Die Volksbefreiungsarmee Chinas
Chinas militärische Macht – die große Unbekannte?
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Paul Bagiu
- Abgabedatum: April 2003
- Umfang: 82 Seiten
- Dateigröße: 627,6 KB
- Note: 2,0
- Institution / Hochschule: Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-9682-1
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-9682-1 P - ISBN (CD) :978-3-8324-9682-1 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Bagiu, Paul April 2003: Die Volksbefreiungsarmee Chinas, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: China, Militär, Ostasien, Armee, VBA
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Diplomarbeit von Paul Bagiu
Einleitung:
China überzeugt und beängstigt im gleichen Maßen durch Größen: dessen geschichtliche Bedeutung reicht mehrere tausend Jahre zurück, es hat mit 1,3 Milliarden Menschen den größten Bevölkerungsanteil der Welt, es ist mit 9,6 Millionen km der drittgrößte Flächenstaat der Erde, es beherbergt den höchsten Berggipfel der Welt (den Qomolangma – tibetisch: „Dritte Göttin“, den die Briten „Mount Everest“ nannten), und seine Wirtschaft wächst seit Anfang der 80er Jahre mit durchschnittlich 10% schneller als jede andere.
Da stellt man sich die berechtigte Frage: Wie soll man mit der größten Armee der Welt, der chinesischen Volksbefreiungsarmee (VBA) umgehen? Die VBA übertrifft mit ihren gegenwärtig 2,5 Millionen Soldaten die Mannschaftsstärke jeder anderen Armee dieser Erde bei weitem. Um diese Frage beantworten zu können, muss die VBA einer gründlichen Bewertung unterzogen werden, die sowohl die Geschichte und die militärischen Kapazitäten als auch die Möglichkeiten der VBA zur politischen und wirtschaftlichen Einflussnahme einbezieht.
Betrachtet man die Geschichte der VBA nach der Gründung der VR China im Jahre 1949, so stellt man fest, dass sie vergleichsweise gewaltsam gewesen ist: in 50 Jahren hatte die VBA fünf kriegerische Auseinandersetzungen mit ihren Nachbarn ausgefochten. Sie war von 1950 bis 1953 am Koreakrieg beteiligt, trug 1962 und 1969 zwei Grenzkriege, zuerst mit Indien und dann mit der damaligen Sowjetunion, aus, und bekräftigte 1974 und 1979 seinen Anspruch auf die Paracel-Inseln und die Regionale Vorherrschaft gegen Vietnam. Hinzu kamen noch nach chinesischer Anschauung als innerstaatlich zu bezeichnende Konflikte gegen Taiwan und Tibet.
All diese Konflikte waren jedoch zeitlich, örtlich und waffentechnisch begrenzt. Außer im Koreakrieg war die VBA nie länger als ein paar Wochen im Kampfeinsatz; nach der Erreichung der Kriegsziele (diesen lagen meist defensive Überlegungen zugrunde und richteten sich auf die Verteidigung des eigenen Territoriums aus) zog sie sich freiwillig aus den eroberten Gebieten zurück; sie dehnte ihre Aktionen nie zu weit in das feindliche Gebiet aus; sie setzte keine Flächenbombardements (wie die USA im Vietnam-Krieg) und keine chemische oder biologische Waffen ein; Gefangene und Beutewaffen wurden an den Gegner zurückgegeben.
Man kann sagen, dass die Kampfhandlungen der VBA teilweise erzieherischen Charakter hatten, denn sie sollten den Feind nachdenklich stimmen und ihn von weiteren militärischen Attacken abhalten. Nur im Fall von Taiwan führte die VBA Angriffskriege. Demnach scheint sich niemand vor der VBA fürchten zu müssen, es sei denn, er stellt Chinas territoriale Integrität in Frage. Die meisten Grenzprobleme wurden jedoch mittlerweile beigelegt, oder man ist dabei, sich im Wege von Verhandlungen zu einigen; offene Fragen, wie etwa nach der Zugehörigkeit der Spratley-Inseln, auf die China Anspruch erhebt, werden noch (alle Beteiligten hoffen auf eine friedliche, dem Völkerrecht entsprechende Einigung) zu klären sein.
Militärisch wird die VBA seit Anfang der 80er Jahre umgestaltet: ihre Mannschaftsstärke wird reduziert, gleichzeitig wird ihre Ausrüstung und Ausbildung erneuert. Der chinesische Haushalt sieht zwar seit einigen Jahren für das Militärbudget zweistellige Zuwachsraten vor, doch im Vergleich zu den Anfangsjahren der Volksrepublik haben die Militärausgaben deutlich abgenommen (1959 fielen 53% des Gesamthaushalts auf das Militär, 2000 waren es nur noch 8 bis 9%).
Auch einen Vergleich mit seinen engsten Konkurrenten hält das chinesische Militärbudget nicht aus: 2001 betrug er nur 5,5% des amerikanischen und 30% des japanischen Militäretats des gleichen Jahres. In Wahrheit jedoch liegen die Ausgaben der VBA viel höher, da Waffenkäufe und -entwicklung auf andere Posten entfallen. Im Ausrüstungsbereich griff die VBA auf moderne Waffen aus Russland zurück, entschied sich aber auch für Rüstungsgüter aus westlicher Produktion. Gleichzeitig trieb die VBA auch eigene Entwicklungsprogramme voran, wie etwa bei der Luftwaffe oder im Bereich der Raketentechnik. Trotz allem leidet die VBA weiterhin an Unterfinanzierung und ihre Kampfstärke wird höher eingeschätzt als sie tatsächlich ist.
Politisch strebt China, und mit ihr die VBA, einen Öffnungskurs gegen- über dem Rest der Welt an. Es will durch sein politisch-wirtschaftliches Modell überzeugen („Sozialistische Marktwirtschaft“) statt die eigenen Überzeugungen mit Gewalt durchzusetzen. Es will in den internationalen Globalisierungsprozess integriert werden, muss aber im selben Zug bereit sein, Entscheidungsbefugnisse nach oben (an überstaatliche Organisationen wie der UNO und der WTO) und nach unten (an die Regionen und an im Entstehen begriffenen Mittelstand) abzugeben. Gleichzeitig ist die politische Führung nicht mehr bereit, die Armee an der Entscheidungsfindung zu beteiligen, eingedenk vor allem der schlechten Erfahrungen während der Kulturrevolution. Um die Effektivität der Armee zu erhöhen, müssen sich die Soldaten auf ihre militärische Aufgabe konzentrieren. Gemäß dieser neuen Einstellung mussten viele Militärs im Zuge der voranschreitenden Modernisierung der Armee ihre politischen Posten aufgeben.
Die wirtschaftliche Macht der VBA hatte ihre Wurzel in der Volkskriegstheorie Mao Zedongs, in der die Armee-Einheiten zur Selbstversorgung ermuntert wurden. Sie verschaffte der VBA die Kontrolle über etwa 30.000 teils hochprofitable Unternehmen aus allen Bereichen der Wirtschaft (von landwirtschaftlichen Betrieben über Waffenfabriken bis zu Diskotheken und Karaoke-Bars). Unter dem Schirm dieser Unternehmen konnte jedoch Korruption und Schmuggel blühen, bis die politische Führung sich entschied, einen Großteil der Unternehmen zu „demilitarisieren“. Für die junge chinesische Wirtschaft war es eine Erleichterung, denn der Entzug der Militärkontrolle über Wirtschaftsbetriebe führte zur Belebung der Konkurrenz und zur Abschaffung von Monopolen und Wettbewerbsbeschränkungen. Wirtschaftlich kann sich China keinen militärischen Fehler leisten. Dieser würde die ausländischen Unternehmen und Investoren im Land abschrecken und sie ihr Kapital abziehen lassen. Das ausländische Kapital und die Außenwirtschaft leisten ein Drittel der jährlichen BIP-Wertschöpfung. Die private Wirtschaft insgesamt schafft jedes Jahr Millionen neuer Arbeitsplätze und ist einzig und allein in der Lage, die aus den bankrotten staatlichen Betrieben entlassenen Arbeitskräfte aufzunehmen. Verliert die Regierung das Vertrauen der Privaten, kommt es zur Kapitalflucht und zum Scheitern ihrer wirtschaftlichen Reformen. Soziale Unruhen wären dann kaum zu verhindern.
Eine letzte Frage bleibt noch zu klären: Wieso ein Aufsatz über das Militär im Wirtschaftsunterricht? Gibt es Verbindungen zwischen diesen zwei Bereichen oder gar Interdependenzen?
Man kann die Tatsache nicht verneinen, dass seitdem die USA Irak mit dem Krieg drohen, die Ölpreise wegen der voraussehbaren Knappheit (Irak würde während des Krieges seine Öllieferungen einstellen müssen) steigen. Eine Erhöhung der Produktions- und Transportkosten, die auf die Verteuerung der Rohstoffe zurück zu führen ist, würde den globalen Aufschwung bremsen. Das zweite Beispiel geht in die gleiche Richtung: die Weigerung der deutschen Regierung, sich an den Krieg gegen den Irak aktiv zu beteiligen hat die amerikanische Führung sehr verärgert. Nun befürchten Wirtschaftsfachleute, dass US-Investoren ihr Kapital aus Deutschland abziehen werden und die deutsche Wirtschaft erneut unter Druck gerät.
Wieso gerade die VBA? Schon immer nutzten Staaten ihre militärische Macht aus um politische, aber auch wirtschaftliche Ansprüche durchzusetzen. Die Europäer fanden im 19 Jahrhundert den Zugang zum chinesischen Markt mit Hilfe ihrer Kriegsflotte, Ende des 20 Jahrhunderts setzten die USA ihre ökonomischen Ansprüche im Persischen Golf mit Gewalt durch. Wieso sollte eine aufstrebende Wirtschaftsmacht wie die VR China, die gleichzeitig über ein großes militärisches Potential ver- fügt, auch nicht versuchen, sich seiner wirtschaftlichen Konkurrenten mit Hilfe der Armee zu entledigen (wie etwa beim Feldzug von 1979, als die nördlichen Gebiete Vietnams wirtschaftlich verwüstet wurden), oder sich im Kampf um knappe Ressourcen mit Waffengewalt durch- zusetzen (dabei denkt man zum Beispiel an die vermuteten Öl- und Gasressourcen unter den Spratly-Inseln)? Offiziell gehört beispielsweise zu den Aufgaben der chinesischen Seestreitkräfte die Sicherung der Fischereirechte sowie der Schutz von Energiefördereinrichtungen im Meer.
Jedoch sollte die VBA nicht nur als potentieller Gegner angesehen werden, sondern auch als möglicher Partner. Die deutsche Rüstungsindustrie kann sich nicht gerade über üppige Bestellungen von Seiten der Bundeswehr erfreuen. Gefährdete Arbeitsplätze können hier nur über Exporte erhalten werden. Da kann eine sich in der Erneuerung befindliche Armee ein guter Partner werden: der Leopard 2 wäre ein passender Ersatz für die veralteten russischen Panzer, der Spürpanzer Fuchs könnte die chinesischen ABC-Kräfte verstärken. Wirtschaftlich kann die VBA nicht nur eine Gefahr bedeuten, sie kann auch zu einer Einnahmequelle werden.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | Die VBA – Chinas militärische Macht – Die große Unbekannte? | 1 |
| 2. | Militärische Aspekte | 6 |
| 2.1 | Funktionen und Aufbau der VBA | 8 |
| 2.2 | Die Truppenteile der VBA | 11 |
| 2.2.1 | Das Heer | 16 |
| 2.2.2 | Die Marine | 20 |
| 2.2.3 | Die Luftwaffe | 23 |
| 2.2.4 | Die Zweite Artillerie | 26 |
| 2.3 | Aufklärungs- und Beobachtungskapazitäten der VBA | 27 |
| 2.4 | Militärähnliche Organisationen | 30 |
| 2.4.1 | Die PAK | 30 |
| 2.4.2 | Die Demobilisierten | 31 |
| 2.4.3 | Die ländliche Miliz | 32 |
| 3. | Politische Aspekte | 34 |
| 3.1 | Das chinesische Weißbuch zur militärisch-politischen Richtungsbestimmung | 37 |
| 3.2 | Die Rolle der VBA bei der Lösung der Taiwan-Frage | 39 |
| 3.3 | Chinas Verhältnis zu seinen Nachbarn | 45 |
| 3.4 | Der Einsatz der VBA bei der Unterdrückung nationaler Minderheiten | 48 |
| 3.5 | Die VBA und der Aufstand auf dem Tiananmen-Platz | 51 |
| 3.6 | Die Folgen des 11 September für China und die VBA | 54 |
| 4. | Wirtschaftliche Aspekte | 59 |
| 4.1 | Die Folgen einer Militarisierung der chinesischen Politik | 62 |
| 4.2 | Das System der Selbstversorgung der VBA-Einheiten | 63 |
| 4.3 | Militäreinheiten leisten der Bevölkerung wirtschaftliche Hilfe | 66 |
| 4.4 | Die Folgen der Selbstversorgung für die Gesamtwirtschaft | 68 |
| 4.5 | Andere wirtschaftliche Tätigkeitsfelder der VBA | 72 |
| 4.6 | Die chinesische Rüstungsindustrie | 74 |
| 5. | Fazit | 77 |
| 6. | Literaturverzeichnis | 78 |
zu leiden. An diesem Zustand hatte die KP ihren Teil der Schuld: die innerparteilichen Kämpfe, die bis in die Armeespitze getragen wurden und denen viele Armeekader zum Opfer fielen, ließen die VBA führungslos werden. Auch die häufigen Wechsel in der ideologischen Ausrichtung schränkten die Kampfkraft der VBA ein105: mal wurden ihr zivildominante Aufgaben aufgetragen (Einsätze in der Produktion oder langwierige politische Schulungen), mal besann sich die politische Führung auf die tatsächliche Rolle der Armee und verstärkte die militärdominanten Tätigkeitsbereiche wie Kampfausbildung und Ausrüstung. 1958 beispielsweise hatten die Kommunisten versucht, die Insel Kinmen, ein Vorposten der taiwanesischen Armee vor der Küste der Festlandprovinz Fujian, zu besetzen. Die Insel wurde wochenlang bombardiert, jedoch erwiderten die Taiwanesen das Feuer und verhinderten so die Besetzung. Als dann auch noch amerikanische Kriegsschiffe in die Taiwanstraße einliefen, blieb den Rotchinesen nichts anderes übrig als das Bombardement ohne sichtlichen Erfolg fortzusetzen. Nach 20 Jahren wurde der gegenseitige Beschuß, ohne dass die VBA jemals eine Handbreit Insel besetzt hätte, wieder eingestellt106. Dass die Insel, die 1949 von den Truppen der Nationalchinesen unter der Führung der GMD besetzt wurde, zu China gehört, wird sowohl in der Volksrepublik als auch in der Republik China (offizielle Bezeichnung für Taiwan) nicht bestritten. Diese offizielle Bezeichnung soll den Herrschaftsanspruch der Regierung aus Taipeh auf das ganze Festland (samt Tibet und der inneren Mongolei) untermauern und deren Rückeroberungsversuche rechtfertigen. Diese Versuche blieben jedoch auf die Abwehr kommunistischer Angriffe und der Ausbildung und Versorgung von Untergrundkämpfern beschränkt. Ende der 70er Jahre gab dann die nationalchinesische Führung jeglichen Versuch, das Festland unter Anwendung militärischer Gewalt wiederzubesetzen, [...]
die chinesisch-vietnamesischen Grenzstreitigkeiten wurden beigelegt und selbst die Lage auf der koreanischen Halbinsel deutet auf Entspannung hin. Kritik wird vor allem an den „Neo-Interventionismus“ und den „Wirtschaftskolonialismus“103 mancher Großmächte (explizit USA und NATO) geübt; durch ihr Handel würden diese den Entwicklungsinteressen vieler Länder und dem Weltfrieden Schaden zufügen und international gültige Abmachungen (etwa die Charta der Vereinten Nationen oder die allgemein anerkannten Grundsätze zur Regelung der internationalen Beziehungen) außer Kraft setzen. Auch wird bemängelt, dass dieses Handeln die Position der UNO als Vermittlerin in internationalen Angelegenheiten schwächt. Im Bereich der Abrüstung wird das amerikanische Anti-Raketensystem NMD (National Missile Defense, mittlerweile in TMD – Theatre Missile Defence – umbenannt), das mittlerweile auch Japan und Taiwan unter seinem Schirm stellt, kritisiert104. Die Chinesen sehen darin einen Verstoß gegen die internationalen Bemühungen nach Abrüstung und die Gefährdung des Friedens und der zu schaffenden neuen Sicherheitsordnung in der Region. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass Peking befürchtet, die Schlagkraft seiner Raketen könnte durch den Abwehrschirm eingeschränkt werden. [...]
chinesischen Volkes nach Frieden99, sowohl für das eigene Land als auch für die umliegenden Gebiete, ausgedrückt; gleichzeitig sollte diese Veröffentlichung der übrigen Welt helfen, sich mit Chinas Verteidigungspolitik und mit dessen Bemühungen zur Modernisierung der Streitkräfte besser bekannt zu machen100. In dem Weißbuch wird erklärt, dass China gewillt ist, eine „friedliche Außenpolitik der Unabhängigkeit und Selbständigkeit“ und eine „defensive Verteidigungspolitik“ 101zu betreiben. Die Souveränität, die Einheit, die territoriale Integrität und die Sicherheit des Landes werden nicht in Frage gestellt. Daraus könnten sich in der Zukunft Konflikte zwischen China und den nach Unabhängigkeit strebenden Regionen Taiwan, Tibet und der von muslimischen Minderheiten bewohnten ostchinesischen Region entwickeln. Dabei wird Taipehs Zwei-StaatenTheorie, die von den USA durch Waffenlieferungen und von Japan (das Taiwan ebenfalls in sein Sicherheitskonzept einbezieht) Unterstützung erhält, als besonders gefährlich angesehen. Beim Prinzip der staatlichen Souveränität sei an die von Hong Kong und Macau ausgeübte Selbstbestimmung gedacht, die mit dem „Ein Land, zwei Systeme“- Model der Wiedervereinigung im Einklang steht. Demnach bestimmt Peking für eine Übergangszeit von 50 Jahren nur die Außen- und Verteidigungspolitik der früheren Kolonien, in anderen Bereichen, wie der Wirtschaft oder der Innenpolitik, wird keine Einmischung geduldet. Zur Landesverteidigung gehört nach Ansicht der chinesischen Führung auch das Verhindern von bewaffneten Umsturzversuchen, das, in der Tat umgesetzt, zur Verfolgung von Anhängern der Demokratiebewegung, der katholischen Kirche und der Sekten (z.B. Falun Gong) führte102. Im außenpolitischen Bereich des Weißbuchs wird die Sicherheitslage im asiatisch-pazifischen Raum in ihrer Gesamtheit als stabil betrachtet: [...]
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