Wirksamkeitsnachweis und Kosten-Relation des Einsatzes der Matrix-Rhythmus-Therapie in der Automobilindustrie
Am Beispiel der DaimlerChrysler AG am Standort Sindelfingen
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Lars Albert
- Abgabedatum: März 2006
- Umfang: 90 Seiten
- Dateigröße: 5,7 MB
- Note: 1,7
- Institution / Hochschule: DIPLOMA-Fachhochschule, Standort Plauen Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-9613-5
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-9613-5 P - ISBN (CD) :978-3-8324-9613-5 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Albert, Lars März 2006: Wirksamkeitsnachweis und Kosten-Relation des Einsatzes der Matrix-Rhythmus-Therapie in der Automobilindustrie, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Kosten-Nutzen-Analyse, Krankenstand, Pilotprojekt, Fragebogen, Fehlzeit
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Diplomarbeit von Lars Albert
Problemstellung:
„Ein gesundes Unternehmen braucht gesunde Mitarbeiter!“ Dieses vielfach verwendete Zitat ist unstrittig für alle Wirtschaftszweige zutreffend. In einer sowohl sehr arbeits- als auch produktionsintensiven Branche wie der Automobilindustrie gewinnt dieser Fakt noch größere Bedeutung. Nur die Unternehmen, welche über eine leistungsfähige, motivierte und produktive Belegschaft verfügen, werden sich dauerhaft Wettbewerbsvorteile sichern können.
Die vorliegende Diplomarbeit setzt sich mit einer Analyse auseinander, in welcher der Nutzen des Einsatzes eines relativ neuen physiotherapeutischen Behandlungsverfahrens, der sog. „Matrix-Rhythmus-Therapie“ für das Unternehmen und die Mitarbeiter innerhalb der DaimlerChrysler AG untersucht wurde. Die Arbeit betrachtet dabei u. a. im Rahmen einer Evaluation mittels Fragebögen eines Projektes der betrieblichen Gesundheitsförderung in der Automobilindustrie die Kosten und den evtl. daraus resultierenden Nutzen für das Unternehmen und gibt Empfehlungen für den weiteren Ausbau und der Effektivitätssteigerung dieser Form des Gesundheitsmanagements im Unternehmen.
Neben einer humanitären Zielsetzung zur Gesunderhaltung der Physis und Psyche des Individuums (hier: des Arbeitnehmers) müssen solche Maßnahmen des Arbeitgebers im Rahmen unternehmerischer Entscheidungen zur kostenminimalen Gestaltung der Produktion beitragen. Um ein möglichst gutes Unternehmensergebnis zu erreichen, müssen alle Ressourcen optimal genutzt werden. Für das Unternehmen ist daher entscheidend, dass Investitionen in eine solche Maßnahme mehr Nutzen als Kosten verursachen. Damit rückt im unternehmerischen Umfeld auch das Kosten-Nutzen-Verhältnis von betrieblicher Gesundheitsförderung in den Mittelpunkt.
Nur jene Aktionen, die effektiv die Gesundheitsprozesse verbessern und dem Unternehmen, welches die Maßnahmen finanziert, eine positive Relation liefern, haben eine Chance, auf Dauer durchgeführt zu werden. Die Auswertung des neuen Verfahrens mitsamt seinem Behandlungsprozess, sowie dieses positive Verhältnis zu belegen bzw. zur Weiterentwicklung der entsprechenden Maßnahmen beizutragen, ist Aufgabe der Arbeit und der Evaluation.
Oberstes Ziel der DaimlerChrysler AG ist es dabei, den überdurchschnittlich hohen Krankenfehlstand bzw. die Arbeitsunfähigkeitszeiten am Standort Deutschland bzw. speziell im Werk Sindelfingen, mittel- und langfristig zu senken, denn:
„Durch krankgeschriebene Mitarbeiter gehen der deutschen Wirtschaft jährlich rund 47,5 Mrd. Euro verloren – auf diesen Betrag summieren sich die Kosten für die Entgeltfortzahlung, das Krankengeld und eventuelle Vertretungskräfte.“ Dazu kommen diejenigen Kosten, welche durch die Krankenkassen getragen werden müssen (Diagnose, Therapie, Medikamente, usw.), wobei diese im Falle von Betriebskrankenkassen ebenfalls zu Lasten der Unternehmen gehen. Anliegen der Diplomarbeit ist es deshalb, die unterschiedlichen Effekte aufzuzeigen und einen Zusammenhang zwischen Gesundheit der Mitarbeiter, betrieblichen Maßnahmen und dem betriebswirtschaftlichen Erfolg herzustellen.
Da die MaRhyThe Schmerzursachen bereits in funktionellen Prozessstörungen sieht und in der Lage ist, diese direkt auch therapeutisch zu readaptieren, könnte somit auf bildgebundene Diagnostik weitgehend verzichtet und somit bereits Diagnosekosten (z.B. für Röntgen, Kerspintomographie, etc.) gespart werden.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | Einleitung | 1 |
| 1.1 | Problemstellung | 1 |
| 1.2 | „Aging workforce“ – Alternde Belegschaft und Demographie im Wandel | 2 |
| 2. | Die DaimlerChrysler AG | 5 |
| 2.1 | Der Gesamtkonzern | 5 |
| 2.2 | Das Werk Sindelfingen | 6 |
| 2.2.1 | Historie | 6 |
| 2.2.2 | Gegenwart | 7 |
| 2.3 | Der Werksärztliche Dienst am Standort Sindelfingen | 9 |
| 2.4 | Die Sitzfertigung | 10 |
| 3. | Analyse des Krankenstandes in der Bundesrepublik Deutschland | 12 |
| 3.1 | Begriffsklärung | 12 |
| 3.2 | Allgemeine Entwicklung der Arbeitsunfähigkeitszeiten in den letzten Jahren | 12 |
| 3.3 | Entwicklung in der deutschen Automobilindustrie | 14 |
| 3.3.1 | Bei den Hauptwettbewerbern | 14 |
| 3.3.2 | Bei der DaimlerChrysler AG | 16 |
| 3.3.2.1 | Am Standort Deutschland | 16 |
| 3.3.2.2 | Im Werk Sindelfingen | 16 |
| 3.3.2.3 | In der Abteilung BC/ATS | 17 |
| 4. | Das betriebliche Gesundheitsmanagement | 18 |
| 4.1 | Definition und Zielstellung | 18 |
| 4.2 | Betriebliche Fehlzeiten | 18 |
| 4.2.1 | Auswirkung von Fehlzeiten | 19 |
| 4.2.2 | Ursachen von Fehlzeiten | 19 |
| 4.2.2.1 | Außerbetriebliche Einflüsse | 20 |
| 4.2.2.2 | Innerbetriebliche Einflüsse | 20 |
| 4.3 | Maßnahmen zur Fehlzeitenreduktion | 20 |
| 4.4 | Modellbeispiel | 22 |
| 5. | Das Pilotprojekt | 24 |
| 5.1 | Allgemeines | 24 |
| 5.1.1 | Beschreibung | 24 |
| 5.1.2 | Arbeitsmedizinischer Aspekt | 26 |
| 5.1.3 | Ablauf | 26 |
| 5.2 | Einführung und Überblick zur Thematik der Matrix-Rhythmus-Therapie | 27 |
| 5.2.1 | Physiologischer Hintergrund | 27 |
| 5.2.2 | Rhythmus | 27 |
| 5.2.3 | Das Gerät | 28 |
| 5.2.4 | Erzielbare Effekte | 29 |
| 5.3 | Kosten | 30 |
| 5.4 | Wissenschaftliche Grundlagen | 31 |
| 5.5 | Die Matrix-Rhythmus-Therapie als neues innovatives Behandlungsverfahren | 32 |
| 5.6 | Der Aufbau des Fragebogens | 35 |
| 6. | Die Evaluation der Fragebögen | 36 |
| 6.1 | Grundsätzliches | 36 |
| 6.2 | Zusammensetzung der Stichprobe | 36 |
| 6.3 | Auswertung der Fragebögen | 37 |
| 6.3.1 | Die unternehmensspezifischen Fragen | 38 |
| 6.3.2 | Die freizeitspezifischen Fragen | 41 |
| 6.3.2.1 | Bewegung – Anspruch und Wirklichkeit | 41 |
| 6.3.2.2 | Situation der DaimlerChrysler-Mitarbeiter | 42 |
| 6.3.3 | Fragen zur Therapiebewertung | 44 |
| 7. | Gegenüberstellung verschiedener Behandlungsmethoden und Diagnostiken | 48 |
| 7.1 | Allgemeines | 48 |
| 7.2 | Einige konservative Behandlungsverfahren aus dem Leistungskatalog der Krankenkassen | 49 |
| 7.3 | Kosten der Matrix-Rhythmus-Therapie | 50 |
| 7.4 | Ermittlung des vorteilhaftesten Verfahrens | 50 |
| 8. | Auswertung der Ergebnisse der durchgeführten Behandlungen im WD-Ambulanzbetrieb | 53 |
| 8.1 | Allgemeines | 53 |
| 8.2 | Vergleich mit den Ergebnissen des Pilotprojektes | 54 |
| 9. | Abschließende Beurteilung des Projektes | 56 |
| 9.1 | Abschlussbewertung des Projektes durch die Physiotherapie „Form Aktiv“, Böblingen | 56 |
| 9.1.1 | Bewertung durch die Patienten | 56 |
| 9.1.2 | Vorschläge zur Verbesserung des Behandlungserfolges | 56 |
| 9.1.3 | Stellungnahme der Therapeutin | 56 |
| 9.2 | Abschlussbewertung der erzielten Ergebnisse | 57 |
| 9.2.1 | Vorteile der Matrix-Rhythmus-Therapie | 57 |
| 9.2.2 | Derzeitige Nachteile der Matrix-Rhythmus-Therapie | 58 |
| 10. | Fazit | 59 |
| Verzeichnis der verwendeten Quellen | 61 | |
| Anhang | 63 | |
| 1. Markenportfolio der DaimlerChrysler AG | 64 | |
| 2. Mitglieder des Vorstandes der DaimlerChrysler AG (Stand 31.12.2005) | 65 | |
| 3. Fragebogen zur Matrix-Rhythmus-Therapie in BC/ATS | 66 | |
| 4. Fragebogen zur Erfolgskontrolle der Matrix-Rhythmus-Therapie im WD | 69 | |
| 5. Erfassungsbogen zur Erfolgskontrolle der Matrix-Rhythmus-Therapie im WD | 70 | |
| 6. Bild von der Behandlung mit der Matrix-Therapie in BC/ATS | 71 | |
| 7. Bild vom Fachinterview des Autors mit dem leitenden Arzt der Rehaklinik Nordrach / Schwarzwald, Dr. med. Bernhard Dickreiter | 72 | |
| 8. Einladung und Programm zum 11. Matrix-Workshop mit Ergebnis-Präsentation des Projektes | 73 | |
| 9. Einladung und Programm zur 29. Tagung des Arbeitskreises der Deutschen Gesellschaft für Osteologie mit Ergebnis-Präsentation des Projektes | 75 |
Auf diesem Zitat des großen Wissenschaftlers Einstein basiert auch das Wirkungsprinzip der Matrix-Rhythmus-Therapie. So sind alle Prozesse und Strukturen des Körpers zeitlebens in (definierter) Bewegung. Die MatrixTherapie ist als praktische Konsequenz aus dem Projekt „Klinikgekoppelte Grundlagenforschung“ von Dr. Ulrich Randoll in den Jahren von 1991 bis 1998 an der Universität Erlangen entstanden. Sie ist ein Therapie-System mit außergewöhnlich intensiver Wirkung bezogen auf ein breites Indikationsspektrum.2 Neueste zellbiologische Forschungen führten zu der Erkenntnis, dass Körperrhythmen (z.B. Herz-, Atem-, Hirnfunktion) bis in die Zellen hinein darstellbar sind und selbst die gesunde Skelettmuskulatur bereits in Ruhe mit einem charakteristischen Frequenz- und Amplitudenspektrum oszilliert, d.h. sie schwingt in einem bestimmten Rhythmus. Und dies trifft nicht nur auf Extremsituationen wie z.B. bei Schüttelfrost zu. Wie H. Rohracher (NeuroPsychiater, Wien) bereits 1959 feststelle, konnte bestätigt werden, dass es keine rhythmischen Skelettmuskelbewegungen am bzw. im Menschen gibt, die größer als 18 Hertz sind.3 Die Matrix-Rhythmus-Therapie öffnet als tiefenwirksame Mikro-Extensionstechnik das gesamte Schwingungsspektrum, welches unter elastischer Beanspruchung des Nerven-, Stütz-, und Bewegungssystems entsteht. Ein gesunder Organismus benötigt bei Körperbewegungen in Ruhe (Vagus), sowie bei maximaler Beanspruchung (Sympathikus) das volle tiefenwirksam eingekoppelt. Dabei werden u.a. asymmetrische Gewebsdrücke erzeugt, die den Pumpund Saugeffekt simulieren sowie gleichzeitig Nervenendigungen physiologisch stimulieren, um das gesamte Gewebe rhythmisch anzuregen Schwingungsspektrum. Mittels des speziell geformten Resonators werden magnetische Schwingungen in den Körper [...]
Hierbei müssen drei verschiedene Bereiche berücksichtigt werden Zum einen die so genannten Hardwarekosten. Das Matrix-Rhythmus-TherapieGerät kostet gegenwärtig 2.758,62 Euro netto. Inklusiv des derzeitig gültigen Umsatzsteuersatzes von 16 % ergibt sich ein Bruttopreis von 3.200,00 Euro. Vom Hersteller wird eine Garantie von zwei Jahren ab Kaufdatum gewährt. Zum anderen konnte bei den Personalkosten zur Ermittlung des durchschnittlichen Stundenlohnes eines Ambulanz-Mitarbeiters nach Rücksprache mit der Personalabteilung Folgendes ermittelt werden. Inklusive sämtlicher Lohnzusatzkosten ergibt sich für einen Sanitäter ein Stundensatz in Höhe von 33,73 Euro. Umgerechnet auf eine Behandlung mit der MatrixRhythmus-Therapie mit einer Dauer von rund 30 Minuten, ergäben sich also für eine Behandlung Personalkosten von 16,87 Euro.1 Für die Bedienung des Gerätes müssen die Fachkräfte (Physiotherapeuten, Ärzte, Sanitäter) ein eintägiges Seminar besuchen. Die Gebühr für Selbiges beträgt 190,00 Euro. Dabei werden jedoch 150,00 Euro pro Teilnehmer beim Kauf eines Gerätes verrechnet, sodass sich die Kosten für das Seminar für einen Teilnehmer auf lediglich 40,00 Euro inkl. Verpflegung belaufen würden.2 Neben den Personal- und Hardwarekosten entstehen durch die Behandlung mit der Matrix-Rhythmus-Therapie lediglich noch als vernachlässigbar anzusehende Stromkosten. Mit dem restlichen für die Behandlung notwendigen Equipment, wie z.B. eine höhenverstellbare Liege, sind sowohl der Werksärztliche Dienst als auch die Sanitätsaußenstellen im Werk ausgerüstet, sodass hierfür keine weiteren Investitionen notwendig sind. [...]
Das Matrix-Rhythmus-Therapie-Gerät hat eine Höhe von 15 cm, eine Länge von ca. 20 und eine Breite von ebenfalls ca. 15 cm. Das Prinzip besteht darin, dass mit einem elektrisch betriebenen Schwingungsgeber („Resonanzkopf“) mechanische Schwingungen mit einer Frequenz von 8 bis 12 Hz in das betroffene Gewebe eingeleitet werden. Diese Schwingungseinheiten entsprechen den normalen Schwingbedingungen der Zellen und des Gewebes im Matrix-System. Eine sanfte, harmonische Adaptation der Schwingungen an das Gewebe garantiert der patentierte Schwingkopf, sodass die Gefahren von Bänderüberdehnungen bzw. der Schädigung von inneren Organen („Resonanzkatastrophe“) grundsätzlich ausgeschlossen werden.2 Durch die zusätzliche Abgabe eines kohärentenschwachen magnetischen Feldes über den Resonanzkopf verstärkt sich der Schwingungseffekt zusätzlich. Der Therapeut bewegt den schwingenden Kopf langsam über die Haut und „koppelt“ in die darunter liegende Muskulatur ein. Das Gerät erlaubt durch seine Konstruktion, dass sowohl Frequenz als auch Intensität der Schwingungen ständig variierbar sind. Dazu wird diese automatisch dem Eigenschwingungsverhalten des behandelten Gewebes angepasst.3 [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832496135
Arbeit zitieren:
Albert, Lars März 2006: Wirksamkeitsnachweis und Kosten-Relation des Einsatzes der Matrix-Rhythmus-Therapie in der Automobilindustrie, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Kosten-Nutzen-Analyse, Krankenstand, Pilotprojekt, Fragebogen, Fehlzeit



