Usability im World Wide Web
Dipl-Inf. (FH) Bettina Neumann wurde am 21. April 2005 vom VDI-Bezirksverein Augsburg e.V. für Ihre hervorragende Diplomarbeit mit dem Titel "Usability im World Wide Web" ein Preis verliehen
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Bettina König, geb. Neumann
- Abgabedatum: Dezember 2004
- Umfang: 209 Seiten
- Dateigröße: 11,4 MB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Fachhochschule Augsburg Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-8938-0
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-8938-0 P - ISBN (CD) :978-3-8324-8938-0 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung: Die Studie wurde vom VDI-Bezirksverein Augsburg e.V. ein Preis für eine "hervorragende Diplomarbeit" verliehen.
- Arbeit zitieren: König, geb. Neumann, Bettina Dezember 2004: Usability im World Wide Web, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: benutzerfreundlich, gebrauchstauglich, Website, Webdesign, Benutzerorientierung
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Diplomarbeit von Bettina König, geb. Neumann
Einleitung:
Das World Wide Web ist inzwischen ein fester Bestandteil des täglichen Lebens. Keine Werbung kommt mehr ohne WWW-Adresse aus. Sei es nun auf dem voraus fahrenden LKW, in den Spots vor dem Kinofilm oder in Annoncen. Doch dies reicht heutzutage nicht mehr aus, denn zu viele Unternehmen sind inzwischen im World Wide Web vertreten. Nur durch die Angabe der WWW-Adresse ist kein Abheben von der Konkurrenz mehr möglich. Zudem werden auch die Benutzer der Websites immer anspruchsvoller. Allerdings weisen immer noch viele Websites schwerwiegende Mängel bezüglich der Bedienerfreundlichkeit auf und missachten etliche Konventionen, die für einen Auftritt im Web als Standard gelten sollten.
Doch schwer oder umständlich zu benutzende Websites können bei Unternehmen unter Umständen Umsatzeinbußen in Milliardenhöhe verursachen. Warum auf einer Seite verweilen, die unübersichtlich aufgebaut, zu langsam ist oder nicht auf die Bedürfnisse der Besucher abgestimmt wurde? Meist sind nicht abgeschlossene Transaktionen oder die Abwanderung zur Konkurrenz die Folge schlechter Website-Usability. Somit sollte neben der Sicherheit und der Preisgestaltung die Bedienerfreundlichkeit zu einem Schlüsselkriterium einer erfolgreichen Website werden.
Was nun einen guten, leicht zu benutzenden Web-Auftritt ausmacht, ist eine Frage, die sich nicht so ohne Weiteres beantworten lässt. Denn nicht alles funktioniert auf jeder Website gleich gut. Einer der wichtigsten Gründe hierfür liegt bei den Benutzern der Website. Wie in der realen Welt hat auch im World Wide Web jedes Produkt seine eigene Zielgruppe. Nur mit dem Unterschied, dass in diesem Fall die Website das Produkt ist. Allerdings sind viele Web-Auftritte nicht optimal auf die anvisierte Zielgruppe zugeschnitten. Denn nicht der Designer, sondern die Benutzer der Website müssen später mit den Seiten zurechtkommen. Somit wird der Benutzer in ein völlig neues Licht gerückt. Dies hat zur Folge, dass die Schnittstelle zwischen dem Menschen (als Website-Besucher) und der Maschine (als Web-Auftritt) so gut wie möglich aufeinander abgestimmt sein sollte.
„Um Produkte wirklich benutzerfreundlich zu machen, muss Usability schon von Anfang an als zentrale Eigenschaft des Produktes mit geplant und mit entsprechenden Methoden vorangetrieben werden.“ Gang der Untersuchung:
In der vorliegenden Diplomarbeit soll ein existierender Web-Auftritt auf Benutzerfreundlichkeit hin untersucht werden. Dazu wurde insbesondere ein Usability-Test mit der anvisierten Zielgruppe durchgeführt.
Zuvor werden die Kriterien für eine gebrauchstaugliche Website angeführt. Dies geschieht anhand der drei Website-Dimensionen Interface-, Site- und Page-Design. Diese drei Bereiche stellen das Grundgerüst jeder Website dar und sollen somit nach Kriterien der Usability untersucht werden.
Im zweiten Kapitel erfolgen zunächst Begriffsbestimmungen und eine kurze Einführung in die Web-Accessibility. Das dritte Kapitel behandelt betriebswirtschaftliche Aspekte, um zu zeigen, dass Usability auch von diesem Standpunkt aus gesehen sinnvoll ist. Anschließend wird auf Unterschiede zwischen Web-Design und GUI- bzw. Print-Design eingegangen.
Im zweiten Teil der Diplomarbeit sollen die wesentlichen Bestandteile eines Webprojektes nach Usability-Kriterien vorgestellt werden. Zu diesem Zweck werden die drei Website-Dimensionen Interface-, Site- und Page-Design eingeführt. Ab Kapitel sieben folgt der praxisorientierte Teil. Zunächst wird das Usability-Testing vorgestellt. Sowohl die einzelnen Phasen eines Tests als auch die wichtigsten Methoden sollen erläutert werden.
Kapitel elf behandelt den durchgeführten Usability-Test und gibt Empfehlungen für ein eventuelles ReDesign des getesteten Web-Auftritts. Kapitel zwölf schließt die Arbeit mit einer Zusammenfassung ab und gibt einen kurzen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen.
Inhaltsverzeichnis:
| I. | Grundlagen | 1 |
| 1. | Einführung | 1 |
| 1.1 | Ziel der Arbeit | 2 |
| 1.2 | Aufbau der Arbeit | 2 |
| 2. | Usability und WebDesign | 3 |
| 2.1 | Begriffsbestimmungen | 3 |
| 2.2 | Web-Accessibility | 6 |
| 3. | Betriebswirtschaftliche Aspekte | 7 |
| 3.1 | Aktuelle Zahlen | 7 |
| 3.2 | Kosten-Nutzen-Berechnungen | 9 |
| 3.3 | Discount Usability | 13 |
| 4. | Web-Design versus GUI- und Print-Design | 15 |
| II. | Usability und dasWeb | 19 |
| 5. | Interface-Design | 19 |
| 5.1 | Schreiben für das Web | 19 |
| 5.2 | Aktualität | 27 |
| 5.3 | Glaubwürdigkeit | 28 |
| 5.4 | Video und Sound | 34 |
| 5.5 | Animationen | 37 |
| 5.6 | Kommunikation | 42 |
| 5.6.1 | Formulare | 42 |
| 5.6.2 | E-Mails | 48 |
| 5.6.3 | Interaktive Abläufe | 50 |
| 6. | Site-Design | 57 |
| 6.1 | Navigation | 57 |
| 6.1.1 | Websitestruktur | 59 |
| 6.1.2 | Navigationsdesign | 64 |
| 6.1.3 | Navigationswording | 69 |
| 6.2 | Hompage-Design | 70 |
| 6.3 | Suchfunktionen | 76 |
| 6.4 | Linksammlungen zu externen Websites | 80 |
| 6.5 | Frequently Asked Questions (FAQ) | 82 |
| 6.6 | Benutzerfreundliche Error-Seiten | 84 |
| 7. | Page-Design | 86 |
| 7.1 | Seitenlayout | 86 |
| 7.2 | Frames | 91 |
| 7.3 | Tabellen | 95 |
| 7.4 | Stylesheets | 99 |
| 7.5 | Bilder | 101 |
| 7.6 | Typografie | 105 |
| 7.7 | Farbgestaltung | 109 |
| III. | Praxis | 115 |
| 8. | Konzeption des Web-Usability | 115 |
| 8.1 | Ziel des Tests | 115 |
| 8.2 | Nutzergruppen | 116 |
| 9. | Phasen des Web-Usability | 119 |
| 9.1 | Planungsphase | 119 |
| 9.2 | Durchführungsphase | 123 |
| 9.3 | Auswertungsphase | 125 |
| 10. | Usability-Methoden | 127 |
| 10.1 | Expertenorientierte Evaluation | 127 |
| 10.1.1 | Heuristische Evaluation | 127 |
| 10.1.2 | Cognitive Walkthrough | 130 |
| 10.2 | Benutzerorientierte Evaluation | 131 |
| 10.2.1 | Fokusgruppen | 131 |
| 10.2.2 | Card Sorting | 131 |
| 10.2.3 | Prototyping | 133 |
| 10.2.4 | Feldstudien | 133 |
| 10.2.5 | Interviews und Fragebögen | 134 |
| 10.2.6 | Thinking Aloud Methode (TAM) | 136 |
| 10.2.7 | Eye Tracking | 137 |
| 11. | Bewertung einerWebsite mit der TAM-Methode | 138 |
| 11.1 | Ziele | 138 |
| 11.2 | Phasen des Tests | 138 |
| 11.2.1 | Planungsphase | 138 |
| 11.2.2 | Durchführungsphase | 149 |
| 11.2.3 | Auswertungsphase | 151 |
| 11.3 | Empfehlungen | 158 |
| 11.3.1 | Interface-Design | 159 |
| 11.3.2 | Site-Design | 162 |
| 11.3.3 | Page-Design | 165 |
| 12. | Resümee | 168 |
| 12.1 | Testproblematik | 168 |
| 12.2 | Rückblick | 170 |
| 12.3 | Chancen | 172 |
| A. | Fragebögen und Checklisten | 176 |
| A.1 | Orientierungsskript | 176 |
| A.2 | Einverständniserklärung | 177 |
| A.3 | Demografischer Fragebogen | 178 |
| A.4 | Post-Fragebogen | 179 |
| A.5 | Checklisten | 183 |
| A.5.1 | Testvorbereitung | 183 |
| A.5.2 | Testdurchführung | 183 |
| A.5.3 | Moderator | 184 |
| A.5.4 | Thinking Aloud Methode | 184 |
| A.6 | Testaufgaben | 185 |
| B. | Ergebnisse des Usability-Tests | 186 |
| B.1 | Demografischer Fragebogen | 186 |
| B.2 | Post-Fragebogen | 188 |
| C. | Verzeichnis des Bildmaterials aus dem WWW | 191 |
jeder Zeitung schnell zurechtzufinden und für ihn interessante Storys heraus zu filtern. Selbst im Web haben sich bereits einige Konventionen durchgesetzt, denkt man nur an den Einkaufswagen auf E-Commerce-Sites. Die meisten Menschen kennen inzwischen die Bedeutung dieses Symbols, auch wenn kein erklärender Text darunter steht. Konventionen werden bekanntlich nur zu Konventionen, wenn sie funktionieren und von den Nutzern angenommen werden. Dieser Vorgang braucht Zeit, vollzieht sich aber im WWW überraschend schnell. Doch gerade bei Designern sind Konventionen nicht sehr beliebt. Sie würden lieber „das Rad neu (..) erfinden“146 , anstatt altbewährte Techniken einzusetzen, denn die Ergebnisse könnten langweilig erscheinen. Dies sollte jedoch nur bei entsprechendem Wertzuwachs für den Nutzer der Fall sein, sodass eine kleine Lernkurve gerechtfertigt ist.147 Eine dieser Konventionen wurde leicht abgewandelt von den Tageszeitungen in das Web übernommen. Immer öfter trifft man im WWW auf das dreigeteilte Seitenlayout, wie es in Abbildung 21 auf der folgenden Seite zu sehen ist. Diese Aufteilung basiert auf drei Fragen, die sich der Nutzer während des Besuchs laufend stellen muss:148 - Wo bin ich? - Wohin kann ich gehen? - Worum geht es? Gleichzeitig werden logisch zusammengehörige Einheiten gruppiert und erlauben den Nutzern eine schnelle Entscheidung, welche Informationen für sie interessant sind und welche ignoriert werden können. Bickverlaufsstudien [...]
Würde man die Titelblätter verschiedener Tageszeitungen nebeneinander legen, so würde man auf fast identische Seiten schauen. Ganz oben auf der Titelseite ist der Name der Zeitung zu finden, gleich darunter der Leitartikel und weitere kleinere Artikel. Jeder weiß inzwischen, dass eine Überschrift durch große Schrift und Fettdruck dargestellt wird, dass der darunter stehende Text der Artikel zur Überschrift ist und das Text unter einem Bild entweder eine Bildunterschrift oder ein erklärender Text dazu ist. Dies alles sind Konventionen, die sich nach und nach bei den Lesern durchgesetzt haben und als selbstverständlich angenommen werden. Sie erleichtern es den Lesern, sich in [...]
Abbildung 19: Statusmeldungen bei Serverfehlern [W13] Um dem Nutzer die Suche zu erleichtern, sollten nicht die teilweise kryptischen Standardfehlermeldungen des Servers angezeigt werden, sondern eigens gestaltete, dem Look and Feel der Site angepasste Error-Seiten. Diese Seiten sollten dem Nutzer mögliche Ursachen für das Auftreten des Fehlers erläutern und weitere Navigationsmöglichkeiten anbieten, damit er trotzdem sein Ziel noch erreichen kann.145 Diese individuellen Fehlerseiten, wie zum Beispiel beim Reiseanbieter Expedia in Abbildung 20 auf der folgenden Seite, sind bereits in den meisten größeren Webauftritten zu finden. Allerdings fehlt auch bei diesem Beispiel noch ein Link auf die Startseite. Das Anbieten einer Suchmöglichkeit wäre eine weitere Verbesserung. Mit einer durchdachten Fehlerseite kann der Nutzer sein Ziel auch dann noch erreichen, wenn er einem veralteten Link gefolgt ist. [...]
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http://www.diplom.de/ean/9783832489380
Arbeit zitieren:
König, geb. Neumann, Bettina Dezember 2004: Usability im World Wide Web, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
benutzerfreundlich, gebrauchstauglich, Website, Webdesign, Benutzerorientierung




