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Einschalige Bauweise bei seichtliegenden Tunnelbauwerken ohne Dichtung

Einschalige Bauweise bei seichtliegenden Tunnelbauwerken ohne Dichtung
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Patrick-Christoph Niederegger
  • Abgabedatum: Januar 2003
  • Umfang: 114 Seiten
  • Dateigröße: 6,4 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Leopold-Franzens-Universität Innsbruck Österreich
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-7124-8
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-7124-8 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-7124-8 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Niederegger, Patrick-Christoph Januar 2003: Einschalige Bauweise bei seichtliegenden Tunnelbauwerken ohne Dichtung, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Tunnelabdichtung, Betonbau, Tiefbau, Spitzenbeton, Tunnelinnenschale

Diplomarbeit von Patrick-Christoph Niederegger

Zusammenfassung:

Diese Arbeit prüft, ob eine „Einschalige“ Tunnelbauweise ohne Dichtung für ein seichtliegendes Tunnelbauwerk einsetzbar ist.

Hauptsächlich wird die praktische Anwendbarkeit bezüglich Dichtigkeit einer neu konzipierten Innenschale aus Spritzbeton im Großversuch behandelt. Der Nachweis für den statischen Verbund zwischen Außen, - und Innenschale ist dabei nicht Gegenstand dieser Arbeit.

Eigene Kapitel behandeln die Einschalige Tunnelbauweise allgemein, die erforderliche Spritzbetontechnologie und Verfahrenstechnik, sowie die Zusammensetzung dieses eigens entwickelten WU - Spritzbetons.

Im Großversuch wurde eine Tunnelinnenschale im Maßstab 1:1 aus einem speziell entwickelten WU - Spritzbeton mit spezifischen Eigenschaften, wie hohe Endfestigkeit, Dauerhaftigkeit und geringem Schwinden auf Wasserdichtigkeit geprüft.

In einer Tunnelröhre mit einem Durchmesser von 5,6 [m] wurde eine Außenschale mit einer Dicke von 25 [cm] mit konventioneller Spritzbetonzusammensetzung und eine Innenschale von 17 [cm] aus Spritzbeton mit neuer Zusammensetzung aufgetragen. Die Ausbruchsgeometrie der Versuchsstrecke war durch einen bereits ausgebrochenen Tunnelquerschnitt vorgegeben. Auf eine Egalisierungsschicht wurden gelochte Bewässerungsrohre aus PE verlegt und die Tunnelinnenschale dadurch mit einem Wasserdruck von max. 20 [MWS], in Druckstufen beaufschlagt. Nach Aufbringen des Druckes über einen längeren Zeitraum kann über die erzielte Dichtigkeit des Systems eine Aussage getroffen werden. Es war eine Blocklänge von 10 [m] für die Versuchsdurchführung vorgesehen.

In der vorliegenden Arbeit wird besonderes Hauptaugenmerk auf die Herstellung einer wasserdichten Innenschale mit neuer Verfahrenstechnik gelegt, bei der eine spezielle Zusammensetzung des Spritzbetons die Mikrorissbildung verhindert, sowie in der Schwindreduzierung neue Maßstäbe setzt.

Inhaltsverzeichnis:

Vorwort 4
Kurzfassung 5
Inhaltsverzeichnis 6
1. Einleitung und Zielsetzung 10
1.1 Einleitung 10
1.2 Zielsetzung 11
1.3 Vorgangsweise 11
2. Einschalige Tunnelbauweise 13
2.1 Allgemein 13
2.1.1 Stand der Technik 15
2.2 Neue Österreichische Tunnelbauweise 16
2.2.1 Vorraussetzungen für die Anwendbarkeit 18
2.2.2 Kriterien für die Anwendung 19
2.3 Statik 21
2.4 Tunnelabdichtung 22
2.4.1 Wasserschutz allgemein 22
2.4.1.1 Erforderlicher Grad der Dichtigkeit 23
2.4.2 Anforderungen aus Geologie und Hydrologie 24
2.4.3 Materialanforderungen 24
2.4.4 Dichtigkeitsanforderung an ein in einschaliger Tunnelbauweise ohne Dichtung ausgeführtes Bauwerk 25
2.4.5 Abdichtungssysteme 26
2.5 Spritzbeton / Allgemein 27
2.5.1 Trockenspritzverfahren 29
2.5.2 Nass-Spritzverfahren 30
2.5.3 Komponenten des Spritzbetons 31
3. Vorversuche zur Realisierung des Neuen Konzepts 32
3.1 Vorraussetzungen und Ziele 32
3.2 Verfahrenstechnik 33
3.2.1 Schretter - Halbnass - System 34
3.2.1.1 Beschreibung 34
3.2.1.2 Vorteile 35
3.3 Entwicklung eines WU - Spritzbeton 36
3.3.1 Spritzbetonrezeptur mit Beschreibung der verwendeten Produkte 38
3.3.1.1 Mischungen 39
3.3.1.2 Rezeptur der Probe IV 41
3.3.1.3 Verwendete Komponenten 41
3.3.2 Laborversuchsergebnisse 42
3.3.2.1 Druckfestigkeit 42
3.3.2.2 Biegezugfestigkeit 43
3.3.2.3 Haftzugfestigkeit / E -Modul 43
3.3.2.4 Festigkeitsdiagramm 44
3.3.2.5 Schwinden 45
4. Vorarbeiten zum Praxisversuch 46
4.1 Aufgaben im Vorfeld 46
4.2 Versuchsstollen 48
4.2.1 Örtliche Situation 52
4.2.2 Geometrie 54
4.2.3 Geologie 55
4.3 Baustelleneinrichtung 56
4.3.1 Geräte / Maschinen 56
4.3.1.1 Betonspritzmaschine AL-285.1 56
4.3.1.2 Mischer 60
4.3.1.3 Silo 63
4.3.1.4 Kompressoren 64
4.3.2 Gerüstung 65
4.4 Oberflächengestaltung 66
4.5 Versuchsanordnung 67
4.6 Material / Funktion 70
5. Praxisversuch 74
5.1 Komponenten des Systems 74
5.2 Ausgleichsschicht 74
5.2.1 Spritzverfahren der Ausgleichsschicht 74
5.2.2 Spritzbeton der Ausgleichsschicht 75
5.2.3 Druckfestigkeiten 75
5.2.4 Fertigung der Ausgleichschicht 76
5.2.5 Montage der Druckrohre 79
5.3 Erste Lage der Spritzbetonkonstruktion (Außenschale) 83
5.3.1 Spritzverfahren der Außenschale 83
5.3.2 Spritzbeton der Außenschale 83
5.3.3 Druckfestigkeiten 84
5.3.4 Fertigung der Außenschale 85
5.3.5 Anbohren der Druckrohre 87
5.3.6 Montage des Sohlabschlusses 89
5.4 Zweite Lage der Spritzbetonkonstruktion (Innenschale) 90
5.4.1 Spritzverfahren der Innenschale 90
5.4.2 Spritzbeton der Innenschale 91
5.4.3 Druckfestigkeiten 93
5.4.4 Fertigung der Innenschale 94
5.4.5 Nachbehandlung 95
6. Prüfung des Systems 96
6.1 Prüfungsmodi 96
6.1.1 Einzelergebnisse 96
6.1.2 Rissverhalten 100
6.1.3 Bohrkernuntersuchungen 103
6.1.3.1 Dichtigkeitsprüfung 104
7. Erkenntnisse und Bewertung 105
7.1 Zusammenfassung 105
7.1.1 Dichtigkeit des Systems und Anwendbarkeit in der Praxis 106
8. Abbildungsverzeichnis 110
9. Literaturverzeichnis 112
10. Verpflichtungserklärung 113

Automatisiert erstellter Textauszug:

Der Spritzbeton kann mit verschiedenen Verfahren aufgebracht werden und bietet mehr Möglichkeiten zur Mechanisierung als viele andere Bauverfahren. Von der Spritzmaschine mit manueller Beschickung und Düsenführer bis zum Spritzautomaten bietet die Baumaschinenindustrie Geräte an, die es ermöglichen, Förderleistung und Personenaufwand den jeweiligen Baustellenverhältnissen anzupassen. Der entscheidende Parameter zur Wahl des Spritzverfahrens in diesem Fall war der speziell entwickelte WU – Spritzbeton mit vorgegebener Rezeptur und die darauf abgestimmte Baustelleneinrichtung und Logistik. Aus der Rezeptur [ 3.3.1 Spritzbetonrezeptur mit Beschreibung der verwendeten Komponenten ] ergab sich die Aufbringung im Trockenspritzverfahren. Weitere Kriterien dafür waren die einfachere Handhabung, da die Geräte handlicher sind und die Zugabe des Erstarrungsbeschleunigers zur Erreichung hoher Frühfestigkeiten einfacher ist. Beim Trockenspritzverfahren wird ein Trockengemisch aus Zement, Zuschlag und ggf. pulverförmiger Erstarrungsbeschleuniger vom Mischer mit Druckluft zur Spritzdüse gefördert. Dort kommt über Düsen das Anmachwasser hinzu und das Gemisch wird mit Geschwindigkeiten von 20 bis 30 m/s aufgebracht und verdichtet.. Die Betonqualität hängt von der Qualifikation des Düsenführers wegen manueller Wasserzugabe ab. Nachteilig sind der hohe Rückprall, der hohe Staubanteil und die Gesundheitsschädlichkeit einiger Erstarrungsbeschleuniger. Um die Vorteile des Trockenspritzverfahrens voll auszunützen und die Nachteile zu minimieren entwickelte die Firma Schretter & Cie eine Kombination beider Verfahren, dem eine Benetzungen des Trockenspritzgutes mit Wasser vor der Düse zugrunde liegt. Das Verfahren zeigt gegenüber herkömmlichen Trockenspritzverfahren eine geringere Staubentwicklung. Aus diesem Grund wurde die Ausgleichschicht, die Außenschale und die Innenschale des Projektes „ Einschalige Tunnelbauweise ohne Dichtung „ in Vils mit dem Schretter – Halbnass - Verfahren gespritzt. [...]

Vorraussetzung für diese Arbeit war die Entwicklung eines wasserdichten, schwindkompensierten Spritzbetons mit niederer Hydrationswärme und geringem Schwinden, wodurch die Mikrorissbildung verhindert werden kann. Dies wird einerseits durch die Verwendung eines Spritzbindemittels mit schwindkompensierenden Komponenten aber auch durch das Aufspritzen in dünnen Schichten mit neuer Verfahrenstechnik machbar. Durch die Hydrationswärme entstehen Temperaturschwankungen, welche durch die Wahl eines geeigneten Zements mit geringer Temperaturentwicklung und einer für Spritzbeton geeigneten Frühfestigkeitsentwicklung, unter Kontrolle gebracht werden. Außerdem werden die Lagen der wasserdichten Innenschale in Schichten zu 5 – 7 cm aufgetragen. Daher wurden geeignete Schwindkompensationsmittel, Zement – bzw. Bindemittelzusammensetzungen erprobt und daraus die optimale Zusammensetzung für die Herstellung der Innenschale ermittelt. Die nähere Beschreibung der Zusammensetzung, sowie die genaue Erläuterung der verwendeten Produkte und deren Bedeutung bzw. Wirkung im Gemisch, wird im Punkt [ 3.3.1 Spritzbetonrezeptur mit Beschreibung der verwendeten Produkte ] erläutert. Als Ziel wird sowohl die Entwicklung der Produkte, die für diese Fragestellung eingesetzt werden sollen, als auch die Prüfung und Praxiserprobung gesehen, wobei der Nachweiß einer prinzipiellen Machbarkeit aus dem Großversuch hervorgeht. Die Dichtigkeit des Systems soll durch Verhinderung der Mikrorissbildung in der Innenschale und durch eine geeignete Verfahrenstechnik gewährleistet werden. Die zur Anwendung kommende Verfahrenstechnik geht aus den Punkten [ 4.3 Baustelleneinrichtung und 3.2 Verfahrenstechnik ] hervor. [...]

Beim Trockenspritzverfahren wird ein Trockengemisch aus Zement, Zuschlag und ggf. pulverförmiger Erstarrungsbeschleuniger vom Mischer mit Druckluft zur Spritzdüse gefördert. Dort kommt über Düsen das Anmachwasser hinzu und das Gemisch wird mit Geschwindigkeiten von 20 bis 30 m/s aufgebracht und verdichtet. Neue Entwicklungen verwenden flüssige Abbindbeschleuniger, die auch vor der Düse zugegeben werden können. Auch werden Benetzungen mit Wasser vor der Düse erfolgreich eingesetzt. Bisher besitzt das Trockenspritzverfahren im Tunnelbau den Vorzug, da es einfacher in der Handhabung ist, die Geräte handlicher sind und die Zugabe des Erstarrungsbeschleunigers zur Erreichung hoher Frühfestigkeiten einfacher ist. Nachteilig sind der hohe Rückprall, der hohe Staubanteil und die Gesundheitsschädlichkeit einiger Erstarrungsbeschleuniger. Die Betonqualität hängt von der Qualifikation des Düsenführers wegen manueller Wasserzugabe ab. [...]

Arbeit zitieren:
Niederegger, Patrick-Christoph Januar 2003: Einschalige Bauweise bei seichtliegenden Tunnelbauwerken ohne Dichtung, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Tunnelabdichtung, Betonbau, Tiefbau, Spitzenbeton, Tunnelinnenschale

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