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Konzeption und Implementierung eines Card Sorting Tools

Konzeption und Implementierung eines Card Sorting Tools
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Steffen Schilb
  • Abgabedatum: September 2003
  • Umfang: 120 Seiten
  • Dateigröße: 1,2 MB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Kaiserslautern Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-8488-0
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-8488-0 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-8488-0 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Schilb, Steffen September 2003: Konzeption und Implementierung eines Card Sorting Tools, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: User Centered Design, Informationsarchitektur, Usability, Clusteranalyse, Interaktionsdesign

Diplomarbeit von Steffen Schilb

Zusammenfassung:

Card Sorting ist eine Methode, die zur Strukturierung von Webseiten eingesetzt werden kann. Sie findet ihren Einsatz in einem auf den Benutzer ausgerichteten Entwicklungsprozess (User-Centered Design). Dabei haben Testnutzer die Aufgabe, Karteikarten, die die jeweiligen Inhalte einer Webseite repräsentieren – eine Karte steht für einen abgegrenzten Inhalt - hinsichtlich ihrer Zusammengehörigkeit zu gruppieren und anschließend den Gruppen sinnvolle Namen zuzuweisen. Die Ergebnisse der Sortierung geben wertvolle Rückschlüsse auf das mentale Modell, dass Nutzer von der Webseite haben und bieten eine wichtige Grundlage zur Konzeption der Informationsarchitektur.

Die Arbeit besteht aus zwei Teilen. Im ersten Teil wird die Card Sorting Methode thematisch eingeordnet, indem übergeordnete Gebiete wie User-Centered Design oder Informationsarchitektur näher betrachtet werden. In diese Themenbereiche fallen beispielsweise Personas, Scenarios, Task Analyse oder mentale Modelle. Anschließend wird auf die verschiedenen Card Sorting Verfahren eingegangen, beispielsweise Open Card Sort, Closed Card Sort oder Card Based Classification Evaluation. Dabei werden die Unterschiede zwischen Computerbasiertem und dem Papierbasiertem Card Sorting verdeutlicht, die sich vor allem in der Analyse der Ergebnisse unterscheiden (Eyeballing vs. Clusteranalyse).

Im zweiten Teil wird die Konzeption einer Card Sorting Software basierend auf dem User-Centered Design Prozesses beschrieben, von der Anforderungsanalyse bis hin zur Spezifizierung der Benutzeroberfläche. Ein Schwerpunkt bildet eine Competitive Analysis anhand der Card Sorting Software EZSort Die daraus entstandene Software CardSort kann unter www.cardsort.net kostenlos heruntergeladen werden.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 5
1.1 Motivation 5
1.2 Ausgangslage und Ziel 5
1.3 Vorgehensweise 6
2. User-Centered Design 7
2.1 Einführung 7
2.2 Die Phasen des User-Centered Design Prozesses und deren Methoden 10
2.2.1 Der UCD Prozess nach DIN EN ISO 13407 10
2.2.2 Nutzung und Nutzungskontext verstehen 10
2.2.3 Anforderungen festlegen 16
2.2.4 Entwerfen von Gestaltungsmöglichkeiten 17
2.2.5 Evaluation der Gestaltungslösungen 18
3. Informationsarchitektur 20
3.1 Einführung 20
3.2 Die zentralen Elemente 21
3.2.1 Die Struktur und Navigation 21
3.2.2 Das konzeptionelle und mentale Model 24
3.2.3 Die Gruppierung und Hierarchie 27
3.2.4 Das Labeling 28
3.2.5 Die Orientierung 30
4. Card Sorting 32
4.1 Einführung 32
4.2 Open Card Sort 32
4.2.1 Die Vorbereitung 32
4.2.2 Die Durchführung 35
4.2.3 Die manuelle und computerbasierte Auswertung 36
4.3 Weitere Card Sorting Varianten 44
4.3.1 Closed Card Sort 44
4.3.2 Card Sorting mit Untergruppen 44
4.3.3 Labeling der Themen 45
4.3.4 Card Based-Classification System 45
4.3.5 Non-Affinity Card Sorting 46
4.3.6 Card Sorting mit Punktevergabe 47
4.3.7 Gemeinsames Card Sorting 47
4.4 Bestimmten der richtigen Methode 48
4.5 Vorteile des Card Sorting Verfahrens 49
4.6 Zusammenfassung 49
5. Konzeption 50
5.1 Einführung 50
5.2 Die Erfassung des Nutzungskontextes 50
5.2.1 Die Zielgruppe 50
5.2.2 Der Anwendungsbereich 51
5.2.3 Die Arbeitsumgebung 51
5.2.4 Die Aufgaben 51
5.2.5 Benchmark der Konkorrenzprodukte 51
5.2.6 Usability-Test USort (Competitive Analysis) 58
5.3 Die Spezifikationsphase 79
5.3.1 Zielgruppenspezifikation 79
5.3.2 Usabilityspezifikation 79
5.3.3 Funktionale Spezifikation 80
5.3.4 Technische Spezifikation 81
5.3.5 Inhaltliche Spezifikation 81
5.3.6 Brandspezifikation 82
5.4 Das Interaktionsdesign 82
5.4.1 Das konzeptuelle Modell 82
5.4.2 Konventionen in der Softwarenutzung 85
5.4.3 Die Prozessmodellierung 87
5.5 Das Storyboard 89
5.5.1 Einleitung 89
5.5.2 Legende 89
5.5.3 Template_01: Start_Screen 91
5.5.4 Template_02: Create/Edit_Cards_Screen 93
5.5.5 Template_03: Pop-up_Identifikation_Teilnehmer_Screen 96
5.5.6 Template_04: Sort_Cards_Screen 97
5.5.7 Template_05: Pop-up_Hilfe_Screen 99
5.5.8 Template_06: Pop-up_CardSort_Information_Screen 100
6. Zusammenfassung 101
7. Ausblick 102
8. Literaturverzeichnis 103
8.1 Bücher 103
8.2 Online-Quellen 104
8.3 Sonstige Quellen 106
9. Abbildungsverzeichnis 107
10. Anhang 108

Automatisiert erstellter Textauszug:

sortierenden Karten dargestellt werden sollen. Man kann sich zwischen „Random“, „Grid“ und „Stack“ entscheiden. Der Sortiervorgang gliedert sich in zwei aufeinanderfolgende Schritte. Im ersten Schritt hat der Nutzer die Aufgabe, Blöcke zu bilden. Dazu bewegt er die Karten per Drag&Drop über den Bildschirm. Will er zwei Karten miteinander verknüpfen, legt er die eine Karte auf der anderen ab. Aus diesen beiden Karten wird automatisch ein Block gebildet und ein Reiter erscheint dahinter. Dieser Reiter dient dazu, den gesamten Block zu verschieben. Ist die Gruppenbildung abgeschlossen, wird zu Schritt 2 übergegangen. An dieser Stelle hat der Nutzer die Aufgabe, den Blöcken Namen zu geben. Dazu klickt er die Reiter an und trägt den gewünschten Namen ein. Abbildung 19 zeigt einen Screenshot davon. [...]

Diese werden nur kurz umrissen, da die ausführliche Darstellung in Kapitel 5.2.6 erfolgt. Positiv ist vor allem das Erstellen der Karten aufgefallen. Durch den Einsatz eines Textfeldes kann ein neues Kartenset sehr effizient erstellt werden, da z.B. eine bestehende Liste einfach in das Textfeld hineinkopiert werden kann und nicht etwa alle Labels mühselig abgetippt werden müssen. Außerdem wurde der Einsatz einer kontextsensitiven Hilfe als positiv bewertet. Die benötigten Hilfestellungen sollten dort zugänglich sein, an der sie gebraucht werden. Dies führt jedoch schon zu den negativen Eigenschaften der Software. Die Idee der kontextsensitiven Hilfe ist gut, deren Umsetzung bei USort aber nicht ideal. Die Hilfe ist sehr ausführlich und verdeckt in jedem Schritt das eigentliche Hauptfenster, da sie sich automatisch parallel dazu öffnet. Des Weiteren stört, dass jede Phase in sich abgeschlossen ist. Man kann die Schritte nicht mehr rückgängig machen, um so Entscheidungen zurücknehmen zu können. Das Programm wirkt insgesamt sehr textlastig und wenig benutzerfreundlich. Besonders Nutzer mit wenig Computererfahrung werden Probleme mit der Bedienung haben. [...]

USort USort ist eine Komponente des Pakets EZSort20. Dieses Software Paket besteht aus den beiden Tools USort und EZCalc. Mit Hilfe von USort können Karten angelegt und sortiert werden, während mit EZCalc die Auswertung in Form einer Cluster Analyse vorgenommen werden kann. Entwickelt wurde die Software von J. Dong, S. Martin und P. Waldo aus dem Ease of Use Team der IBM. USort liegt in der Version 1.8 vor und läuft auf Windows-Plattformen. Im Folgenden wird das Tool kurz vorgestellt und anschließend dessen Stärken und Schwächen beschrieben. Nach dem Start des Programms öffnet sich ein Dialog-Fenster, in dem der Nutzer auswählen muss, ob er der Administrator oder der Teilnehmer der Card Sorting Studie ist (siehe Abbildung 15). Um Karten zu erstellen, klickt man auf „I am a study Administrator“. Ein weiteres Dialogfenster bietet dem Nutzer nun die Möglichkeit, Karten anzulegen, Karten zu editieren oder selbst Karten zu sortieren. Entscheidet man sich hier für „Create a card list file“, wird der Bildschirm aus Abbildung 16 dargestellt. Der Nutzer der Software hat an dieser SteAbbildung 15: USort Screen 1: Start lle die Möglichkeit, Karten anzulegen, indem er die einzelnen Begriffe zeilenweise einträgt. Weiß er nicht, was zu tun ist, hilft ihm die kontextsensitive Help-Funktion weiter. Der Nutzer kann bis zu 100 Karten anlegen. Diese werden nach Betätigung der SaveOption auf der Festplatte gespeichert. Um zu dem Ausgangsbildschirm zurückzukehren , kann er über das zuletzt angewählte, noch im Hintergrund offene Dialogfen- Abbildung16: USort Screen 2: Karten anlegen ster zurücknavigieren. Auf dem Startbildschirm wird der Button „I am a study participant“ ausgewählt, um mit der Sortierung zu beginnen. Es erscheint ein weiteres [...]

Arbeit zitieren:
Schilb, Steffen September 2003: Konzeption und Implementierung eines Card Sorting Tools, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
User Centered Design, Informationsarchitektur, Usability, Clusteranalyse, Interaktionsdesign

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