Organisation und Information
Möglichkeiten und Grenzen des Intranet-Einsatzes zur Unterstützung organisatorischer Interpretationsprozesse
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Michael Domsalla
- Abgabedatum: Juni 1998
- Umfang: 165 Seiten
- Dateigröße: 397,7 KB
- Note: 2,7
- Institution / Hochschule: Freie Universität Berlin Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-1256-2
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-1256-2 P - ISBN (CD) :978-3-8324-1256-2 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Domsalla, Michael Juni 1998: Organisation und Information, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Unternehmen, Organisation, Intranet, Kommunikation, Information
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Diplomarbeit von Michael Domsalla
Einleitung:
Das Internet hat alle Bereiche unseres Lebens erfasst. Wen wundert es da, das sein Einsatz in Unternehmen mittlerweile zu einer Selbstverständlichkeit geworden ist. Es wird kaum noch diskutiert ob, sondern wie es implementiert werden soll. Dabei dürfen vor allem die Techniker ihre Anregungen einbringen. Die vorliegende Arbeit versucht dieser Entwicklung entgegenzuwirken, und fragt nach dem Sinn eines Intranet aus organisatorischer Perspektive. Und zudem aus einer sehr innovativen.
Gang der Untersuchung:
Aufbauend auf systhemtheoretischen Ideen wird ein Ansatz zur sozialen Konstruktion von Wirklichkeit vorgestellt. Dieser Ansatz beschäftigt sich mit der kollektiven Interpretation beliebiger Ereignisse in Organisationen und Unternehmen, und berücksichtigt die komplexen Vorgänge menschlicher Kommunikation. Er ist vor allem aber in der Lage, diese umfassenden Kommunikationsprozesse mit den Eigenschaften sozialer und technologischer Medien zu verknüpfen.
Im Anschluss daran wird das Intranet als Medium, d.h. mit seinen medialen Eigenschaften untersucht, wobei insbesondere auch auf die historischen Konzepte, die zur Entstehung des Internet beigetragen haben, eingegangen wird. An dieser Stelle wird zum Beispiel deutlich, das Internet-Technologien gerade für den Einsatz als Intranet konzeptioniert worden sind.
Im dritten Teil werden schließlich beide Themengebiete zusammengeführt und ein Modell der Strukturierung eines Intranet in Abhängigkeit der Eigenheiten verschiedener Organisationen vorgestellt. Welche Kommunikationsformen können also mit welchen Eigenschaften eines Intranet optimal kombiniert werden? Und wo hören die scheinbar unendlichen Möglichkeiten dieser neuen Technologie auf? Warum brauchen wir es überhaupt und wo benötigen wir es eigentlich nicht? Viel Spaß beim Lesen wünscht Michael Domsalla.
PS: Die Endnote ergab sich vor allem aus der Tatsache, daß für den Betreuer "zu wenig Fußnoten" vorhanden waren. Nun, bei der Bearbeitung von Ende 1997 bis Frühjahr 1998 gab es leider auch nicht allzuviel Material zum Thema. Und heutzutage auch noch nicht.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | Einleitung | 3 |
| 2. | Organisation und Interpretation | 5 |
| 2.1. | Organisation und Umwelt | 5 |
| 2.1.1. | Organisationen | 5 |
| 2.1.2. | Umwelten | 9 |
| 2.2. | Information und Verarbeitung | 19 |
| 2.2.1. | Leitdifferenz | 19 |
| 2.2.2. | Informationslogistik | 24 |
| 2.2.3. | Informationsinterpretation | 31 |
| 2.2.4. | Das vertikale Informationsmodell | 43 |
| 2.2.5. | Das horizontale Informationsmodell | 48 |
| 2.3. | Organisationen als Interpretationssysteme | 51 |
| 2.3.1. | Interpretationsmodi | 52 |
| 2.3.2. | Weitere Charakteristiken | 58 |
| 2.3.3. | Zusammenfassung | 62 |
| 3. | Intranet und Extranet | 65 |
| 3.1. | Einleitung | 65 |
| 3.2. | Historie und Hype | 67 |
| 3.2.1. | Das Internet | 67 |
| 3.2.2. | Das Web | 72 |
| 3.2.3. | Dienste | 75 |
| 3.3. | Multi-Medium | 76 |
| 3.3.1. | Eine neue Dokumentform | 76 |
| 3.3.2. | Ein neues Multi-Medium | 79 |
| 3.4. | Netzwerk-Medium | 82 |
| 3.4.1. | Die technologische Infrastruktur | 83 |
| 3.4.2. | Die soziale Infrastruktur | 87 |
| 3.5. | Zusammenfassung | 98 |
| 4. | Organisation und Intranet | 103 |
| 4.1. | Einleitung | 103 |
| 4.2. | Reduzierung von Unsicherheit | 104 |
| 4.2.1. | Komplexität, Turbulenz, Informationslast | 105 |
| 4.2.2. | Logistik und Intranet | 106 |
| 4.3. | Reduzierung von Bedeutungsvielfalt | 110 |
| 4.3.1. | Richness | 110 |
| 4.3.2. | Interpretation und Intranet | 121 |
| 5. | Zusammenfassung | 128 |
| 6. | Literaturverzeichnis | 132 |
| 6.1. | 132 | |
| 6.2. | Online | 134 |
| 7. | Anhang | 137 |
2.3.2.1.1 Datenquellen und Datenaquisition Die Datenquellen können aus Sicht der Manager intern oder extern, persönlich oder unpersönlich sein. Informationen aus internen Quellen werden von Mitgliedern der Organisation zur Verfügung gestellt. Die Datenquellen sind extern, wenn die Manager direkten Kontakt zu Informationen außerhalb der Organisation haben. Der direkte Kontakt mit anderen Individuen wird als persönliche, der Zugang zu Informationen über andere Medien wie Berichte oder Informationssysteme als unpersönliche Informationsquelle benannt. Eine generelle Tendenz besteht in der Aufnahme externer, persönlicher Informationen, je weniger analysierbar die Umwelt erscheint. Umgekehrt werden eher interne, unpersönliche Berichte verwandt, mehr oder weniger formalisiert. Organisationen lassen sich weiterhin anhand der genutzten Mechanismen des Datenerwerbs und der Regelmäßigkeit ihres Einsatzes unterscheiden. So wird im Modus der analytischen Interpretation eine ganze Reihe von spezialisierten Abteilungen besonders intensiv eingesetzt, um das Management permanent mit regulären Berichten oder speziellen Studien zu versorgen. Ist die organisatorische Interpretation eher subjektiv, werden keine besonderen Ressourcen zur Verfügung gestellt. Die wenigen, unregelmäßigen Informationen sind meist informeller Art. Dabei gilt, daß bei Annahme einer analysierbaren Umwelt regelmäßig Daten und Informationen über die Umwelt herangezogen werden. Ist die Organisation aktiv bei der Erfassung dieser Informationen, ist auch eine größere Anzahl und Vielfalt verfügbar. [...]
Interpretationen finden im Rahmen einer als gering angesehenen Bedeutungsvielfalt statt. 2.3.1.3.4 Undirected Viewing - die subjektive Interpretation Solche Organisationen sind ebenso passiv, ohne aber an die Wertigkeit harter Fakten zu glauben. Ihre Manager arbeiten mit wenigen, weichen Daten, die auch auf ungewöhnlichen Wegen gesammelt werden und von ausgefallenen Quellen stammen können. Sie bilden sich ihre Wahrnehmung von der Umwelt oft auf Grundlage weniger persönlicher Gespräche mit für einen Bereich wichtigen Personen. Eine Formalisierung dieser Prozesse findet nicht statt. So bleiben sie für vielfältige Ereignisse offen, ohne diese selbst zu kreieren oder zu testen. Die Interpretation ist subjektiv, weil sie vollkommen von den Gedanken und Gefühlen der Manager abhängt, ohne das rationalisierte organisatorische Methoden, ob kognitiv- oder handlungsbedingt, benutzt werden. [...]
Unternehmen schaffen sich eher Märkte, als das sie auf eine vorhandene Nachfrage warten, die ihnen sagt was produziert werden soll. Sie konstruieren ihre eigene Umwelt. Sie interpretieren, indem sie handeln. Die Ergebnisse ihres Handelns zeigen ihnen die Bedeutung, zumeist selbst geschaffener Ereignisse. 2.3.1.3.2 Discovering - die analytische Interpretation Diese Organisationen sind ebenfalls sehr aktiv, denken aber, daß in der Umwelt die richtigen Antworten zu finden sind. Sie suchen diese Antworten, anstatt sie im Prozeß zu formen. Dazu nutzen sie die Ergebnisse sorgfältiger Messungen aus Marktanalysen, Trendforschung u.s.w., um Probleme und Alternativen zu identifizieren. Formale Datenreihen bestimmen also die Interpretation der Organisationen unter Berücksichtigung der bestimmbaren Umwelt. 2.3.1.3.3 Conditioned Viewing - die routinierte Interpretation Auch hierbei wird die Umwelt analysiert, die Organisationen dringen aber nicht in diese ein. Die Sammlung der Daten erfolgt mittels kontinuierlicher Methoden. Die Datenreihen werden im Rahmen traditioneller Grenzen ausgewertet, es finden keine Experimente oder ähnliches statt. Solche Grenzen sind die übliche Dokumentenverteilung, Berichte, Publikationen, Informationssysteme und die damit verbundenen gewohnten Daten. Irgendwann einmal waren diese Daten wichtig für die Organisation und nun ist diese darauf konditioniert. Die Interpretation ist routiniert, weil die Sichtweise konditioniert ist. Aufgrund der Daten wird die Umwelt als sicher und stabil wahrgenommen und [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832412562
Arbeit zitieren:
Domsalla, Michael Juni 1998: Organisation und Information, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Unternehmen, Organisation, Intranet, Kommunikation, Information




