Differenzierte Strategien zur Leistungsbeurteilung im Französischunterricht an Höheren Schulen
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Herbert Band
- Abgabedatum: Dezember 2003
- Umfang: 90 Seiten
- Dateigröße: 540,9 KB
- Note: 3,0
- Institution / Hochschule: Universität Wien Österreich
- ISBN (eBook): 978-3-8324-7778-3
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-7778-3 P - ISBN (CD) :978-3-8324-7778-3 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Band, Herbert Dezember 2003: Differenzierte Strategien zur Leistungsbeurteilung im Französischunterricht an Höheren Schulen, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Didaktik, Fehlerkorrektur, Prüfung, Lernen, Sprachunterricht
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Diplomarbeit von Herbert Band
Einleitung:
Die Themenstellung dieser Diplom/Magisterarbeit konzentriert sich auf Fragen der Leistungsbeurteilung in der Institution Schule, die auf der Grundlage von allgemein gültigen Bezugsnormen und Maßstäben festgelegt wird, wobei Fremdbewertung in Kombination mit Selbstevaluierung erfolgen soll. Als Bildungsziele werden Mehrsprachigkeit und kommunikative Mündlichkeit vorgegeben. In der vorliegenden Arbeit werden die theoretischen Beurteilungsmethoden und deren Realisierung im Unterricht dargestellt, die Komplexität zwischen Beurteilung, Gesellschaft und Wirtschaft aufgezeigt und Lösungsansätze dargeboten, die die Realisierung der kommunikativen Leistung der Schüler auch nach der Schule fördern. Dazu zählen die theoretischen Grundlagen des Begriffs „Fehler“ sowie Kriterien der Beurteilung im Unterricht. Auf der Basis des aktuellen Forschungsstands werden praktische Beurteilungsmodelle und Verbesserungsvorschläge für den Französischunterricht bzw. allgemeinen Fremdsprachenunterricht an höheren Schulen präsentiert und ihre Auswirkungen auf das Fremdsprachenlernen untersucht.
Diese Arbeit behandelt zahlreiche relevante Aspekte der Leistungsfeststellung und der Leistungsbeurteilung. Einerseits handelt es sich um eine thematische praxisorientierte Untersuchung von Fehlerbegriff und Korrekturpraxis, andererseits wird der Begriff Leistungsbeurteilung erörtert.
Eine fundierte, mit vielen eigenen Überlegungen angereicherte und mit kritischen Kommentaren versehene pädagogische Arbeit.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | Einleitung | 7 |
| 2. | Das Leistungsprinzip | 8 |
| 2.1 | Leistungsbeurteilung im Dienste der Gesellschaft und der Wirtschaft | 8 |
| 2.2 | Die Norm- und Zweckverbundenheit des Leistungsbegriffs in der Schule | 10 |
| 2.3 | Die Motivation als Leistungsförderer | 11 |
| 2.4 | Die gesetzlichen Bestimmungen zur Leistungsbeurteilung im Schulunterricht | 12 |
| 3. | Die Funktion von Prüfungen und Noten | 13 |
| 3.1 | Die soziale Funktion | 14 |
| 3.2 | Die Legitimationsfunktion und die Kontrollfunktion | 14 |
| 3.3 | Die Prognosefunktion | 15 |
| 3.4 | Information und Rückmeldung | 15 |
| 3.5 | Disziplinierung | 15 |
| 3.6 | Lernerziehung | 16 |
| 3.7 | Sind Ziffernnoten noch zeitgemäß? | 16 |
| 4. | Die pädagogische Dimension der Leistungsbeurteilung | 18 |
| 4.1 | Die Komplexität der Leistungsbeurteilung | 18 |
| 4.2 | Die drei Bezugsnormen der Leistungsbeurteilung | 19 |
| 4.3 | Auswirkungen der Bezugsnormen | 21 |
| 5. | Die Definition der Leistung liegt in der Vielfalt des Lernens | 23 |
| 6. | Strategien der Leistungsüberprüfung und Fehlerkorrektur | 24 |
| 6.1 | Planung des Unterrichts und Leistungsbeurteilung | 25 |
| 6.2 | Der Fehler | 26 |
| 6.3 | Die Fehlerkorrektur der Leistung | 26 |
| 6.4 | Praktische Überlegungen zur Fehlerkorrektur | 28 |
| 6.5 | Häufung von Fehlern | 31 |
| 6.5.1 | Kompetenz- und Performanzfehler | 31 |
| 6.6 | Die Einstellung des Schülers zu Fehlern optimieren | 32 |
| 6.7 | Die Aufarbeitung von Fehlern | 33 |
| 6.8 | Das Fehlverhalten des Lehrers: Fehler in der Beurteilung | 36 |
| 6.9 | Änderung der Parameter | 38 |
| 6.10 | Veränderungen im Französischunterricht | 39 |
| 6.11 | PISA – The OECD Programme for International Student Assessment | 40 |
| 7. | Entwicklung neuer Evaluationsstrukturen | 40 |
| 7.1 | Schriftliche Leistungsbeurteilung unter dem Kriterium der Schülerorientierung | 41 |
| 7.2 | Leitlinien für die Leistungsbeurteilung | 42 |
| 7.3 | Schülerorientierte Adaptierung des Unterrichts | 43 |
| 8. | Leistungsfeststellung im Projektunterricht | 44 |
| 8.1 | Aufbau- und Ablaufstrukturen eines Projektes | 46 |
| 8.1.1 | Die Vorbereitungsphase | 47 |
| 8.1.2 | Die Durchführungsphase | 47 |
| 8.1.3 | Die Projektpräsentation | 48 |
| 8.1.4 | Die Reflexion der Ergebnisse | 48 |
| 8.2 | Beispiel für Aufbau und Durchführung eines Projektes | 48 |
| 8.3 | Kriterien der Beurteilung von Projektarbeiten | 49 |
| 9. | Der Beobachtungsbogen | 50 |
| 10. | Die Leistungsbeurteilung anhand des Portfolios | 52 |
| 11. | Die Reform der Leistungsbeurteilung in der Praxis | 53 |
| 11.1 | Leistungsbeurteilung als Teil unterrichtlicher Entscheidungsprozesse | 55 |
| 11.2 | Folgehandlungen nach der Prüfungsbeurteilung | 56 |
| 11.3 | Die Überprüfung des Hörverstehens | 56 |
| 11.3.1 | Von der Überprüfung des Globalverstehens zur detaillierten Fragestellung | 57 |
| 12. | Sonderproblem mündliche Prüfung | 58 |
| 12.1 | Arten mündlicher Leistungskontrolle | 60 |
| 12.1.1 | Die indirekte Art der mündlichen Leistungskontrolle | 60 |
| 12.1.2 | Die direkte Art der mündlichen Leistungskontrolle | 60 |
| 12.2 | Anforderungen an den Lehrer | 61 |
| 12.3 | Faktoren, die eine objektive Beurteilung beeinflussen | 61 |
| 12.4 | Ein Beurteilungsmodell unter Einbezug von Bewertungskriterien | 62 |
| 12.4.1 | Verstehen und Verständnis des Inhalts und des Sinns der gestellten Frage | 62 |
| 12.4.2 | Sprachliches Reagieren auf Kommunikationspartner und Anpassungsfähigkeit an die Konversation | 63 |
| 12.4.3 | Ausdrucksvermögen | 63 |
| 12.4.4 | Aussprache | 64 |
| 12.4.5 | Gewichtung | 64 |
| 12.5 | Die Alternative „Mündliche Klassenarbeit“ | 67 |
| 13. | Die Textproduktion im Rahmen der Schularbeit | 68 |
| 13.1 | Beurteilung der Textproduktion | 69 |
| 13.2 | Kriterien der Aufsatzbeurteilung | 70 |
| 14. | Verbale Beurteilungen von Leistungen | 71 |
| 15. | Die Schwierigkeit von Prüfungen unter Berücksichtigung der Bearbeitungszeit für die Schüler | 72 |
| 16. | Die Effekte der Prüfungsanalyse | 73 |
| 17. | Perspektiven der Leistungsbeurteilung | 74 |
| 18. | Fremdsprachen im vereinten Europa | 75 |
| 19. | Résumé en langue francaise | 76 |
| Anhang: Fragestellungen zur Fehlerkorrektur-Praxis | 84 | |
| Bibliographie | 85 |
Von zentraler Bedeutung für die Reflexion über Lernen und Leistung ist die produktive Aufarbeitung von Fehlern, die in der Schulpraxis noch weitgehend vernachlässigt wird. In den meisten Fällen werden bei der Nachbesprechung von Schularbeiten nur die richtigen Lösungen aufgezeigt und die Fehler durch diese verbessert. Diese Vorgehensweise ist unzureichend, zum einem viele Schüler nicht in der Lage sind, den Fehler im Kontext zur Grammatik zu betrachten, vielmehr nehmen sie den Fehler punktuell wahr. Somit kommt es häufig vor, dass dieselben Fehler in der nächsten Schularbeit erneut passieren. Vielfach erfolgt die Korrektur der Fehler zu spät und die Schüler haben kaum Chancen ihre Leistungsverbesserung dem Lehrer vorzuweisen. Fehler [...]
Eine eventuelle Angst vor Fehlern wurde den Schülern in den vergangenen Jahrzehnten vielfach „anerzogen“. Die Eltern und die Schule lenkten die volle Aufmerksamkeit mittels rotem Korrekturstift auf die Fehler der Lernenden. Aus diesem Grund lernten sich die Schüler vor Fehlern zu fürchten. Es wird versucht, alles, was Schmerz, Angst und Furcht bereitet zu vermeiden. Um keine Fehler zu machen, versucht der Schüler Veränderungen, Risiken und Herausforderungen von sich zu weisen. Das Kind, das beschimpft, lächerlich gemacht oder gar gedemütigt oder bestraft wird, wenn es einen Fehler macht, lernt: „Ich darf keine Fehler machen, sonst werde ich abgelehnt und bestraft. Diese Gedankenstruktur muss gebrochen werden und der Fehler als Quelle für zukünftige Erfolge angesehen werden. Er ist ein unverzichtbarer Teil eines jeden Lernprozesses. Das Problem ist somit nicht der Fehler, sondern die Einstellung zum Fehler, die sich beim Schüler als Angst widerspiegelt. Aus diesem Grund ist eine Interpretation des vom Schüler verursachten Fehlers seitens des Lehrers erforderlich. Die Verknüpfung von positiven Gefühlen mit Fehlern und die Analyse von Fehlern stellt eine zunehmend wichtige Aufgabe des Lehrers dar um die Motivation des Schülers zu erhalten bzw. zu steigern und auch dessen Konzentration auf Lerninhalte zu optimieren. Die Nachbesprechung einer Schularbeit sollte folgende Aspekte beinhalten um in einem positiven Lerneffekt zu münden: • • Der Fehler stellt einen Lernprozess dar. Welche Möglichkeiten hat der Schüler, dass er den Fehler bei der nächsten Schularbeit vermeidet? • • Schrittweise Erfassung und Analyse des Fehlers Welchen Lerneffekt hat der Fehler? Ein Schüler hängt beim Konjugieren des Verbs „écouter“ an die erste Person Singular Präsens fälschlicherweise ein „s“ an. Es liegt nun beim Lehrer im Zuge der Nachbesprechung darauf hinzuweisen, dass regelmäßige Verben mit der Endung „-er“ niemals mit einem „s“ in der ersten Person Singular enden. [...]
gegliedert werden. Es wird hierbei untersucht wie z. B. ein Rechtschreibfehler zu Stande gekommen ist, wo die Ursache für dieses „Fehlverhalten“, die Fehlerquelle liegt. Fehler der ersten beiden Arten sind eher harmlos. Im Zweifelsfall besteht die Möglichkeit, entsprechenden Schülern noch einmal ähnliche Aufgaben zu stellen, um in Erfahrung zu bringen, ob sie in einer entspannten Situation grundsätzlich in der Lage sind, sie zu lösen. Bei Fehlern der dritten und vierten Art kann weiter unterschieden werden, ob die Ausfälle im aktuellen Stoff liegen oder ob es sich um tatsächliche Defizite handelt. Immer dann, wenn sich Fehler einer bestimmten Art oder Fehler an einer bestimmten Stelle häufen, liegt zumindest der Verdacht nahe, dass die Ursachen auch im Unterricht liegen.37 6.5.1. Kompetenz- und Performanzfehler Die Fehlerlinguistik unterscheidet hier zwischen dem Kompetenzfehler, der dem Schüler aus Unkenntnis der zugrundeliegenden Regel unterläuft und dem Performanzfehler, den der Schüler eigenständig verbessern kann und im Unterricht als Flüchtigkeits- bzw. Schlampigkeitsfehler bezeichnet wird.38 Fehler, die im Performanzbereich liegen und nicht gehäuft auftreten, beeinträchtigen den Lernprozess gewöhnlich nicht. [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832477783
Arbeit zitieren:
Band, Herbert Dezember 2003: Differenzierte Strategien zur Leistungsbeurteilung im Französischunterricht an Höheren Schulen, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Didaktik, Fehlerkorrektur, Prüfung, Lernen, Sprachunterricht



