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(K)Eine Frage des Geschmacks

Wirkung von vergleichender Werbung

(K)Eine Frage des Geschmacks
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Juliane Bessner
  • Abgabedatum: August 2003
  • Umfang: 62 Seiten
  • Dateigröße: 2,1 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: IMK - Privates Institut für Marketing und Kommunikation GmbH Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-7409-6
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-7409-6 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-7409-6 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Bessner, Juliane August 2003: (K)Eine Frage des Geschmacks, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: UWG, Werbepsychologie, Werbewirkung, Werbenutzen, Burger King

Diplomarbeit von Juliane Bessner

Einleitung:

Vergleichende Werbung ist für Agenturen und werbetreibende Unternehmen immer noch ein heikles Thema. Sie wissen oft nicht, wie die gesetzlichen Rahmenbedingungen sind und ob vergleichende Werbung für ihr Produkt von Vorteil ist oder nicht. Viele Werbetreibende scheuen den Vergleich mit Konkurrenten aus Angst vor Unterlassungsklagen und daraus resultierenden möglichen Imageverlusten bei den Verbrauchern. Ziel ist es, aufzuzeigen, dass vergleichende Werbung unter Beachtung der relevanten Einflussfaktoren wirksam sein kann und die Risiken vertretbar bleiben.

Um den Nutzen und die Wirkung von vergleichender Werbung analysieren zu können, werden in der Diplomarbeit zunächst die rechtlichen Grundlagen sowie die psychologischen Wirkungsmodelle erläutert. Der Abschnitt über die rechtlichen Grundlagen gibt einen Überblick über die Entwicklung des UWG und die 1997 in Kraft getretene relevante EU-Richtlinie. Es werden die Grenzen der Zulässigkeit und Interpretationsmöglichkeiten vergleichender Werbung dargestellt, aber auch Möglichkeiten und Hindernisse aufgezeigt.

Der zweite Themenblock behandelt die psychologischen Wirkungsmodelle und stellt die Verknüpfung von Wahrnehmung, Konditionierung (Lernen) und Wiedererkennen da. Um Werbung aufmerksamkeitsstark präsentieren zu können, braucht man psychologische Gestaltungsgrundsätze und muss wissen, wie der Mensch die Informationen im Gedächtnis aufnimmt und verarbeitet (Darstellung der Speichermodelle). Nur so kann Werbung vom Konsumenten wieder erkannt werden, ist sozusagen gelernt worden und damit Erfolg versprechend.

Die Verbindung der rechtlichen Grundlagen mit den psychologischen Wirkungsmodellen bildet die Basis für den letzten Teil der Diplomarbeit. Hier werden ausgesuchte Printanzeigen, TV- und Radio-Spots auf ihre rechtliche Zulässigkeit und auch die psychologisch Wirkungsweise analysiert. Im Fokus stehen die vergleichenden Kommunikationsmaßnahmen von Burger King mit seinem Hauptkonkurrenten McDonald´s. Eine Stellungnahme der Burger King betreuenden Agentur und eine Zusammenfassung des Themas vergleichende Werbung unterstreichen zum Schluss dieses Abschnitts die Vor- und Nachteile und die sich damit ergebenden Chancen und Risiken für werbetreibende Unternehmen.

Fazit:

Wer nicht wagt - d.h. die rechtlichen und psychologischen Rahmenbedingungen nicht ausnutzt, der nicht gewinnt (d.h. nicht erfolgreich vergleichend wirbt).

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 5
2. Begriffliche Kennzeichnung vergleichender Werbung 6
3. Rechtliche Rahmenbedingungen 7
3.1 Gesetz gegen den Unlauteren Wettbewerb 7
3.1.1 Geschichtlicher Überblick UWG 7
3.1.2 Verbotsgrundsatz (Generalklausel) 7
3.2 Europäische Richtlinie zu vergleichender Werbung 97/55/EG 9
3.2.1 Historische Entwicklung der Richtlinie 97/55/EG 9
3.2.2 Inhalte der Richtlinie 10
3.2.3 Bewertung der Richtlinie 10
3.2.4 Rechtsprechung in Deutschland zur EU Richtlinie 11
4. Unternehmerische Umsetzung 13
4.1 Arten von vergleichender Werbung 13
4.1.1 Direkter - indirekter Vergleich 14
4.1.2 Sachlicher - persönlicher Vergleich 15
4.1.3 Kritisierender - anlehnender Vergleich 15
4.2 Zielsetzung von vergleichender Werbung 15
4.3 Volkswirtschaftliche Aspekte vergleichender Werbung 16
4.3.1 Das werbetreibende Unternehmen 16
4.3.2 Der Konsument 16
4.3.3 Der Konkurrent 17
4.3.4 Die Allgemeinheit 18
4.3.5 Fazit 19
5. Grundlagen der Werbepsychologie 20
5.1 Wahrnehmung und Aufmerksamkeit 21
5.1.1 Gestaltungsgesetze der Wahrnehmung 22
5.1.1.1 Figur und Grund 22
5.1.1.2 Gesetz der Nähe 22
5.1.1.3 Gesetz der Kontinuität 22
5.1.1.4 Gesetz der Geschlossenheit 22
5.1.2 Gestaltungsgesetze der Aufmerksamkeit 23
5.1.2.1 Gesetz der Farbe 23
5.1.2.2 Gesetz der Mehrdeutigkeit und Neuartigkeit 23
5.1.2.3 Gesetz der Intensität und Menge 23
5.1.2.4 Gesetz der Größe 24
5.1.2.5 Gesetz der Bewegung 24
5.1.2.6 Gesetz der Positionierung 24
5.2 Konditionierung 24
5.2.1 Klassisches Konditionieren 25
5.2.2 Operantes Konditionieren 25
5.3 Speichermodelle 26
5.3.1 Sensorischer Speicher 26
5.3.2 Kurzzeit-Speicher 26
5.3.3 Langzeit-Speicher 27
5.4 Recall und Recognition 27
5.5 Primacy- und Recency-Effekt 28
5.6 Fazit 29
6. Beispiele der vergleichenden Werbung 31
6.1 Analyse von Printanzeigen 31
6.2 Analyse von TV-Spots 33
6.2.1 TV-Spot „Ronald“ 33
6.2.2 TV-Spot „Entscheidung“ 37
6.3 Analyse von Radio-Spots 40
6.3.1 Radio-Spot „Der Weg“ 41
6.3.1.1 Fazit 43
6.4 Die Kampagne „Burger King für Deutschland“ 43
7. Vor- und Nachteile vergleichender Werbung 52
8. Stellungnahme Agentur .start GmbH 55
9. Eidesstattliche Erklärung 57
10. Danksagung 58
11. Schrifttum 59

Automatisiert erstellter Textauszug:

Der Primacy- und Recency-Effekt beschreibt das Phänomen, dass bei der Darbietung von Reizen immer die ersten und letzten erinnert werden können. Zeigt man also einer Testperson eine Reihe von Werbespots, so werden die zuerst gezeigten und der letzte die besten Chancen auf die Erinnerung der Testperson haben. Genauer spricht man aber doch von zwei verschiedenen Effekten, nämlich dem Primacy-Effekt und dem Recency-Effekt. Beide Effekte können durchaus auch alleine auftreten und sind zudem unterschiedlich stark. Der Recency-Effekt ist meist der stärker ausgeprägte. Die Erklärung für den Recency-Effekt lautet folgendermaßen: Die Spots am Ende einer Abfolge können von der Testperson noch aus dem Kurzzeit-Speicher abgerufen werden. Die Spots vom Beginn der Abfolge liegen zu weit zurück, als dass sie noch in diesem Speicher vorhanden sein können. Sie können also nur abgerufen werden, wenn sie verarbeitet worden sind und sich im Langzeitspeicher befinden. Aussagen darüber lassen sich aus der so genannten Vergessenskurve ableiten, die das Verhältnis der Position des Spots im Werbeblock zum Grad der spontanen Erinnerung des Betrachters darstellt. Eine typische Vergessenskurve ist der Abbildung 4 zu entnehmen. [...]

präsentierten auswählen zu lassen. Bei der Erinnerungs-Methode ist die Testperson dazu aufgefordert, spontan die zuvor präsentierten Spots zu nennen. In diesem Fall läge die freie Erinnerung (free recall) vor. Es gibt aber auch die Möglichkeit, der Testperson zur Unterstützung Erinnerungshilfen (cues) zu geben, wie z. B. Slogans, Motive. Die Testperson ist dann dazu aufgefordert, die restlichen Elemente des Spots zu ergänzen. Die Widererkennungsmethode hat den Nachteil, dass auch nicht dargebotene Spots von der Testperson „erkannt“ werden. Welche Methode für das Konsumentenverhalten wichtiger ist, hängt von der Situation ab. Für das Einkaufen im Supermarkt ist das Widererkennen des Produkts im Regal ausreichend, um zu einer Kaufentscheidung zu führen. Wenn die Auswahlmöglichkeiten für den Konsumenten nicht erkennbar sind, dann werden nur die frei erinnerten Produkte in die Kaufentscheidung mit einbezogen25. [...]

Wie kann sich der Konsument an eine bestimmte Werbung erinnern und wie wird das für die Werbewirkung nachgewiesen? Es gibt zwei unterschiedliche Methoden bzw. Test zur Feststellung der Werbewirkung, die Wiedererkennung (recognition) und die Erinnerung (recall). Bei der Erinnerung unterscheidet man zudem noch die Form der gestützten (cued oder aided recall) und der freien (free-recall). Wenn der Konsument Reizmaterial mit der Wiedererkennungsmethode definieren soll, funktioniert das folgendermaßen: Der Testperson werden eine Reihe von Spots bzw. Anzeigen dargeboten. Anschließend wird ein isolierter Reiz (ein einzelner Spot) dargeboten und die Testperson gibt an, ob sie den Reiz erkennt oder nicht. Es gibt aber auch die Möglichkeit, der Testperson eine Reihe von Reizen vorzulegen und sie dann die zuvor [...]

Arbeit zitieren:
Bessner, Juliane August 2003: (K)Eine Frage des Geschmacks, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
UWG, Werbepsychologie, Werbewirkung, Werbenutzen, Burger King

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