 14
2.4 Trainerwechsel 16
2.4.1 Charakteristika von Trainerwechseln 16
2.4.2 Arten und Gründe für Trainerwechsel 17
3. Theoretische Grundlagen 19
3.1 Der Innovationszusammenhang 19
3.2 Erfolgsmessung von Innovationen 20
3.3 Definition des sportlichen Erfolges 21
3.4 Auswirkungen der Wechsel von Spitzenführungskräften auf den Unternehmenserfolg 23
3.5 Stand der Forschung 27
4. Untersuchungsdesign und deskriptive Statistik 33
4.1 Datenbasis 33
4.2 Deskriptive Statistik 34
4.2.1 Vereine in der Bundesliga und deren Trainerwechsel 34
4.2.2 Zeitpunkt von Trainerwechseln 35
4.2.3 Leistungsstände der Mannschaften zum Zeitpunkt der Trainerwechsel 37
5. Empirische Untersuchung mittels Hypothesenüberprüfung 40
5.1 Methodik 40
5.2 Operationalisierung 43
5.3 Ergebnisse der Hypothesenüberprüfung 44
5.3.1 Zeitvergleich bei den TW-Mannschaften 44
5.3.1.1 Vergleich anhand der durchschnittlich erzielten Punkte 44
5.3.1.2 Vergleich anhand der durchschnittlichen Tabellenstände 48
5.3.2 Zeitvergleich der Kontrollmannschaften 50
5.3.2.1 Vergleichder erzielten Punkte 50
5.3.2.2 Vergleich der durchschnittlichen Tabellenstände 51
5.3.3 Betriebsvergleich der TW-Mannschaften mit den Kontrollgruppen 51
5.3.3.1 Vergleich der Differenz der durchschnittlich erzielten Punkte 51
5.3.3.2 Vergleich der Differenz der durchschnittlichen Tabellenplätze 51
5.3.4 Differenzierte Analyse anhand der Leistungsstärke im Zeitraum nach 1995 51
5.3.5 Vergleich der Abstiegsfälle der intrasaisonalen Wechsel 51
6. Diskussion der Ergebnisse 51
7. Zusammenfassung und Ausblick 51
Anhang 68
Literaturverzeichnis 74

Automatisiert erstellter Textauszug:

Die weit verbreitete These einer einseitigen Dependenz, the common-sense one-way causality theory, geht von der Annahme aus, dass der Trainer großen Einfluss auf die Leistung der von ihm betreuten Mannschaft hat (Gamson/Scotch 1964, S. 69). Bei einem Leistungsabfall der Mannschaft gilt der Trainer als Hauptverantwortlicher und wird gegebenenfalls durch einen neuen Trainer ersetzt, durch den wiederum ein Leistungsanstieg erwartet wird (Grusky 1963, S. 25). „A new manager typically will raise the performance of a team, since he can benefit by avoiding the errors that his predecessor made“ (Gamson/Scotch 1964, S. 69). Bei diesem Ansatz wird demnach davon ausgegangen, dass der Trainer als Hauptverantwortlicher für die Mannschaftsleistung gilt und bei einem Leistungsabfall durch einen Nachfolger ausgetauscht wird, mit dem die Leistung wieder gesteigert werden kann. In dem von Grusky aufgestellten Ansatz der wechselseitigen Dependenz, the two-way causality theory, wird ebenfalls davon ausgegangen, dass der Trainer großen Einfluss auf die Performance der Mannschaft hat, jedoch zwischen Trainerwechsel und Mannschaftsleistung eher eine wechselseitige Dependenz besteht (Gamson/Scotch 1964, S. 69; Grusky 1963, S. 30). Schlechte Leistungen des Teams führen seiner Ansicht nach zwar auch oftmals zur Entlassung des Trainers, im Gegensatz zur ersten These verschlechtern sich die Leistungen mit der Verpflichtung eines neuen Trainers auf Grund unerwünschter Konsequenzen weiter. Ein Trainerwechsel führt häufig infolge der möglichen Neuerungen hinsichtlich der Vereinspolitik, des Führungsstils und der Einkaufspolitik von Spielern zu einer Veränderung der inneren Struktur des Vereins und der Mannschaft, und können dadurch dysfunktionale Wirkungen hervorrufen, die sich in einer weiteren Verschlechterung der Mannschaftsleistung niederschlagen (Grusky 1963, S. 28-30). Im Unterschied zu den ersten beiden Thesen geht die ‚Sündenbock’-These, the ritual scapegoating no-way causality theory, davon aus, dass der Einfluss des Trainers auf die Leistung der Mannschaft relativ unbedeutend ist (Gamson/Scotch 1964, S. 70). Dies begründen die Autoren zum einen mit dem geringen Einfluss des Trainers auf die wichtigste Determinante der Mannschaftsleistung, der Mannschaftszusammenstellung. Bezüglich der Spielereinkäufe und der Talentsichtung treffen hauptsächlich die Vereinsführung beziehungsweise das Management die Entscheidung (Gamson/Scotch 1964, S. 70). Weiterhin kann der neue Trainer konditionelle und technische Defizite der Spieler kaum kurzfristig verbessern (Gamson/Scotch 1964, S. 70). Zum anderen wird bei Aner- [...]

Wie im vorangegangenen Abschnitt beschrieben wurde, gehören Sportmannschaften des Öfteren zu Objekten von wissenschaftlichen Studien ökonomischer oder organisations- bzw. sozialpsychologischer Relevanz. Speziell zum Thema der Trainerwechsel im Profisport gibt es bereits seit Jahren eine Vielzahl an empirischen Untersuchungen. Der Mannschaftserfolg wird dabei sowohl als abhängige, als auch als unabhängige Variable eingesetzt. Dadurch können einerseits den Fragen bezüglich der Bedingungen beziehungsweise Ursachen eines Trainerwechsels nachgegangen, andererseits die Auswirkungen der Trainerwechsel erforscht werden (Salomo/Teichmann 2000, S. 2). Der jeweilige Erfolg von Sportmannschaften wird hier vorwiegend anhand des einzelnen Spielausgangs sowie an den daraus resultierenden Tabellenständen gemessen. Ausgangspunkt dieser Arbeiten ist oftmals die Studie von Grusky (1963), der die Beziehung von Trainerwechseln und Teamleistung an 16 Baseballmannschaften der obersten amerikanischen Liga in der Zeit von 1921-1941 und von 1951-1958 untersuchte. Er stellte dabei fest, dass wenig erfolgreiche Mannschaften die für die Teamleistung hauptverantwortlichen Field-Manager30 in diesen Zeitperioden häufiger wechselten als erfolgreiche Teams (Grusky 1963, S. 22-25). [...]

- 26 in nachfolgender Untersuchung auf einen vergleichbaren Teil des Sportmanagements übertragen werden. Studien zu Bedingungen und Auswirkungen des Events von Manager- oder Trainerwechsel bezüglich des sportlichen Erfolges waren in den von Salomo untersuchten Studien der Spitzenführungskräfte bereits Teil der Analyseobjekte (Salomo 2001a, S. 412, 432-433).29 Die Vorteile der Analyse von Sportmannschaften liegen zum einen darin, dass die Vielzahl an Daten über einen langen Zeitraum und wegen der öffentlichen Berichterstattung in der Sportpresse gut dokumentiert vorliegen, und die Messung der Performance valide und einfach in kurzen Zeitabschnitten nach jedem Spieltag ermittelt werden kann (Salomo 2001a, S. 101; Grusky 1963, S. 22; Audas et al .1997, S. 30). Zum anderen ist die verantwortliche Spitzenführungskraft, in Form des Managers oder Trainers, eindeutig identifizierbar und somit können der Zeitpunkt und die Ursachen des Wechsels meist genau abgegrenzt werden (Salomo 2001a, S. 101). Daneben scheint der Trainer durch die Darstellung seiner Rollen und Tätigkeiten tatsächlich einen Einfluss auf den Mannschaftserfolg zu haben. Dass der Trainer als Spitzenführungskraft in diesem Zusammenhang bezeichnet werden kann, wird durch seine Stellung, die Aufgaben und der damit resultierenden großen Verantwortung deutlich (Salomo 2001a, S. 101). Ein weiterer Vorteil von Sportmannschaften liegt in der relativ homogenen Führungsund Firmenstruktur sowie den relativ einheitlichen Erfolgsmaßstäben und -zielen (Grusky 1963, S. 21-22; Salomo/Teichmann 2000, S. 2). Zudem sind Sportvereine als Organisation meist einfacher und kleiner aufgebaut, wodurch die Beziehung von Personalwechseln und Mannschaftserfolg klarer ersichtlich scheint und weniger andere Einflüsse als bei komplexeren Unternehmen einfließen (Salomo/Teichmann 2000, S. 2). [...]

Arbeit zitieren:
Rothermel, Markus September 2005: Auswirkungen von Trainerwechseln auf den sportlichen Erfolg in der Fußball-Bundesliga, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Sportökonomie, Innovation, Sponsoring, Sportmanagement, Managerial Succession

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