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International Financial Reporting Standards (IFRS) und Controlling

Analyse der Steuerungsmöglichkeiten für das Controlling unter besonderer Berücksichtigung von Intangible Assets

International Financial Reporting Standards (IFRS) und Controlling
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Christian Beynio
  • Abgabedatum: November 2003
  • Umfang: 86 Seiten
  • Dateigröße: 451,0 KB
  • Note: 1,7
  • Institution / Hochschule: Bayerische Hochschule Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-8020-2
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-8020-2 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-8020-2 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Beynio, Christian November 2003: International Financial Reporting Standards (IFRS) und Controlling, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: IAS, International Accounting Standards, Rechnungslegung, Harmonisierung, ED

Diplomarbeit von Christian Beynio

Einleitung:

Das heutige Wirtschaftssystem ist durch einen tiefgreifenden Wandel von einer Industrie- hin zu einer Hochtechnologie- und Dienstleistungsgesellschaft gekennzeichnet. In diesem neuen Wettbewerbsumfeld verlieren die traditionellen Produktionsfaktoren immer mehr an Bedeutung. In vielen Branchen sind Intangible Assets, wie Marken, Patente, Lizenzen oder Humankapital bereits zu den entscheidenden Erfolgsfaktoren für Unternehmen geworden. Für die Unternehmenssteuerung stellt sich deshalb die Frage nach einer adäquaten Erfassung, Beurteilung und Bewertung dieser neuen Werttreiber.

Die International Financial Reporting Standards (IFRS), die ab dem 01. Januar 2005 von allen börsennotierten Unternehmen in der Europäischen Union verpflichtend anzuwenden sind, beinhalten detaillierte Regelungen zur bilanziellen Behandlung von Intangible Assets. Zudem verlangen die IAS/IFRS im Vergleich zum HGB stark erweiterte Anhangsangaben für diese Vermögensgegenstände. Aus diesen gestiegenen Berichterstattungspflichten resultieren neue Informationsbedürfnisse für das interne Informationssystem, die eine Herausforderung für das Controlling darstellen. Da zudem mit der Internationalisierung der Rechnungslegung häufig eine Harmonisierung von internem und externem Rechnungswesen verbunden ist, ergeben sich gerade für das Controlling neue Herausforderungen.

Es stellt sich somit die Frage, welche Steuerungsmöglichkeiten sich für das Controlling innerhalb dieser neuen Entwicklung insbesondere im Hinblick auf immaterielle Werte ergeben. Weiterhin ist zu untersuchen, inwieweit sich die IAS/IFRS als Basis für das Controlling immaterieller Werte eignen und welche weiterführenden Ansätze für das Controlling immaterieller Werte existieren. In diesem Zusammenhang ist auch zu klären, ob durch die Vereinheitlichung von internem und externem Rechnungswesen auf ein eigenständiges Controlling immaterieller Werte außerhalb der externen Rechnungslegung verzichtet werden kann. Schließlich ist die Frage zu beantworten, welche Rolle das Controlling innerhalb der betrieblichen Wertschöpfung in Zukunft spielen wird.

Inhaltsverzeichnis:

Abkürzungsverzeichnis V
Abbildungsverzeichnis VII
1. Einführung 1
1.1 Problemstellung 1
1.2 Aufbau der Arbeit 3
2. Internationalisierung der Rechnungslegung 5
2.1 International Financial Reporting Standards (IFRS) 5
2.1.1 Gründe für die Internationalisierung der Rechnungslegung 5
2.1.2 Hintergründe und Ziele der IFRS 6
2.1.3 Prinzipien der Rechnungslegung nach den IFRS 7
2.1.4 Wesentliche Unterschiede der IFRS zur deutschenRechnungslegung nach HGB / DRS 10
2.2 Berücksichtigung von Intangible Assets unter den IFRS im Vergleich zur deutschen Rechnungslegung nach HGB/DRS 13
2.2.1 Intangible Assets unter deutscher Rechnungslegung nach HGB / DRS 13
2.2.2 Intangible Assets unter den IFRS 16
2.2.3 Wesentliche Unterschiede zwischen deutscher Rechnungslegung nach HGB/DRS und den IFRS in der Behandlung Intangible Assets 20
2.2.4 Tendenzen in der internationalen Rechnungslegung im Hinblick auf Intangible Assets 21
2.3 Zwischenergebnis 22
3. Möglichkeiten und Grenzen für das Controlling unter den IFRS 23
3.1 Relevanz der IFRS für das Controlling 23
3.2 Vereinheitlichungsbestrebungen von internem und externem Rechnungswesen 24
3.2.1 Gründe für die Vereinheitlichung von internem und externem Rechnungswesen 24
3.2.2 Grenzen und Probleme der Vereinheitlichung aus Controllingsicht 28
3.3 Einfluss der IFRS auf finanzielle Größen der Unternehmung 31
3.3.1 Einfluss auf Vermögen und Schulden 31
3.3.2 Einfluss auf Gewinn und wesentliche Kennzahlen 33
3.3.3 Beurteilung der mit den IFRS generierten finanziellen Größen 34
3.4 Eignung der IFRS als Steuerungs- und Controllinginstrument für Intangible Assets 35
3.4.1 Anforderungen an das Rechnungswesen als Controllinginstrument für Intangible Assets 35
3.4.2 Konzeptionelle Eignung der IFRS für das Controlling von Intangible Assets 38
3.4.3 Praktische Probleme für das Controlling von Intangible Assets auf Basis der IFRS 41
3.5 Praxisbeispiel Henkel KGaA 43
3.6 Zwischenergebnis 47
4. Weiterführende Ansätze für das Controlling von Intangible Assets 49
4.1 Gründe für die Formulierung weiterführender Ansätze 49
4.2 Betriebswirtschaftliche Ansätze für das Controlling von Intangible Assets 50
4.2.1 Kategorisierung der Ansätze 51
4.2.2 Beispiele für deduktiv-summarische Ansätze 52
4.2.3 Beispiele für induktiv-analytische Ansätze 53
4.3 Grenzen und Probleme dieser Ansätze 55
4.4 Zwischenergebnis 57
5. Zusammenfassung und Ausblick 58
Anhang 61
Anhang 1 Aktuelle IFRS und Interpretationen 61
Anhang 2 Studie Intangible Assets im Konzernabschluss 63
Literaturverzeichnis 64
Erklärung 78

Automatisiert erstellter Textauszug:

Maßgeblichkeit handelsrechtlicher Regelungen für die Steuerbilanz werden Anreize gesetzt, durch Wahrnehmung von Ansatz- und Bewertungswahlrechten den Barwert der Steuerzahlungen zu minimieren133. Das interne Rechnungswesen jedoch hat abweichende Zwecke, da es der Fundierung und Kontrolle unternehmerischer Entscheidungen und der Beeinflussung des Verhaltens von Mitarbeitern dient134. Deshalb werden Informationen benötigt, die den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens und seiner Teile adäquat abbilden. Da die deutsche Rechnungslegung nach HGB jedoch vorrangig andere Zwecke verfolgt, sind die mit ihr generierten Informationen nicht für eine wertorientierte Unternehmensführung geeignet. In deutschen Unternehmen führte dies regelmäßig zu der Notwendigkeit eines zusätzlichen internen Rechnungswesens in Form eines Management-Informationssystems (MIS)135. Im Gegensatz zum externen Rechnungswesen werden innerhalb dieses getrennten als häufig [...]

selbsterstellte immaterielle Werte und Forschungsaufwendungen. Für die Zukunft plant das IASB einen Übergang zum Impairment-only-Ansatz für die Folgebewertung des Geschäfts- oder Firmenwertes sowie vieler immaterieller Werte. In DRS 12 wird der Versuch unternommen, die Praxis der deutschen Rechnungslegung nach HGB in diesem Bereich an internationale Standards anzunähern. Dies gelingt jedoch aufgrund des im HGB verankerten expliziten Ansatzverbots für nicht entgeltlich erworbene Vermögensgegenstände nur bedingt. Zudem besteht wegen fehlender Sanktionen bei Nichtbeachtung kein rechtlicher Zwang zur Anwendung der DRS. In der deutschen Rechnungslegung ist eine weitere Annäherung an internationale Standards geplant. Durch die zunehmende Verbreitung der IRFS werden deren Regelungen über immaterielle Werte eine immer größere Bedeutung für die betriebliche Praxis erfahren. [...]

Geschäfts- oder Firmenwert zu aktivieren und planmäßig ( i.d.R. linear115) abzuschreiben116. Es gilt die widerlegbare Vermutung, dass die maximale Nutzungsdauer 20 Jahre nicht übersteigt117. Jährlich ist ein Werthaltigkeitstest durchzuführen118. Eine Wertaufholung erfolgt nur in Ausnahmefällen119. Intangible Assets sollen im Konzernabschluss zu sinnvollen Gruppen zusammengefasst werden. Es bestehen getrennt nach selbsterstellten und anderen immateriellen Vermögenswerten umfangreiche Offenlegungspflichten120. Sie betreffen neben den Nutzungsdauern und der Abschreibungsmethode vor allem die Entwicklung der Buchwerte, die auch Angaben bezüglich etwaiger Wertminderungen beinhalten müssen. Bei der zulässigen Neubewertung sind darüber hinaus Angaben über den Zeitpunkt der Neubewertung, den Buchwert, den Vergleichswert der fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten sowie den Stand der Neubewertungsrücklage angabepflichtig. Desweiteren wird eine Angabe der Posten der Gewinn- und Verlustrechnung verlangt, in denen Abschreibungen immaterieller Vermögenswerte enthalten sind121. [...]

Arbeit zitieren:
Beynio, Christian November 2003: International Financial Reporting Standards (IFRS) und Controlling, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
IAS, International Accounting Standards, Rechnungslegung, Harmonisierung, ED

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