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Kundenbindung im Incoming-Tourismus am Beispiel der Insel Rügen

Qualifizierung der Rügencard als Kundenbindungsinstrument auf der Basis einer empirischen Analyse

Kundenbindung im Incoming-Tourismus am Beispiel der Insel Rügen
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Hendrike Lohmeier
  • Abgabedatum: März 2003
  • Umfang: 160 Seiten
  • Dateigröße: 2,2 MB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Bielefeld - University of Applied Sciences Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-7383-9
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Lohmeier, Hendrike März 2003: Kundenbindung im Incoming-Tourismus am Beispiel der Insel Rügen, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Gästekarte, Destinationskarte, Tourismusmarketing, Kundenclub, Markenleistung

Diplomarbeit von Hendrike Lohmeier

Gang der Untersuchung:

Zielsetzung dieser Arbeit ist es, aufbauend auf einer aussagekräftigen Umfeldanalyse und der kritischen Betrachtung der gegenwärtigen Konzeption der RügenCard, einen innovativen Ansatz für eine erfolgsträchtige Modifikation der RügenCard hinsichtlich des Zieles „Kundenbindung“ zu entwickeln und die Möglichkeit eines auf die Kartenkonzeption aufbauenden RügenClubs zu erörtern. Wichtigstes zu berücksichtigendes Kriterium ist dabei die Nutzenstiftung für alle Beteiligten: für die Gäste durch die gestiegene Attraktivität und Simplizität in der Nutzung den Erlebnischarakter des Urlaubs zu erhöhen, für die Leistungserbringer durch die Erhöhung des Stammkundenpotenzials und gleichzeitig durch Prozessoptimierung eine langfristige Effizienzsteigerung zu bewirken und - nicht zu vergessen - für die Rüganer die Identifikation mit ihrer Insel zu intensivieren und einen Bonus für die strapazierte Geduld während der stark frequentierten touristischen Hochsaison zu gewähren.

Wie eingangs erwähnt, basiert die Arbeit auf einer Umfeldanalyse, die sich über die Kapitel 1 und 2 erstreckt. In Kapitel 1 wird kurz die Insel Rügen mit den für diese Arbeit relevanten Fakten vorgestellt. In Kapitel 2 werden die für die Entwicklung des Tourismus auf Rügen relevanten Einflussfaktoren erörtert. Kapitel 3 der Arbeit vermittelt einen umfassenden Eindruck der aktuellen Konzeption für die RügenCard inklusive eines Erfahrungsberichts seit der Einführung 1999. In Kapitel 4 wird die RügenCard einer empirischen Untersuchung mittels Umfrage und einem Praxistest unterzogen. Kapitel 5 liefert eine Zusammenstellung des Ergebnisses der Situationsanalyse im Rahmen eines StärkenSchwächen/Chancen-Risiken-Profils. Das darauf aufbauende Konzept beinhaltet die modifizierte Konzeption für die RügenCard. Im weiteren Verlauf werden die Vorgehensweise für die Erschaffung eines RügenClubs zur Kundenbindung an die Destination und Verbesserungsmöglichkeiten der Kartenkonzeption durch eine neue Technik vorgestellt. Es ist nicht Aufgabe, ein loyalitätsbasiertes Gesamtkonzept zu entwerfen, da dieses den vorgegebenen Rahmen der Arbeit sprengen würde. Dennoch werden in der konzeptionellen Phase dieses Manuskripts immer wieder Anknüpfungspunkte dafür präsentiert.

Inhaltsverzeichnis:

Vorwort III
Inhaltsverzeichnis IV
Abkürzungsverzeichnis VIII
Abbildungsverzeichnis X
Touristisches Glossar XI
EINFÜHRUNG IN DIE THEMATIK
Hintergrund der Arbeit 1
Zielsetzung und Aufbau der Arbeit 2
Auftraggeber 3
DIE DARSTELLUNG DER AUSGANGSSITUATION
1. DIE INSEL RÜGEN ALS TOURISTISCHE DESTINATION 4
1.1 Allgemeine Informationen zur Insel 4
1.2 Die Infrastruktur der Insel Rügen 5
1.3 Die touristischen Angebote auf Rügen 5
1.4 Die Kurbeiträge 6
1.5 Die Gästestruktur auf Rügen 7
1.6 Die Bedeutung des Tourismus für die Insel Rügen 8
2. RELEVANTE EINFLUSSFAKTOREN AUF DIE ENTWICKLUNG DES TOURISMUS AUF RÜGEN 9
2.1 Volkswirtschaft 9
2.2 Politik 10
2.3 Technologische Entwicklungen 11
2.4 Gesellschaftliche Faktoren 12
2.5 Die Konkurrenz 13
2.6 Trends und mögliche Entwicklungen des Tourismusmarktes 13
2.7 Abschließende Bemerkung 14
3. BISHERIGE STRATEGIE ZUR KUNDENBINDUNG 15
3.1 Die RügenCard - Kundenbindung als Zielgröße 15
3.2 Die ODE als Betreibergesellschaft der RügenCard 16
3.2.1 Die Geschäftsfelder der ODE 16
3.2.2 Die Zielsetzungen 17
3.2.3 Die Zielgruppen 17
3.3 Die inhaltliche Gestaltung der RügenCard 18
3.3.1 Kurzer Rückblick auf die Erfahrungen von 1999 bis 2001 18
3.3.2 Die RügenCard 2002 - Leistungsumfang und Nutzen für die Kunden 21
3.4 Die beteiligten touristischen Leistungsträger 2002 21
3.5 Die RügenCard 2003 24
3.6 Die technologische Basis 25
3.7 Der Vertrieb 26
3.8 Die Kommunikation 27
3.8.1 Das Design 28
3.8.2 Das Partnerverzeichnis 2002 28
3.8.3 Das Partnerverzeichnis 2003 31
3.8.4 Die Website 32
3.8.4.1 Verfügbarkeit in Suchmaschinen 32
3.8.4.2 Benutzerfreundlichkeit 33
3.8.4.2.1 Design 33
3.8.4.2.2 Struktur 34
3.8.4.2.3 Navigation und Funktionalität 35
3.8.4.2.4 Content 35
3.8.4.2.5 Verkauf und Service 36
3.8.4.2.6 Inhaltliche Aktualität 37
3.8.5 Public Relations 37
3.8.6 Promotion 38
3.8.7 Werbung 39
3.8.8 Messeauftritte 40
3.8.9 Database-Marketing 40
3.8.10 Verkaufsförderung am Point of Sale (POS) 41
3.8.11 Schulung der Partner und Verkaufsstellen 41
3.9 Kosten für die RügenCard 42
3.10 Die Konkurrenz 42
3.11 Das Marktpotenzial 43
3.12 Die Zukunftsplanung der Betreiber 44
4. DER PRAXISTEST 45
4.1 Umfrage bei den Verkaufsstellen und Partnern 46
4.1.1 Zweck und Zielsetzung der Umfrage bei den Verkaufsstellen 46
4.1.2 Vorgehensweise bei der Umfrage in den Verkaufsstellen 46
4.1.3 Ergebnisse der Umfrage bei den Verkaufsstellen 46
4.1.4 Zweck und Zielsetzung der Umfrage bei den Partnerunternehmen 47
4.1.5 Vorgehensweise für die Umfrage bei den Partnerunternehmen 48
4.1.6 Ergebnisse der Umfrage bei den Partnerunternehmen 48
4.2 Test der Beratungsqualität in den Verkaufsstellen 49
4.2.1 Zweck und Zielsetzung des Tests der Beratungsqualität 49
4.2.2 Vorgehensweise für den Test der Beratungsqualität 50
4.2.3 Ergebnisse des Tests der Beratungsqualität 50
4.3 Einsatztest der RügenCard bei den Partnerunternehmen 51
4.3.1 Zweck und Zielsetzung des Einsatztests 51
4.3.2 Vorgehensweise für die Einsatztests 51
4.3.3 Ergebnisse des Einsatztests 52
4.4 Ergebnisse der Beobachtung 52
5. DAS ERGEBNIS DER SITUATIONSANALYSE 52
5.1 Stärken und Schwächen der Insel Rügen als Tourismusdestination 52
5.2 Chancen und Risiken durch den Tourismusmarkt und die Gesellschaft 53
5.3 Stärken und Schwächen der RügenCard und der ODE 54
5.4 Chancen und Risiken durch die Verkaufsstellen und Partnerunternehmen 55
DAS MARKETING-KONZEPT FÜR DIE RÜGENCARD
6. DIE VISION 56
7. DIE MISSION 56
8. DIE DEFINITION DER ZIELGRUPPEN 57
9. DIE ZIELENTSCHEIDUNGEN 57
9.1 Die makroökonomischen Ziele 58
9.2 Die operativen Marketing-Ziele 58
9.2.1 Die marketingkommunikativen Ziele 58
9.2.2 Die distributiven Ziele 59
9.2.3 Die produktpolitischen Ziele 59
10. DIE STRATEGIE 59
11. DIE TAKTIK 60
11.1 Planstufe 1: Maßnahmen aus der SWOT-Analyse 60
11.1.1 Das Innenmarketing 61
11.1.1.1 Die Kommunikation mit den Vertriebspartnern 61
11.1.1.2 Die Verkaufsunterstützung für die Vertriebspartner 61
11.1.1.2.1 Der Informationsordner 61
11.1.1.2.2 Das Winterprogramm 62
11.1.1.2.3 Die Kenntlichmachung als Verkaufsstelle 63
11.1.1.2.4 Die Werbemöglichkeiten im Internet 63
11.1.1.2.5 Die Ausstattung mit Informationsmaterial 63
11.1.1.3 Die Incentives für die Vertriebsmitarbeiter 64
11.1.1.4 Die Prozessoptimierung für den Vertrieb 64
11.1.1.5 Die Kommunikation mit den Partnerunternehmen 66
11.1.1.6 Die Verkaufsunterstützung für die Partnerunternehmen 67
11.1.1.6.1 Der Informationsordner 67
11.1.1.6.2 Die Kenntlichmachung als Partnerunternehmen 68
11.1.1.6.3 Die Ausstattung mit Informationsmaterial 68
11.1.1.7 Das Intranet für die Partnerunternehmen 68
11.1.1.8 Die Vertriebs- und Produktkontrolle 69
11.1.2 Das Außenmarketing 69
11.1.2.1 Das Leistungsprogramm 70
11.1.2.1.1 Touristische Highlights 70
11.1.2.1.2 Mobilitätsangebote 71
11.1.2.1.3 Wellness 72
11.1.2.1.4 Übernachtungen und Arrangements 72
11.1.2.1.5 Aktivitäten 73
11.1.2.1.6 Zusatznutzen 73
11.1.2.2 Die Kommunikation 74
11.1.2.2.1 Positionierung 75
11.1.2.2.2 Verkaufsförderung 75
11.1.2.2.3 Public Relations 78
11.1.2.2.4 Direktmarketing 80
11.1.2.2.5 Werbung 80
11.1.2.2.6 Marktforschung 81
11.1.2.3 Die Distribution 82
11.1.2.3.1 Tankstellen auf Rügen als Vertriebspartner 82
11.1.2.3.2 Deutsche Bahn AG 83
11.1.2.3.3 Anbieter organisierter Gruppenreisen auf Rügen 84
11.1.2.3.4 Jugendreiseveranstalter 85
11.1.2.3.5 Cross-Selling 85
11.1.2.3.6 Die Partnerunternehmen als Vertriebspartner 86
11.2 Planstufe 2: Der RügenClub 86
11.2.1 Die Voraussetzungen 87
11.2.2 Die Ziele für den RügenClub 87
11.2.3 Die Zielgruppe für den RügenClub 88
11.2.4 Der Clubtyp für den RügenClub 89
11.2.5 Die Leistungen für den RügenClub 90
11.2.5.1 Vorbemerkung 90
11.2.5.2 Vorgehensweise zur Auswahl der Leistungen 90
11.2.5.3 Mögliche Clubleistungen für die Zielgruppe Erwachsene 92
11.2.5.4 Mögliche Clubleistungen für die Zielgruppe Kinder 92
11.2.6 Die Finanzierung für den RügenClub 93
11.2.7 Die Kommunikation des RügenClubs 95
11.2.7.1 Die Clubinterne Kommunikation 95
11.2.7.1.1 Mitglieder des RügenClubs 95
11.2.7.1.2 Die Clubmitarbeiter 97
11.2.7.2 Die Clubexterne Kommunikation 98
11.2.8 Das RügenClub Service-Center 98
11.2.9 Die Datenbank des RügenClubs 99
11.2.10 Die Erfolgskontrolle 100
11.2.11 Ein Ausblick in die Zukunft 100
11.2.12 Abschlussbemerkung 101
11.3 Planstufe 3: Die neue Kartentechnologie 101
11.3.1 Technologische Funktionserweiterung 102
11.3.2 Die RügenCard als Upgrade der Kurkarte 103
12. DIE ZUSAMMENFASSUNG 104
ANHANG 106
LITERATURVERZEICHNIS 145
EXPERTENGESPRÄCHE UND VORTRÄGE 148
VERSICHERUNG 149

Automatisiert erstellter Textauszug:

Eine rein theoretische Analyse der bisherigen RügenCard-Konzeption lässt keine Aussagen hinsichtlich der Qualifizierung der RügenCard als Kundenbindungsinstrument zu. Vielmehr ist ein umfassender Eindruck Voraussetzung, da insbesondere hinsichtlich der Vorstellung von der ODE und der Realität große Differenzen auftreten können. Aus diesem Grund wurde die RügenCard einem intensiven empirischen Praxistest unterzogen, der sich auf eine Umfrage bei den Verkaufsstellen und Partnern, einen Test der Beratungsqualität bei den Verkaufsstellen und einen Einsatztest der RügenCard bei den Partnerunternehmen stützt. Bei der Auswahl der zu testenden Verkaufsstellen und Partnerunternehmen wurde zunächst eine Einteilung nach Regionen vorgenommen. Hintergrund ist die Vermutung, dass sich die Ergebnisse in den hochfrequentierten Touristenregionen von den weniger besuchten unterscheiden werden. Um ein realistisches und ausgewogenes Resultat zu erzielen, wurde ein Querschnitt von Unternehmen aus den vertretenen Regionen gewählt. Nach der Unterteilung der Verkaufsstellen in Sparkassenfilialen und TouristenInformationen126 wurde hier gemäß der Intensität des Tourismus der Schwerpunkt auf die Touristen-Informationen gelegt. Insgesamt wurden 22 (39%127) Verkaufsstellen untersucht (Übersicht: s. Anhang 18). Bei der Auswahl der Partnerunternehmen war es bedeutsam, jede der im Partnerverzeichnis 2002 genannten sechs Branchen128 abzudecken. Hierbei wurde ein Schwerpunkt auf die Rubrik Kostenfreier Eintritt/Kultur gelegt, da diese für die Gäste den attraktivsten Mehrwert bieten. Insgesamt wurden 27 (33%129) Partnerunternehmen getestet (Übersicht: s. Anhang 19). Bei der Umfrage wurden neben den im direkten Kundenkontakt stehenden Mitarbeitern der Verkaufsstellen auch deren Geschäftsführer berücksichtigt. Denn es hat sich gezeigt, dass es Diskrepanzen zwischen den Vorstellungen der Geschäftsführer und dem tatsächlichen Handeln der Mitarbeiter gibt. Eine wichtige Position im Rahmen der Praxistests nimmt die Beobachtung ein, da hier auf einfache Weise die Versorgung der Touristen mit Informationsmaterial über die RügenCard sowie der erste Eindruck des Personals bei der Kontaktaufnahme ermittelt werden kann. Hierfür wurde ein Fragebogen (s. Anhang 20) mit einfachen Ja-/NeinFragen entwickelt, der bei allen Tests zur Anwendung kam. [...]

innerhalb eines Jahres, geteilt durch die Anzahl der möglichen Kartennutzer je RügenCard. Der Einfachheit halber wird vom für die ODE ungünstigsten Fall ausgegangen und eine Nutzerzahl von jeweils vier Personen vorausgesetzt. Dadurch ergibt sich ein theoretisches Marktpotenzial von 328.180124 Käufern. Wird diese Zahl um die nicht zur potenziellen Käuferschicht gehörenden Gäste bereinigt, ergibt sich das tatsächliche Marktpotenzial für die RügenCard. Herauszufiltern sind immobile Gäste und Gäste im Hochpreissegment125. Dieser Anteil ist nicht sehr hoch, daher ist das tatsächliche Marktpotenzial mit 303.180 geringfügig niedriger. Die bisherige Ausnutzung des tatsächlichen Marktpotenzials liegt bei einer Absatzmenge von 3.000 Stück im Jahr 2002 bei knapp unter 1%. 3.12 Die Zukunftsplanung der Betreiber Wichtigste Zukunftsplanung für die RügenCard und somit zentraler Bestandteil der Produkterweiterung ist die Einbindung sämtlicher Verkehrsleistungen der Insel: Private Anbieter, Schifffahrt, Rasender Roland, Deutsche Bahn. Mit der Integration des RPNV in die RügenCard ist schon ein wesentlicher Erfolg zu verzeichnen. Zurzeit finden Verhandlungen mit der Deutschen Bahn und den Reedereien statt. Eine effiziente Methode zur Erhöhung des Bekanntheitsgrades und zur Gewinnung von Neukunden ist die Durchführung von Outdoor-Veranstaltungen und Promotion-Aktionen an hochfrequentierten Treffpunkten der Touristen. Zukünftig sind diverse Aktivitäten dieser Art vorgesehen. Gerade bei Touristen ist der Kauf von regionaltypischen Souvenirs gefragt. Aus diesem Grund ist schon ab dem Jahr 2003 das Merchandising von Produkten mit dem RügenCard-Logo, z.B. T-Shirts, Kugelschreiber, etc. vorgesehen. Neben dem eigentlichen Betriebsgrund RügenCard plant die ODE, sich als Pressebetreuung für die Partnerunternehmen und langfristig als Marketingberatung für touristische Dienstleister der Insel zu etablieren. Aus Kapazitätsgründen – personell wie zeitlich – werden diese Pläne erst in ferner Zukunft realisierbar sein. Unter der Schirmherrschaft des Wirtschaftsministers des Landes Mecklenburg-Vorpommern verleiht die Nord/LB zusammen mit der Sparkassenfinanzgruppe in Mecklenburg-Vorpommern jedes Jahr einen mit 10.000 EUR dotierten Preis für Qualitätstourismus und einen Forschungspreis für Qualitätsentwicklung im Tourismus. Die ODE strebt mit dem Konzept für die RügenCard die Teilnahme an dem Wettbewerb an. [...]

3.10 Die Konkurrenz Ein Wettbewerbsprodukt zur RügenCard existiert auf der Insel nicht. Jedoch ist hier der Betrachtungsraum unter Beachtung des Wettbewerbs der Destinationen und der gewünschten Funktion der RügenCard als Instrument zur Kundenbindung auf die Nord- und Ostseeküste auszudehnen. Die in diesen Regionen existierenden121 und geplanten Gästekarten122 gefährden aktuell nicht den Status der RügenCard als bisher umfangreichste und fortschrittlichste Gästekarte. Dies könnte sich jedoch ändern, da in Schleswig-Holstein sowohl der Ostseebäderverband (OBV) als auch der Nordseebäderverband (NBV) die Einführung der elektronischen Kurkarte vorbereiten. Diese soll sich auf fast alle im jeweiligen Einzugsgebiet der Verbände befindlichen Kurorte erstrecken. Gelingt die Einführung der elektronischen Kur- und Gästekarte123 bevor dieses auf Rügen geschieht, erfahren diese Regionen einen Wettbewerbsvorteil und könnten die Position der RügenCard als Kundenbindungsinstrument gefährden. Auf Rügen scheiterten bisher alle Versuche, in Zusammenarbeit mit den Kurverwaltungen ein praktisches und für alle Seiten zufriedenstellendes Konzept für die Einbindung der Kurkarte in die RügenCard zu erstellen. Weitere Karten werden für Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern projektiert. 3.11 Das Marktpotenzial Das Marktpotenzial gibt eine Vorstellung über die maximal mögliche Kundenzahl für die RügenCard, wobei eine Unterscheidung nach theoretischem und tatsächlichem Marktpotenzial vorzunehmen ist. Das theoretische Marktpotenzial umfasst alle Urlauber der Insel [...]

Arbeit zitieren:
Lohmeier, Hendrike März 2003: Kundenbindung im Incoming-Tourismus am Beispiel der Insel Rügen, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Gästekarte, Destinationskarte, Tourismusmarketing, Kundenclub, Markenleistung

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