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Die Auswirkungen standortspezifischer wirtschaftspolitischer Entscheidungen auf die Gründungsaktivitäten einer Region am Beispiel Köln

Die Auswirkungen standortspezifischer wirtschaftspolitischer Entscheidungen auf die Gründungsaktivitäten einer Region am Beispiel Köln
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Tobias Bermann
  • Abgabedatum: November 2003
  • Umfang: 104 Seiten
  • Dateigröße: 4,4 MB
  • Note: 2,1
  • Institution / Hochschule: Rheinische Fachhochschule Köln Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-7863-6
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-7863-6 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-7863-6 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Bermann, Tobias November 2003: Die Auswirkungen standortspezifischer wirtschaftspolitischer Entscheidungen auf die Gründungsaktivitäten einer Region am Beispiel Köln, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Gründungsmanagement, Unternehmensgründungen, Gründungsklima, Standortfaktor, Wirtschaftsförderung

Diplomarbeit von Tobias Bermann

Einleitung:

Diese Arbeit beschäftigt sich vorrangig mit den Rahmenbedingungen in zehn deutschen Regionen und den entsprechenden Gründungsaktivitäten. Es werden nicht alle möglichen relevanten Rahmenbedingungen abgedeckt, sondern die wohl wichtigsten für potentielle Existenzgründer. Die überwiegenden Rahmenbedingungen können von Unternehmen oder einzelnen Personen nicht beeinflusst werden und fallen somit unter die Verantwortung der Politik und damit in den Bereich der Wirtschaftspolitik.

Problemstellung:

In dieser Diplomarbeit sollen die Auswirkungen wirtschaftspolitischer Entscheidungen auf die Gründungsaktivitäten einer Region am Beispiel Köln dargelegt werden. In diesem Zusammenhang werden die relevanten Rahmenbedingungen betrachtet und bewertet sowie mit den Gründungsaktivitäten diverser Regionen in Deutschland verglichen. Des weiteren soll die Frage geklärt werden, ob wirtschaftpolitische Entscheidungen des Stadtrates wirklich mit den Gründungsaktivitäten in Köln korrelieren.

Gang der Untersuchung:

In den Kapiteln zwei und drei werden zunächst einige Begriffsbestimmungen durchgeführt und einige Arten von Unternehmensgründungen mit deren Vor und Nachteilen betrachtet. Dies soll einige Grundlagen schaffen und dem Leser das Verständnis bzw. die Betrachtungsweise des Verfassers näher bringen. Im Kapitel vier wird dann das Gründungsklima in zehn deutschen Regionen untersucht. Dies soll u. a. die Fragen klären, ob sich die Menschen eine Unternehmensgründung zutrauen und wie Unternehmer in der Bevölkerung angesehen werden. Dies ist auch deshalb interessant, weil geklärt wird, ob in den Regionen unterschiede existieren, die nicht auf sachlichen Argumenten beruhen.

Die einzelnen Rahmenbedingungen und deren Bewertung wird anschließend im fünften Kapitel untersucht. Hier werden wiederum die 10 unterschiedlichen Regionen betrachtet und bewertet sowie miteinander verglichen. Die unterschiedlichen Gründungsaktivitäten der Regionen stehen dabei im Vordergrund. In den Kapiteln sechs, sieben und acht wird dann die Stadt Köln vorgestellt und ein Überblick über die vorhandenen Branchen und das Image verschafft. Die Vorstellung der Branchen soll nur einen Einblick in die Vielfalt der Stadt Köln vermitteln und das Verständnis und die Konsequenzen für Köln als Agglomerationsraum erleichtern.

In Kapitel neun wird das Amt für Wirtschaftsförderung vorgestellt und die Hilfestellungen für Existenzgründer kurz dargestellt. In Kapitel zehn werden dann nochmals ausführlich die Gründungsaktivitäten in Köln aufgezeigt und mit den bereits genannten Regionen verglichen. Dabei werden insbesondere werdende Gründer betrachtet, die sonst in keiner Statistik vorkommen, da die formelle Gründung noch nicht vollzogen wurde. In Kapitel elf werden dann die Gründungs- und Innovationszentren der Stadt Köln sowie ihre Strukturen und Schwerpunkte vorgestellt. In Kapitel zwölf werden danach die Stärken und Schwächen der Stadt Köln behandelt. Diese Stärken und Schwächen beziehen sich vor allem auf die Entscheidungen des Rates der Stadt Köln und betreffen somit die Verantwortung der Politik. In Kapitel dreizehn wird versucht die grundsätzliche Frage zu beantworten, ob wirtschaftpolitische Entscheidungen wirklich die Gründungsaktivitäten einer Region, insbesondere von Köln beeinflussen. Als Abschluss sollen dann einige Empfehlungen gegeben werden, die den Wirtschaftsstandort Köln positiv beeinflussen können.

Inhaltsverzeichnis:

Abkürzungsverzeichnis 4
Darstellungsverzeichnis 9
1. Einleitung 11
1.1 Problemstellung 11
1.2 Konzeption der Arbeit 11
1.3 Vorgehensweise und Aufbau der Arbeit 11
2. Begriffsdefinitionen und Abgrenzungen 13
2.1 Gründungsmanagement 13
2.2 Unternehmer 14
2.3 Gründer 14
2.4 Gründung 14
2.5 Unternehmensgründer 15
3. Arten von Unternehmensgründungen und deren Vor- und Nachteile 16
3.1 Neugründung 16
3.2 Unternehmensübernahme 18
3.3 Beteiligung an einem bestehenden Unternehmen 19
3.4 Einzel- oder Teamgründung 20
3.5 Franchising 22
4. Gründungschancen und -potenzial (Gründungsklima) 24
4.1 Gründungsmotivation durch Vorbilder 24
4.2 Gründungsfähigkeiten bezogen auf Wissen und Erfahrungen 25
4.3 Angst als Gründungshemmnis 27
4.4 Wahrnehmung von Gründungschancen 28
4.5 Ansehen von Unternehmen 29
5. Rahmenbedingungen und deren Einfluss auf das Gründungsgeschehen 31
5.1 Finanzierung 32
5.2 Die Bedeutung regionaler Inkubatoreinrichtungen 34
5.3 Einfluss Politischer Rahmenbedingungen 36
5.4 Öffentliche Förderinfrastruktur 38
5.5 Aus- und Weiterbildung von Unternehmensgründern 40
5.6 Unternehmensbezogene Dienstleistungen 42
5.7 Physische Infrastruktur 43
5.8 Arbeitsmarkt 44
5.9 Werte und Normen 46
5.10 Gewerbesteuer 48
5.11 Der Zusammenhang von Rahmenbedingungen und Gründungsaktivitäten 48
6. Stadt Köln 50
6.1 Zahlen, Daten, Fakten 50
6.2 Branchen 54
6.3 Forschung, Bildung und Wissenschaft 54
6.4 Kunst und Kultur 55
6.5 Lage und Verkehr 56
7. Bewertung des Kölner Image durch Nicht-Kölner 57
7.1 Einschätzung der Standorteigenschaften 57
7.2 Beurteilung des Eigenschaftsprofil 59
7.3 Besuchsgründe und Assoziationen 61
8. Ausgewählte Branchenprofile der Kölner Region 63
8.1 Metallindustrie 63
8.2 Einzelhandel 65
8.3 Fahrzeugbau 67
8.4 Maschinenbau 68
8.5 Verlags- und Druckgewerbe 69
8.6 Chemie 70
8.7 Medien 73
9. Amt für Wirtschaftsförderung der Stadt Köln 75
9.1 Existenzgründungsberatung 75
9.2 Hilfe bei der Standtortwahl 75
9.3 Begleitende Beratung durch „Coaches“ 76
10. Gründungsaktivitäten im Vergleich zu anderen ausgewählten Regionen 77
11. Gründer- und Innovationszentren der Stadt Köln 81
11.1 msc Multimedia Support Center GmbH 81
11.2 Gründer- und Innovationszentrum Köln 82
11.3 Rechtsrheinische Technologie- und Gründerzentrum Köln GmbH 84
12. Stärken und Schwächen der Wirtschaftsregion Köln 85
12.1 Einleitung 85
12.2 Potenzial für Köln durch angrenzende Regionen 85
12.3 Kommunalfinanzen 86
12.4 Standtortmarketing 87
12.5 Flächenpolitik 87
12.6 Chemische Industrie 88
12.7 Verkehrsinfrastruktur 88
12.8 Prioritäten und Initiativen 89
12.9 Wissenschaft und Wirtschaft 91
12.10 Qualifikation und Integration von türkischen Bürgern 92
12.11 Kulturwirtschaft 92
13. Auswirkungen wirtschaftspolitischer Entscheidungen 94
14. Handlungsempfehlungen für die Kölner Region 98
Literaturverzeichnis 100
Erklärung 102
Lebenslauf 103

Automatisiert erstellter Textauszug:

profitieren nicht nur die Messen "Art Cologne", "Westdeutsche Kunstmesse" und die "KunstKöln", sondern machen Köln auch zu einem der wichtigsten internationalen Kunsthandelsplätze. Neben dem Kunsthandel an sich, ist das 116 Angebot mit über dreißig Museen in städtischer und freier Trägerschaft einzigartig. Zu nennen sind hier z. B. das "Museum Ludwig", das "Museum für Ostasiatische Kunst" und das "Wallraf-Richartz-Museum". Im Bereich der Musik kann Köln die Philharmonie, die Oper, diverse Theater, Kabaretts und Kinos vorzeigen, die teilweise internationalen Rang besitzen. Ein weiterer Höhepunkt war der Bau der "Kölnarena" (18.000 Sitzplätze), die seitdem Konzert- und Sportveranstaltungen ermöglicht, wie sie in anderen deutschen Städten nicht möglich sind. [...]

Betrachtet man einzelne Rahmenbedingungen mit den Gründungsaktivitäten, lässt sich ein positiver Zusammenhang zwischen dem Finanzierungsindex und den Gründungsaktivitäten feststellen. Regionen mit einer hohen positiven Bewertung der finanziellen Rahmenbedingungen, weisen auch tendenziell eine höhere Gründungsquote auf. Der Korrelationskoeffizient beträgt zwischen diesen beiden Aspekten 0,56,101 was auf einen positiven Zusammenhang schließen lässt. Bei vielen anderen Rahmenbedingungen beträgt der Koeffizient nur 0,2. Bei der Aus- und Weiterbildung und der physischen Infrastruktur gibt es sogar einen negativen Zusammenhang, Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass es noch andere Rahmenbedingungen geben muss, die die Gründungsaktivitäten einer Region beeinflussen. Die in diesem Kapitel genannten sind nicht vollständig. Als Beispiel sollen hier die Arbeitslosenquote und die Kaufkraft einer Region genannt werden.102 Da hier nicht alle Bedingungen genannt und untersucht werden können, stellen die hier betrachteten nur einen Rahmen dar, der die wichtigsten Faktoren abdecken soll. [...]

5.10 Gewerbesteuer Als letzter Aspekt soll kurz auf die Gewerbesteuer eingegangen werden. Die Gewerbesteuer wird oft überschätzt, bezüglich ihres Einflusses auf die Höhe der Gründungsaktivitäten. In der Öffentlichkeit werden oft kontroverse Diskussionen geführt, ob die Höhe der Gewerbesteuer für Insolvenzen und fehlenden Investitionswillen von Unternehmen verantwortlich ist. Dabei vergessen die Experten oft zu erwähnen, das die Gewerbesteuer als Kosten absetzbar ist und daher den Gewinn eines Unternehmens mindert. Diese Kosten senken daher auch das zu versteuernde Einkommen der Unternehmensinhaber und damit auch die Höhe der Einkommenssteuer. Grundsätzlich lässt sich jedoch die Aussage treffen, dass die Gewerbesteuer in Wirklichkeit bei den Existenzgründern meist nicht als besonders relevant angesehen wird.96 Daher wird hier auch nicht näher auf dieses Thema eingegangen. [...]

Arbeit zitieren:
Bermann, Tobias November 2003: Die Auswirkungen standortspezifischer wirtschaftspolitischer Entscheidungen auf die Gründungsaktivitäten einer Region am Beispiel Köln, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Gründungsmanagement, Unternehmensgründungen, Gründungsklima, Standortfaktor, Wirtschaftsförderung

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