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Management und Spitzensport

Komparative Analyse

Management und Spitzensport
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Jürgen Jelly
  • Abgabedatum: Juni 2003
  • Umfang: 100 Seiten
  • Dateigröße: 3,2 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: bfi-Euroteam Fachhochschul-Studiengangs GmbH Österreich
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-7181-1
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-7181-1 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-7181-1 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Jelly, Jürgen Juni 2003: Management und Spitzensport, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Management, Sport, Führung, Motivation, Erfolg

Diplomarbeit von Jürgen Jelly

Einleitung:

Wie der Titel bereits angibt, werden in der folgenden Arbeit die Aufgaben von Managern in Unternehmen mit elementaren Lehren und Erkenntnissen aus dem Spitzensport verglichen.

Die gemeinsame Basis, auf der beide Disziplinen aufbauen, ist auch das gemeinsame Ziel: Die Höchstleistung. Sowohl im Management als auch im Spitzensport ist die maximale Ausschöpfung des Leistungspotenzials zur Erreichung von Höchstleistungen eine Notwendigkeit. Diese Argumentation bietet den Grundstock für die These, dass der Zugang zu diesem Leistungspotenzial sowohl von Seiten des Managements als auch von Seiten des Spitzensports sehr oft der gleiche ist.

Die komparative Analyse ermöglicht nicht nur eine ganzheitliche Sicht, sondern zeigt auch Parallelen auf, doch vor allem ermöglicht sie die Schließung von Lücken. Interdisziplinarität als Mittel zur Lückenschließung hat sich bereits in vielen Bereichen bewährt. Einige Consulting-Unternehmen machen sich exakt diesen Ansatz bereits zunutze, indem sie Leute aus den unterschiedlichsten Disziplinen einstellen. Die Wiener Niederlassung der Boston Consulting Group hat zum Beispiel einen Arzt und sogar einen Sinologen im Team. Die auf den ersten Blick als absurd erscheinende Idee, einen Sinologen zur Unternehmensberatung heranzuziehen, ist bei näherer Betrachtung umso logischer.

Es geht um eine andere Betrachtungsweise von Problemen, andere Denkansätze und –prozesse, frei von intradisziplinären Schemata, und um kreative Lösungsansätze. Aus denselben Gründen werden japanische Spitzenmanager in militärische Drill-Camps gesteckt und verbringen unsere Ski-Stars in der Sommerpause Tage mit den verschiedensten anderen Sportarten.

Diese Arbeit hat also den Zweck, unter Zuhilfenahme einer zweiten Disziplin – dem Spitzensport – eventuelle Lücken im Unternehmensmanagement zu schließen und Verbesserungen der behandelten Themen zu erreichen.

Inhaltsverzeichnis:

INHALTSVERZEICHNIS 3
ABBILDUNGSVERZEICHNIS 6
TABELLENVERZEICHNIS 8
EINLEITUNG 9
1. DER MENSCH ALS KAPITAL 10
1.1 MENSCHENTYPEN 11
1.1.1 ALLGEMEIN 11
1.1.2 TEMPERAMENTSTYPOLOGIE 11
1.1.3 KONSTITUTIONSTYPOLOGIE 12
1.1.4 ANTHROPOSOPHISCHES MENSCHENBILD 14
1.1.5 ANSÄTZE IN DER WIRTSCHAFT 18
1.2.1 DEFINITION 20
1.2.2 TALENTSUCHE 21
1.2.3 TALENTAUSWAHL 24
1.2.4 TALENTFÖRDERUNG 26
1.2.5 ÜBERFORDERUNG 28
1.2.6 ÜBERFORDERUNG IM BERUF 30
1.2.6.1 Maßnahmen zur Senkung der Überforderung im Beruf 32
1.3 KÖRPERLICHE FITNESS 35
1.3.1 SPORTLICHE LEISTUNGSFÄHIGKEIT 35
1.3.2 PERSÖNLICHKEITSSTÄRKUNG DURCH SPORT 41
1.3.3 SPORT UND GESUNDHEIT 42
1.3.4 KÖRPERLICHE FITNESS IM BERUF 44
1.4 ERNÄHRUNG 47
1.4.1 ENERGIE 47
1.4.2 KÖRPERGEWICHT 53
1.4.3 ERNÄHRUNG DES SPITZENSPORTLERS 56
1.4.4 ERNÄHRUNG IM BERUF 60
2. FÜHRUNG 64
2.1 WAS BEDEUTET FÜHRUNG 64
2.1.1 DER FAKTOR HUMAN RELATIONS 64
2.1.2 FÜHRUNGSARBEIT FALSCH VERSTANDEN 65
2.2 FÜHRUNGSSTILE 68
2.2.1 GRUND-FÜHRUNGSSTILE 68
2.2.2 DIE VISION 69
2.2.3 DURCH FLEXIBLES FÜHREN MEHR ERREICHEN 76
2.2.4 FAIR PROCESS 77
2.2.4.1 Was bedeutet Fair Process? 77
2.2.4.2 Mentale Hürden überwinden 81
2.2.5 INFORMELLE NETZWERKE 82
2.2.5.1 Die mathematische Sicht von Netzwerken 90
2.2.5.2 Netzwerke in Mannschaften 92
2.3 EMOTIONALE INTELLIGENZ 96
2.3.1 TRAINING DER EMOTIONALEN INTELLIGENZ 97
2.3.1.1 Sportlicher Handlungsablauf 98
2.3.2 KRITISCHE DENKANSTÖßE ZUR EMOTIONALEN INTELLIGENZ 102
2.4 VORBILDWIRKUNG 103
2.4.1 PYGMALIONS GESETZ 103
2.4.1.1 Der negative Effekt 105
2.4.2 REALITÄT 106
2.4.3 SELBSTVERTRAUEN 107
3. MOTIVATION 108
3.1 DEFINITION 108
3.2 INNERE KÜNDIGUNG 110
3.3 DER URSPRUNG DER MOTIVIERUNG 112
3.4 BELOHNUNG 123
3.5 INCENTIVES UND BONUS SYSTEME 125
3.6 BETRIEBLICHES VERBESSERUNGSWESEN (BVW) 131
3.7 LOB 133
3.8 GEHALTSMANAGEMENT 135
3.9 PSYCHOLOGISCHES TRAINING 136
3.9.1 WARUM PSYCHOLOGISCHES TRAINING 136
3.9.2 FORMEN DES PSYCHOLOGISCHEN TRAININGS 137
Wirkungen 137
3.9.3 AUTOGENES TRAINING 140
3.9.4 MENTALES TRAINING 142
4. ERFOLG 147
4.1 MESSUNG/MESSBARKEIT DES ERFOLGES 147
4.1.1 RETURN ON MANAGEMENT 147
4.1.1.1 Definition 147
4.1.1.2 Prüffragen 149
4.1.2 DIE WISSENSBILANZ 152
4.1.2.1 Unterschied Finanzbilanz - Wissensbilanz 154
4.1.2.2 Transparenzforderung versus Verlust von Wettbewerbsvorteilen 156
4.1.3 RETURN ON INVESTMENT BEI SPORTLERN 157
4.1.3.1 Beruflicher Erfolg von Sportlern 157
4.1.3.2 Persönlicher ROI von Sportlern 163
4.1.3.3 ROI im Sponsoring 164
4.2.1 MEDIENÄSTHETIK 168
4.2.2 ÖFFENTLICHE BEKANNTHEIT IM SPORT 169
4.2.3 EITELKEIT IM MANAGEMENT 170
4.3 LEISTUNG 173
4.3.1 LEISTUNG IN DER NATURWISSENSCHAFT 173
4.3.2 LEISTUNG IM SPORT 174
4.3.3 LEISTUNG IN DER WIRTSCHAFT 174
4.3.4 ZEIT-LEISTUNGS-MODELL 175
ZUSAMMENFASSUNG 179
LITERATURVERZEICHNIS 180

Automatisiert erstellter Textauszug:

leicht wäre, sich emotionale Intelligenz anzueignen oder die Fähigkeiten zu verbessern. Zunächst sollte man sich einer 360-Grad-Beurteilung eines Fachmannes für die Ausbildung emotionaler Intelligenz unterziehen. Dies ist vor allem dann hilfreich, wenn die Selbsteinschätzung des jeweiligen nicht der Realität entspricht. Laut einer Studie von Daniel Goleman überschätzten sich erfolgreiche Manager bei höchstens einer Stärke der Komponenten der emotionalen Intelligenz, wogegen sich Führungskräfte mit unterdurchschnittlichen Leistungen bei vier oder noch mehr Fähigkeiten überschätzen. Werden beispielsweise Defizite bei der emotionalen Selbstkontrolle oder Empathie festgestellt, kann ein Coach helfen. Diese Schwäche kann dazu führen, dass man Führungsstile wie den autoritativen, den affiliativen oder Choaching Führungsstil nicht richtig anwenden kann, da alle diese Stile auf den beiden genannten Fähigkeiten der emotionalen Intelligenz aufbauen. Der Coach kann erkennen, ob ein Manager, der unter normalen Bedingungen relativ gut auf Leute eingehen kann, in kritischen Situationen vielleicht nicht mehr richtig zuhören kann. Es können dann Strategien im Gespräch mit dem Coach entwickelt werden, um diese Fehler zu analysieren und zu vermeiden sowie Rückfall-Vorkehrungen getroffen werden. Eine Verbesserung der Komponenten der emotionalen Intelligenz dauert oft Monate. Der Grund dafür liegt in unserem Gehirn. In unserem Denkzentrum (Neokortex) wird Wissen sehr rasch aufgenommen. Doch dieser Bereich dient nur dem Erwerb von fachlichen Fertigkeiten und kognitiven Fähigkeiten, nicht von Emotionen. Die emotionalen Zentren basieren auf dem Prinzip der Übung und Wiederholung, bis sie zum Standard werden. [...]

3. Soziales Bewusstsein a. Empathie: Die Befähigung, sich in andere Menschen einzufühlen, deren Sichtweise zu verstehen und sich für deren Sorgen wirklich zu interessieren. b. Sinn für unternehmensinterne Vorgänge: Die Fähigkeit, Strömungen im Unternehmensalltag wahrzunehmen, Entscheidungsnetze aufzubauen und mit internen Konflikten zurechtzukommen. c. Service-Orientierung: Die Gabe, Bedürfnisse der Kunden zu erkennen und zu befriedigen. 4. Sozialkompetenz a. Visionäre Führerschaft: Die Fähigkeit, Verantwortung zu übernehmen und andere durch eine mitreißende Vision zu inspirieren. b. Einfluss: Der Vorteil, ein ganzes Spektrum an wirkungsvollen Taktiken einsetzen zu können. c. Förderung anderer: Die Bereitschaft, die Fähigkeiten anderer durch Feedback und Anleitung zu stärken. d. Kommunikation: Die Fertigkeit, anderen zuhören und klare, überzeugende und abgewogene Botschaften aussenden zu können. e. Katalysator des Wandels: Die Fähigkeit, zu neuen Ideen anzuregen und richtungsweisend zu führen. f. Konfliktmanagement: Die Gabe, Meinungsgegensätze zu entschärfen und einvernehmliche Lösungen herbeizuführen. g. Knüpfen von Verbindungen: Das Geschick, ein Beziehungsnetz zu schaffen und zu pflegen. h. Teamarbeit und Zusammenarbeit: Die Fähigkeit, Kooperationen und Teams zu fördern.63 [...]

Emotionale Intelligenz bedeutet die Fähigkeit, sich selbst und die Beziehung zu anderen Menschen effektiv steuern zu können. Der Psychologe und HarvardProfessor David McCelland fand heraus, dass Führungskräfte, die in mindestens sechs Kompetenzen der emotionalen Intelligenz sehr gut abschnitten, viel erfolgreicher waren als andere Manager. „Emotionale Intelligenz setzt sich aus vier grundlegenden Fähigkeiten zusammen: Selbstreflexion, Selbstmanagement, soziales Bewusstsein und Sozialkompetenz. Jede Fähigkeit besteht wiederum aus einer Reihe spezieller Befähigungen. Hier ein Überblick: 1. Selbstreflexion Emotionale Selbstreflexion: Die Fähigkeit, seine eigenen Gefühle festzustellen und zu verstehen sowie deren Auswirkung auf Arbeitsleistung, Beziehungen zu anderen und dergleichen. Zutreffende Selbsteinschätzung: Zur realistischen Beurteilung seiner eigenen Stärken und Schwächen fähig sein. Selbstbewusstsein: Ein ausgeprägtes und positives Gefühl für den eigenen Wert. 2. Selbstmanagement Selbstkontrolle: Die Fähigkeit, destruktive Gefühle und Aufwallungen zu beherrschen. Vertrauenswürdigkeit: Ein ständiges Bestätigen der eigenen Ehrlichkeit und Integrität. Gewissenhaftigkeit: Die Fertigkeit, sich selbst und seinen Verpflichtungen gerecht zu werden. Anpassungsfähigkeit: Die Gabe, sich wechselnden Situationen anpassen und Hindernisse überwinden zu können. Leistungsorientierung: Der Antrieb, einen hohen inneren Leistungsanspruch zu erfüllen. Tatkraft: Die Bereitschaft, Chancen zu nutzen. [...]

Arbeit zitieren:
Jelly, Jürgen Juni 2003: Management und Spitzensport, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Management, Sport, Führung, Motivation, Erfolg

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