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Erstellung eines Konzeptes zur Einführung eines Qualitätsmanagements für eine Steuerberatungsgesellschaft nach dem EFQM-Modell für Excellence

Erstellung eines Konzeptes zur Einführung eines Qualitätsmanagements für eine Steuerberatungsgesellschaft nach dem EFQM-Modell für Excellence
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Armin Baumgärtner
  • Abgabedatum: April 2004
  • Umfang: 117 Seiten
  • Dateigröße: 1,1 MB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: AKAD Wissenschaftliche Hochschule Lahr GmbH Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-8070-7
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-8070-7 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-8070-7 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Baumgärtner, Armin April 2004: Erstellung eines Konzeptes zur Einführung eines Qualitätsmanagements für eine Steuerberatungsgesellschaft nach dem EFQM-Modell für Excellence, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: EFQM, TQM, Steuerberatungsgesellschaft, RADAR, Qualität

Diplomarbeit von Armin Baumgärtner

Einleitung:

Die Anzahl der bei der Steuerberaterkammer Berlin geführten Steuerberater und Steuerberatungsgesellschaften hat sich bundesweit von 71.198 im Jahre 2002 auf aktuell 73.955 im Januar 2003 erhöht. Dies entspricht einer Erhöhung von 3,9 %. Wählt man für den Index das Basisjahr 1998, so entspricht dies einer Steigerung von 17,4%. Diese Zahlen zeigen auf, dass die Nachfrage nach den Dienstleistungen von Steuerberatern in den letzten fünf Jahren besonders gestiegen ist. Man darf von einem dynamischen Wachstum sprechen. Vor dem Hintergrund des gestiegenen Wettbewerbsdrucks müssen die Steuerberater und respektive auch die Steuerberatungsgesellschaften neue Wege in der Akquirierung und Betreuung von Mandanten suchen - insbesondere bei ihrer betriebswirtschaftlich-beratenden Tätigkeit.

Der Schlüssel zum Erfolg liegt hier im neuen Verständnis von Qualität: Gegenwärtig stehen Steuerberater und Steuerberatungsgesellschaften permanent unter dem Druck der notwendigen Weiterbildung, um einerseits bei steuergesetzlichen Fragen auf dem aktuellen Stand bleiben zu können und andererseits den gestiegenen Erwartungen ihrer Mandanten gerecht werden zu können. Umfragen haben ergeben, dass bereits 68 % der Mandanten einmal ihren Steuerberater gewechselt haben und von diesen 68 % haben wiederum 92 % ihren Wechsel nicht begründet.

Im Allgemeinen wird die Leistung des Steuerberaters und der Steuerberatungsgesellschaft von einem Viertel mit ausreichend bis ungenügend attestiert. Als häufiger Grund wird eine schlechte Beratung genannt sowie fehlerhafte oder unverständliche Honorarabrechnungen. Dies wird von der Ires-Studie aufgezeigt. Ca. zwei Drittel der Mandanten wollen ihren Steuerberater oder ihre Steuerberatungsgesellschaft als aktiveren und qualitativ hochwertigen Partner wissen. Da sowohl die Veränderungsgeschwindigkeit von Technik und Wissen sowie die Globalisierung der Märkte eine Wettbewerbsverschärfung nach sich ziehen, müssen Unternehmen und Organisationen intensiver um Marktanteile und Marktchancen bemüht sein. Der Weg zum Erfolg kann nur über Spitzenleistungen im Wettbewerb erfolgen, welche permanente Innovationen und Verbesserungen in allen Bereichen der betroffenen Organisationen erfordern.

Um einen anhaltenden Geschäftserfolg erzielen zu können, muss auf allen betrieblichen Ebenen ein Verständnis und Bewusstsein für Spitzenleistungen geschaffen werden. Ziel dieser Diplomarbeit ist die Entwicklung eines Konzeptes zur Integration eines Qualitätsmanagements für eine Steuerberatungsgesellschaft. Dieses Konzept soll den Anforderungen des EFQM-Modell gerecht werden. So sollen durch eine Führung excellente Ergebnisse bezüglich Leistung, Kunden, Mitarbeiter und Gesellschaft erzielt werden, welche die Politik und Strategie mit Hilfe der Mitarbeiter, Partnerschaften und Ressourcen sowie der Prozesse umsetzt.

Gang der Untersuchung:

Die Arbeit gliedert sich in einen theoretischen und einen praktischen Teil. Im ersten Part wird das EFQM-Modell für Excellence anhand bestehender Literatur dargestellt. Darauf folgt die Analyse der untersuchten Steuerberatungsgesellschaft XY und weiterer Steuerberatungsgesellschaften auf der Basis theoretischer Grundlagen. Im Anschluss daran werden Verbesserungsvorschläge auf der Grundlage des EFQM-Modells und der befragten Mandanten der Steuerberatungsgesellschaft XY und anderer Steuerberatungsgesellschaften erarbeitet.

Darauf aufbauend werden Anwendungsmöglichkeiten des EFQM-Modells in anderen Unternehmen erläutert. Im letzten Kapitel werden die Ergebnisse der Arbeit zusammengefasst und abschließend beurteilt. Darüber hinaus wird ein kurzer Ausblick auf die Möglichkeiten und Grenzen des EFQM-Modells gegeben.

Das Primärziel dieser Arbeit liegt darin, der untersuchten Steuerberatungsgesellschaft XY ein Qualitätsmanagement zu ermöglichen, welches den Anforderungen des EFQM-Modells gerecht wird. In der deutschen Literatur ist derzeit keine Untersuchung des EFQM-Modells hinsichtlich seiner Anwendung in Steuerberatungsgesellschaften zu finden. Dies gilt insbesondere für die Fassung des EFQM-Modells 2000.

Als Ausgangspunkt für die Entwicklung des Konzeptes werden daher in dieser Arbeit die Grundlagen des EFQM-Modells anhand bestehender themenbezogener Literatur erklärt. Neben den immer zahlreicher erscheinenden Publikationen zum Thema Qualität und EFQM, von denen die wichtigsten im Literaturverzeichnis zu finden sind, ist das Internet eine Quelle, in der zahlreiche Informationen zu diesen Themen veröffentlicht werden. Zur Vertiefung, Ergänzung und Lückenschließung der Literaturrecherchen wurden gezielte Internetrecherchen durchgeführt. Um eine möglichst wettbewerbsfähige Konzeption zu erstellen, hat der Autor dieser Arbeit in Zusammenarbeit mit der Steuerberatungsgesellschaft XY die zur Untersuchung von Steuerberatungsgesellschaften und deren Mandanten notwendigen Fragebögen im Hinblick auf ein durchzuführendes Benchmarking erarbeitet. Insgesamt wurden 51 Steuerberatungsgesellschaften kontaktiert, deren Befragungsergebnisse in die Auswertungen aufgenommen wurden. Darüber hinaus wurde zur Analyse der kundenbezogenen Kriterien eine Mandantenbefragung der Steuerberatungsgesellschaft XY, sowie fünfzig weiterer Mandanten anderer Steuerberatungsgesellschaften durchgeführt.

Aufbauend auf diesem Benchmarking werden Verbesserungsvorschläge erarbeitet. Um den Gedanken des Qualitätsmanagement nach dem EFQM-Modell für Excellence fortzuführen, werden weitere Anwendungen in anderen Unternehmen als Möglichkeit aufgezeigt. Die abschließende Zusammenfassung und Ausblick runden die Thematik ab.

Inhaltsverzeichnis:

Abbildungsverzeichnis VI
Abkürzungsverzeichnis IX
Tabellenverzeichnis X
1. Einleitung 1
1.1 Problemstellung und Zielsetzung 1
1.2 Aufbau der Arbeit 2
1.3 Methode 3
2. Das EFQM - Modell für Excellence 4
2.1 Allgemeines Total Quality Management 5
2.1.1 Der Begriff Qualität im TQM 8
2.1.1.1 Transzendenter Ansatz 9
2.1.1.2 Produktbezogener Ansatz 10
2.1.1.3 Benutzerbezogener Ansatz 10
2.1.1.4 Wertbezogener Ansatz 10
2.1.1.5 Herstellungsbezogener Ansatz 10
2.2 Die Entstehung des EFQM-Modells 11
2.3 Zielsetzung des EFQM-Modells 12
2.4 Grundkonzepte der Excellence 12
2.4.1 Ergebnisorientierung 13
2.4.2 Ausrichtung auf den Kunden 14
2.4.3 Führung und Zielkonsequenz 15
2.4.4 Management mittels Prozessen und Fakten 16
2.4.5 Mitarbeiterorientierung - und beteiligung 16
2.4.6 Kontinuierliches Lernen, Innovation und Verbesserung 17
2.4.7 Entwicklung von Partnerschaften 18
2.4.8 Soziale Verantwortung 18
2.5 Aufbau und Kriterien des EFQM-Modells 19
2.5.1 Befähiger 22
2.5.1.1 Führung 22
2.5.1.2 Politik & Strategie 23
2.5.1.3 Mitarbeiter 24
2.5.1.4 Partnerschaften und Ressourcen 25
2.5.1.5 Prozesse 25
2.5.2 Ergebnisse 26
2.5.2.1 Kundenbezogene Ergebnisse 26
2.5.2.2 Mitarbeiterbezogene Ergebnisse 27
2.5.2.3 Gesellschaftsbezogene Ergebnisse 27
2.5.2.4 Schlüsselergebnisse 28
2.6 Das RADAR-Konzept als Kern des EFQM-Modells 29
2.7 Kritik am EFQM-Modell 33
3. Analyse der untersuchten Steuerberatungsgesellschaften nach den Anforderungen des EFQM-Modells für Excellence 34
3.1 Vision des Unternehmens XY 34
3.2 Ausgangssituation im Jahr 2003 35
3.2.1 Markt und Wettbewerbsumfeld 35
3.2.2 Positionierung und Schlüsselfaktoren für den Erfolg 37
3.3 Auswertung der Umfrage und der Selbstbewertung der Steuerberatungsgesellschaft XY anhand der Kriterien des EFQM-Modells für Excellence 38
3.3.1 Führung 39
3.3.2 Politik & Strategie 40
3.3.3 Mitarbeiter 41
3.3.4 Partnerschaften und Ressourcen 43
3.3.5 Prozesse 44
3.3.6 Kundenbezogene Ergebnisse 46
3.3.7 Mitarbeiterbezogene Ergebnisse 47
3.3.8 Gesellschaftsbezogene Ergebnisse 48
3.3.9 Schlüsselergebnisse 49
3.4 Auswertung der Umfrage und der Selbstbewertung anderer Steuerberatungsgesellschaften anhand der Kriterien des EFQM-Modells für Excellence 51
3.4.1 Führung 51
3.4.2 Politik & Strategie 52
3.4.3 Mitarbeiter 53
3.4.4 Partnerschaften und Ressourcen 54
3.4.5 Prozesse 55
3.4.6 Kundenbezogene Ergebnisse 56
3.4.7 Mitarbeiterbezogene Ergebnisse 57
3.4.8 Gesellschaftsbezogene Ergebnisse 58
3.4.9 Schlüsselergebnisse 59
3.5 Soll-/Ist-Vergleich anhand der Befragungen und Auswertungen 60
4. Verbesserungsvorschläge anhand der Kriterien des EFQM-Modells für die untersuchte Steuerberatungsgesellschaft XY 62
4.1 Führung 62
4.2 Politik & Strategie 62
4.3 Mitarbeiter 63
4.4 Partnerschaften und Ressourcen 63
4.5 Prozesse 64
4.6 Kundenbezogene Ergebnisse 65
4.7 Mitarbeiterbezogene Ergebnisse 65
4.8 Gesellschaftsbezogene Ergebnisse 66
4.9 Schlüsselergebnisse 67
4.10 Die Ursache-Wirkungskette 67
5. Anwendung in weiteren Unternehmen 69
5.1 Vorteile des EFQM - Modells 69
5.2 Grenzen der Implementierung 70
6. Zusammenfassung und Ausblick 70
Anhang 73
Literaturverzeichnis 97

Automatisiert erstellter Textauszug:

Bevor auf die Vision der Steuerberatungsgesellschaft XY eingegangen wird, soll an dieser Stelle die Definition einer Vision erläutert werden. Die Vision formuliert das Zukunftsbild der Unternehmung. Sie beschreibt das Selbstverständnis und die übergeordneten Ziele des Unternehmens und ist somit Grundstein der Unternehmenspolitik. Die Inhalte sollen erreichbar, aber trotzdem zukunftsorientiert sein und mit einem deutlichen Zeithorizont versehen sein.104 Die Steuerberatungsgesellschaft XY ist ein kleines Unternehmen mit derzeit ca. sechzig Mandanten. Der Tätigkeitsschwerpunkt liegt im Bereich Finanz- und Lohnbuchhaltung, Jahresabschlussarbeiten105, Steuergestaltung bzgl. Unternehmensform und Investitionsentscheidungen. Das Spektrum wird durch individuell auf Mandanten zugeschnittene Beratungstätigkeiten ergänzt. Die Vision der Steuerberatungsgesellschaft XY leitet sich aus diesen Tätigkeiten ab. Sie lautet:106 [...]

In der Auseinandersetzung mit den Vor- und Nachteilen hat Wunderer folgende Kritikpunkte gegenüber dem EFQM-Modell vorgebracht : 98 das Modell ist ein geschlossenes System und verleitet den Anwender zu einer unreflektierten Anwendung, die sich auf die Analyse der neun Komponenten und deren Subkriterien beschränkt die Unternehmenskultur wird lediglich in den Unterkriterien Führung sowie Politik und Strategie erwähnt statt ihr eine eigene Komponente zuzuweisen die Komponente Prozesse schließt den Faktor Organisation ein, obwohl diese eine eigene Komponente darstellen könnte die Punkteverteilung ist willkürlich und hebt die Ergebnisse mit 50% übergebührlich hervor, was für ein allgemeines Managementmodell nicht akzeptabel ist für KMU kann die Grösse des Assessments zu komplex werden99 die Empfehlungen für die Bewertung sind sehr differenziert und detailliert, dennoch fehlen Implementierungsvorschläge100 Göbel kritisiert die im Modell als zentral angesehenen Prozesse : 101 das Potential der Prozessorientierung für die Qualitätsverbesserung wird nicht vollständig ausgeschöpft es kommt einer fundamentalen Umstrukturierung bzw. einem prozessorientiertem Reengineering zu wenig Bedeutung zu [...]

Um der Philosophie des umfassenden Qualitätsmanagements gerecht zu werden, müssen sowohl die Mittel und Wege (Enablers)64, als auch die Ergebnisse (Results)65 betrachtet und untersucht werden. So stehen den Potentialfaktoren Führung, Mitarbeiter, Politik und Strategie, Partnerschaften und Ressourcen sowie Prozesse die Ergebnisse mitarbeiterbezogene Ergebnisse, kundenbezogene Ergebnisse, gesellschaftsbezogene Ergebnisse und Schlüsselergebnisse gleichgewichtig zu je 50 % gegenüber.66 Den genannten Kriterien wird eine relative Gewichtung durch die Zuordnung von Eigenprozentzahlen zugeteilt. Das EFQM-Modell basiert auf dem Zusammenwirken der in Abbildung 6 dargestellten Kriterien.67 Es zeigt, dass eine nachhaltige und überzeugende Führung der obersten Managementebene der Ausgangspunkt für alle Aktivitäten ist. Die Grundstruktur ist auf Ursache-Wirkungsbeziehungen aufgebaut, was eine [...]

Arbeit zitieren:
Baumgärtner, Armin April 2004: Erstellung eines Konzeptes zur Einführung eines Qualitätsmanagements für eine Steuerberatungsgesellschaft nach dem EFQM-Modell für Excellence, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
EFQM, TQM, Steuerberatungsgesellschaft, RADAR, Qualität

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