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Mundpropaganda Marketing - Warum müssen Unternehmen ohne Botschaft werben?

Aktuelle Entwicklung, Beurteilung und Expertenmeinungen

Mundpropaganda Marketing - Warum müssen Unternehmen ohne Botschaft werben?
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Sabine Andres
  • Abgabedatum: Juni 2005
  • Umfang: 100 Seiten
  • Dateigröße: 1,1 MB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Hochschule der Medien (ehem. Hochschule für Druck und Medien Stuttgart (FH)) Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-9011-9
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-9011-9 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-9011-9 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Andres, Sabine Juni 2005: Mundpropaganda Marketing - Warum müssen Unternehmen ohne Botschaft werben?, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Word of mouth, Buzz Marketing, Word of Mouth Marketing

Diplomarbeit von Sabine Andres

Problemstellung:

In Zeiten absoluter Informationsüberflutung muss sich die Werbung großen Herausforderungen stellen. Es geht nicht mehr allein darum Aufsehen zu erregen, sondern man muss Glaubwürdigkeit schaffen. Doch durch den immer größer werdenden Werbeaufwand erzeugt die Branche genau das Gegenteil. „Ein lästiges Grundrauschen der Marketingkommunikation wurde erreicht, und ist zu einem kollektiven Tinnitus der Menschheit geworden.“ Immer wieder wird mit Erstaunen festgestellt, welcher Menge an Botschaften der Verbraucher mittlerweile ausgesetzt ist. Diese Informationsüberlastung erschwert die Informationsverarbeitung und führt dazu, dass die Konsumenten anfangen zu selektieren. Darüber hinaus wird die Branche auch noch von neuen werbefeindlichen Technologien attackiert. Neuheiten, die dem Zuschauer erlauben nervende Werbeblöcke einfach auszublenden sind da erst der Anfang. Die Werbung verliert immer mehr ihren Platz in den Wohnzimmern und Anzeigen werden schon längst überblättert.

Seth Godin, amerikanischer Bestsellerautor (Permission Marketing), definiert Werbung als eine „Wissenschaft, die mediale Botschaften kreiert und dann so platziert, dass sie den Konsumenten unterbrechen und dazu anspornen soll, ein bestimmtes Verhalten an den Tag zu legen.“ Da der Medienkonsum aber immer freiwilliger wird, hat das traditionelle Unterbrechungsmarketing große Probleme die Konsumenten zu erreichen. Unternehmen müssen sich auf raffinierte und feinsinnige Methoden einlassen um die Verbraucher zu erreichen. Neue Werbestrategien sind gefragt. Der zwischenmenschliche Kontakt wird entscheidend fürs Marketing.

Buzz Marketing setzt auf diese Raffinesse und ist in der Voraussetzung verankert, dass Mundpropaganda die effektivste Form der Promotion ist und eine Empfehlung aus dem sozialen Umfeld die ultimative Marketing Waffe darstellt.

Buzz Marketing Strategien sollen abseits der traditionellen Werbung den Unternehmen helfen, sich das Phänomen der Mundpropaganda zunutze zu machen und dadurch an Glaubwürdigkeit gewinnen. In den USA und England ist der Ansatz des Mundpropaganda Marketingkonzepts bereits weit verbreitet. Mundpropaganda wird bei der täglichen Entscheidungsfindung immer wichtiger. Über 75 Prozent der Verbraucher vertrauen bei der Kaufentscheidung Empfehlungen von Freunden und Bekannten. Zu diesem Ergebnis kam im Frühjahr 2004 die Studie „Where’s Debbie?“ Herausgeber ist Medialab, die Marktforschungsabteilung der internationalen Mediaagentur Mediaedge:cia.

Prinzipiell geht es beim Mundpropaganda Marketing um das Bestreben, ein neues Produkt oder einen neuen Service durch geschicktes Erzeugen von Begeisterung zu vermarkten. Anstatt die Werbung immer lauter und aggressiver zu gestalten werden einzelne Personen beeinflusst. Denn erst wenn man eine positive Einstellung zum Produkt erzeugen konnte, werden diese zu spontanen Botschaftern. Sprich: Zu Agenten im Dienste der Werbung.

Ziel der Arbeit ist, den Bereich Word of Mouth Marketing bzw. Mundpropaganda Marketing zu definieren und das Zusammenspiel mit den Begriffen Viral- und Buzz Marketing darzustellen.

Die Arbeit soll zeigen, wie wichtig das Weiterempfehlungsmarketing ist und mit welchen unterschiedlichen Ansätzen man Mundpropaganda Kommunikation erreichen kann. Die einzelnen Ansätze werden daraufhin analysiert und bewertet.

Durch eine qualitative Expertenbefragung soll sich herausbilden, inwieweit Mundpropaganda Kommunikation die Marketinglösung der Zukunft ist und wie die Bereitschaft der Unternehmen aussieht, sich mit diesen Kommunikationsansätzen zu befassen.

Gang der Untersuchung:

Die in Kapitel 2 aufgezeigten Entwicklungen in der Marktkommunikation sowie im Konsumentenverhalten sollen den Bedarf an neuen Kommunikationsformen deutlich machen und Problemfelder in der traditionellen Kommunikation aufzeigen.

In Kapitel 3 wird der Themenbereich Mundpropaganda Marketing analysiert. Es werden die Gründe für die steigende Popularität neuer Marketing Methoden genannt, sowie die Ursachen dafür erörtert. Weiterhin wird Mundpropaganda Marketing in seinen einzelnen Elementen anhand eines Schaubildes veranschaulicht.

Als Form des Mundpropaganda Marketing wird in Kapitel 4 das Buzz Marketing als neue Marketingstrategie untersucht. Dabei wird zunächst eine Definition aufgestellt. Mit Hilfe eines Schaubildes wird das Zusammenspiel von Mundpropaganda-, Viral- und Buzz Marketing dargestellt. Anschließend wird auf die Produkteigenschaften eingegangen, um herauszufinden welche Produkte für diese Form der Kommunikation geeignet sind.

In einem weiteren Punkt erfolgt die Aufklärung über die Wirkungsweise der Mundpropaganda. Anhand verschiedener Theorien wir der Anreiz, für die Kommunikation der Konsumenten untereinander, hergeleitet. Abschließend wird an Beispielen verdeutlicht, in welcher Form Buzz Marketing eingesetzt werden kann.

Kapitel 5 beschäftigt sich mit der Bedeutung und Einstellung zum Mundpropaganda- und Buzz Marketing unter Berücksichtigung einer Expertenbefragung. Die Antworten geben Einblicke inwieweit Unternehmen offen für neue Kommunikationsinstrumente sind.

Abschließend wird in Kapitel 6 ein Fazit gezogen und ein Ausblick auf die zukünftige Entwicklung gegeben.

Inhaltsverzeichnis:

Erklärung 2
Inhaltsverzeichnis 3
Abbildungsverzeichnis 5
1. Einleitung 6
2. Aktuelle Entwicklung in der Marktkommunikation 8
2.1 Veränderungen der Marktkommunikation/Trends 8
2.1.1 Sozial-gesellschaftliche Veränderung 8
2.1.2 Kommunikative Veränderung 9
2.2 Veränderung im Konsumentenverhalten/Trends 11
2.2.1 Entwicklungsdynamik von Trends 12
2.2.2 Der Einfluss durch Dritte 16
2.2.2.1 Meinungsführer 16
2.2.2.2 Multiplikatoren 19
2.2.3 Veränderung der Marktbedingungen 19
2.3 Ein Ausblick 20
3. Mundpropaganda Marketing 21
3.1 Gründe für die steigende Popularität des Mundpropaganda Marketing 22
3.2 Grundlagen des Mundpropaganda Marketing 25
3.2.1 Motive für Mundpropaganda 26
3.2.2 Anwendung im Marketing 28
3.2.3 Elemente des Mundpropaganda Marketing 29
3.2.4 Mundpropaganda Marketing in Deutschland 32
3.3 Prozess der Adaption und Diffusion von Innovationen im Mundpropaganda Marketing 33
3.4 Zwischenfazit: Darum ist Mundpropaganda so effektiv 35
4. Buzz Marketing 36
4.1 Abgrenzung zum Viral Marketing 37
4.1.1 Definition und Eigenschaften des Viral Marketing 38
4.1.2 Aspekte einer Viral Marketing Strategie 38
4.2 Definition Buzz Marketing 39
4.2.1 Buzz-, und Viral Marketing 40
4.3 Produkteigenschaften 42
4.4 Besonderheiten von Buzz Marketing (The Buzz on Buzz) 46
4.4.1 Warum brauchen wir Buzz Marketing? 50
4.4.2 Warum sollen Leute reden? Theorien und Erfolgsfaktoren zur Verbreitung von Botschaften 51
4.4.2.1 Die Theorie des Tipping Point 53
4.4.2.2 Die Theorie des Buzz Marketing 54
4.4.2.3 Agenda Setting Approach 57
4.4.3 Zusammenfassung und Ableitung von Erfolgsfaktoren 58
4.5 Beispiele für Buzz Marketing 59
4.5.1 Seed Marketing 59
4.5.1.1 Beispiele für Seed Marketing 60
4.5.2 Open Source Marketing 67
4.5.2.1 Prinzip des Open Source Marketing 69
4.5.2.2 Beispiele für Open Source Marketing 70
4.6 Chancen und Risiken für Unternehmen 72
4.6.1 Weblogs – Chancen für Unternehmen 73
4.6.2 Rechtliche Risiken für Unternehmen 75
4.6.2.1 Stealth Marketing Aktionen 76
4.6.3 Notwendigkeit der Erfolgsmessung 78
5 Bedeutung und Einstellung zum Mundpropaganda-, Buzz Marketing unter Berücksichtigung einer Expertenbefragung 80
5.1 Zielsetzung der Untersuchung, methodisches Vorgehen und Auswahl der Gesprächspartner 80
5.2 Einstellung zu Mundpropaganda Marketing 81
5.2.1 Bereitschaft deutscher Unternehmen mit Mundpropaganda Marketing Methoden zu werben? 82
5.2.2 Wird Mundpropaganda traditionelles Marketing ablösen, oder gibt es eine Verschiebung in der Gewichtung der Kommunikationskanäle? 82
5.2.3 Bedarf es eines Mundpropaganda Spezialisten in deutschen Unternehmen? 83
5.3 Einstellung zum Buzz Marketing 84
5.3.1 Warum brauchen wir neue Methoden? Was ist mit der herkömmlichen Werbung passiert? 84
5.3.2 Werbewirkung versus Effizienz 85
5.3.3 Entwicklungspotential in den nächsten 5 Jahren 85
5.4 Zusammenfassung und Fazit der Experteninterviews 86
6. Zusammenfassung und Ausblick 87
Anhang 89
Literaturverzeichnis 90

Automatisiert erstellter Textauszug:

Dem gegenüber stehen Techniken, die externe Motivationsfaktoren schaffen: Geld ist zum Beispiel ein sehr einfacher externer Motivationsfaktor. Fälle, in denen Mundpropaganda finanziell erkauft wurde sind daher nicht unüblich. (Beispiel Bzz Agents, Kapitel 4.5.1.1) Was beeinflusst eine positive Mundpropaganda? Was sind die Einflussfaktoren, die einen Konsumenten veranlassen, ein Unternehmen weiterzuempfehlen? Die Antwort gibt eine in der Absatzwirtschaft veröffentlichte Studie in der herauskam, dass durch positive Erfahrungen, durch die Freundlichkeit, die die Kunden mit der Kontaktperson im Unternehmen erfahren, oder durch das positive Erlebnis, die die zügige Abwicklung eines Geschäfts, positive Mundpropaganda beeinflusst wird. Vergleich dazu Abbildung 15. Schaubild: Was löst bei Ihnen oft oder sehr oft eine Empfehlung aus? „Aus der grauen Masse der schutzbedürftigen Verbraucher schälen sich gut informierte selbstbewusste Kunden heraus.“ [...]

Nicht alle diese Taktiken passen für jedes Produkt. Manager müssen sich darüber im Klaren sein, welche Techniken sie in welcher Reihenfolge auf welches Produkt anwenden. Die Verbreiter von Mundpropaganda sind die besten Kunden: Die Einbeziehung von Innovatoren ist zwar ein wichtiger Bestandteil des Mundpropaganda Marketings, aber es reicht nicht aus, sich allein auf diese Personengruppe zu konzentrieren. Die besten Produktschrittmacher sind nicht immer jene Leute an die man sofort denkt. Oft ist es so, dass die ideale Käuferschaft eben auch einer Gegenkultur entstammt. Am Beispiel Absolut Wodka wird dieser Trend deutlich: Die Marke schaffte den Umschwung von einem billigen No-Name-Produkt zu einer angesagten Alkohol Marke indem sie sich bewusst nicht an Männer mittleren Alters richteten, sondern sich auf die Schwulengemeinde in San Francisco konzentrierte. Es dauerte nicht lange bis sich der Trend über diese Gemeinde hinaus verbreitete und in Verbindung mit einer preisgekrönten Werbekampagne zum meistverkauftesten Wodka in den USA wurde. [...]

Auf Ikonen setzen: Eine andere Taktik besteht darin, sich der Unterstützung von Berühmtheiten zu bedienen. Dank einiger Anzeigenkampagnen mit Ikonen wie Michael Jordan und Tiger Woods, hat Nike einen großen Markenerfolg. Auf die Überzeugungskraft von Rankings setzen: Solche Listen sind wirksame Instrumente bei der Erzeugung von Mundpropaganda, denn sie sind eine nützliche Orientierungshilfe für Konsumenten die mit Informationen überschwemmt wurden. Auf die Interessen des breiten Publikums eingehen: Diese abschließende Taktik hat zum Ziel, in einer Markengemeinschaft die Produkttreue zu verstärken. Diese Strategie zielt auf die breite Masse ab. Hier gilt es frühe Käufer eines Produkts zu finden, die dann wiederum andere Leute vom Nutzen des Produkts überzeugen. [...]

Arbeit zitieren:
Andres, Sabine Juni 2005: Mundpropaganda Marketing - Warum müssen Unternehmen ohne Botschaft werben?, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Word of mouth, Buzz Marketing, Word of Mouth Marketing

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