Konstanter Verschuldungsgrad in der Unternehmensbewertung
In Theorie und Praxis
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Christian Berger
- Abgabedatum: März 2006
- Umfang: 87 Seiten
- Dateigröße: 992,8 KB
- Note: 2,0
- Institution / Hochschule: Wirtschaftsuniversität Wien Österreich
- ISBN (eBook): 978-3-8324-9765-1
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-9765-1 P - ISBN (CD) :978-3-8324-9765-1 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Berger, Christian März 2006: Konstanter Verschuldungsgrad in der Unternehmensbewertung, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Marktwert, Kapitalstruktur, WACC, Finanzierungsstrategie, Miles-Ezzell
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Diplomarbeit von Christian Berger
Einleitung:
In Österreich genauso wie in Deutschland zeigt die Entwicklung der Unternehmensbewertung in Richtung DCF-Verfahren, welche aus den USA stammen. Eine im Jahr 1997 veröffentlichte Studie zeigt, dass deutsche Unternehmen zu 52,4% DCF-Verfahren und zu 21,4% die Ertragswertmethode für die Unternehmensbewertung verwenden. Vor allem international tätige Unternehmen verwenden die DCF-Verfahren und haben damit die Unternehmensbewertung in eine neue Richtung geführt. Diese Zahlen zeigen, dass DCF-Verfahren als „state of the art“ gelten und dies nicht zuletzt auf Grund des durchschlagenden Erfolgs in der Praxis.
Das WACC-Verfahren, als eine Spielart der DCF-Verfahren, wird am häufigsten zur Unternehmensbewertung herangezogen. Die Ermittlung des Unternehmenswerts setzt die Kenntnis der künftigen Marktwertverhältnisse zwischen den einbezogenen Finanzierungsquellen voraus. Während die Ermittlung des Marktwerts des verzinslichen Fremdkapitals in der Regel keine Probleme bereitet, ergibt sich für die Ermittlung des Marktwerts des Eigenkapitals ein Zirkularitätsproblem, da dieser erst nach der eigentlichen Unternehmensbewertung ermittelt werden kann.
Für die Lösung des Zirkularitätsproblems im Rahmen des WACC-Verfahrens werden nun in der Theorie zwei Lösungswege angeboten: mathematische Iteration; marktgewichtete konstante Zielkapitalstruktur.
In der Unternehmensbewertung wird die mathematische Iteration oft durch Näherungslösungen umgangen. „Der zentrale Anknüpfungspunkt für Näherungslösungen ist die vereinfachende Annahme konstanter Kapitalkosten.“ Konstante Kapitalkosten setzen voraus, dass Unternehmen auf Basis einer im Zeitablauf konstanten Zielkapitalstruktur zu Marktwerten planen.
Gerade wegen der Annahme einer konstanten Kapitalstruktur ist das WACC-Verfahren in der Praxis sehr beliebt. Es ergibt sich dadurch die Möglichkeit finanzierungsneutral zu planen. Die Annahme einer konstanten Zielkapitalstruktur wird durch eine empirische Untersuchung, bei der die Verschuldungsgrade ausgewählter ATX Unternehmen berechnet werden, hinterfragt. Als Ergebnis soll die Fragestellung beantwortet werden, ob ein, wie durch die Theorie unterstellt, konstanter Verschuldungsgrad bei den untersuchten Unternehmen beobachtbar ist.
Inhaltsverzeichnis:
| Abkürzungsverzeichnis | b | |
| Symbolverzeichnis | b | |
| Abbildungsverzeichnis | c | |
| Tabellenverzeichnis | c | |
| 1. | KAPITEL: EINLEITUNG | 6 |
| 1.1 | Problemstellung | 6 |
| 1.2 | Gang der Untersuchung | 7 |
| 2. | KAPITEL: THEORIE DER UNTERNEHMENSBEWERTUNG | 10 |
| 2.1 | Zweckabhängigkeit der Unternehmensbewertung | 10 |
| 2.1.1 | Bewertungsanlässe | 10 |
| 2.1.2 | Bewertungszweck | 11 |
| 2.1.2.1 | Ermittlung von Entscheidungswerten | 11 |
| 2.1.2.2 | Ermittlung von Marktwerten | 12 |
| 2.1.3 | Zusammenfassung | 13 |
| 2.2 | Ermittlung von Marktwerten | 13 |
| 2.2.1 | Überblick der Bewertungsmethoden | 13 |
| 2.2.2 | DCF-Verfahren | 14 |
| 2.2.2.1 | Risikozuschlag (CAPM) | 18 |
| 2.2.3 | Zusammenfassung | 22 |
| 2.3 | Kapitalstruktur bei den DCF-Verfahren | 23 |
| 2.3.1 | Kapitalstrukturrisiko | 23 |
| 2.3.2 | Kapitalstrukturrisiko im WACC-Verfahren | 24 |
| 2.3.2.1 | WACC-Verfahren und autonome Finanzierungsstrategie | 25 |
| 2.3.2.2 | WACC-Verfahren und atmende Finanzierungsstrategie | 28 |
| 2.3.3 | Kapitalstrukturrisiko im APV-Verfahren | 35 |
| 2.3.3.1 | APV-Verfahren und autonome Finanzierungsstrategie | 36 |
| 2.3.3.2 | APV-Verfahren und atmende Finanzierungsstrategie | 36 |
| 2.3.4 | Zusammenfassung | 37 |
| 2.4 | Konstanter Verschuldungsgrad | 38 |
| 2.4.1 | Fremdfinanzierung | 39 |
| 2.4.2 | Hybride Finanzierung | 39 |
| 2.4.3 | Minderheitsbeteiligungen | 40 |
| 2.4.4 | Eigenkapital | 40 |
| 2.4.5 | Weitere Schritte zur Festsetzung einer Zielkapitalstruktur bei Marktwerten | 40 |
| 2.4.6 | Zusammenfassung | 41 |
| 3. | KAPITEL: EMPIRISCHE UNTERSUCHUNG AUSGEWÄHLTER ATX UNTERNEHMEN | 42 |
| 3.1 | Sample | 45 |
| 3.2 | Methode | 45 |
| 3.2.1 | Ermittlung der Marktwerte von Eigenkapital und Fremdkapital | 45 |
| 3.2.2 | Datenverfügbarkeit im Sample pro Unternehmen | 46 |
| 3.3 | Ergebnis | 48 |
| 3.3.1 | Ermittlung des Marktwertes des Eigenkapitals und des Fremdkapitals im Sample pro Unternehmen | 48 |
| 3.3.2 | Ermittlung der Verschuldungsgrade | 66 |
| 3.3.3 | Statistische Analyse der Verschuldungsgrade | 66 |
| 3.4 | Zusammenfassung | 68 |
| 4. | KAPITEL: ZUSAMMENFASSUNG | 70 |
| Literaturverzeichnis | 73 | |
| Anhang | 78 |
Unternehmenswerten sind die Fremdkapitalbestände vom Bewertungszeitpunkt ausgesehen nicht mehr bekannt. Sie sind unsicher. Das sich durch die anteilige Fremdkapitalfinanzierung ergebene Taxshield in einer bestimmten Periode t, ist bei der atmenden Fremdfinanzierung nur von der jeweils vorhergehenden Bewertungsperiode t-1 aus betrachtet sicher. Für die restlichen Perioden ist es genauso unsicher wie die im Zeitablauf schwankenden Cashflows anzusehen. Der Barwert der in den einzelnen Perioden anfallenden Taxshields ergibt sich aus dem diskontieren des einen sicheren Taxshields mit dem risikolosen Fremdkapitalzinssatz r und für die restlichen Perioden bis zum Bewertungszeitpunkt werden die Taxshields mit der Renditeforderung der Eigentümer des unverschuldeten Unternehmens diskontiert. Für die Ermittlung [...]
2.3.3 Kapitalstrukturrisiko im APV-Verfahren Wie oben dargestellt66 wird der Unternehmenswert beim APV-Verfahren in zwei Schritten ermittelt. Im ersten Schritt wird der Marktwert des Gesamtkapitals ermittelt, wobei zum Marktwert des Eigenkapitals bei angenommener vollständiger Eigenfinanzierung der Wert der Steuervorteile aus der anteiligen Fremdfinanzierung hinzugerechnet wird. Im zweiten Schritt wird vom Marktwert des Gesamtkapitals der Marktwert des Fremdkapitals abgezogen. Um auf den Marktwert des Eigenkapitals zu kommen, werden die FCF mit der Renditeforderung der Eigentümer des unverschuldeten Unternehmens diskontiert. Da ein unverschuldetes Unternehmen keinem Kapitalstrukturrisiko ausgesetzt ist, beinhaltet die Renditeforderung der Eigenkapitalgeber nur das Geschäftsrisiko. Die FCF sind annahmegemäß die eines unverschuldeten Unternehmens und daher unbeeinflusst von Finanzierungsmaßnahmen. Die erste Komponente zur Ermittlung des Marktwerts des Gesamtkapitals ist damit unbeeinflusst von der Kapitalstruktur und mit dem der Kapitalstruktur [...]
Um den Barwert des Taxshields zu berechnen, muss das Taxshield in der ersten Periode mit dem sicheren Zinssatz r und in den folgenden Perioden mit dem risikoadäquaten Zinssatz diskontiert werden. Das Risiko des Taxshields stammt allein aus dem Risiko des Unternehmenswerts der teilweise fremdfinanzierten Unternehmung.63Wie oben gezeigt, weisen das teilweise fremdfinanzierte Unternehmen und das rein eigenfinanzierte Unternehmen identische bewertungsrelevante Risiken auf. Aus diesem Grund entspricht der risikoadäquate Diskontierungszins für das Taxshield dem risikoadäquaten Diskontierungszins für den Unternehmenswert einer eigenfinanzierten Unternehmung µiunlevered. Das Taxshield ist ab der zweiten Periode nicht mehr sicher, da die Höhen der zukünftigen Fremdkapitalbestände nicht bekannt sind. Um die Komplexität der Theorie zu verringern, schlagen Harris und Pringle eine Vereinfachung der Theorie vor. Harris/Pringle Analyse: Harris und Pringle weisen darauf hin, dass es für die praktische Bewertung ohne Bedeutung ist in unsichere steuerliche Vorteile ab Periode t+2 und in den sicheren steuerlichen Vorteil der Periode t+1 zu unterscheiden.64 Berücksichtigt man diesen Punkt und geht man nach der Beweisführung von Miles und Ezzell vor, d.h. man geht von einem Zahlungsstrom eines Unternehmens aus, welcher aus zwei zukünftigen FCF(FCF1 und FCF2)besteht, dann kommt man mittels der APV-Methode zu folgendem Unternehmenswert für teilweise fremdfinanzierte Unternehmen zu t1. [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832497651
Arbeit zitieren:
Berger, Christian März 2006: Konstanter Verschuldungsgrad in der Unternehmensbewertung, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Marktwert, Kapitalstruktur, WACC, Finanzierungsstrategie, Miles-Ezzell



