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Die deutschen Discounter, ein Modell für das Ausland?

Untersuchung der Discounter, deren Internationalisierung sowie deren personal- und organisationstheoretische Besonderheiten

Die deutschen Discounter, ein Modell für das Ausland?
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Jörg Marcel Alefelder
  • Abgabedatum: April 2004
  • Umfang: 143 Seiten
  • Dateigröße: 1,3 MB
  • Note: 2,3
  • Institution / Hochschule: Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen (RWTH) Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-8089-9
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-8089-9 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-8089-9 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Alefelder, Jörg Marcel April 2004: Die deutschen Discounter, ein Modell für das Ausland?, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Aldi, Handel, Lidl, Organisation, Personal

Diplomarbeit von Jörg Marcel Alefelder

Einleitung:

Die ersten Discounter im Lebensmittelsektor, wie sie heute bekannt sind, entstanden überwiegend in den 70er Jahren und waren vorerst als Einkaufsstätten bekannt, in denen Konsumenten einkauften, die über weniger finanzielle Mittel verfügten. In den alten Bundesländern konnten die Discounter in den 70er Jahren ein starkes Wachstum erreichen. Dieses wurde später geringer. Mit der Wiedervereinigung und der stärkeren Preisorientierung der Verbraucher zu Beginn der 90er Jahre wurde die Nachfrage wieder stärker.

Einen regelrechten Boom erlebten die Discounter mit Beginn der im Zusammenhang mit der Euro- Bargeldeinführung entbrannten Diskussion um den „Teuro“ im Jahre 2002. Discount gilt in Zeiten schwachem oder rückläufigem Handelswachstum in Deutschland als die erfolgreichste Handelsstrategie. Die Discounterbranche ist in der anhaltenden Rezession deutlich gewachsen. Es stellt sich die Frage, ob die Discounter auch von einer wachsenden Wirtschaft profitieren könnten. Werden die übrigen Formen des Lebensmitteleinzelhandels weiter Marktanteile verlieren oder können die Konkurrenten erfolgreich reagieren? Die Discounter haben Erfolg, und dies nicht nur im Lebensmitteleinzelhandel. Dies zeigen zahlreiche Werbekampagnen anderer Einzelhandelsvertriebsformen, die ausdrücklich auf die Discountvertriebsform verweisen.

Der Erfolg in Deutschland hat zu einer Expansion der deutschen Discounter ins Ausland geführt. Diese Untersuchung wird von der Frage geleitet, wie diese in Deutschland bewährte Vertriebsform erfolgreich auf ausländische Märkte übertragen werden kann. Ist eine internationale Übertragung undifferenziert möglich, und welche Vorteile ergeben sich daraus?

Im ersten Kapitel wird die Vertriebsform des Discounts erläutert und von den übrigen Vertriebsformen des Lebensmitteleinzelhandels abgegrenzt. Weiter werden hier das deutsche Discounter-Modell und der bisherige Internationalisierungsprozess dargestellt. Im zweiten Kapitel wird auf wirtschaftswissenschaftliche Theorien zum Personal- und Organisationsmanagement eingegangen. Es wird gezeigt, dass die besondere Art der Organisationsstruktur und die hohe Produktivität in allen Arbeitsabläufen zu den wichtigsten Erfolgsfaktoren der Discounter gehören.

Daneben wird die Markteintrittsform mittels Direktinvestitionen behandelt, da sich diese als die bevorzugte Markteintrittsform der Discounter für ausländische Märkte herausgestellt hat. Im dritten Kapitel werden die zu erwartenden Entwicklungstendenzen der Discounter in Deutschland sowie in den internationalen Märkten dargestellt. Schließlich werden in einem Fazit die Ergebnisse dieser Untersuchung zusammengefasst.

Inhaltsverzeichnis:

Abbildungsverzeichnis III
Tabellenverzeichnis III
Einleitung 4
1. Die Vertriebsform Discount 6
1.1 Abgrenzung der Discountformen im Einzelhandel 6
1.1.1 Die Vertriebsformen des Lebensmitteleinzelhandels 6
1.1.2 Abgrenzung der Discountformen 8
1.2 Das deutsche Discounter-Modell 12
1.2.1 Darstellung der deutschen Lebensmitteldiscounter 12
1.2.2 Die Marktvolumenentwicklung bis heute 20
1.2.3 Einflüsse auf die Entwicklung von Discountern 21
1.2.4 Handelsmarkenpolitik 24
1.3 Die Internationalisierung der deutschen Discounter 29
1.3.1 Die Expansionstätigkeit der wichtigsten Discounter 29
1.3.2 Heutiger Verbreitungsgrad 35
2. Ausgewählte Theorien der Internationalisierung und deren Übertragung auf Discounter 44
2.1 Internationalisierung von Unternehmen 44
2.1.1 Begriffliche Grundlagen 44
2.1.2 Theoretische Grundlagen der Internationalisierung 46
2.1.3 Strategische Konzepte für die Internationalisierung 47
2.1.4 Der Kulturbegriff in internationalen Unternehmen 48
2.2 Markteintritt mittels Direktinvestitionen 50
2.2.1 Die eklektische Theorie der Direktinvestitionen 50
2.2.2 Untersuchung der OLI-Faktoren bei den Discountern 53
2.3 Führung und Organisation in internationalen Unternehmen 58
2.3.1 Begriffliche Grundlagen 59
2.3.2 Organisation in internationalen Unternehmen 60
2.3.3 Organisatorische Alternativen internationaler Unternehmen 62
2.3.4 Spannungsfeld Kultur und Organisation 63
2.3.5 Darstellung der Organisationsstrukturen bei Discountern 64
2.4 Personalmanagement in internationalen Unternehmen 75
2.4.1 Besonderheiten einer internationalen Personalpolitik 75
2.4.2 Gestaltung eines internationalen Personalmanagements 79
2.4.3 Kulturelle Aspekte im Internationalen Personalmanagement 86
2.4.4 Darstellung des Personalmanagements bei Discountern 90
3. Entwicklungstendenzen der Discounter 99
3.1 Entwicklungstendenzen in Deutschland 99
3.1.1 Entwicklung des Lebensmitteleinzelhandels 99
3.1.2 Werden die Discounter marktbeherrschend? 104
3.2 Entwicklungstendenzen der internationalen Märkte 109
3.2.1 Internationale Wachstumspotentiale der Discounter 109
3.2.2 Entwicklungstendenzen ausgewählter Märkte 112
Fazit 123
Abkürzungsverzeichnis 128
Anhang 129
Literaturverzeichnis 133

Automatisiert erstellter Textauszug:

Die Gesellschaftsstruktur bei Aldi Die Gesellschaftsstruktur von Aldi Nord entspricht in weiten Teilen der Struktur bei Aldi Süd und Lidl. Diese ist nicht wie so oft behauptet undurchsichtig, sondern nachvollziehbar und klar. Der Verwaltungsrat setzt sich aus freiberuflichen Managern zusammen, die zuvor erfolgreich als Geschäftsführer in einer Aldi-Gesellschaft tätig waren. Die Verwaltungsratsmitglieder sind keine direkten Vorgesetzten der einzelnen Gesellschaften, sondern der Verwaltungsrat an sich, fungiert als Aufsichtsrat bei allen Gesellschaften im In- und Ausland. Bei Aldi gibt es keine Holding, welche die anderen Gesellschaften beherrscht und womit ein Konzern konstruiert werden könnte, womit entsprechenden Konsequenzen der Publizitätspflicht eines Gesamtkonzerns und Mitbestimmungsrechten der Angestellten in Form eines Konzernbetriebsrats verbunden wären. (Brandes, 2003, S. 20) In Bezug auf Kapitel 2.3.3 kann festgehalten werden, dass die Aldi Organisation keiner Holding oder einer Virtuellen Organisationsform entspricht. Aus theoretischer Sichtweise lässt sich die Organisation am ehesten einer unternehmensinternen Netzwerkstruktur zuordnen. Neben den Annehmlichkeiten fehlender Publizität und Mitbestimmung wird mit dieser Struktur vor allem eine Dezentralisierung von Aldi er65 [...]

tätspflicht umgegangen werden. Im Jahr 2001, mit neuen EU-Regelungen zur Publizität, ist Aldi Nord dazu übergegangen, die Bilanzen und Erfolgsrechnungen der einzelnen Gesellschaften zu veröffentlichen. (Brandes, 2003, S. 16) Lidl hat zur Vermeidung derartiger Offenlegungen seine Niederlassungen aufgeteilt und umgeht auf diese Weise weiter die Publizitätspflicht (SZ, 29./30.11.2003, S. 3). Mittlerweile soll Lidl verschwiegener sein als Aldi. Der Verzicht auf Publizität ist bei den Discountern Teil der Unternehmenspolitik. Die Konkurrenz erhält dadurch nur ein Minimum an Informationen. Dem liegt der Gedanke zu Grunde, dass jegliche Informationen über Umsatzsteigerungen oder Personalproduktivität der Konkurrenz nur dienlich sein kann, und das kann für das publizierende Unternehmen kein Vorteil sein. (Brandes, 2003, S. 17) [...]

2.3.5 Darstellung der Organisationsstrukturen bei Discountern Wie bereits weiter oben erwähnt, lassen sich die Auswirkungen der Internationalisierung auf Führung und Organisation nur situativ ermitteln. Dies ergibt sich erstens aus den unterschiedlichen organisatorischen und führungsmäßigen Anforderungen der verschiedenen AuslandsGeschäftssysteme, zweitens aus den unterschiedlichen Konsequenzen der Auslandsaktivitäten für die Unternehmensgröße und drittens aus der Variationsbreite der potentiellen Umwelteinflüsse sowie des dementsprechenden Fremdheitsgrades der Gastländer. Im Folgenden wird, vielfach am Beispiel der Strukturen von Aldi Nord, auf die Organisation der Discounter eingegangen. Hier ist anzumerken, dass sich die einschlägige Literatur nur vereinzelt mit der Organisation von Discountern befasst. Verschwiegene Discounter Aldi, Lidl und den anderen Discountern wird nachgesagt, viel Wert darauf zu legen, die Bilanzen und Erfolgrechnungen nicht offen legen zu müssen. Durch spezielle Gesellschaftskonstruktionen konnte die Publizi64 [...]

Arbeit zitieren:
Alefelder, Jörg Marcel April 2004: Die deutschen Discounter, ein Modell für das Ausland?, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Aldi, Handel, Lidl, Organisation, Personal

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