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Subjektive Erklärungsmuster zur Drogenabstinenz in der Techno-Party-Szene

Subjektive Erklärungsmuster zur Drogenabstinenz in der Techno-Party-Szene
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Susan Boldt
  • Abgabedatum: Juni 1997
  • Umfang: 171 Seiten
  • Dateigröße: 939,4 KB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Technische Universität Berlin Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-7921-3
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-7921-3 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-7921-3 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Boldt, Susan Juni 1997: Subjektive Erklärungsmuster zur Drogenabstinenz in der Techno-Party-Szene, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: klinische Psychologie, Drogenabstinenz, Erklärungsmuster, neue Drogen, Techno und Drogen

Diplomarbeit von Susan Boldt

Problemstellung:

Im Zusammenhang mit dem sich ständig vergrößernden Kreis der begeisterten Anhänger von Technomusik und vor allem von Technoparties erfolgt eine viel besprochene, aber wenig erforschte Entwicklung eines integralen Bestandteiles von Techno: Des Konsums von Partydrogen.

Da mit dem Konsum von Drogen das Risiko einer Gefährdung der Gesundheit einhergeht, was im Falle epidemieartiger Ausmaße den Bereich individueller Relevanz verlässt, rückt einerseits die Frage des tatsächlichen Gefährdungspotentials dieses Drogenkonsums und andererseits die Frage der Vorbeugung möglicher gesundheitlicher oder gar volkswirtschaftlicher Schädigungen in den Vordergrund. Da die traditionelle Orientierung auf ein medizinisches Gesundheitsmodell und entsprechender kurativer Medizin besonders auch bezogen auf das Thema Prävention von Drogenkonsum in einer sehr unrentablen Kosten-Nutzen-Relation steht, erscheint eine neue Herangehensweise an Drogenkonsum und ein adäquates Umdenken bei der Entwicklung geeigneter Präventionsmaßnahmen unumgänglich.

Eine vielversprechende Möglichkeit bietet die Gesundheitspsychologie, deren Kerngedanke, die salutogenetische Perspektive, eine Konzentration aufgesunderhaltende statt auf krankmachende Faktoren ist. Bezogen auf das Problem jugendlichen Drogenkonsums erhebt sich in dieser Denkweise die Frage, welche Faktoren es sind, die eine Abstinenz in einem drogenkonsumierenden Umfeld unterstützen. Konkret gefragt für das relativ neue Phänomen des Partydrogenkonsums innerhalb der Techno-Party-Szene wäre interessant zu wissen, was es für Gründe dafür gibt, dass ein jugendlicher Techno-Fan keine solche Partydrogen konsumiert. Der Rahmen dieser qualitativen Arbeit ermöglicht keine allumfassende Analyse der Ursachen einer Partydrogenabstinenz, da eine Erforschung von Sichtweisen des Subjekts, der subjektiven Gründe bzw. Begründungen von Nicht-Konsumenten erfolgt. Weil keine hinweisgebenden Forschungsarbeiten über die Art der Gründe und daraus abzuleitender geeigneter Analysemethoden vorhanden sind, fiel die Entscheidung zugunsten der Befragung der Jugendlichen nach ihren Gründen für die Drogenabstinenz.

In dieser Arbeit wird deshalb folgendender Frage nachgegangen: Welche subjektiven Gründe haben jugendliche Techno-Fans für ihre Abstinenz von Partydrogen?

Zusammenfassung:

Diese Diplomarbeit ist in Anbindung an das Forschungsprojekt „Drogenprävention für die Techno-Party-Szene?“ entstanden. Es wurde mit Mitteln der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) finanziert und unter der Leitung von Peter Tossmann vom Sozialpädagogischen Institut (spi-Forschung gGmbh) vom 1.4.1996 bis 31.3.1997 durchgeführt. Es wurden insgesamt 1674 Besucher von Techno-Veranstaltungen mittel eines Fragebogens befragt.

Im Rahmen der Diplomarbeit werden 13 abstinente Besucher von Techno-Veranstaltungen zu ihren subjektiven Gründen für die Abstinenz befragt. Diese Vorgehensweise hat das Ziel, Ansätze zur Prävention von Missbrauch zu entwickeln und geht von einer salutogenetischen Perspektive aus.

Nach einer Darlegung des Forschungsstandes zum Konsum und zur Abstinenz von Drogen wird resümierend auf eine neue Perspektive, die Gesundheitspsychologie, verwiesen und die Konzeption der Arbeit vor diesem Hintergrund entwickelt. Es folgt eine Darstellung der Forschungsmethoden (Erhebung und Auswertung). Die Präsentation der Ergebnisse enthält einen Vergleich der Gruppe der Abstinenten mit der Gruppe der Drogenerfahrenen des Forschungsprojektes, die Darstellung der subjektiven Bedeutung von Techno sowie der Gründe für die Abstinenz von Drogen (a: Gründe gegen den Konsum, b: Gründe für die Aufrechterhaltung der Abstinenz) als Herzstück der Arbeit.

Inhaltsverzeichnis:

1. EINLEITUNG 1
2. THEORIE UND FORSCHUNGSSTAND ZUM KONSUM UND ZUR ABSTINENZ VON DROGEN 6
2.1 Erklärungsansätze zum Drogenkonsum 8
2.1.1 Psychoanalytische Suchttheorien 9
Der Ich-psychologische Ansatz 10
Der objektpsychologische Ansatz 10
2.1.2 Lernpsychologische Suchttheorien 11
Theorie der differentiellen Assoziation 13
Theorie der differentiellen Verstärkung 13
2.1.3 Soziologisch - sozialpsychologische Ansätze 14
Anomietheorie 14
Kontrolltheorie 14
Der Labeling Ansatz 15
Theorie des Problemverhaltens 16
2.1.4 Entwicklungspsychologische Ansätze 16
Drogenkonsum als problematische Form der Lebensbewältigung im Jugendalter 17
Strukturmodell zu Selbstwertgefühl, Freizeitpräferenzen und Drogengebrauch im Jugendalter 18
Drogenkonsum als soziale Karriere 19
2.2 Forschungsstand zu Drogenabstinenz 20
2.3 Resümee und Ausblick auf neue Forschungsperspektiven: Gesundheitspsychologie 23
2.4 Gesundheitspsychologische Herangehensweise an den Konsum von Drogen: Konzeption der Arbeit 26
3. FRAGESTELLUNG 28
4. METHODEN 29
4.1 Qualitative Sozialforschung 29
4.2 Rekrutierung der Stichprobe 30
4.3 Erhebungsmethode 30
4.4 Auswertungsmethode 33
4.4.1 Vorgehen 34
4.4.1.1 Bestimmung des Ausgangsmaterials 34
Festlegung des Materials 34
Analyse der Entstehungssituation 34
Formale Charakteristika des Materials 35
4.4.1.2 Bearbeitung des Materials 35
5. ERGEBNISSE 37
5.1 Stichprobenbeschreibung 37
5.1.1 Drogenabstinenz in der Techno-Party-Szene 37
5.1.1.1 Vergleich der Gruppe der Abstinenten mit der Gruppe der Drogenerfahrenen innerhalb der Gesamtstichprobe des Forschungsprojektes zur „Drogenaffinität Jugendlicher in der Techno-Party-Szene“ 37
5.1.1.2 Darstellung der Stichprobe der Interviewteilnehmer 40
5.1.2 Subjektive Bedeutungen von Techno 41
1. Techno als Freizeitattraktivität 42
Attraktiv ist die Musik 42
Attraktiv sind Tanz und Bewegung 44
Attraktiv ist Techno als besonderes soziales Erlebnis 45
Attraktiv ist Techno als Hobby 46
2. Techno als Lebensgefühl 47
5.2 Begründungsmuster für die Drogenabstinenz in der Techno-Party-Szene 48
5.2.1 Gründe für die Abstinenz von Partydrogen 50
5.2.1.1 Gruppe A: Gründe gegen den Drogenkonsum 52
Kategorie 1: Drogen bringen Probleme 52
Kategorie 2: Drogen sind mit Angst verbunden 57
Kategorie 3: Drogen sind unecht 61
5.2.1.2 Gruppe B: Begründungen für die Aufrechterhaltung der Drogenabstinenz 62
Kategorie 4: Drogen sind nicht nötig 62
Kategorie 5: Drogen üben keinen Reiz aus 66
Kategorie 6: Nüchternheit hat Vorteile 67
5.2.2 Zusammenfassung der Ergebnisse 69
6. DISKUSSION 71
7. ZUSAMMENFASSUNG 77
8. LITERATUR 78
9. TABELLENVERZEICHNIS 83
ANHANG 84

Arbeit zitieren:
Boldt, Susan Juni 1997: Subjektive Erklärungsmuster zur Drogenabstinenz in der Techno-Party-Szene, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
klinische Psychologie, Drogenabstinenz, Erklärungsmuster, neue Drogen, Techno und Drogen

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