Dienstleistungsqualität im Wintersport
Grundlagen eines Marketingkonzepts für die Gemeinde Damüls
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Michael Tyrkas
- Abgabedatum: Mai 2003
- Umfang: 186 Seiten
- Dateigröße: 2,1 MB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-7394-5
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-7394-5 P - ISBN (CD) :978-3-8324-7394-5 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Tyrkas, Michael Mai 2003: Dienstleistungsqualität im Wintersport, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Kundenzufriedenheit, Skifahren, Snowboard, Österreich, Tourismus
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Diplomarbeit von Michael Tyrkas
Einleitung:
Der Fremdenverkehr ist einer der wichtigsten Wirtschaftssektoren Österreichs. Im Jahre 2001 betrugen die Einnahmen aus dem Tourismus in Österreich ca. 24,9 Milliarden Euro1. Damit hatte der Wirtschaftsfaktor Tourismus - unter Berücksichtigung aller direkten und indirekten ökonomischen Effekte - im Jahre 2001 einen Anteil von 9,1 Prozent1 am Bruttoinlandprodukt. Diese Zahlen lassen auf den großen Stellenwert des Tourismus in Österreich schließen. Vor allem der Wintertourismus, von dem etwa 70 bis 80 Prozent auf den „Skitourismus“ entfallen, hat hinsichtlich der wirtschaftlichen Wertschöpfung besondere Bedeutung. Mit dem stetigen Wachstum des Tourismusmarktes hat sich jedoch die Konkurrenzsituation markant verschärft. Der Kunde von heute ist reiseerfahrener, kritischer und preisbewusster als je zuvor. Gleichermaßen stellt er hohe Ansprüche an die Zielregion und ihre Angebote. Die veränderten Urlaubswünsche und Verhaltensweisen erfordern mehr denn je maßgeschneiderte, neue Urlaubsangebote. Gefragt sind beispielsweise Abwechslung, Erlebnis, Spaß, Fitness, Gesundheits- und Wellnessangebote, Shopping, u.a..
Im Rahmen dieser Arbeit wird das Angebot einer Wintersportregion in Vorarlberg kritisch untersucht und bewertet. Im Mittelpunkt steht dabei die Analyse der Kundenzufriedenheit. Zunächst werden im ersten Abschnitt der Arbeit die theoretischen Grundlagen für die empirische Untersuchung dargelegt. Zum besseren Verständnis der heutigen Ausgangssituation wird ein kurzer historischer Abriss über die Entwicklung des Wintertourismus und dessen wirtschaftliche Bedeutung gegeben, ehe das „Untersuchungsobjekt“ selbst, die Gemeinde Damüls, vorgestellt wird. Um die Bedeutung der Kundenzufriedenheit im Tourismus abschätzen zu können, werden in einem zweiten Schritt die Konstrukte „Kundenzufriedenheit“ und „Dienstleistungsqualität“ näher beleuchtet und deren Charakteristika herausgestellt. Schließlich wird das touristische Marketing-Management-Konzept erläutert und mit den Überlegungen zur Kundenzufriedenheit verknüpft. Als wesentlicher Bestandteil der theoretischen Abhandlungen werden, als Basis für die folgende empirische Untersuchung, verschiedene Instrumente zur Erfassung der Kundenzufriedenheit vorgestellt und miteinander verglichen. Auf der Basis der theoretischen Vorüberlegungen wird das „Untersuchungsobjekt“ in den folgenden Kapiteln einer genauen Analyse unterzogen. In einem ersten Schritt werden die demographischen und sozioökonomischen Merkmale der Gäste beleuchtet. Danach erfolgt die Auswertung der Verhaltensmerkmale und Gewohnheiten. Den Schwerpunkt dieser Arbeit bildet die detaillierte Analyse der Kundenzufriedenheit mit den materiellen und personellen Angebotselementen der Gemeinde Damüls. Diese Analyse umfasst sowohl die Identifizierung von Schwachstellen und ihrer Ursachen, als auch den Versuch, Einflussfaktoren der Bewertungen zu eruieren. In einem weiteren Schritt wird, auf Grundlage der ausgewerteten Daten, ein Stärken-Schwächen-Profil erarbeitet, anhand dessen abschließend Verbesserungsvorschläge sowie strategische Vorteile bzw. Positionierungsmöglichkeiten und Vermarktungsstrategien abgeleitet werden.
Inhaltsverzeichnis:
| I. | INHALTSVERZEICHNIS | 2 |
| II. | ABBILDUNGSVERZEICHNIS | 5 |
| III. | TABELLENVERZEICHNIS | 6 |
| A. | GRUNDLAGEN | 7 |
| 1. | EINFÜHRUNG UND KONZEPTION DER ARBEIT | 7 |
| 2. | HISTORISCHE ENTWICKLUNG DES WINTERTOURISMUS IM ALPENRAUM | 9 |
| 2.1 | Die Geschichte des Wintertourismus | 9 |
| 2.2 | Entwicklung des Wintertourismus aus statistischer Sicht | 14 |
| 2.2.1 | Seilbahnen in Österreich | 14 |
| 2.2.2 | Bettenangebot und Übernachtungen in Österreich und Vorarlberg | 15 |
| 2.2.3 | Wirtschaftliche Bedeutung des Tourismus in Österreich | 16 |
| 3. | DIE MARKE ÖSTERREICH | 18 |
| 4. | DER TOURISTISCHE AKTIONSRAUM | 20 |
| 5. | DER WINTERSPORTORT DAMÜLS | 24 |
| 6. | DIENSTLEISTUNGSQUALITÄT UND KUNDENZUFRIEDENHEIT | 27 |
| 6.1 | Bestimmung des Dienstleistungsbegriffes | 27 |
| 6.2 | Bestimmung des Qualitätsbegriffs | 30 |
| 6.3 | Die Konstrukte Kundenzufriedenheit und Dienstleistungsqualität | 31 |
| 6.3.1 | Definition und Abgrenzung | 31 |
| 6.3.2 | Faktoren der Dienstleistungsqualität | 34 |
| 6.3.3 | Einflussfaktoren der Kundenzufriedenheit | 36 |
| 6.4 | Bedeutung von Kundenzufriedenheit | 41 |
| 7. | TOURISMUS-MARKETING-MANAGEMENT | 45 |
| 7.1 | Die Analysephase | 47 |
| 7.2 | Die Konzeptionsphase | 55 |
| 7.3 | Die Gestaltungsphase | 60 |
| 7.3.1 | Die Produktpolitik | 62 |
| 7.3.2 | Die Preispolitik | 62 |
| 7.3.3 | Die Absatz- und Vertriebswegepolitik | 64 |
| 7.3.4 | Die Kommunikationspolitik | 65 |
| 7.4 | Die Realisierungs- und Kontrollphase | 66 |
| 8. | DAS TOTAL QUALITY MANAGEMENT KONZEPT | 69 |
| 9. | INSTRUMENTE ZUR ERFASSUNG DER KUNDENZUFRIEDENHEIT | 72 |
| 9.1 | Allgemeine Merkmale | 72 |
| 9.2 | Merkmalsorientierte Messverfahren | 73 |
| 9.2.1 | Der SERVQUAL - Ansatz | 74 |
| 9.2.2 | Die Wert-Erwartungsanalyse | 79 |
| 9.2.3 | Stärken der merkmalsorientierten Verfahren | 81 |
| 9.2.4 | Schwächen der merkmalsorientierten Verfahren | 81 |
| 9.3 | Ereignisorientierte Messverfahren | 84 |
| 9.3.1 | Die Lob-Beschwerde Analyse | 84 |
| 9.3.2 | Die Methode der kritischen Ereignisse | 85 |
| 9.3.3 | Die Sequentielle Ereignismethode, Blueprinting | 86 |
| 9.3.4 | Kritische Auseinandersetzung mit den ereignisorientierten Verfahren | 89 |
| B. | EMPIRISCHER TEIL | 91 |
| 1. | KONZEPTION DER BEFRAGUNG | 91 |
| 1.1 | Stichprobe | 91 |
| 1.2 | Anlage und Aufbau des Fragebogens | 93 |
| 1.3 | Befragungsablauf | 100 |
| 2. | ANGEWANDTE METHODEN UND AUFBAU DER UNTERSUCHUNG | 101 |
| 3. | GÄSTESTRUKTUREN | 102 |
| 3.1 | Alter und Geschlecht der Gäste | 102 |
| 3.2 | Sozioökonomische und demographische Merkmale | 103 |
| 3.3 | Herkunft der Gäste | 105 |
| 4. | VERHALTENSMERKMALE DER DAMÜLSER WINTERGÄSTE | 106 |
| 4.1 | Aufenthaltsdauer und Unterkunftsart | 106 |
| 4.2 | Urlaubsmotive | 107 |
| 4.3 | Ausgeübte Sportart und Skipass | 108 |
| 4.4 | Zusammensetzung der Gruppen | 110 |
| 4.5 | Informationsverhalten | 110 |
| 5. | ZUFRIEDENHEITSSTRUKTUREN DER DAMÜLSER WINTERGÄSTE | 112 |
| 5.1 | Allgemeines Zufriedenheitsniveau | 112 |
| 5.2 | Bewertung der Information vor der Reise | 113 |
| 5.3 | Bewertung der Buchung | 116 |
| 5.4 | Bewertung der Beherbergungsbetriebe | 118 |
| 5.5 | Allgemeine Bewertung des Ortes und des Tourismusbüros | 122 |
| 5.6 | Bewertung des Wintersportangebotes | 124 |
| 5.6.1 | Liftanlagen und Skigebiet | 124 |
| 5.6.2 | Einkehrhütten und Ski Apres | 129 |
| 5.6.3 | Ski- und Snowboardschule | 131 |
| 5.6.4 | Sonstige Angebote | 133 |
| 5.7 | Bewertung des Unterhaltungsangebotes | 135 |
| 5.8 | Bewertung der Einkaufsmöglichkeiten | 137 |
| 5.9 | Bewertung der Gastronomie | 139 |
| 6. | EINFLUSSFAKTOREN DER GÄSTEZUFRIEDENHEIT | 141 |
| 7. | STÄRKEN-SCHWÄCHEN-PROFIL VON DAMÜLS | 144 |
| 8. | HANDLUNGSDIREKTIVEN | 148 |
| 8.1 | Generelle Gestaltungsmaßnahmen | 148 |
| 8.2 | Vermarktungsstrategie | 158 |
| 9. | FAZIT | 160 |
| 10. | LITERATURVERZEICHNIS | 163 |
| 10.1 | Printmedien | 163 |
| 10.2 | Internetquellen | 170 |
| 10.3 | Sonstiges | 170 |
| C. | ANHANG | 171 |
| 1. | TOPOGRAPHISCHE KARTE VON DAMÜLS UND UMGEBUNG | 171 |
| 2. | TABELLEN | 173 |
| 3. | FRAGEBOGEN | 175 |
| 4. | ERKLÄRUNG | 185 |
Service zu bieten, müssen diese Lücken geschlossen werden. Die Autoren gliedern insgesamt fünf Gaps (Lücken) aus: 1 • Gap 1 beschreibt die Lücke zwischen den Erwartungen der Kunden und die Wahrnehmung derer durch das Management. Das Management weiß nicht, was die Kunden erwarten. Diese Lücke resultiert entweder aus ungeeigneten Organisationsstrukturen, die einen Informationsfluss zwischen Kontaktpersonal und Management oder Kunde und Management unmöglich machen. Sie kann aber auch auf unzureichende Verarbeitung und Nutzung von Marktforschungsinformationen beruhen. • Gap 2 beschreibt die Lücke zwischen der Wahrnehmung der Kundenerwartungen durch das Management Als und ihre Umsetzung gelten in Spezifikationen die der Dienstleistungsqualität. Ursachen beispielsweise mangelnde [...]
Untersuchungen an, dass alle Elemente der Dienstleistung ein bestimmtes Mindestniveau aufweisen müssen, da sonst auch das Qualitätsurteil für die Gesamtleistung negativ ausfällt. Eine weitere Differenzierung ergibt sich durch die Unterteilung in „einstellungsorientierte“ und „zufriedenheitsorientierte“ Ansätze. Der „einstellungsorientierte“ Ansatz geht davon aus, „daß die Beurteilung eines Kunden eine gelernte, relativ dauerhafte, positive oder negative Haltung gegenüber dem zu beurteilenden Objekt ist (Einstellungsmessung).“1 Vorteilhaft bei diesem Ansatz ist, dass der Kunde „über keine eigene Dienstleistungserfahrung verfügen muss, weil die Fragen nicht auf ein spezielles Konsumerlebnis bezogen sind.“2 Eine einstellungsorientierte Frage könnte beispielsweise lauten: „Hilton Hotels zählen zu den Besten der Branche“. Als Antwortmöglichkeit können die Probanden aus einer Skala von 1 = „trifft genau zu“ bis 5 = „trifft überhaupt nicht zu“ wählen. Dementsprechend wird der Befragte lediglich dazu aufgefordert, seine Zustimmung bzw. Ablehnung zu bestimmten Statements zu äußern.3 Dagegen folgt der zufriedenheitsorientierte Ansatz dem bereits erwähnten ConfirmationDisconfirmation-Paradigm. Die Bewertung erfolgt demnach „als Reaktion auf wahrgenommene Diskrepanzen erwarteter und erlebter Leistung.“4 Vorraussetzung dafür ist also, dass der Konsum der jeweiligen Dienstleistung schon stattgefunden hat. Zur Beurteilung hat der Proband die Antwortmöglichkeiten von 1 = „sehr zufrieden“ bis 5 = „ sehr unzufrieden“ zur Auswahl. Aus den vielfältigen multiattributiven Verfahren sollen im Folgenden zwei Ansätze, die in der Praxis häufig Anwendung finden, herausgegriffen und exemplarisch dargestellt werden. [...]
„diejenigen kritischen Ereignisse im Rahmen einer Dienstleistungskette zu identifizieren, welche (im positiven oder negativen Sinn) nachhaltig auf das Gesamterlebnis (die Gesamtbeurteilung) einwirken.“1 Welcher der beiden Ansätze dem anderen überlegen ist, lässt sich nicht pauschal beantworten. Sowohl der merkmalsorientierte Ansatz als auch der ereignisorientierte Ansatz finden in der Praxis Anwendung. STAUSS/HENTSCHEL2 haben in ihrer empirischen Studie nachgewiesen, dass die beiden Verfahren nicht als alternative, sondern als komplementäre Methoden angesehen werden sollten, da sie durchaus unterschiedliche Aspekte der Dienstleistungsqualität messen. Um Dienstleistungsstandards (=Routinedimension), also Dienstleistungsangebote, die vom Kunden im Allgemeinen erwartet werden, zu erfassen, sind eher merkmalsorienterte Ansätze angebracht. Dagegen sollten ereignisorientierte Messverfahren eingesetzt werden, um die konkreten Abläufe im Rahmen der DienstleisterKunde-Interaktionen zu bewerten (=Ausnahmedimension).3 [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832473945
Arbeit zitieren:
Tyrkas, Michael Mai 2003: Dienstleistungsqualität im Wintersport, Hamburg: Diplomica Verlag
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Kundenzufriedenheit, Skifahren, Snowboard, Österreich, Tourismus




