Elektronisch unterstütztes Lernen (E-Learning)
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Johannes Bankwitz
- Abgabedatum: Juni 2003
- Umfang: 99 Seiten
- Dateigröße: 1,2 MB
- Note: 1,7
- Institution / Hochschule: FernUniversität in Hagen Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-7578-9
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-7578-9 P - ISBN (CD) :978-3-8324-7578-9 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Bankwitz, Johannes Juni 2003: Elektronisch unterstütztes Lernen (E-Learning), Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Didaktik, Gestaltungsprinzipien, Klassifikationi, Lernplattform, Informationssystem-Architektur
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Diplomarbeit von Johannes Bankwitz
Zusammenfassung:
Die vorliegende Arbeit spannt einen weiten Bogen von psychologisch-didaktischen Grundlagen des Lernens über die Klassifikation von Lern- und E-Learning-Szenarien bis hin zu Rahmenarchitekturen von E-Learning-Lösungen. Diese Tatsache spiegelt den Facettenreichtum des Themas elektronisch unterstütztes Lernen bzw. E-Learning wider. Eine rein technisch motivierte Betrachtung ist ebenso wenig gewinnbringend wie eine lediglich pädagogisch-didaktisch motivierte Auseinandersetzung mit E-Learning.
Nach der Klärung grundlegender Begriffe werden verschiedene Lerntheorien diskutiert sowie Verbindungen zwischen Lerntheorien und Gestaltungsprinzipien aufgezeigt.
Die Klassifikation von Lehr- und Lernszenarien bildet die Grundlage für die Gestaltung von E-Learning-Szenarien wie Open Distance Learning, Teleteaching, Teletutoring und Blended Learning.
Weiterhin wird in eher technischer Sicht auf die Konzeption von E-Learning-Lösungen, Standardisierungsinitiativen, Lernplattformen und Lernumgebungen sowie auf Informationssystem-Architekturen für E-Learning eingegangen. Insbesondere wird eine Rahmenarchitektur für verteilte Lehr- und Lernsysteme sowie eine Architektur einer integrierten Internet-Lernumgebung (I²LU) besprochen.
Inhaltsverzeichnis:
| Inhaltsverzeichnis | II | |
| Abbildungsverzeichnis | V | |
| Tabellenverzeichnis | VII | |
| 1. | Einleitung | 1 |
| 2. | Grundlagen | 2 |
| 2.1 | Begriff „E-Learning” | 2 |
| 2.2 | Gründe und Ziele des E-Learning | 6 |
| 2.3 | Kosten- und Nutzenbetrachtung | 10 |
| 3. | Psychologische und didaktische Grundlagen von Lernprozessen | 14 |
| 3.1 | Der Lernbegriff | 14 |
| 3.2 | Lerntheoretische Ansätze | 15 |
| 3.2.1 | Behaviorismus | 15 |
| 3.2.2 | Kognitivismus | 17 |
| 3.2.3 | Konstruktivismus | 19 |
| 3.3 | Gestaltungsprinzipien von Lernhilfsmitteln | 21 |
| 3.3.1 | Instruktions-Prinzip | 22 |
| 3.3.2 | Problemlösungs-Prinzip | 24 |
| 3.4 | Verbindungen zwischen Lerntheorien und Gestaltungsprinzipien | 25 |
| 3.5 | Didaktische Elemente | 27 |
| 3.5.1 | Didaktische Prinzipien | 27 |
| 3.5.1.1 | Selbständiges Lernen | 28 |
| 3.5.1.2 | Adaptierbarkeit und Adaptivität | 28 |
| 3.5.1.3 | Interaktivität | 28 |
| 3.5.2 | Lernziele | 31 |
| 3.5.3 | Lerninhalte | 33 |
| 3.5.4 | Lehrstrategie | 34 |
| 3.5.5 | Lernmotivation | 34 |
| 4. | Klassifikation und Gestaltung von E-Learning | 36 |
| 4.1 | Lehr- und Lernsituationen | 36 |
| 4.1.1 | Klassische Szenarien für Lehren und Lernen | 36 |
| 4.1.1.1 | Klassifikation von Lehr- und Lernsituationen | 37 |
| 4.1.1.2 | Charakterisierung von Lehr- und Lernsituationen | 39 |
| 4.1.2 | Effektivität und Effizienz von Lernprozessen | 40 |
| 4.1.2.1 | Vorlesung | 41 |
| 4.1.2.2 | Übung | 41 |
| 4.1.2.3 | Seminar | 42 |
| 4.2 | Netzbasierte Szenarien für Lehren und Lernen | 42 |
| 4.2.1 | Remote Lecture Room (RLR) | 42 |
| 4.2.2 | Remote Interactive Seminars (RIS) | 43 |
| 4.2.3 | Interactive Home Learning (IHL) | 43 |
| 4.2.4 | Web-Based Training (WBT) | 43 |
| 4.3 | Klassifikation von internetbasierten Lernkonzepten | 43 |
| 4.3.1 | Open Distance Learning | 45 |
| 4.3.2 | Teleteaching – virtueller Frontalunterricht | 46 |
| 4.3.3 | Telekooperation – virtuelles, kooperatives Lernen | 47 |
| 4.3.4 | Teletutoring – betreutes Fernlernen | 49 |
| 4.3.5 | Blended Learning | 52 |
| 4.4 | Inhaltliche Elemente der Methodik | 52 |
| 4.4.1 | Online-Test und interaktive Übungsprogramme | 53 |
| 4.4.2 | Präsentationssysteme | 53 |
| 4.4.3 | Tutorielle Programme und intelligente tutorielle Systeme | 54 |
| 4.4.4 | Telematische und virtuelle Labore | 56 |
| 4.4.5 | Autorensysteme | 56 |
| 4.5 | Kommunikative und kooperative Elemente der Methodik | 57 |
| 4.5.1 | Synchrone Kommunikation | 58 |
| 4.5.2 | Asynchrone Kommunikation | 61 |
| 5. | Konzeption von E-Learning-Lösungen | 63 |
| 5.1 | Standardisierungsinitiativen | 63 |
| 5.2 | Reusable Learning Objects (RLOs) | 65 |
| 5.3 | Lernplattformen und Lernumgebungen | 66 |
| 5.3.1 | Lernplattformen | 66 |
| 5.3.2 | Learning Management Systeme (LMS) | 67 |
| 5.3.3 | Content Management Systeme (CMS) | 68 |
| 5.3.4 | Learning Content Management Systeme (LCMS) | 70 |
| 5.4 | Informationssystem-Architekturen für E-Learning | 72 |
| 5.4.1 | Rahmenarchitektur für verteilte Lehr- und Lernsysteme | 72 |
| 5.4.1.1 | Anforderungen | 72 |
| 5.4.1.2 | Rahmenarchitektur | 73 |
| 5.4.1.3 | Realisierung von Diensten mit Web Services | 76 |
| 5.4.2 | Architektur einer integrierten Internet-Lernumgebung (I²LU) | 81 |
| 6. | Zusammenfassung und Ausblick | 84 |
| Literaturverzeichnis | 86 |
Mit einer Lehrstrategie legt der Lehrende fest, wie die Lernenden die festgelegten Ziele erreichen sollen. Zu unterscheiden ist zwischen den grundlegenden Strategien des Instruktionsparadigmas und des Problemlöseparadigmas. Hier kann auf die Ausführungen unter 3.3 verwiesen werden. Bei beiden Paradigmen lässt sich der Lehrprozess in drei Phasen einteilen: Vorbereitung: In der Vorbereitungsphase wird der Kursablauf besprochen, die vorhandenen Vorkenntnisse der Lernenden aktiviert, die neuen Inhalte mit bereits Bekanntem in Beziehung gesetzt und die Lernbereitschaft hergestellt. Aneignung: In der Aneignungsphase werden die Inhalte des Lernstoffs vermittelt. Nachbereitung: In der Nachbereitungsphase wird der Lernende angeleitet, das neu erworbene Wissen in verschiedenen Situationen anzuwenden. Weiterhin dient diese Phase der Lernzielkontrolle und der Ergebnissicherung. [...]
Die Aufgabe des Kursentwicklers ist es, unter vielen möglichen Inhalten zu einem Thema die geeigneten auszuwählen und sie so zu strukturieren und aufzuarbeiten, dass sie den Lernerfolg sicherstellen. Dabei ist der Kursentwickler auf die Zusammenarbeit mit zwei Experten angewiesen: Der Fachexperte garantiert die sachliche Richtigkeit der Inhalte und der Fachdidaktiker behält bei ihrer Aufbereitung die Lernfreundlichkeit und Lerneffektivität im Auge. Die Grundlage bildet eine umfassende Materialsammlung, aus der die Inhalte für den Kurs ausgewählt werden. Hier kommen die didaktischen Prinzipien zum Tragen. Beispielsweise ist zwischen Praxisnähe und Anschaulichkeit abzuwägen. Nachdem die Inhalte feststehen, werden sie in eine bestimmte Ordnung gebracht oder, wenn es sich um eine konstruktivistische, offene Lernumgebung handelt, assoziativ miteinander verknüpft. Navigationshilfen, die dem Lernenden anzeigen, an welcher Stelle innerhalb des Informationsraumes er sich befindet, beugen Orientierungsschwierigkeiten vor. Mit der Anordnung der Inhalte ist auch deren didaktische Funktion im Lernprozess bestimmt. Sie können informieren, motivieren, bei der Verarbeitung der neuen Informationen helfen, die Wissensspeicherung unterstützen oder den Transfer erleichtern. Wie müssen die Inhalte medial repräsentiert werden, damit sie diese Funktion erfüllen? Die psychologische Wirkungsforschung beschäftigt sich mit dieser Fragestellung seit den 40er Jahren. Nennenswerte Resultate sind nicht zu verzeichnen: [...]
32 forderte, das Lernziel als beobachtbares Verhalten zu beschreiben und gleichzeitig die Bedingungen anzugeben, unter denen das Verhalten gezeigt werden soll. MAGER schließt mit seiner Forderung, nur beobachtbares Verhalten zu beschreiben, die affektiven Lernziele (z. B. Einstellungsänderungen) aus, da diese nicht beobachtbar sind. Die Arbeitsgruppe um BLOOM (1975) formulierte umfangreiche Taxonomien für die Klassifikation von Lehrzielen auf den unterschiedlichen Leistungsniveaus. Die Taxonomien sind geprägt von behavioristischen Konzepten. Für die verschiedenen Gegenstandsbereiche werden dabei unterschiedliche Kriterien angelegt: Im kognitiven Bereich werden Ergebnisse des Lernens nach dem Grad der Komplexität unterschieden, im affektiven Bereich wird der Grad der Internalisierung (von Werten, Einstellungen etc.) herangezogen und im psychomotorischen Bereich wird nach dem Grad der Koordination oder Komplexität unterschieden: 1. Kenntnisse/Wissen: Bekannte Informationen könne aus dem Gedächtnis erinnert werden. 2. Verstehen: Neue Informationen können verarbeitet und in einen größeren Kontext eingeordnet werden. 3. Anwenden: Regeln und Prinzipien können in definierten Situationen verwendet werden. 4. Analyse: Ein Sachverhalt kann in seine Bestandteile zergliedert werden. 5. Synthese: Teile oder Elemente können zu einem (neuen) Ganzen zusammengefügt werden. 6. Bewerten: Es können Urteile gefällt werden, ob bestimmte Kriterien erfüllt sind. Die sechs Hauptgruppen wurden von BLOOM et al. weiter differenziert, sodass sie für die Kursentwicklung wenig praktikabel sind. Hilfreich und weit verbreitet ist die Reduktion auf drei Lernzieltypen: Begriffe richtig verwenden und mit eigenen Worten erklären, abstraktes Wissen auf reale Situationen anwenden und Sachverhalte kritisch reflektieren und sie in einen größeren Zusammenhang einordnen und bewerten. GANGÉ (1975) lenkt die Aufmerksamkeit auf die Zwischenschritte, die zur Erreichung eines Lernziels notwendig sind. Die Zwischenschritte sind gleichfalls mit Lernzielen verbunden, die der Lernende auf seinem Lernweg bewältigen muss. Diese Lernziele sind als Voraussetzung für das Erreichen des eigentlichen Lernziels zu erfassen. Dazu wird der Lernweg in kleine [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832475789
Arbeit zitieren:
Bankwitz, Johannes Juni 2003: Elektronisch unterstütztes Lernen (E-Learning), Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Didaktik, Gestaltungsprinzipien, Klassifikationi, Lernplattform, Informationssystem-Architektur



