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Dokumentation von Verrechnungspreisen zwischen nahe stehenden Personen / Gesellschaften

Dokumentation von Verrechnungspreisen zwischen nahe stehenden Personen / Gesellschaften
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Bianca Bauer
  • Abgabedatum: Februar 2005
  • Umfang: 172 Seiten
  • Dateigröße: 1,5 MB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Aschaffenburg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-9061-4
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-9061-4 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-9061-4 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Bauer, Bianca Februar 2005: Dokumentation von Verrechnungspreisen zwischen nahe stehenden Personen / Gesellschaften, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Fremdvergleichsgrundsatz, Gewinnverlagerung, EU-Rechtswidrigkeit, internationale Zusammenarbeit, OECD

Diplomarbeit von Bianca Bauer

Einleitung:

Vor dem Hintergrund der wachsenden Internationalisierung und Globalisierung der Wirtschaft gewinnt die Entwicklung multinationaler Konzerne immer mehr an Bedeutung. In erster Linie sind die konzerninternen Transaktionen zu nennen. Dabei stehen auch Fragen der Bewertung der ausgetauschten Güter im strategischen Interesse der Unternehmen, sodass mittlerweile international steuerliche Aspekte der Verrechnungspreisthematik zunehmend in den Mittelpunkt der Diskussion gerückt sind. Allerdings ist die Beschäftigung mit Verrechnungspreisen keineswegs neu, sondern fast so alt wie die Betriebswirtschaftslehre selbst.

Waren und Dienstleistungen werden verstärkt innerhalb des Konzerns getauscht, so dass schon jetzt ein großer Teil des Welthandels zwischen verbundenen Unternehmen abgewickelt wird. Um diese konzerninternen Beziehungen zu steuern und zu bewerten, werden Verrechnungspreise eingesetzt.

Die sachgerechte Gestaltung stellt bei Konzernunternehmen im Vergleich zu Geschäftsbeziehungen zwischen unabhängigen Dritten ein Problem dar. Es kann nämlich nicht ausgeschlossen werden, dass die Preise missbraucht werden, um Gewinne aus Hochsteuerländern in so genannte Niedrigsteuerländer zu verschieben. Verstärkt wird die Problematik durch das bestehende Steuergefälle zwischen den einzelnen Ländern.

So erstaunt es nicht, dass zu hohe Steuersätze abschreckend für Ausländer wirken müssen. Folgendes Zitat bringt es auf einen Punkt: "Solange es kein einheitliches Steuergesetzbuch gibt, verhalten sich weltweit tätige Unternehmen auf die natürlichste Weise: Sie grasen dort, wo der Tisch gedeckt ist, und regenerieren sich da, wo Schatten und Kühle ist." Mit Regelungen des nationalen Rechts und zwischenstaatlicher Vereinbarungen versuchen sich die verschiedenen Steuerhoheiten voneinander abzugrenzen und das ihnen zustehende Steuersubstrat zu verteidigen.

Auch der deutsche Gesetzesgeber hat mit einer neuen Vorschrift (§ 90 Abs. 3 AO) die Basis dafür geschaffen, dem Problem der Gewinnverlagerung entgegenzuwirken. Danach sind Geschäftsbeziehungen zu nahe stehenden Personen im Ausland zu dokumentieren. Mit dieser Pflicht zur Dokumentation von Verrechnungspreisen folgte er lediglich dem Trend im Ausland, denn die USA als Vorreiter haben bereits 1994 Dokumentationspflichten eingeführt.

Gang der Untersuchung:

Mit der vorliegenden Diplomarbeit wird das Ziel verfolgt, die Gesetzesanforderungen zur Dokumentation von Verrechnungspreisen am Beispiel der MAN Roland Druckmaschinen AG in der Praxis umzusetzen. Unter zusätzlicher Berücksichtigung der Verrechnungspreisrichtlinien der MAN AG soll der Schwerpunkt der Dokumentation auf den Geschäftsbereich "Bogendruck" gerichtet werden. Hierfür wird ein Dokumentations- bzw. Aufzeichnungssystem entwickelt und die erforderlichen Dokumente zusammengestellt.

Im Hauptteil sollen die Anforderungen an eine Dokumentation nach der Gewinnabgrenzungsaufzeichnungsverordnung (GAufzV) erarbeitet und deren Erstellung, Analyse, Implementierung bzw. Realisierung und Pflege dokumentiert werden.

Das angestrebte Ziel ist die gesetzlichen Vorschriften zu erfüllen und auf zukünftige Betriebsprüfungen vorbereitet zu sein. Vorausgesetzt werden hierbei der Aufbau des Dokumentationssystems, sowie die zukünftige Sicherstellung, Versorgung und Pflege der Dokumentation.

Die folgende Arbeit stellt die wichtigsten Grundlagen von Verrechnungspreisen sowie die Dokumentationsanforderungen vor, wobei das Hauptaugenmerk in Kapitel 4 der GAufzV gilt. Darauf aufbauend entwickelt sie die Gestaltung und Implementierung einer Verrechnungspreisdokumentation für die MAN Roland AG, um sie in Kapitel 6 einer kritischen Beurteilung zu unterziehen. Ein kurzes Resümee bildet den Abschluss dieser Arbeit.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis
Vorwort IV
Inhaltsverzeichnis V
Abbildungsverzeichnis VIII
Tabellenverzeichnis IX
Abkürzungsverzeichnis X
1. Aufgabenstellung 1
1.1 Einführung in die Thematik 1
1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit 2
2. Verrechnungspreise 3
2.1 Begriffsabgrenzung 3
2.2 Wirkungsweise und Relevanz 4
2.3 Funktionen und Ziele 7
2.4 Betriebswirtschaftliche Formen der Verrechnungspreisbestimmung 9
2.5 Steuerliche Aspekte der Verrechnungspreisgestaltung 11
2.5.1 Merkmale und Arten des Fremdvergleichs 11
2.5.2 Rechtliche Grundlagen des Fremdvergleichs 12
3. Dokumentationsanforderungen 15
3.1 Aufzeichnungspflichten in Deutschland 15
3.1.1 Bisherige Rechtslage 15
3.1.2 Reform der bisherigen Rechtslage 17
3.1.3 Alte und neue Rechtslage im Vergleich 19
3.2 Dokumentationspflichten nach den OECD-Richtlinien 20
4. Die Dokumentation nach der GAufzV 21
4.1 Überblick 21
4.2 Allgemeine Anforderungen an die Dokumentation 21
4.3 Zeitpunkt der Erstellung der Dokumentation 24
4.4 Inhalt der Dokumentation 25
4.4.1 Dokumentation in Normalfällen 25
4.4.2 Dokumentation in besonderen Fällen 26
4.5 Vereinfachte Nachweispflichten für kleinere Unternehmen 27
4.6 Nutzen einer Dokumentation 27
5. Die Verrechungspreisdokumentation in der Praxis (am Beispiel der MAN Roland AG) 29
5.1 Organisatorische Umsetzung der Dokumentationspflicht im Unternehmen 30
5.1.1 Erstmalige Darstellung der Dokumentation 30
5.1.2 Verwendung bereits bestehender Verrechnungspreisdokumentationen 32
5.1.3 Vervollständigung und Aktualisierung der Verrechnungspreisdokumentation 32
5.2 Der Dokumentationsprozess im Einzelnen 33
5.2.1 Allgemeine Informationen zum Konzern 33
5.2.2 Analyse 38
5.2.2.1 Analyse der konzerninternen Geschäftsbeziehungen 38
5.2.2.2 Aufzeichnungen in besonderen Fällen 42
5.2.2.3 Funktions- und Risikoanalyse 43
5.2.3 Verrechnungspreissystem 45
5.2.3.1 Verrechnungsformen von Lieferungen und Leistungen 45
5.2.3.2 Steuerliche Methoden zur Verrechnungspreisgestaltung 46
5.2.3.2.1 Transaktionsbezogene Standardmethoden 47
5.2.3.2.2 Gewinnbasierende Methoden 52
5.2.3.3 Festlegung der Verrechnungspreismethode 53
5.2.4 Anwendungsbereiche 55
5.2.4.1 Vertrieb von Wirtschaftsgütern 55
5.2.4.2 Sonstige Dienstleistungen 56
5.2.4.3 Überlassung von (immateriellen) Wirtschaftsgütern 56
5.2.4.4 Umlageverträge/Poolvereinbarungen 57
5.2.4.5 Entsendung von Personal 58
5.2.4.6 Finanzierungsleistungen 59
5.2.5 Beispiele für die Verrechnungspreisanalyse 60
5.3 Bedeutung konzerninterner Richtlinien 61
6. Kritische Beurteilung und aktuelle Entwicklungen 63
6.1 Würdigung der GAufzV 63
6.2 Formen und Bedeutung internationaler Zusammenarbeit 64
6.3 Interaktion der Dokumentationspflicht mit dem digitalen Zugriff der Finanzverwaltung 67
6.4 EU-Rechtswidrigkeit der Vorschriften? 68
6.5 Sonstige offene Fragen und Probleme 69
7. Resümee 70
Literaturverzeichnis 71
Rechtsquellenverzeichnis 79
Anhang 80
Anhang 1: Zahlenbeispiele Verrechnungspreismethoden
Anhang 2: Vorgehensweise bei der Verrechnungspreisdokumentation
Anhang 3: Erläuterungen zur Vorgehensweise
Anhang 4: Aufstellung Liefer- und Leistungsbeziehungen der MR Gruppe
Anhang 5: Aufstellung Geschäftsbeziehungen zu nahe stehenden Personen
Anhang 6: Funktions- und Risikoanalyse
Anhang 7: Fragebogen zu bestehenden Auslandsbeziehungen
Anhang 8: Mustervertrag
Anhang 9: MAN Roland Geschäftsbericht 2003

Arbeit zitieren:
Bauer, Bianca Februar 2005: Dokumentation von Verrechnungspreisen zwischen nahe stehenden Personen / Gesellschaften, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Fremdvergleichsgrundsatz, Gewinnverlagerung, EU-Rechtswidrigkeit, internationale Zusammenarbeit, OECD

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